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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet 2. Samuel 21:8-22:6, beginnend mit den tragischen Folgen von Sauls Handlungen und Davids Bemühungen, Sauls Familie Ehre zu erweisen. Christopher Kramp thematisiert Davids spätere Kämpfe gegen die Philister, die seine eigene Schwäche und Gottes anhaltende Treue offenbaren. Er ermutigt die Zuhörer, Sünde zu hassen und sich in jeder Lebensphase auf Gott als ihren Fels und Retter zu verlassen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 367.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort dich uns offenbarst, dass wir sehen können, wie du wirklich bist und dass du uns Weisheit schenken möchtest, die von dir kommt. Herr, wir brauchen wirklich himmlische Weisheit. Wir möchten mit dir verbunden sein heute an diesem Tag und wir danken dir, dass du versprochen hast, dass jeder Einzelne von uns, egal wer er ist, durch das Nachdenken über dein Wort echte Weisheit haben darf. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt durch den Heiligen Geist zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:17] Wir sind im Zweiten Samuel, Kapitel 21. Eine Hungersnot ist in dieser Zeit aufgetreten und Gott hat offenbart, dass es wegen einer Blutschuld ist, die auf dem Haus Sauls liegt, weil Saul in seinem missgeleiteten Eifer die Gibeoniter ausrotten wollte, denen Josua Jahrhunderte zuvor – die Ältesten Israels – versprochen hatten, in einem Bündnis, das durch Betrug entstanden war von Seiten der Gibeoniter, versprochen hatten, sie am Leben zu lassen vor dem Herrn. Die Gibeoniter, die jetzt im Recht sind, sich zu rächen, sozusagen, die Sühne verlangen dürfen, verlangen eine Sühne, wie sie unter Menschen üblich ist und nicht bei Gott, nämlich dass Menschen aufgehängt werden vor dem Herrn aus dem Haus Sauls.

[2:10] Wir lesen weiter ab Vers 8: "Aber die beiden Söhne, welche Rispa, die Tochter des Aja, dem Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboscheth, dazu die fünf Söhne, welche Merab, die Tochter Sauls, dem Adriel, dem Sohn Barsillais, dem Meholatiter, geboren hatte, nahm der König und er gab sie in die Hand der Gibeoniter. Und die hingen sie auf dem Berg vor dem Herrn auf. So fielen diese sieben auf einmal und wurden getötet in den ersten Tagen der Ernte, zu Beginn der Gerstenernte."

[2:43] Eine tragische Geschichte, etwas, das Gott nie gewollt hat. Er hätte sowieso gar nicht gewollt, dass die Gibeoniter am Leben bleiben, damit sei Jesus. Aber als man ihnen geschworen hatte, hat er nicht gewollt, dass man ihnen dieses Wort bricht, weil damit die Glaubwürdigkeit und die Verlässlichkeit Gottes in Frage gestellt worden war. Die Gibeoniter hatten ja wieder Hunderte verstanden, dass ihr Leben davon abhängt, dass die Israeliten treu zu dem Schwur stehen, den sie geschworen hatten bei dem Herrn. Und Sauls Verhalten hatte den Eindruck erweckt, als könnte man sich auf das Volk des Herrn nicht verlassen.

[3:28] "Da nahm Rispa, die Tochter des Aja, das Sacktuch und breitete es für sich auf dem Felsen aus vom Anfang der Ernte an, dass das Wasser vom Himmel über sie troff, und sie ließ weder bei Tag die Vögel des Himmels auf ihnen ruhen noch die Tiere des Feldes bei Nacht."

[3:40] Was für ein Schicksal für die Rispa, die, soweit wir das hier sehen können in dieser Geschichte, keine eigene Schuld gehabt hat, die tief getrauert hat. Das Wesen der Sünde ist so, dass die oft besonders betroffen sind, die gar keine Schuld trifft. Und deswegen hasst Gott die Sünde so, weil sie immer so zahlreiche negative Konsequenzen hat, die wir als Menschen oft gar nicht abschätzen können. Saul hatte nie in seinem Leben erfahren, welche Konsequenzen seine Handlungen gegen die Gibeoniter gehabt hat. Aber Sünde hat dramatische Konsequenzen, selbst über unseren Tod hinaus noch. Und Menschen leiden manchmal über viele Ecken noch das, was wir gar nicht mehr wahrnehmen, wegen unserer Sünde.

[4:28] Lasst uns lernen, ich möchte lernen, Sünde zu hassen, weil Gott sie hasst, weil ich lernen möchte, Jesus so selbst zu lieben, wie er mich geliebt hat.

[4:42] Als nun dem David berichtet wurde, was Rispa, die Tochter des Aja, getan hatte, da ging David hin und holte die Gebeine Sauls und die Gebeine Jonathans, seines Sohnes, von den Bürgern von Jabesch in Gilead, die sie von dem Marktplatz in Beth-Schean heimlich weggenommen hatten, wo die Philister sie aufgehängt hatten an dem Tag, als die Philister den Saul auf dem Berg Gilboa erschlugen.

[5:03] Er brachte die Gebeine Sauls, die Gebeine seines Sohnes Jonathan von dort heraus und man sammelte zu denselben die Gebeine der Gehängten und dann begrub sie mit den Gebeinen Sauls und seines Sohnes Jonathan in Zela im Land Benjamin, im Grab seines Vaters Kisch. Man tat alles, was der König geboten hatte und danach ließ sich Gott für das Land erbitten.

[5:25] Als Saul gestorben war, hatten die Philister ihn aufgehängt an der Stadtmauer von Beth-Schean. Es waren die Bürger von Jabesch in Gilead gewesen, die so dankbar waren für die Rettung, die Jahrzehnte vorher Saul ihnen – die Saul ihnen geholfen hatte, sie gerettet hatte vor den Ammonitern – und der Nachweis, dass sie damals dem Saul und seinen Söhnen, dem Jonathan, ein Begräbnis dort bei Jabesch gegeben hatten.

[5:51] Aber an dieser Stelle wird jetzt das Ganze vollendet. David gibt dem Saul und seinen Familienangehörigen hier ein Begräbnis, das eines Königs würdig ist, ein Begräbnis bei seiner Familie. Das, was sich eigentlich jeder Israeli wünschte, dort begraben zu sein, wo seine Familie ist. Das, was sich Josef so sehr gewünscht hat und was sich auch Jakob gewünscht hat. Etwas, das so wichtig war für ihr damaliges Verständnis auch von Heimat, dort begraben zu sein, wo die Familie begraben ist. In gewisser Weise endet eigentlich erst hier die Geschichte von Saul, als seine Gebeine und die Gebeine seiner Familienangehörigen endlich ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

[6:35] Und das zeigt auch die Haltung, die David gegenüber der Dynastie und dem Haus Sauls gehabt hat.

[6:44] Es erhob sich aber wieder ein Krieg der Philister gegen Israel und David zog hinauf und seine Knechte mit ihm und sie kämpften gegen die Philister. David aber wurde müde.

[6:53] Die Bibel berichtet nicht nur Heldentaten. Sie ist nicht ein Buch, das Menschen glorifiziert und die Geschichte von David ist vielleicht das Paradebeispiel dafür. Mit einer schonungslosen Treue und Liebe zur Wahrheit zeigt sie die Stärken und Schwächen, die Siege und Niederlagen, all das, was eine glorifizierende Biografie leicht auslassen würde, weil er einfach nur den Helden loben möchte. Das wird hier berichtet, auch das, als es dem David nicht mehr so gut ging, als der David krank war, als er schwach war, als er eben nicht mehr so große Siege erringen konnte, als er müde geworden ist. Auch in unserem Leben gibt es Phasen, wenn wir müde geworden sind. Es gibt Phasen in unserem Leben, wo wir vielleicht zu alt geworden sind, dass wir nicht mehr die gleiche Kraft haben wie früher. Gott kennt jede Phase und er ist in jedem Lebensabschnitt für uns da.

[7:43] "Ischbi-Benob aber, einer der Söhne des Rafa, der eine Lanze im Gewicht von 300 Schekel Erz hatte und ein neues Schwert, und Gurt war der, sagte, er wolle David erschlagen. Und Abischai, der Sohn der Zeruja, half David und schlug den Philister tot."

[7:59] Damals schworen die Männer David ihm und sprachen: "Du sollst nicht mehr mit uns zum Krieg ausziehen, damit du die Leuchte Israels nicht auslöschst."

[8:09] Dieser Ischbi-Benob war längst nicht so gefährlich, das kann man an den Maßen an der Lanze hier sehen, wie Goliath, den David damals als junger Jugendlicher und junger Mann alleine besiegt hatte. Aber die großen Taten der Jugend können im Alter nicht eins zu eins immer wiederholt werden. Es kommt die Zeit, da brauchen wir auch körperlich Hilfe, so wie David Hilfe brauchte von Abischai.

[8:38] Und danach kam es nochmals zum Krieg mit den Philistern bei Gob. Da erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Sippai, der auch einer von den Söhnen Rafas war.

[8:47] Es kam die Zeit, da David so alt war, dass er nicht mal die Heldentaten vollführen konnte, dass er sich auch von anderen abhängig machen musste, die für ihn kämpfen und die Siege für ihn erringen.

[8:59] Egal, wie unser Leben verläuft, wir werden nicht immer an vorderster Front stehen können. Es gibt Zeiten, da brauchen wir andere, die für uns eintreten, die für uns Dinge tun, die wir früher vielleicht aus eigener Kraft hätten schaffen können.

[9:13] Und es erhob sich noch ein Kampf mit den Philistern bei Gob. Da erschlug Elhanan, der Sohn des Jaare-Oregim, den Lahmi, den Bruder Goliaths, des Gatiters, und dieser hatte einen Speerschaft wie ein Weberbaum.

[9:27] Und wieder kam es zum Kampf bei Gat. Dort war ein Mann von großer Länge, der hatte sechs Finger an seinen Händen und je sechs Zehen an seinen Füßen, insgesamt 24 an der Zahl. Der stammte auch von Rafa ab. Als er nun Israel verhöhnte, erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schimas, des Bruders Davids.

[9:44] Diese vier waren dem Rafa in Gat geboren worden und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.

[9:55] Und David redete zu dem Herrn die Worte dieses Liedes an dem Tag, als der Herr ihn aus der Hand aller seiner Feinde errettet hatte, auch aus der Hand Sauls. Er sprach: "Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter. Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine sichere Festung, meine Zuflucht, mein Retter, der mich von Gewalttat befreit."

[10:24] David hat viel erlebt in seinem Leben, aber als er zurückblickt über all die Kämpfe und die Schwierigkeiten und die Probleme, denen er ausgesetzt war, mit denen er konfrontiert worden ist, konnte er ein Fazit ziehen: Wann immer ich mich auf Gott verlassen hatte, war er treu.

[10:42] Liebe Freunde, ich möchte dir heute sagen, obwohl ich kein Kämpfer bin wie David und keine großen Heldentaten vollbracht habe, kann ich bekennen: Wann immer ich mich auf Gott verlassen habe, wann immer ich sein Wort ernst genommen habe, wann immer ich mich auf seine Gnade gestützt habe, ist Gott für mich dagewesen.

[11:01] Wenn ich auf eigene Kraft vertraut habe, wenn ich auf meine eigenen Gefühle mich verlassen habe, dann bin ich gefallen, dann habe ich viele Probleme gehabt, dann bin ich oft abgestürzt. Aber wenn ich mich auf Gott verlassen habe, dann habe ich genau das erlebt: Er ist wirklich mein Retter, er ist mein Fels, auf dem ich stehen kann. Wenn ich auf Gott stehe, dann stehe ich sicher.

[11:24] "Den Herrn, den Hochgelobten, rief ich an und wurde von meinen Feinden errettet." Hast auch du die Erfahrung gemacht, dass du in Versuchung gekommen bist, dass du in äußerliche Schwierigkeiten gekommen bist, von Menschen, die Böses wollten, von Menschen, die dich verfolgt haben, wo du vielleicht selbst in Zweifel geraten bist, wo du zu kämpfen hattest und du dann Gott angerufen hast, schwach wie du gewesen bist, hilflos in dem Bewusstsein, dass du dir allein nicht helfen kannst? Hast du auch diese Erfahrung gemacht, die ich auch machen durfte, dass Gott rettet, und zwar nicht irgendwann später, dass er uns dann rettet, wann wir ihn brauchen und für uns da ist? "Denn die Wogen des Todes umzingelten mich, die Ströme Belials schreckten mich, die Fesseln des Totenreiches umschlangen mich, es ereilten mich die Fallstricke des Todes."

[12:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist wirklich ein Fels. Wer auf dich vertraut, der wird nicht zuschanden. Du bist wirklich unser Retter und ja, wenn wir in unserem Leben dann sehen, wir haben so viele Probleme erlebt und wir können nicht behaupten, immer die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ganz im Gegenteil, wir haben so oft gegen dich gesündigt, wir sind so oft schwach gewesen und so oft gefallen. Und da haben wir die Erfahrung gemacht, dass jedes Mal, wenn wir uns zu dir gewandt haben, du immer noch genauso getragen hast wie zuvor. Du bist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, ein festes Fundament für jeden, der vertraut. Und Herr, dafür möchte ich dir von ganzem Herzen Danke sagen. Danke, dass du genau so bist. Im Namen Jesu. Amen.


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