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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Kapitel 29 und 30 des Buches Hiob. Er zeigt auf, wie Hiobs früheres Leben und sein tiefes Leid als prophetische Schatten auf das Leben und die Demütigung Jesu Christi vorausweisen. Die Betrachtung der Parallelen zwischen Hiobs Erfahrungen und dem Leiden des Messias, insbesondere am Kreuz, lädt dazu ein, die Tiefe von Jesu Opfer neu zu erfassen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 573. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass wir heute Jesus ähnlicher werden in unseren Worten, unseren Taten, Gedanken, unserer Gesinnung, unserer Motivation. Füll uns mit deinem Heiligen Geist, sprich durch dein Wort und lass uns Jesus imitieren. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:03] Wir sind in Hiob 29. Hiob blickt hier zurück in das Leben, das er hatte, bevor all die Hiobsbotschaften ihm so viel genommen hatten. Er beschreibt, wie sein Leben war, und es reflektiert auf eine ganz eindrückliche Art und Weise das Leben, das Jesus viele Jahrhunderte später auf dieser Erde leben würde.

[1:26] Wir lesen da Vers 20: "Meine Ehre erneuerte sich bei mir, und meinen Bogen verjüngte sich in meiner Hand. Auf mich hörte und wartete man und lauschte stillschweigend auf meinen Rat. Auf mein Wort folgte kein Widerspruch. Meine Rede träufelte auf sie. Sie harrten auf mich wie auf einen Regen und sperrten ihren Mund auf wie nach einem späten Regen."

[1:59] Der Charakter von Hiob und sein Leben, sein Wirken für andere Menschen, wird hier als eine Art mit dem Spätregen verglichen. Ein interessantes Bild, um uns eine Idee zu geben, wie Menschen leben werden, die vom Spätregen erfüllt werden. Wir hoffen und beten auf den Spätregen und beten dafür. Aber hier sehen wir in Hiob 29, wie ein Mensch, der durch den Geist Gottes verwandelt wird und befähigt wird, Zeugnis zu geben, wie er lebt im Alltag. Und ich denke, du und ich, wir können beide sagen, es gibt noch einiges zu tun in unserem Charakter, in unserem Leben, damit wir diesem Vorbild Hiob ähnlicher werden. Ja, doch besser gesagt, dem eigentlichen Vorbild Jesus Christus. Lasst uns auch heute darum beten, dass Jesus in uns das tun darf, was er gerne tun möchte.

[2:58] Ist das dein Wunsch auch? Ich möchte das mir vornehmen. "Ich lächelte – Verzeihung – ich lächelte ihnen zu, wenn sie kein Zutrauen hatten, und das Licht meines Angesichts konnten sie nicht trüben. Ich wählte für sie den Weg aus und saß an ihrer Spitze und thronte wie ein König inmitten seiner Schar, wie einer, der die Traurigen tröstet."

[3:19] Auch das ist ein Bild, das uns direkt an den Messias erinnert in Jesaja 61, wo auch der Messias als ein Gesalbter, während König eingesetzt, dargestellt wird, der den Armen hilft und die Traurigen tröstet und dessen Worte ein Segen sind. Jesaja 61, Vers 1 und 2 sind die Verse dazu.

[3:43] "Jetzt aber lachen die über mich, die an Jahren jünger sind als ich, deren Väter ich verschmäht hatte, neben die Hunde meiner Herde zu setzen."

[3:53] Auf den ersten Blick scheint es so, als ob Hiob 29 allein Jesus reflektiert. Aber die Erfahrung des Elends und der Demütigung, die jetzt in Kapitel 30 beschrieben wird, der Spott, den er erleben muss – auch das ist ein Typus auf Jesus, der vor und am Kreuz schlimm gedemütigt worden ist.

[4:23] "Wozu sollten wir die Arbeit ihrer Hände dienen, da es ihnen an ungebrochener Kraft fehlte? Durch Mangel und Hunger abgezehrt, benagen sie das dürre Land, das längst wüst und verödet war. Sie pflücken Salzstreu und ihr Brot ist die Ginsterwurzel. Aus der Gemeinschaft werden sie gejagt, man schreit über sie wie über Diebe. Am Abhang der Schluchten müssen sie wohnen, in Erdlöchern und Felsenhöhlen."

[4:45] Jesus ist tatsächlich am Kreuz von Dieben, die nicht nur verjagt worden sind, sondern getötet worden sind, geschmäht worden.

[4:55] "Im Gebüsch schreien sie, unter dem Unkraut finden sie sich zusammen. Als Kinder von Narren, Kinder von Ehrlosen sind sie aus dem Land hinausgepeitscht worden. Und jetzt bin ich der Spottlied geworden, denen ich zum Beispiel..." "Sie verabscheuen mich, fliehen von mir, und von meinem Angesicht halten sie den Speichel nicht zurück." Auch Jesus ist bespuckt worden von römischen Soldaten, in dem Land Israel verschmäht und verhasst war.

[5:22] "Denn meine Bogensehne hat er gelöst und mich gebeugt. Darum lassen sie den Zügel, lassen sie den Zügel von mir schießen. Zu meiner Rechten erhebt sich der Pöbel. Sie stoßen meine Füße weg und schütten ihre Rampen zum Sturm gegen mich auf." Ein Bild, das der Belagerungstechnik gleicht. "Einen Pfad haben sie eingerissen zu meinem Untergang. Helfen sie, die selbst keine Helfer haben."

[5:44] "Wie durch eine weite Bresche rücken sie heran, und mit Getöse wälzen sie sich daher. Wie der Schrecken haben sie sich gegen mich gewendet. Meine Ehre ist wie der Wind verflogen, und meine Rettung ist vorübergezogen wie eine Wolke. Und nun zerfließt meine Seele in mir. Die Tage des Elends haben mich ergriffen. Die Nacht durchbohrt meine Gebeine, und meine nagenden Schmerzen schlafen nicht. Durch ihre große Heftigkeit verändert sich mein Gewand, wie der Kragen meines Hemdes schnürt es mich ein. Er hat mich in den Kot geworfen, und ich bin wie Staub und Asche geworden."

[6:18] Auch hier die Parallele zum Leiden, auch zum körperlichen Leiden von Jesus, sehr interessant.

[6:26] "Ich schreie zu dir, und du antwortest mir nicht. Ich stehe da, und du beobachtest nicht." Auch hier muss man an das Kreuz denken, Jesus, der schrie: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Ich glaube, dass Gott der Vater tatsächlich da war, aber er konnte ihm in dem Moment nicht antworten.

[6:46] "Du hast dich mir in einen unbarmherzigen Feind verwandelt. Mit einer gewaltigen Hand widerstehst du mir."

[6:57] Hiob hat nicht verstanden, was hier vor sich geht. Er begriff den großen Kampf nicht. Im Fall von Jesus war die Sache besonders dramatisch, denn tatsächlich dadurch, dass er die Sünden der Welt auf sich genommen hatte, hat Gott ihn jetzt wie einen Feind behandeln müssen.

[7:15] "Du setzt mich dem Sturm aus, lässt mich dahinfahren, lässt mich vergehen in Unruhe. Denn ich weiß, dass du mich zum Tode führen wirst, in das Haus, wo alle Lebendigen zusammenkommen."

[7:28] Wer über diese Verse liest, hat man den Eindruck, dass Jesus hier sich vorbereiten konnte auf das, was er fühlen würde am Kreuz von Golgatha.

[7:42] "Da streckt man nicht seine Hand aus, wenn man unter Trümmern begraben ist. Der Ruf war nicht um Hilfe, wenn man untergeht. Habe ich nicht geweint über den, der böse Zeiten hatte, und war meine Seele nicht über den Armen bekümmert?"

[7:53] Jetzt zeigt Hiob noch einmal, dass er nicht schadenfroh gewesen ist, dass er nicht so war wie Elifas, Temaniter, der das behauptet hat, dass er gottlos gewesen sei. Nein, er hat für die Armen gedacht.

[8:06] "Ja, ich habe auch Gutes gehofft, und es kam Böses. Ich wartete darauf, dass Licht, und es kam Finsternis. Meine Eingeweide sind zum Sieden gebracht und haben keine Ruhe. Die Tage meines Lebens sind mir entgegengetreten."

[8:18] "Traurig gehe ich einher, ohne Sonne. Ich stehe in der Gemeinde auf und schrie um Hilfe. Ich bin den Schakalen ein Bruder geworden, ein Gefährte der Strauße. Meine Haut ist schwarz geworden und löst sich von mir. Meine Beine brennen vor Hitze."

[8:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel,

[8:38] danke, dass Jesus für uns gelitten hat. Wir machen uns eigentlich so selten wirklich Gedanken darüber, was Jesus gelitten hat und wie er empfunden hat, als er getrennt war von dir. Das alles nur, damit wir – ich und die, die jetzt zuschauen und zuhören, und alle anderen – gerettet werden können. Herr, vergib uns, dass wir diese Rettung so oft geringschätzen.

[9:08] Hab Dank, dass wir in jeder Geschichte der Bibel, auch im Buch Hiob, das Evangelium klar und deutlich sehen können. Hab Dank für Jesus.


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