Christopher Kramp führt durch 2. Timotheus 1:15-2:22 und ermutigt dazu, in der Gnade Christi stark zu sein und das Evangelium treu weiterzugeben. Er betont die Wichtigkeit, als „Streiter Jesu Christi“ Widrigkeiten zu erdulden und Gottes Wort korrekt auszulegen, während man sich von Irrlehren fernhält. Das Video lädt dazu ein, ein „Gefäß zur Ehre“ zu sein und gemeinsam mit anderen Gläubigen Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden nachzujagen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Timotheus 1:15-2:22
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. TimotheusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 1259. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns berufen hast, deinem heiligen Ruf, nicht weil wir uns dafür qualifiziert haben, sondern weil du dir in der Ewigkeit vorgenommen hast, uns in Jesus zu begnadigen. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Wir sind es nicht wert, aber Jesus ist es wert. Und du hast eine solche Liebe zu uns, dass du uns berufen hast, dass du uns gereinigt hast von der Sünde und dass du uns etwas sehr Edles und Wertvolles anvertraut hast, nämlich den Glauben an dich. Und Herr, wir möchten daran festhalten, auch wenn das uns in Schwierigkeiten bringt. Wir wollen heute lernen, wie wir fest in dir gegründet sein können und bitten dich, dass du jetzt durch den Heiligen Geist zu uns sprichst, ganz persönlich zu mir und zu jedem, der dieses Video sieht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:47] Wir sind in 2. Timotheus Kapitel 1. Paulus ermutigt seinen jüngeren Mitarbeiter Timotheus, das, was ihm anvertraut worden ist, neu anzufachen, dabei zu bleiben bei der gesunden Lehre, dem Muster der gesunden Worte zu bleiben. Und er fordert ihn auf, ihn in Rom noch zu besuchen. Paulus weiß, dass er bald sterben wird.
[2:19] Wir lesen weiter in 2. Timotheus 1 ab Vers 15: „Du weißt ja, dass sich von mir alle abgewandt haben, die in der Provinz Asien sind, unter ihnen auch Phygellus und Hermogenes. Der Herr erweise dem Haus des Onesiphorus Barmherzigkeit, weil er mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschämt hat, sondern als er in Rom war, suchte er mich umso eifriger und fand mich auch. Der Herr gebe ihm, dass er Barmherzigkeit erlange vom Herrn an jenem Tag. Und wie viel er mir in Ephesus gedient hat, weißt du am besten.“
[2:58] In der Krise, in der Schwierigkeit, hat Paulus sehen können, wer wirklich zu ihm gehalten hat und wer nicht. Einige haben sich von ihm abgewandt, er benennt sogar einige mit Namen. Aber andere, der Onesiphorus, hat sich sehr für ihn eingesetzt, hat sich nicht dafür geschämt, auch extra nach Rom zu kommen, um diesem Gefangenen Paulus zu dienen. Kennst du Menschen, die deine Hilfe brauchen, auch wenn es vielleicht für dich selbst ein Risiko bedeuten würde? Onesiphorus ist uns hier ein echtes Beispiel, der auch dann zu Paulus und dessen Botschaft stand, als viele in Rom sich von Paulus abgewandt hatten.
[3:52] „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist.“
[4:01] Wir auch heute müssen stark sein in der Gnade, die in Jesus ist. Gnade ist das, was Gott uns schenkt, das, was er für uns tut, dass er, ohne dass wir etwas leisten, uns gerne vergibt. Aber diese Gnade müssen wir ständig vor Augen haben. Diese Gnade muss uns bewusst sein, wenn der Satan uns angreift, wenn Umstände uns dazu bringen wollen, unser Halt in Jesus zu verlieren, dann müssen wir in der Gnade stark sein. Das wünscht Paulus dem Timotheus und damit letztlich auch uns.
[4:41] „Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren.“
[4:48] Paulus hat verstanden, wie das Evangelium sich verbreiten soll. Er selbst hat es nicht nur gepredigt, sondern hat andere ausgebildet, nämlich den Timotheus. Der sollte nicht nur predigen, sondern soll stets andere ausbilden, die dann wiederum nicht nur predigen, sondern andere ausbilden können.
[5:08] Wenn wir für Gott arbeiten, ist es unsere Aufgabe, nicht nur die Wahrheit weiterzugeben, sondern auch Menschen zu finden und auszubilden, die dann wieder ebenfalls das Ganze multiplizieren können, sodass es immer mehr Menschen gibt, die andere zu Jüngern von Jesus machen.
[5:26] „Du nun, erdulde die Widrigkeiten als ein guter Streiter Jesu Christi. Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in die Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefällt, der ihn in den Dienst gestellt hat. Und wenn sich auch jemand an Wettkämpfen beteiligt, so empfängt er doch nicht den Siegeskranz, wenn er nicht nach den Regeln kämpft.“
[5:50] Paulus erwähnt immer wieder in diesem zweiten Timotheusbrief, dass es Schwierigkeiten geben wird, dass man als ein guter Soldat standhalten muss. Ein Soldat, der eine Mission hat, der kann sich nicht drüber beschweren, dass das Essen schlecht ist, dass das Wetter nicht gut ist, dass er keinen Luxus hat. Ein Soldat, der einen Auftrag hat, der kann sich auch nicht mit anderen Dingen beschäftigen, sondern er muss seinen Auftrag erfüllen.
[6:19] Wir sind in diesem Sinne Soldaten, Kämpfer, Streiter von Jesus, nicht in einem politischen Sinne, schon gar nicht in einem militärischen Sinne, aber im Sinne des großen Kampfes zwischen Licht und Finsternis. Wir wollen mit Jesus für die Wahrheit und die Liebe Gottes kämpfen. Und deswegen muss auch dieses Werk, diese Mission unsere Priorität sein. Wir können uns nicht in anderen Dingen verstricken und dabei das außer Acht lassen, was Gott uns anvertraut hat.
[6:54] Dies gilt auch insbesondere für Menschen, die von Gott in den Vollzeitdienst gerufen worden sind. Sie können nicht gleichzeitig noch ein anderes Standbein haben, das genauso ihre Aufmerksamkeit erfordert, weil sie dann nicht von ganzem Herzen Jesus dienen können.
[7:11] „Der Ackersmann, der sich mit der Arbeit müht, hat den ersten Anspruch auf die Früchte. Bedenke die Dinge, die ich sage, und der Herr gebe dir in allem Verständnis.“
[7:22] Was Paulus mit anderen Worten sagt, ist: Wenn du für Gott Dienst, wenn du Vollzeit als Evangelist, als Prediger in den Dienst gerufen wirst, dann darfst du auch erwarten, dass Gott dich versorgt, dass auch die Gemeinde dann für dich aufkommt. Du musst nicht noch eine weitere säkulare, weltliche Beschäftigung haben, um Geld zu verdienen.
[7:49] „Auf Dauer halte im Gedächtnis Jesus Christus aus dem Samen Davids, der aus den Toten auferstanden ist, nach meinem Evangelium, in dessen Dienst ich leiden erdulde, sogar Ketten wie ein Übeltäter. Aber das Wort Gottes ist nicht gekettet.“
[8:07] Auch wir sollen Jesus Christus im Gedächtnis halten. Wie leicht kann es im Alltag passieren, dass die Dinge uns überfluten in unserem Gehirn und wir gar nicht mehr an Jesus denken. Lasst uns das als Aufforderung an uns nehmen: Halte im Gedächtnis Jesus Christus. Und was für eine ermutigende Botschaft, dass auch wenn wir in schwierigsten Situationen sind, das Wort Gottes kann man nicht anketten. Man kann uns vielleicht ins Gefängnis sperren, man kann uns einschränken, aber Gottes Wort wird immer weiterlaufen. Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Gottes Wort kann man nicht einschließen.
[8:39] „Darum ertrage ich alles standhaft um der Auserwählten willen, damit auch sie die Errettung erlangen, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit.“
[8:48] Paulus weiß, wenn ich standhaft bin, wenn ich das erdulde, wenn ich nicht murre, dann werden andere, die das beobachten, die das sehen, die werden ermutigt werden. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du schlimme Dinge durchmachst aufgrund des Glaubens, dann bleibe standhaft, weil es für andere zum Segen sein wird, wenn sie sehen, welche Kraft Gott dir schenkt.
[9:09] „Glaubwürdig ist das Wort: Wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben. Wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen. Wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen.“
[9:28] Wenn wir mit Jesus gestorben sind, wenn unser alter Mensch am Kreuz mitgekreuzigt ist, so werden wir mit Jesus leben und werden mit ihm ewig leben. Wenn wir mit ihm ausharren, werden wir auch mit ihm herrschen.
[9:44] „Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu, er kann sich selbst nicht verleugnen.“
[9:53] Wenn wir ihn nicht bekennen, wird er auch uns nicht im Himmel bekennen vor den Engeln und vor dem Vater. Aber Jesus wird nie untreu sein. Er wird immer treu zu seinem Wort stehen. Auch wenn wir untreu sind, bleibt er treu. Seine Treue ist unveränderlich.
[10:07] Egal, was wir in unserem Leben jemals getan haben, selbst wenn wir uns bekehren, zurückkehren, er immer treu zu seinem Wort steht. In Haggai steht, dass sein Wort, aufgrund dessen er schon die Israeliten aus Ägypten herausgeführt hat, sein Geist werden immer bestehen bleiben, sodass, wenn wir uns zu ihm wenden, wir dürfen uns verlassen können, dass seine Verheißung auch heute noch für mich gelten, auch wenn ich untreu gewesen bin. Lasst uns zu ihm zurückkehren.
[10:41] „Bringe dies in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, dass man nicht um Worte streiten soll, was zu nichts nütze ist als zur Verstörung der Zuhörer.“
[10:52] Beim Bibellesen geht es darum, dass man die Zusammenhänge versteht, dass man den Gedankengang nachvollziehen kann. Vielleicht gibt es Streit über einzelne Worte und Leute versuchen dann durch Besserwisserei Streit zu erzeugen, was nur dazu führt, dass die Geschwister in der Gemeinde verwirrt sind.
[11:15] Paulus sagt: „Streite nicht um Worte. Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt.“
[11:25] Diesen Gedanken finden wir immer wieder bei Paulus, sich nicht zu schämen. Und hier geht es darum, das Wort Gottes richtig zu verstehen, es richtig zu schneiden, gerade zu schneiden, so steht es im Originalgriechischen, eigentlich gerade zu schneiden, die Bibel richtig auszulegen, nicht wegen einzelner Worte irgendwelche seltsamen Neuinterpretationen vornehmen, nicht das Wort Gottes zu verbiegen, um der Welt und Kultur sich anzupassen, sondern gerade zu schneiden, genauso wie das Wort Gottes uns gegeben ist. Als ein echter Arbeiter Gottes müssen wir die Bibel auch so auslegen, wie die Bibel sich selbst erklärt.
[12:04] „Die unheiligen, nichtigen Schwätzereien aber meide, denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit, und ihr Wort frisst um sich wie ein Krebsgeschwür. Zu ihnen gehören Hymenaeus und Philetus, die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie behaupten, die Auferstehung sei schon geschehen und so den Glauben etlicher Leute umstürzen.“
[12:24] So wie heute gab es auch damals Irrlehren, mit denen Menschen vom wahren Glauben weggeführt worden sind. Paulus sagt, das ist wie ein Krebsgeschwür, meide das, halte dich davon fern. Auch wir sollen uns von Irrlehren fernhalten, damit sie nicht wie Krebsgeschwür in unseren Gemeinden Menschen vom Glauben wegführen.
[12:45] „Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen, und jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit.“
[12:59] In einer Zeit, in der auch heute Irrlehren wie Krebsgeschwür sich verbreiten, gibt es ein festes Fundament, auf dem wir bauen können, ein Fundament, das ein Siegel trägt, nämlich: Gott weiß, wer zu ihm gehört. Gott kennt diejenigen, die aufrichtig ihn suchen und die wirklich von ganzem Herzen mit ihm leben wollen, die ewiges Leben wirklich erstreben. Und alle, die tatsächlich sich mit Jesus identifizieren, die Jesus nachfolgen wollen, die werden sich von der Sünde, von der Ungerechtigkeit abwenden. Das ist das Fundament, auf dem die Wahrheit steht.
[13:36] „In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk bereitet.“
[13:59] Ich möchte ein Gefäß zur Ehre sein, sodass Gott all das tun kann, was er mit meinem Leben tun möchte, wozu er mich geschaffen hat, welche Gaben er mir gegeben hat. Ich möchte, dass Gott mich so gebrauchen kann, wie es zu seiner Ehre am besten ist. Ist das auch dein Wunsch?
[14:15] „So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden nach, zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.“
[14:30] Wenn es auch dein Wunsch ist, dann lasst uns diese Entscheidung heute fällen, die jugendlichen Lüste beiseite zu legen und Gottes Gnade, Gottes Gerechtigkeit nachzujagen, und zwar gemeinsam mit all denen, die ebenfalls Jesus nachfolgen wollen.
[14:48] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Gefäße zur Ehre sein. Wir möchten das Wort Gottes so weitergeben, wie du es gemeint hast und möchten auch andere dazu anleiten, das so zu tun, dass wieder andere dadurch befähigt werden, dein Wort weiterzugeben. Herr, lass uns echte, treue Mitarbeiter sein in deinem Werk. Lass uns auch bereit sein, Dinge zu erleiden, damit andere sehen, dass dein Evangelium wirklich echte Kraft hat. Das alles bitten wir im Namen Jesu.
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