In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 23:16-24:7. Er spricht über die Hingabe von Davids Helden und Davids folgenschwere Entscheidung, eine Volkszählung durchzuführen. Die Episode zeigt auf, wie Segen missverstanden und zur Sünde führen kann, und betont die Wichtigkeit, Gottes Korrektur anzunehmen, selbst wenn sie unerwartet kommt.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Samuel 23:16-24:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 370. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du versprochen hast, dass du alles gedeihen lassen möchtest, was uns zum Heil und zur Freude dient. Wir wissen aus Erfahrung, dass die Wege dieser Welt, die Wege der Sünde und Versuchung, nur scheinbar Freude versprechen, aber dann niemals wirklich echte Freude bringen.
[1:01] Zeig uns heute an diesem Tag, wie echte Freude und echtes Heil für unseren Körper und vor allem auch unsere Seele erlebbar wird, indem wir mit dir ganz eng verbunden sind, unsere Gedanken, unser Leben dir übergeben und von dir lernen. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst und mit deinem Heiligen Geist unser Herz erfüllst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:30] Wir sind in 2. Samuel 23 bei der Beschreibung der Helden Davids. Es geht gerade um die drei größten Helden, die in einer besonderen Situation etwas getan haben. Es geht darum, dass David in einer Situation des Krieges mit den Philistern sich so sehr gewünscht hat, am liebsten aus dem Brunnen von Bethlehem unten im Tal, am Tor, trinken zu können.
[1:58] Und wir lesen weiter ab Vers 16: „Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister hindurch und schöpften Wasser aus dem Brunnen von Bethlehem unter dem Tor, trugen es her und brachten es zu David.“
[2:12] „Er aber wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer aus vor dem Herrn und sprach: 'Fern sei es von mir, Herr, dass ich so etwas tue! Ist es nicht das Blut der Männer, die ihr Leben gewagt haben und hingegangen sind?' Darum wollte er es nicht trinken. Das taten die drei Helden.“
[2:31] Es waren nicht nur Helden des Krieges, die andere umbrachten, die Feinde besiegten. Es waren auch Helden, die Großes wagten, um scheinbar Kleinigkeiten für ihren König zu tun. Sie setzten ihr Leben aufs Spiel, um ihrem König einen Schluck Wasser zu geben.
[2:51] Was investieren wir, um unserem König Jesus eine Freude zu machen? Ich muss mir die Frage stellen, und vielleicht stellt sich die Frage auch: Was investieren wir, um unserem König eine Freude zu machen? Was investieren wir vielleicht auch, um anderen Menschen eine Freude zu machen?
[3:07] Das waren die drei größten Helden, nicht nur, weil sie die stärksten waren, die größten Menschenmengen besiegen konnten, sondern weil sie solch eine Liebe zu ihrem König hatten und etwas wirklich wagten für ihn.
[3:23] Und Abischai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, der war das Haupt der Drei. Der zückte seinen Speer gegen 300, die er schlug, und er hatte einen Namen unter den Dreien. War er nicht der geehrteste von den Dreien und wurde ihr Oberster? Aber an jene drei reichte er nicht heran.
[3:42] Und Benaja, der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes, großer Taten, aus Kabzeel. Zuerst schlug er die beiden mächtigen Helden von Moab. Er stieg auch hinab und tötete einen Löwen in einer Zisterne zur Schneezeit. Er schnappte einem stattlichen ägyptischen Mann, der einen Speer in der Hand trug, den Speer aus der Hand und tötete ihn mit seinem eigenen Speer.
[4:09] Das tat Benaja, der Sohn Jojadas, und er war berühmt unter den drei Helden. Er war der berühmteste der 30, aber an jene drei reichte er nicht heran. Und David setzte ihn über seine Leibwache.
[4:21] Joabs Bruder Asael; Elhanan, der Sohn Dodis, von Bethlehem; Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer; Helez, der Paltiter; Ira, der Sohn des Ikkesch, von Tekoa; Abiezer, der Anatotiter; Mebunnai, der Huschatiter; Zalmon, der Achoachiter; Maharai, der Netofatiter; Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamins; Benaja, der Piratoniter; Hiddai, von Nachale-Gaasch; Abi-Albon, der Arbatiter; Asmawet, der Barhumiter; Eljachba, der Schaälboniter; die Söhne Jaschens: Jonatan; Schamma, der Harariter; Ahiam, der Sohn Scharars, der Harariter; Elifelet, der Sohn Ahasbais, des Sohnes des Maachatiters; Eliam, der Sohn Ahitofels, des Giloniters; Hezrai, der Karmeliter; Paarai, der Arbiter; Jigal, der Sohn Natans, von Zoba; Bani, der Gaditer; Zelek, der Ammoniter; Naharai, der Beerotiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja; Ira, der Jithriter; Garib, der Jithriter; Uria, der Hethiter. Insgesamt waren es 37.
[5:46] Und da sehen wir noch einmal, was für ein wertvoller, enger Mitarbeiter, Mitkämpfer Uria eigentlich gewesen war, den David damals in der Angelegenheit Batseba hat umbringen lassen im Krieg.
[6:00] Und der Zorn des Herrn entbrannte wieder gegen Israel, oder reizte David gegen sie, indem er sprach: „Geh, zähle Israel und Juda!“ Es war offensichtlich nicht Gottes Wunsch, dass David so handelte. Sondern hier wird in einer mehrdeutigen Formulierung, die wir auch schon von Mose und dem Pharao kennen, deutlich, dass Gott etwas zugelassen hat. So wie es ja auch heißt, dass Gott das Herz des Pharaos verstockt hat, in dem Sinne, dass er zuließ, dass diese Botschaft den Pharao erreichte – eine Botschaft, die von ihm kam, die allerdings nicht die gewünschte Bekehrung zur Folge hatte, sondern eine Rebellion, eine Verhärtung.
[6:45] Gott hatte das Volk Israel gesegnet, reich gesegnet, militärisch, politisch. Und genau dieser Segen führte jetzt zu einer falschen Reaktion von David. Ohne diesen Segen wäre David vielleicht nie auf die Idee gekommen, die wir zu lesen werden. Insofern war es tatsächlich der Segen Gottes, der sozusagen fälschlicherweise von David benutzt worden ist, was jetzt als Sünde hier getadelt wird.
[7:12] Und der König sprach zu Joab, dem Heerführer, der bei ihm war: „Durchziehe doch alle Stämme Israels von Dan bis Beerscheba und mustere das Volk, damit ich die Zahl des Volkes erfahre.“
[7:23] Joab aber sprach zu dem König: „Der Herr, dein Gott, füge zu diesem Volk, wie es jetzt ist, noch hundertmal mehr hinzu, und mein Herr und König möge es mit seinen eigenen Augen sehen. Aber warum hat mein Herr und König Gefallen an so etwas?“
[7:35] Doch das Wort des Königs blieb fest gegen Joab, und die Heerführer zogen vor dem König aus, um das Volk Israel zu mustern.
[7:43] Gott ist nicht grundsätzlich gegen das Zählen seines Volkes. Wir wissen, dass in 4. Mose gleich zweimal, gegen Anfang und gegen Ende des Buches, das Volk gezählt worden ist, deswegen auch das vierte Buch Mose auch Numeri, also die Zählung des Volkes, genannt wird.
[8:01] Aber damals sollte das Volk bei der Zählung ein Lösegeld geben, um deutlich zu machen, dass es ein erkauftes Volk ist, ein Volk, das mit dem Blut des Erlösers – das sollte ja schon angedeutet werden im Heiligtumsdienst – erkauft worden ist, und dass die Kraft dieses Volkes eben nicht in seiner militärischen Stärke, in seiner Quantität liegt, sondern in dem Zusammenarbeiten mit dem König der Könige.
[8:28] Aber David verfolgt einen anderen Plan. Er möchte hiermit nicht Gottes Segen ehren und nicht Gott großmachen. Er möchte seine eigene militärische Stärke besser überschauen, planen. Er hat hier offensichtlich eine Art Wehrpflicht eingeführt, ein ständiges Heer, ein großes Heer haben wollen. Und seine eigenen Heerführer, seine Generäle, raten davon ab, selbst Joab, der sonst auch nicht immer als besonders gläubig aufgefallen ist.
[8:57] Manchmal schickt uns Gott Tadel und Zurechtweisung auch durch Männer und Frauen, die wir vielleicht sonst schon auch als Sünder gesehen haben und die auch schlimme Dinge getan haben. Aber wir sollten auf die Zurechtweisung hören, wenn wir dabei sind, uns selbst zu erhöhen, so wie David das hier tut.
[9:16] Und sie gingen dann über den Jordan und lagerten sich bei Aroer zur Rechten der Stadt, die mitten im Tal von Gad liegt, und nach Jaser hin. Und sie kamen nach Gilead und in die Gegend von Tachtim-Hodschi. Und als sie nach Dan-Jaan kamen, wandten sie sich nach Zidon und sie kamen zu der Festung Tyrus und allen Städten der Hiwiter und Kanaaniter und zogen dann in den Süden Judas nach Beerscheba.
[9:42] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, so leicht kann es passieren, dass wir deine Segnung falsch interpretieren und uns selbst erhöhen. Herr, ich möchte dich bitten, dass du uns dann warnst. Wir wissen, dass du das nicht möchtest, und wir sendest manchmal Warnung und Korrektur auf Wegen, die wir nicht vermuten oder die anders sind, als wir es gewohnt sind. Wir möchten dich bitten, dass wir bereit sind, deine Korrektur immer anzunehmen, egal von wem sie kommt, damit wir bei dir bleiben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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