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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 2:14-3:5. Er schildert den Beginn des Bürgerkriegs zwischen Davids und Sauls Haus, der mit einem „Kampfspiel“ eskaliert und in den Tod von Asahel mündet. Der Sprecher reflektiert über die Spirale der Gewalt und Davids zunehmende Polygamie, die trotz kultureller Akzeptanz als Sünde betrachtet wird.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 343. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass du durch dein Wort jeden Tag zu uns sprichst. Dann möchte ich dich bitten, dass du in unser Herz deine Liebe gießt durch den Heiligen Geist, dass wir so über andere Menschen auch denken, wie David gedacht hat, auch über seinen Feind. Und dass du uns hilfst, heute im Alltag unsere Feinde zu lieben und zu ehren und damit deutlich zu machen, dass es nur du regierst. Sprich du jetzt durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:20] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 2. David ist König geworden über Juda, aber die anderen Stämme Israels haben durch das Betreiben von General Abner Isch-Boschet, einen überlebenden Sohn von Saul, zum König gemacht. Es kommt zum Bürgerkrieg, zum Kampf zwischen beiden Lagern.

[1:46] In Vers 14 heißt es: "Und Abner sprach zu Joab: 'Die jungen Männer sollen sich aufmachen und vor uns ein Kampfspiel aufführen.' Und Joab sprach: 'Sie sollen sich aufmachen.' Dann machten sie sich auf und gingen abgezählt hin: zwölf aus Benjamin, von den Leuten Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, und zwölf von den Knechten Davids. Und einer griff den anderen am Kopf und stieß ihm sein Schwert in die Seite, und sie fielen miteinander. Daher wird der Ort 'Feld der Klingen' genannt. Er liegt bei Gibeon. Es entspann sich ein sehr heftiger Kampf an jenem Tag, und Abner und die Männer von Israel wurden von den Knechten Davids geschlagen. Es waren aber drei Söhne der Zeruja, Joab, Abischai und Asahel. Asahel aber war leicht zu Fuß, wie eine Gazelle auf dem Feld. Und Asahel jagte dem Abner nach und wich nicht von Abner ab, weder zur Rechten noch zur Linken. Er wandte sich aber um und fragte: 'Bist du es, Asahel?' Er antwortete: 'Ich bin's.' Abner rief ihm zu: 'Wende dich entweder zur Rechten oder zur Linken und greif dir einen der jungen Männer und nimm dir seine Rüstung.' Aber er wollte nicht von ihm ablassen. Da rief Abner wieder dem Asahel zu: 'Lass von mir! Warum willst du, dass ich dich zu Boden schlage? Wie dürfte ich dann noch deinem Bruder Joab unter die Augen treten?' Als er sich aber weigerte, von ihm abzulassen, da stach ihm Abner mit dem hinteren Ende des Spießes in den Bauch, sodass der Spieß hinten heraus ragte. Und er fiel dort und starb auf der Stelle. Und wer zu dem Ort kam, wo Asahel gefallen und gestorben war, der stand still."

[3:19] Es gibt noch einen Mann, ja, Jahrhunderte später, Josia, der auch hätte leben können, wenn er auf die Worte eines gottlosen Menschen gehört hätte, nämlich des Pharaos, der gesagt hat: "Lass mich in Ruhe! Ich will gar nicht mit dir kämpfen." Aber Josia hatte sich damals dem, hatte sich damals dem Pharao in den Weg gestellt und hat sich widerspenstig nicht beirren lassen und ist umgekommen.

[3:47] Joab aber, Joab und Abischai jagten dem Abner nach, bis die Sonne unterging. Und als sie zu dem Hügel Ammah kamen, der vor Gaah liegt, auf dem Weg zur Wüste Gibeon, da versammelten sich die Söhne Benjamin hinter Abner und bildeten einen Haufen und traten auf die Höhe des Hügels. Da rief Abner dem Joab zu und sprach: "Soll denn das Schwert unaufhörlich fressen? Weißt du nicht, dass zuletzt eine Erbitterung entstehen wird? Und wie lange willst du nicht dem Volk sagen, dass es ablassen soll von seinen Brüdern?"

[4:14] Die Israeliten waren es gewohnt, gegen die Philister zu kämpfen, gegen die Moabiter, gegen die Ammoniter. Aber gegeneinander. Und es hatte begonnen mit einem, wie sie es so genannten, Kampfspiel mit einigen wenigen jungen Männern, die sich umgebracht haben. Es entstand eine Schlacht daraus. Es wurde ein Bürgerkrieg. Gewalttat führt zu Gewalttat. Das ist die Spirale der Gewalt. Und uns muss bewusst sein, dass wenn wir erst einmal anfangen, Feindseligkeiten gegen unsere Brüder loszulassen, dass das dann wahrscheinlich bald außer Kontrolle geraten kann.

[4:53] Joab sprach: "So wahr Gott lebt, wenn du nicht gesprochen hättest, dann hätte sich das Volk schon an diesem Morgen zurückgezogen. Jeder hätte von der Verfolgung seines Bruders abgelassen." Mit anderen Worten: Man hätte das alles hier verhindern können. Diese Toten sind alle mehr oder weniger umsonst gestorben. Das sollte uns bewusst sein, dass wenn wir auch innerhalb des Volkes Gottes Streit fördern und auf Konfrontationskurs gehen, dass Menschen verloren gehen.

[5:23] Und Joab stieß in das Schofarhorn, und alles Volk stand still und jagte Israel nicht mehr nach, und sie kämpften auch nicht mehr. Abner und seine Männer marschierten die ganze Nacht durch die Araba, und sie überschritten den Jordan und zogen die ganze Schlucht und kamen nach Mahanaim.

[5:44] Joab aber kehrte um von der Verfolgung Abners und versammelte das ganze Volk. Und es fehlten von den Knechten Davids 19 Mann und Asahel. Aber die Knechte Davids hatten von Benjamin und unter den Männern Abners 360 Mann geschlagen. Und sie hoben Asahel auf und begruben ihn im Grab seines Vaters in Bethlehem. Joab aber samt seinen Männern marschierte die ganze Nacht, und das Licht brach ihnen an in Hebron.

[6:10] Und der Krieg zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids zog sich lange hin. David aber erstarkte zusehends, und das Haus Sauls wurde immer schwächer. Und David... es wurden... und David wurde in Hebron... wurden in Hebron Söhne geboren. Sein Erstgeborener war Amnon von Ahinoam, der Jesreeliterin. Der zweite Kileab von Abigail, der Frau Nabals des Karmeliters. Der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Königs von Geschur. Der vierte Adonija, der Sohn der Haggith. Der fünfte Schefatja, der Sohn der Abital. Der sechste Jithream von Eglah, der Frau Davids. Diese wurden David in Hebron geboren.

[6:58] Wir sehen hier – und das haben wir schon an anderer Stelle beobachtet –, dass David in dieser Frage der Polygamie noch weiter abgewichen ist von dem Ideal, als er es bereits schon zuvor getan hatte. Zwei Frauen hatte er. Wir werden noch sehen, dass, obwohl das in der damaligen Zeit eine kulturell weit verbreitete Praxis gewesen ist, es trotzdem eine Sünde war. Eine Sünde, die dazu geführt hat, dass er sich noch in eine sehr schwere Sünde verstrickt hat.

[7:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, das uns heute diese Geschichte auch gezeigt, dass eine Gewalttat die nächste bedingt, und wenn wir nicht aufpassen, die Spirale der Gewalt großen Schaden hinterlassen kann, auch in deiner Gemeinde. Auch wenn wir uns vielleicht nicht buchstäblich schlagen, dann doch oft mit Worten und mit Vorwürfen. Ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns vergibst, wo wir unsere eigenen Brüder und Schwestern angegriffen haben, aus welchen Motiven auch immer. Und möchte dich bitten, dass du uns echte Liebe schenkst und ein Verlangen, in der Wahrheit eins zu werden. Das bitten wir in dem Namen Jesu. Amen.


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