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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp führt in den 2. Timotheusbrief ein, das letzte schriftliche Zeugnis des Apostels Paulus vor seinem Tod. Er beleuchtet die herzliche Beziehung zwischen Paulus und Timotheus und betont die Wichtigkeit eines ungeheuchelten Glaubens, der durch Generationen weitergegeben wird. Die Botschaft ermutigt dazu, die Gnadengabe Gottes durch den Heiligen Geist zu bewahren und sich nicht des Evangeliums zu schämen, selbst in Zeiten der Verfolgung. Es ist eine Erinnerung daran, dass Gott uns die Wahrheit anvertraut hat und durch seinen Geist dafür sorgt, dass sie in uns bewahrt bleibt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit 2. Timotheus 1:1-1:14. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns in deinem Wort offenbarst, wie du bist und was die Wahrheit ist. Danke, dass du uns diese kostbare Botschaft anvertraut hast, und wir wollen sie schätzen, wir wollen sie studieren, wir wollen sie verinnerlichen und weitergeben. Herr, sprich auch heute durch dein Wort zu uns. Hab Dank dafür und sei du unser Lehrer nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu, Amen.

[1:13] Wir beginnen heute mit dem zweiten Brief des Paulus an seinen Mitarbeiter Timotheus. Dieser zweite Timotheusbrief ist das letzte schriftliche Zeugnis, das wir von Paulus noch haben, entstanden kurz vor seinem gewaltsamen Tod in Rom durch Kaiser Nero.

[1:35] Wir beginnen in 2. Timotheus 1 und dort Vers 1: „Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen.“ Er wusste ganz genau, warum er Apostel war. Gott hatte ihn berufen gemäß der Verheißung des Lebens in Christus Jesus. „An Timotheus, mein geliebtes Kind: Gnade, Barmherzigkeit, Friede sei mit dir von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn.“

[2:05] Es war eine herzliche Beziehung zwischen dem alten Paulus und seinem jüngeren Mitarbeiter Timotheus. Er war wie ein Vater für diesen Mitstreiter im Evangelium und hat sich große Sorgen um ihn gemacht, sich Sorgen gemacht, dass es mit ihm auch gut weitergehen würde, wenn er einmal, wenn er Paulus, tot sein würde. Und er schreibt diesen Brief, der in gewisser Weise wie auch ein Vermächtnis ist an diesen jüngeren Timotheus.

[2:38] „Ich danke Gott, dem ich von den Vorfahren her mit reinem Gewissen diene, wenn ich unablässig an dich gedenke in meinen Gebeten Tag und Nacht, und ich bin voll Verlangen, dich zu sehen, da ich mich an deine Tränen erinnere, damit ich mit Freude erfüllt werde.“

[2:57] Paulus hat immer und immer wieder beständig für seine Mitarbeiter gebetet. Er hat für die Gemeinden gebetet, das haben wir gesehen in den verschiedenen Briefen. Er hat auch für seine individuellen Mitarbeiter gebetet und er hat für sie gedankt. Er war dankbar für jeden, der ihm geholfen hat bei der Verkündigung des Evangeliums. Sind auch wir dankbar für die Menschen, die mithelfen, die mit uns zusammenarbeiten, damit andere Jesus Christus kennenlernen können?

[3:34] Sein großer Wunsch war es, dass Timotheus noch einmal nach Rom kommen würde, dass er ihn noch einmal sehen könnte, bevor er sterben würde.

[3:44] „Dabei halte ich die Erinnerung an deinen ungeheuchelten Glauben fest, der zuvor in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike gewohnt hat. Ich bin aber überzeugt, auch in dir. Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnadengabe Gottes wieder anzufachen, die durch Auflegung meiner Hände in dir ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.“

[4:18] Paulus erinnert den Timotheus, wozu Gott ihn berufen hat. Auch in schwierigen Zeiten, in Zeiten der Verfolgung, in einer Zeit, wo Paulus selbst auch sein Todesurteil, die Vollstreckung des Urteils, erwartet hat, sagt er dem Timotheus: „Gott hat uns nicht den Geist der Furchtsamkeit gegeben. Gott hat uns Kraft geschenkt und Liebe und Erziehung.“ Denn das meint das Wort Zucht. Und so sollen wir das, was Gott in uns begonnen hat, bewahren, wieder anfachen.

[4:54] Und Paulus erinnert den Timotheus auch an den Glauben seiner treuen Mutter und seiner Großmutter, die einen entscheidenden Einfluss gehabt haben auf seine eigene Timotheus-Entwicklung. Auch wir dürfen und sollen uns an die Menschen erinnern, zum Beispiel unsere Eltern oder Großeltern oder wer auch immer es im konkreten individuellen Fall gewesen ist, an Menschen erinnern, die mit ihrem Glauben unser eigenes Glaubensleben stark geformt und gestaltet haben.

[5:25] „So schäme dich nun nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, auch nicht meinetwegen, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit uns für das Evangelium in der Kraft Gottes.“

[5:37] Mitarbeiter Gottes zu sein und in diesem Fall auch Mitarbeiter des Paulus zu sein, bedeutet auch mitzuleiden. Es gibt Situationen, es gibt Zeiten, in denen das Evangelium besonders attackiert wird, wo es Mut und eine enge Verbindung zu Jesus erfordert, um überhaupt sich öffentlich dazu zu bekennen. Und diese Beziehung zu Jesus dürfen wir niemals aufgeben, sodass, wenn auch das Evangelium in unserer Zeit einmal schwer attackiert werden wird, wir trotzdem, auch wenn es Leiden bedeuten wird, zu Gott stehen werden.

[6:14] „Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke – dann hätte niemand von uns eine Chance –, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde.“

[6:41] „Die jetzt aber offenbar geworden ist durch die Erscheinung unseres Retters Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.“

[6:54] Das, was Gott sich seit Ewigkeiten vorgenommen hat, ist durch das Leben, den Dienst, den Tod und die Auferstehung Jesu sichtbar geworden in einem besonderen Maße für alle Menschen.

[7:09] „Für das ich als Verkündiger und Apostel und Lehrer der Heiden eingesetzt worden bin. Aus diesem Grund erleide ich dies auch, aber ich schäme mich nicht.“

[7:21] Paulus hatte schon an die Römer geschrieben in Römer 1, Vers 16: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht.“ Er sagt: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft.“ Und deswegen hat er damals gesagt: „Gottes Kraft für jeden, der glaubt.“ Er hatte damals gesagt, dass er bereit ist, auch mitten in Rom, in der Weltstadt, das Evangelium mit Vollmacht zu verkündigen, weil er sich nicht schämt.

[7:44] Jetzt war er in Rom, er war zum zweiten Mal gefangen und er wusste, dass er seinen Dienst jetzt bald beenden würde. Er hat vieles erlitten, aber er hat sich des Evangeliums nicht geschämt.

[7:57] „Denn ich weiß, an wen ich glaube.“ Kannst du sagen deinem Herzen: „Ich weiß, an wen ich glaube. Ich weiß, dass ich an Jesus Christus glaube und dass er mich erlöst hat und dass er für mich da ist.“ „Und ich bin überzeugt, dass er mächtig ist, das mir anvertraute Gut zu bewahren bis zu jenem Tag.“

[8:22] Gott hat mir, hat dir, hat uns allen etwas anvertraut: seine kostbare Wahrheit. Und Gott selbst macht sich dafür verantwortlich, dass, wenn wir ihm glauben, wenn wir mit ihm leben wollen, dass er dafür Sorge trägt, dass dieses anvertraute Gut in unserem Leben auch nicht verloren geht.

[8:43] „Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist.“ In einer Zeit, in der auch heute viele Irrlehren um uns herumschwirren, müssen wir uns an die gesunden Worte halten, an die gesunde Lehre, wie Paulus sie anderswo beschreibt, die uns in der Bibel gegeben ist, und zwar im Glauben und in der Liebe, die Jesus uns gezeigt hat.

[9:12] Es reicht nicht, einfach nur Wahrheiten anzunehmen, weil sie wahr sind, sondern wir sollen sie im Glauben, im Vertrauen auf Gottes Güte und im Wissen und in der Erfahrung der Liebe Gottes annehmen und festhalten.

[9:30] „Dieses edle anvertraute Gut bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.“

[9:37] Wie können wir es konkret bewahren, das, was Gott uns anvertraut hat? Durch das Wirken des Heiligen Geistes. Durch Jesus Christus wirkt der Heilige Geist in uns, weil Jesus für uns gestorben und auferstanden ist und jetzt im himmlischen Heiligtum für uns dient. Weil er den Heiligen Geist gesandt hat, wirkt dieser in uns und sorgt dafür, dass das, was Gott uns anvertraut hat an Wissen und Erfahrung, nicht verloren geht.

[10:06] Wir können so dankbar sein für den Heiligen Geist, der uns in Jesus bewahrt. Wollen wir Gott dafür Danke sagen? Lasst uns gemeinsam beten.

[10:15] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und danke, dass du uns etwas sehr Kostbares, Wertvolles, Edles anvertraut hast: das Wissen um dich, um deinen Charakter, das Wissen um das Evangelium und die Botschaft von Jesus. Das sind keine Kleinigkeiten, das sind die Dinge, für die das gesamte Universum sich brennend interessiert. Du hast es uns schwachen, irrenden Menschen anvertraut, und Herr, wir verstehen, dass wir es aus eigener Kraft nicht bewahren können. Wenn wir es alleine nur bewahren sollten, es würde in unseren Händen verderben. Aber du hast deinen Heiligen Geist gesandt. Du selbst sorgst durch deinen Geist dafür, dass diese gesunde Lehre, diese gesunden Worte bei uns bleiben und unverfälscht bleiben. Und Herr, dafür wollen wir dir danken und dich bitten, dass du genauso durch deinen Geist in unserem Leben wirkst. Im Namen Jesu.


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