Christopher Kramp setzt seine Serie „Gott auf (m)einer Seite“ fort und widmet sich 3. Mose 13, Verse 37-59. Er beleuchtet die biblischen Gesetze zum Aussatz, sowohl am Menschen als auch an Kleidung und Fellwerk. Dabei erklärt er, wie diese Vorschriften symbolisch auf die Ansteckung und Ernsthaftigkeit der Sünde sowie die Notwendigkeit von Gottes Urteil hinweisen. Das Video lädt dazu ein, geistliche Lektionen aus den alttestamentlichen Gesetzen zu ziehen, um das Wesen der Sünde und des Evangeliums besser zu verstehen.
Gott auf (m)einer Seite: 3. Mose 13:37-13:59
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 3. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 127.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten.
[0:41] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können, wie wir sind, und dass du uns ganz genau kennst und weißt, was für uns am besten ist. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:03] Wir sind in 3. Mose 13 bei dem Gesetz über den Aussatz.
[1:06] Wir lesen ab Vers 37: „Und wenn in seinen Augen der Fleck gleich geblieben und schwarzes Haar darin gewachsen ist, so ist der Schorf darin geheilt, der Schorf geheilt, und er ist rein. Darum soll ihn der Priester für rein erklären. Wenn sich bei einem Mann oder einer Frau an der Haut ihres Fleisches weiße Flecken zeigen und der Priester sieht nach und findet auf der Haut ihres Fleisches blasse weiße Flecken, so ist es ein Ausschlag, der an der Haut ausgebrochen ist, und der Betreffende ist rein.“
[1:42] Es war der Priester, der gesagt hat, ob eine Person rein oder unrein ist. Das ist unser Hohepriester, der uns für rein oder unrein erklärt. Manchmal denken wir vielleicht, dass wir unrein sind, aber Gott sieht alles, wie es wirklich ist, und nennt uns rein. Manchmal denken wir vielleicht, dass wir rein sind, aber Gott weiß, was wirklich in uns ist, und er nennt uns unrein. Das Urteil unseres Hohenpriesters ist das einzige Wahre über uns.
[2:17] „Wenn einem Mann die Haare ausfallen, so ist er ein Kahlkopf, er ist rein. Fallen sie ihm vorn am Haupt aus, dass er vorn eine Glatze hat, so ist er rein. Entsteht aber an der hinteren oder vorderen Glatze ein weißes rötliches Mal, so ist an seiner hinteren oder vorderen Glatze ein Aussatz ausgebrochen. Und der Priester soll ihn besehen, und wenn er findet, dass der Fleck des Hautmals an seiner Hinter- oder Vorderglatze weißrötlich ist und wie ein Aussatz an der Haut des Fleisches anzusehen ist, so ist er ein aussätziger Mann und unrein. Und der Priester soll ihn für völlig unrein erklären wegen des Mals auf seinem Kopf.“
[3:01] Wir müssen das Urteil des Priesters anerkennen. Vielleicht haben wir manchmal andere Ideen über uns, aber allein das, was Jesus durch sein Wort, durch sein Gesetz uns zeigt über uns, das allein ist wirklich die Realität.
[3:19] „Der Aussätzige, an dem die Plage ist, soll aber mit zerrissenen Kleidern bekleidet und einhergehen mit entblößtem Haupt, und seine Lippen soll er verhüllen und soll ausrufen: Unrein, unrein! Solange die Plage an ihm ist, soll er völlig unrein bleiben, denn er ist unrein. Er soll abgesondert wohnen und außerhalb des Lagers seine Wohnung haben.“
[3:44] Unreinheit sollte sich nicht fortpflanzen. Denn was hier symbolisch an dem Aussatz erklärt wird, ist, dass Sünde ansteckend ist. Und Sünde, wenn sie nicht isoliert wird, wenn sie nicht abgesondert wird, verseucht alles, was mit ihr in Kontakt kommt. Die Absonderung des Aussätzigen sollte zeigen, wie ernst das Problem echte innere sündige Unreinheit ist. Dass das Ganze nur ein Symbol war, der Aussatz für die Sünde bedeutet, liegt an den folgenden Versen.
[4:20] „Wenn an einem Kleidungsstück eine Aussatzplage ist, es sei aus Wolle oder aus Leinen, es sei Gewebtes oder Gewirktes, es sei aus Leinen oder aus Wolle oder aus einem Fell oder irgendetwas, das aus Fellen gemacht wird, und wenn das Mal grünlich oder rötlich ist an dem Kleidungsstück oder an dem Fell oder am Gewebten oder am Gewirkten oder irgendetwas, das aus Fellen gemacht wird, so ist es die Plage des Aussatzes, und man soll es dem Priester zeigen. Und wenn der Priester das Mal gesehen hat, soll das befallene Kleidungsstück sieben Tage lang einschließen.“
[4:57] „Und wenn er das Mal am siebten Tag sieht und das Mal hat weiter gefressen an dem Kleidungsstück, an dem Gewebten oder an dem Gewirkten, an dem Fell oder an irgendetwas, das man aus Fellen macht, so ist es ein bösartiges Aussatzmal, und der Gegenstand ist unrein. Oder soll das Kleidungsstück verbrennen oder das Gewebte oder Gewirkte, es sei aus Wolle oder aus Leinen oder aus irgendeinem Fellwerk, in dem ein solches Mal ist, denn es ist ein bösartiger Aussatz, und man soll es mit Feuer verbrennen.“
[5:29] Diese Prozedur des Einschließens und Beschauens kennen wir aus den Versen vorher, wenn es um Menschen mit einem Aussatz geht. Man hier geht es um Kleider, Kleider, die gar nicht selbst gesündigt haben können, die sozusagen moralisch neutral sind. Diese Prozedur des Anschauens des Aussatzes ist also symbolisch zu verstehen, und diese Unreinheit ist eine symbolische, illustrative Unreinheit, die eigentliche Unreinheit des Herzens erklären soll.
[6:03] „Vers 53: Sieht aber der Priester, dass das Mal nicht weiter gefressen hat an dem Kleidungsstück oder an dem Gewebten oder an dem Gewirkten oder in irgendwelchem Fellwerk, so soll der Priester gebieten, dass man den Gegenstand wasche, an dem das Mal ist, und er soll es weitere sieben Tage lang einschließen. Und wenn der Priester sieht, nachdem das Mal gewaschen ist, dass das Mal seine Farbe nicht verändert und sich auch nicht weiter ausgebreitet hat, so ist es unrein, du sollst es mit Feuer verbrennen. Es ist eine eingefressene Vertiefung an seiner Hinter- oder Vorderseite. Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal verblasst ist, nachdem es gewaschen wurde, so soll es abreißen von dem Kleidungsstück oder von dem Fell, von dem Gewebten oder von dem Gewirkten. Zeigte sich aber noch an dem Kleidungsstück, an dem Gewebten, an dem Gewirkten oder irgendwelchem Fellwerk, so ist es ein ausbrechender Aussatz, du sollst den Gegenstand, an dem ein solches Mal ist, mit Feuer verbrennen. Das Kleidungsstück aber oder das Gewebte oder das Gewirkte oder irgendwelches Fellwerk, das gewaschen wurde und das Mal daraus gewichen ist, das soll man nochmals waschen, so ist es rein. Das ist das Gesetz über die Aussatzplage an Kleidungsstücken, sie seien aus Wolle oder aus Leinen, am Gewebten oder am Gewirkten und an irgendwelchem Fellwerk, wonach sie für rein oder unrein zu erklären sind.“
[7:22] Wie wir gesehen haben, kann es sich dabei nur um eine Erklärung handeln für die eigentliche Unreinheit, die Ansteckung der Sünde. Es wird hier als Gesetz bezeichnet, und das zeigt uns, dass in der Bibel das Gesetz nicht nur ein Regelwerk ist, sondern eine Erklärung, eine Lehre, eine Unterweisung, die uns tiefe Wahrheiten vermitteln soll in den Dingen des Alltags. So sagt uns dieses Gesetz, können wir geistliche Lektionen lernen, um das Wesen der Sünde und dann noch das Wesen des Evangeliums besser kennenzulernen.
[7:58] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du selbst in den Dingen des Alltags uns Illustrationen schenkst, die uns zeigen, wie gefährlich die Sünde ist und wie mächtig du bist. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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