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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die tragischen Ereignisse in 2. Samuel Kapitel 3 und 4. Er analysiert Joabs heimtückischen Mord an Abner und Davids aufrichtige Trauer, die er öffentlich zeigt, obwohl er Joab nicht direkt bestrafen kann. Die Episode behandelt auch den Mord an Isch-Boschet und die Erwartung der Täter, von David belohnt zu werden, und unterstreicht dabei die Bedeutung von Taten gegenüber bloßen Worten.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Kapitel 3 und 4.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben und daraus lernen können und dass du persönlich zu uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch heute durch dein Wort das zeigst, was wirklich wichtig für uns ist, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir uns nicht dem widersetzen, was dein Wort uns zeigt, sondern von Anfang an das versuchen umzusetzen durch deine Kraft, was du uns offenbarst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Wir sind in Zweites Samuel Kapitel 3. Der mächtige General Abner entscheidet sich nicht länger, den Marionettenkönig Isch-Boschet zu unterstützen, sondern David zum Königtum über ganz Israel zu verhelfen.

[1:38] Er hat mit David in Hebron einen Bund gemacht und ist wieder aus Hebron abgezogen. Joab, der unterwegs war auf einem militärischen Streifzug, ist zurückgekehrt, hat davon gehört und ist sauer, dass David offensichtlich dem Abner vertraut und lässt ihn heimlich zurückholen in die Stadt Hebron.

[2:00] Wir lesen in Vers 27: "Als nun Abner wieder nach Hebron kam, führte ihn Joab beiseite in das Tor, um in der Stille mit ihm zu reden, und er stach ihn dort in den Bauch, dass er starb, wegen des Blutes seines Bruders Asahel."

[2:16] Als David es danach erfuhr, sprach er: "Ich und mein Königreich, das sind ewiglich unschuldig vor dem Herrn an dem Blut Abners, des Sohnes Ners." Was für eine heimtückische Art, einen anderen Menschen umzubringen!

[2:31] "Es falle aber auf den Kopf Joabs und auf das ganze Haus seines Vaters, und es soll im Haus Joabs nie an einem fehlen, der einen Ausfluss oder Aussatz hat, der zur Spindel greifen muss, der durchs Schwert fällt oder der an Brot Mangel hat."

[2:45] So brachten Joab und sein Bruder Abischai den Abner um, weil er ihren Bruder Asahel im Kampf in Gibeon getötet hatte. Der Abischai hatte also auch seinen Anteil an diesem hinterhältigen, diesem heimtückischen Mord. Und David hat sehr deutlich gemacht, dass er damit nichts zu tun hatte.

[3:13] David sprach zu Joab und zu dem ganzen Volk, das mit ihm war: "Zerreißt eure Kleider und umgürtet euch mit Sacktuch und stimmt die Totenklage an!" Und der König David ging hinter der Bahre her. So wie er die Totenklage, das Trauern, das Klagelied für Saul und für Jonathan angestimmt hatte, so auch hier für Abner. Und als sie Abner in Hebron begruben, erhob der König seine Stimme und weinte bei Abners Grab. Auch alles Volk weinte. Und der König stimmte ein Klagelied über Abner an und sprach: "Sollte denn Abner sterben wie ein Tor stirbt? Keine Hände waren nicht gebunden, noch deine Füße in Ketten geschlossen. Du bist gefallen, wie man vor den Söhnen der Bosheit fällt." Dabei weinte ihm das ganze Volk noch mehr.

[4:00] Und das ganze Volk trat hinzu, um David Brot zu reichen, während es noch Tag war. Und David schwor und sprach: "Gott tue mir dies und das, wenn ich Brot oder irgendetwas genieße, ehe die Sonne untergegangen ist." Das ganze Volk nahm es wahr und es gefiel ihnen wohl. Alles, was der König tat, war gut in den Augen des ganzen Volkes.

[4:24] Was David hier praktizierte, war nicht nur politische, diplomatische Höflichkeit, war nicht nur berechnende politische Klugheit. Das war wirklich ehrliche, aufrichtige Trauer über eine Sünde, die man auch ihm hätte zur Last legen können, von der er sich deutlich distanzieren wollte.

[4:43] Und das, obwohl er damit auch seinen wichtigsten General, seine wichtigsten Männer überhaupt, Joab, bloßstellte.

[4:53] Aber David dachte nicht daran, in diesem Moment einfach nur aus politischen Erwägungen das Ganze unter den Teppich zu kehren und Joab in Schutz zu nehmen.

[5:04] Interessanterweise hatte David offensichtlich nicht über die Machtmittel verfügt, sich von Joab zu trennen. Das zeigt, dass in dieser Zeit insgesamt diese Generale eine ungeheure Machtfülle gehabt haben, dass selbst David, es war zwar, konnte ein öffentliches Zeichen setzen, dass er nicht damit einverstanden war, aber doch nicht einfach den Joab absetzen konnte.

[5:27] Und das ganze Volk und ganz Israel kannte an jenem Tag, dass es nicht vom König ausgegangen war, den Sohn Ners zu töten. Hätte David es nur gesagt, wäre das längst nicht so mächtig gewesen wie diese wiederholten Taten, die wirklich für alle sichtbar echte Trauer ausgedrückt haben. Von einer Anklage sich zu rechtfertigen, geht letztendlich immer nur durch das Leben, durch die Taten, durch das, was für alle sichtbar wird. Worte reichen da in der Regel nicht aus.

[5:58] Und der König sprach zu seinen Knechten: "Wisst ihr nicht, dass heute ein Fürst und ein Großer in Israel gefallen ist? Ich aber bin heute schwach, obwohl ich zum König gesalbt bin, und diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind mir zu hart. Der Herr vergelte dem, der Böses tut, entsprechend seiner Bosheit."

[6:15] Und hier sehen wir, dass David, obwohl er König gewesen ist, wie gerade schon angedeutet, nicht alles bestimmen konnte und sich nicht einfach so seinem General Joab widersetzen konnte. Er konnte zwar tadeln, aber er hat ihn offensichtlich im Amt belassen müssen.

[6:31] Als aber Isch-Boschet, der Sohn Sauls, hörte, dass Abner in Hebron gestorben war, ließ er seine Hände sinken, und ganz Israel war bestürzt.

[6:40] Es waren aber zwei Männer, Truppenführer des Sohnes Sauls, dessen Name Isch-Boschet war: Rechab und Baanah, die Söhne Rimmons, des Beerothiters, von den Kindern Benjamins (denn Beeroth wurde auch zu Benjamin gerechnet). Und Rechab und Baanah waren nach Gittaim geflohen, und sie haben sich dort als Fremdling aufgehalten bis zum heutigen Tag.

[7:02] Jonathan aber, der Sohn Sauls, hatte einen Sohn, der an beiden Füßen gelähmt war. Als er fünf Jahre alt war, kam die Nachricht von Saul und Jonathan aus Jesreel. Da nahm ihn seine Amme auf und floh, und es geschah, als sie in Eile floh, dass er fiel und lahm wurde. Und sein Name war Mefiboschet. Wir werden von diesem Posten noch im Laufe dieses Buches mehr hören.

[7:26] So gingen nun die Söhne Rimmons, des Beerothiters, Rechab und Baanah, hin und kamen zu dem Haus Isch-Boschets, als der Tag am heißesten war. Er machte seinen Mittagsschlaf, und sie kamen bis ins Innere des Hauses, als wollten sie Weizen holen, und stachen ihn in den Bauch.

[7:47] Genauso wie es Joab und Abischai gemacht haben. Kapitel 3 und 4 berichten jeweils von einem heimtückischen Mord zweier Brüder gegen einen wichtigen, einen großen Führer des Nordreiches. Und Rechab und sein Bruder Baanah entkamen, denn als sie ins Haus kamen, lag er in seiner Schlafkammer auf seinem Bett, und sie stachen ihn tot und schlugen ihm den Kopf ab. Und sie nahmen sein Haupt mit und liefen die ganze Nacht hindurch das Jordantal hinab. Und sie brachten das Haupt Isch-Boschets zu David nach Hebron und sprachen zum König: "Siehe, da ist das Haupt Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der je nach dem Leben trachtete. Der Herr hat heute meinem Herrn, dem König, Rache gewährt an Saul und seinem Samen."

[8:39] Wir sehen hier auch eine interessante Wiederholung der Begebenheit von dem jungen Amalekiter, der sich eines Mordes rühmte. Nur diese beiden rühmen sich nicht nur, sie haben ihn auch begangen.

[8:50] Wir werden sehen, dass David ganz ähnlich reagiert. Hier sind wieder Menschen, die glauben, dass David sich freut, wenn sein Feind, der mit ihm Krieg führt, tot ist.

[9:02] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du durch deine Worte uns sprichst. Bitte hilf uns, dass wir lernen können aus dieser Geschichte, dass Worte allein nicht reichen, sondern unser Leben, unser Handeln und wie wir uns geben, letztendlich Aufschluss darüber gibt, ob wir schuldig oder unschuldig sind und wie wir wirklich denken, was wirklich unsere Gesinnung ist. So möchten wir dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, so wie du David erfüllt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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