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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Speisegebote aus 3. Mose 11. Er erklärt die Unterscheidung zwischen kultischer und dauerhafter Unreinheit und die praktischen Konsequenzen der Berührung mit unreinen Tieren. Der Sprecher betont, wie diese Gebote die Bedeutung von Heiligkeit im Alltag illustrieren und dass Erlösung stets zur Heiligung führt, um Gottes Wesen widerzuspiegeln.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Teil 124. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du ein so praktischer Gott bist, der sich so sehr für unseren Alltag interessiert, dass er uns sogar Gebote und Anweisungen gibt, wie wir essen und trinken und was unser Alltagsleben betrifft. Wir danken dir, dass du dich auch um unsere Gesundheit kümmerst und dass du das Beste für uns möchtest. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zusprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:08] Wir sind in 3. Mose 11 bei der Beschreibung der Tiere, die unrein sind und deswegen nicht gegessen werden dürfen. In 3. Mose 11, Vers 20, heißt es: „Jedes geflügelte Kleingetier, das auf vier Füßen geht, soll für euch ein Gräuel sein. Nur diese dürft ihr essen von dem geflügelten Kleingetier, das auf vier Füßen geht, die oberhalb ihrer Füße zwei Schenkel haben, mit denen sie über den Erdboden hüpfen können. Von diesen dürft ihr essen: alle Arten der Arbe-Heuschrecke, alle Arten der Solam-Heuschrecke, der Hargol-Heuschrecke und der Hagab-Heuschrecke. Aber alles übrige geflügelte Kleingetier, das auf vier Füßen geht, soll für euch ein Gräuel sein.“

[1:49] „Und ihr würdet euch an ihnen verunreinigen. Wer es anrührt, der soll unrein sein bis zum Abend. Wer aber von ihrem Aas etwas aufhebt, der soll seine Kleider waschen, und er ist unrein bis zum Abend. Jedes Tier, das nicht zugleich gänzlich gespaltene Klauen hat und nicht käut, soll für euch unrein sein. Jeder, der es anrührt, wird unrein.“

[2:11] „Auch alles, was auf seinen Tatzen geht, von den vier Füßen läuft, soll für euch unrein sein. Jeder, der ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis zum Abend. Und wer es aufhebt, er soll seine Kleider waschen und bleibt unrein bis zum Abend. Unrein sollen sie für euch sein.“

[2:30] „Auch diese sollen für euch unrein sein von dem Gewimmel, das auf der Erde kriecht: das Wiesel, die Maus, die verschiedenen Eidechsenarten, der Gecko, die Mauereidechse, die Blindschleiche, der Salamander und das Chamäleon. Diese sollen unrein sein. Und alles, was kriecht, wer es anrührt, wenn sie tot sind, wird unrein sein bis zum Abend.“

[2:51] Interessant ist, sehen wir hier, dass es bei dieser Unreinheit nicht nur um das Essen geht, sondern auch um das Anrühren, eine Unreinheit, die dann bis zum Abend währt, eine kultische Unreinheit, die auch symbolische Bedeutung haben sollte. Auch wird als unrein, worauf eines von diesen Tieren fällt, wenn es tot ist. Sei es ein hölzernes Gefäß oder ein Kleid, ein Fell oder einen Sack, ein Gerät aber, mit dem man Arbeit verrichtet, soll man ins Wasser legen. Es soll unrein bleiben bis zum Abend, dann wird es rein.

[3:26] Fällt aber eines der Tiere in ein irdenes Geschirr, so wird sein ganzer Inhalt unrein, und ihr müsst es zerbrechen. Wenn etwas von dem Wasser an irgendeine Speise kommt, die man essen will, so wird sie unrein. Ebenso jedes Getränk, das man aus einem solchen Gefäß trinken würde. Was man hier sieht, ist ganz praktisch illustriert die Konsequenzen dieser Unreinheit ergeben. Die Berührung mit Unreinem hat Konsequenzen für den Alltag. Damit wollte Gott unter anderem auch zeigen, dass wenn wir uns mit unreinen Dingen beschäftigen, wenn unser Herz sozusagen unreine Dinge anrührt, dann hat das direkte Konsequenzen für die alltäglichen Dinge in unserem Leben.

[4:09] Diese Unreinheit im Herzen, die verändert auch unseren Alltag. Dann ist alles unrein, worauf ein solches Aas fällt. Wäre es ein Backofen oder ein Kochherd, so müsste er eingerissen werden, denn er wäre unrein und müsste es euch als unrein gelten. Nur ein Wassersammler, der von einer Quelle oder von einer Zisterne gespeist wird, bleibt rein. Wer aber Aas daran anrührt, wird gleichwohl unrein. Die Quelle selbst wird nicht verunreinigt durch etwas unreines Tier, das hineinfällt.

[4:42] Die Quelle, geistlich gesehen, das ist Gott selbst, das ist Jesus, der in seinem Wort uns spricht. Diese Quelle kann nicht verunreinigt werden, auch nicht, wenn wir mit Sünde beladen zu ihr kommen, die Quelle, die uns dann reinigt.

[4:59] Auch wenn von solchem Aas auf irgendwelche Sämereien fällt, die man aussäen will, so bleiben sie rein. Wäre aber Wasser auf den Samen gegossen worden und es fiele von solchem Aas darauf, so müsst ihr euch für unrein gelten. Stirbt ein Vieh, das zur Nahrung dient, so wird, wer sein Aas anrührt, unrein sein bis zum Abend.

[5:16] Hier sieht man sehr schön, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Unreinheit, die kultisch ist und die nur eine gewisse Zeit andauert, weil sie symbolhaften, illustrativen Charakter hat, nämlich die Berührung durch Aas, die Unreinheit durch Berührung, und die Unreinheit eines Tieres, wenn es zum Essen bestimmt ist. Denn ein reines Tier, das also gegessen werden darf, kann trotzdem kultisch unrein machen, wenn man sein Aas berührt, sodass man für einen Tag unrein ist. Aber die Unreinheit des Schweines, des Kamels bezüglich des Essens, die bleibt bestehen, die ist nicht nur auf einen Tag beschränkt. Dieser Unterschied ist sehr wichtig, auch weil es sich um ein Kapitel handelt und es zwei verschiedene Arten von Unreinheiten beschrieben sind: die eine, die dauerhaft und gültig ist, die unverändert ist und durch kein Opfer aufgehoben werden kann; die andere, die einen symbolischen, illustrativen Charakter hat und damit zum Alten Bund gehört, um damit deutlich zu machen, dass die Speisegebote, auch wenn man diese Kapitel anschaut, aus dem Text heraus deutlich wird, dass diese Speisegebote für sich nicht einfach nur kultische Gebote sind, sondern biblische Gebote, die heute immer noch gelten, wie wir an vielen anderen Stellen im Laufe dieser Serie noch sehen werden.

[6:45] Alles Getier, das auf der Erde kriecht, ist ein Gräuel und darf nicht gegessen werden. Alles, was auf dem Bauch kriecht, samt allem, was auf vier und mehr Füßen läuft, von allem Getier, das auf der Erde kriecht, das sollt ihr nicht essen, denn sie sind ein Gräuel. Macht euch selbst nicht zum Gräuel durch irgendein kriechendes Getier und verunreinigt euch nicht durch sie, sodass ihr dadurch unrein werdet.

[7:05] Interessant ist, dass das, womit man sich verunreinigt, einen direkten Einfluss auf einen selbst hat. Wenn man Gräuel isst, wird man selbst zum Gräuel. Wir werden es zu dem, womit wir uns füttern. Wenn wir uns mit der Wahrheit füttern, mit biblischen Prinzipien, mit dem, was der Heilige Geist inspiriert hat, dann werden wir genau darin auch verwandelt. In Vers 43 gibt es einen Vers, der genau das sagt: „Ihr könnt ihn gerne suchen, denn ich bin der Herr, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, und ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“

[7:43] „Und ihr sollt euch nicht verunreinigen mit irgendwelchem Getier, das auf der Erde kriecht.“ Gott ist heilig. Wir sollen heilig sein. Das ist keine Idee nur des Alten Testamentes. Petrus hat davon geschrieben, 1. Petrus, ihr könnt das auch suchen. Wir dürfen durch die Gnade Gottes die Heiligkeit Gottes widerspiegeln. „Denn ich, der Herr, bin es, der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, um euer Gott zu sein. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.“ Die Erlösung durch das Blut des Lammes führt dazu, dass wir heilig werden. Erlösung führt immer zur Heiligung und weiter zur Heiligung, die die Heiligkeit Gottes zum Ziel hat. Dies ist das Gesetz über das Vieh und die Vögel und alle lebendigen Wesen, die sich im Wasser regen, über alles Lebendige, das auf der Erde kriecht.

[8:35] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns erlöst, um uns zu heiligen. Herr, mach uns bewusst, dass wir in das verwandelt werden, womit wir uns auch gedanklich beschäftigen. Und Herr, gib, dass wir uns mit deinem Heiligen Geist beschäftigen, mit dem, was er inspiriert hat, damit wir durch sein Wirken in deinem Namen verwandelt werden in deiner Heiligkeit. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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