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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 2. Samuel 8:11-10:1 ein. Er beleuchtet Davids beeindruckende militärische Erfolge und seine gerechte Herrschaft, die das Reich Israel stärkt. Ein besonderer Fokus liegt auf der berührenden Geschichte von Mephiboscheth, dem David aus Gnade einen Ehrenplatz an seinem Tisch anbietet. Diese Erzählung dient als kraftvolle Erinnerung daran, wie wir die unverdiente Gnade Gottes, die wir selbst erfahren, an andere weitergeben können.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Teil 350.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du nicht nur in der Vergangenheit für uns so viel Großes und Schönes getan hast. Danke, dass wir uns heute daran erinnern dürfen, dass du auch für die Zukunft Großartiges versprochen hast, schon vorher gesagt hast, dass wir eine Verheißung haben, die auch in der Zukunft für uns gelten, die Prophezeiung, die uns zeigen, dass du uns nicht verlassen möchtest, sondern für uns da sein möchtest. Und Herr, daran möchten wir uns klammern, unwürdig wie wir sind. Und wir danken, dass du uns lieb hast und dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst nach deiner Verheißung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:22] Wir sind in Zweiter Samuel Kapitel 8. David führt Krieg gegen die umliegenden Völker, gegen die Philister, die Moabiter, gegen die Aramäer und wird immer mächtiger und stärker. Er ist erfolgreich, gewinnt, erhält großen Tribut, selbst vom König von Hamat, und vergrößert das Territorium Israels ganz gewaltig. Wir lesen ab Vers 11, wo es um die Geräte geht, die der König von Hamat ihm schenken möchte. Auch diese heiligte der König David dem Herrn, samt dem Silber und Gold, das er dem Herrn von allen Völkern, die er sich unterwarf, geheiligt hatte: von Aram, von Moab und von den Ammonitern, von den Philistern, von Amalek und von der Beute Hadadesers, des Sohnes Rehobs, des Königs von Zoba. Und David machte sich einen Namen, als er zurückkam, nachdem er die Aramäer geschlagen hatte im Salztal, 18.000 Mann. Und er legte Besatzung nach Edom, nach ganz Edom legte er Besatzung, und alle Edomiter wurden David unterworfen. Denn der Herr half David überall, wo er hinging. Was für eine Erfahrung!

[2:31] Eine Erfahrung, die auch wir im Alltag machen können. Nun, wir führen keinen Krieg gegen Völker. Wir haben verschiedene Dinge zu tun, Aufgaben, die vielleicht herausfordernd sind. Und Gott hat uns verheißen, dass wenn wir ihm treu sind und seine Ehre zuerst suchen, dass er uns bei allem helfen möchte, wohin wir gehen, sei es in der Arbeit, im Beruf, im Studium, in der Schule. Solange es nicht gegen Gottes Willen, gegen sein Gebot, sein Gesetz ist, möchte Gott uns helfen, auch bei unseren alltäglichen Aufgaben.

[3:06] Und David regiert über ganz Israel, und David verschaffte seinem ganzen Volk Recht und Gerechtigkeit. Er hatte nicht nur Erfolg in der Außenpolitik, er war ein gerechter Richter, ein gerechter Herrscher. Der König sollte damals auch Recht sprechen in verschiedenen Fällen. Gott wünscht sich, dass wir die Talente, die Fähigkeiten, die Positionen, die er uns ermöglicht, dazu benutzen, dass Recht und Gerechtigkeit sich verbreiten und nicht Unrecht.

[3:42] Joab aber, der Sohn der Zeruja, war Befehlshaber über das Heer, und Joschafat, der Sohn Achiluds, war Kanzleischreiber. Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Seraja war Staatsschreiber. Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kreter und Pleter. Das war die persönliche Leibwache des Königs. Die Söhne Davids aber waren Minister. Das sind wohl offensichtlich die Ältesten, die jetzt mittlerweile langsam in das Alter kamen, wo sie auch in den Staatsdienst eingebunden werden konnten.

[4:17] Und David sprach: Ist noch jemand übrig geblieben vom Hause Sauls, dass ich Gnade erweise um Jonathans willen? Das muss schon sehr viele Jahre nach dem Tod von Saul gewesen sein, wie wir sehen werden. Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba. Den riefen sie zu David, und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Und er sprach: Dein Knecht. Und der König sprach: Ist noch jemand da vom Hause Sauls, dass ich Gottes Gnade erweise? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonathans, der lahm an den Füßen ist. David wollte wirklich sicherstellen, dass er alles, was in seiner Macht stand, getan hatte, um möglichst sein Versprechen gegenüber Jonathan auch einzuhalten und wirklich intentional dem Haus Sauls noch etwas Gutes tun zu können. Und der König sprach zu ihm: Wo ist er? Und Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lodebar, im Haus Machirs, des Sohnes Ammiels. Da sandte der König David hin und ließ ihn aus Lodebar holen, aus dem Haus Machirs, des Sohnes Ammiels. Und Mephiboscheth, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, kam zu David, und er fiel auf sein Angesicht und verneigte sich. Und David sprach: Mephiboscheth! Er sprach: Siehe, dein Knecht. Und David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich will gewiss Gnade dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen und will dir alle Felder deines Vaters Saul wiedergeben. Du aber sollst täglich an meinem Tisch das Brot essen.

[5:55] Mephiboscheth hat sicherlich nicht ursprünglich die besten Gefühle gegenüber David gehabt. Denn rein theoretisch war Mephiboscheth der Thronfolger in der Dynastie des Sauls, der jetzt nicht mehr an der Macht war. Er hat wahrscheinlich, er hat sicherlich den David wie eine Räuberbande betrachtet, als einen politischen Feind. Aber David hat ihn nicht so behandelt, ihn nicht ausschalten lassen, wie das oft Könige gemacht haben, die dann Rivalen, die vielleicht einen besseren Anspruch gehabt hätten in Anführungsstrichen, aus dem Weg geräumt haben. Nein, David hat ihn mit viel Liebe und Fürsorglichkeit behandelt, und das hat das Herz von Mephiboscheth gewonnen.

[6:38] Vielleicht lohnt es sich hier, das Verhältnis von David zu Mephiboscheth auch zu vergleichen mit dem, was wir da vorgelesen haben, nämlich mit Gott, der sich um David kümmert. Da verneigte er sich und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund wie ich einer bin? Doch David hatte ja Gott gefragt: Wer bin ich eigentlich, dass du dich so um mich kümmerst? Wir sehen hier, dass David, der diese unfassbare und unverdiente Gnade Gottes erlebt hat, sie weitergegeben hat an einen anderen Menschen, der seine Hilfe gebraucht hat. Diese Idee ist nicht auf das Neue Testament beschränkt. Wir sehen sie hier im Alten Testament, mitten im Buch Samuel, wo so viel Krieg und Blutvergießen oft herrscht, sehen wir diese Idee, dass ein Mensch, der von Gott gesegnet ist und versteht, dass es unverdient ist, das gerne einem anderen weitergibt.

[7:31] Und der König rief Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Haus gehört hat, das habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben. So bestell nun sein Land, du und deine Söhne und deine Knechte, und bringt ein, damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen hat. Mephiboscheth aber, der Sohn deines Herrn, soll täglich Brot an meinem Tisch essen. Ziba aber hatte 15 Söhne und 20 Knechte. Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knecht gebietet, wird dein Knecht es machen. Und Mephiboscheth wird an meinem Tisch essen wie einer der Königssöhne. Und Mephiboscheth hatte einen kleinen Sohn, dessen Name war Micha. Und alle, die im Hause Zibas wohnten, dienten Mephiboscheth. Wir wissen, dass Mephiboscheth fünf Jahre alt gewesen ist, als Saul und Jonathan gestorben sind. Und das war das Jahr, in dem dann auch David König von Hebron wurde. Wenn er jetzt einen Sohn hatte, dann sind also offensichtlich etliche Jahre vergangen. David hat also noch nach Jahren nach Möglichkeiten gesucht, Gnade am Haus Sauls zu erweisen.

[8:36] Mephiboscheth aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Er war aber lahm an beiden Füßen. Und danach geschah es, dass der König der Ammoniter starb und sein Sohn Hanun wurde König an seiner statt.

[8:50] An seiner Stelle. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns segnest über alle Maßen, und danke, dass du uns heute daran erinnerst, dass auch wir andere segnen dürfen und dass wir etwas von der Gnade weitergeben können, die du uns geschenkt hast. Bitte hilf uns zu verstehen, wie unverdient dein Segen an uns ist, damit wir auch unsere Augen öffnen und ganz intentional Menschen sehen, die es vielleicht nicht verdient haben oder die nicht damit rechnen, aber die wir dadurch auch mit deiner Liebe vertraut machen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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