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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Reinigungsrituale aus 3. Mose 14 und 15, die sich mit der Entsündigung von Häusern und Personen von Aussatz und Ausflüssen befassen. Er erklärt die tiefere symbolische Bedeutung dieser Vorschriften als Vorbilder für die Reinigung von Sünde durch Jesus Christus. Zudem wird die erstaunliche Aktualität der biblischen Hygienemaßnahmen hervorgehoben, die ihrer Zeit weit voraus waren.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 130. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jeden Tag das Blut von Jesus in Anspruch nehmen dürfen, das Öl des Heiligen Geistes, der dein Gesetz in unser Herz schreiben möchte. Bitte wirk durch ihn auch jetzt, wenn wir dein Wort lesen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:00] Wir sind in 3. Mose 14 bei der Reinigung eines aussätzigen Hauses. Das heißt, dann Vers 48: "Wenn aber der Priester beim Betreten des Hauses sieht, dass sich die Plage am Haus nicht weiter ausgebreitet hat, nachdem das Haus neu verputzt wurde, so soll der Priester das Haus für rein erklären, denn die Plage ist heil geworden. Und er soll, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel nehmen und Zedernholz und Karmesin und Ysop. Und er soll den einen Vogel schächten in ein irdenes Geschirr über lebendigem Wasser. Und er soll das Zedernholz nehmen, den Ysop und das Karmesin und den lebendigen Vogel und sie in das Blut des geschächteten Vogels tauchen und das lebendige Wasser. Und er soll das Haus siebenmal besprengen."

[1:53] Kann man ein Haus entsündigen? Wohl, ein Haus kann wohl nicht wirklich sündigen, aber doch kann hier eine Handlung durchgeführt werden, die uns in allen Details auch an die Reinigung eines Aussätzigen erinnert. Und hier wird deutlich, dass es sich um eine symbolische Handlung handelt, denn das Haus, wie gesagt, kann nicht sündigen. Aber an der Reinigung des Hauses soll symbolisch deutlich werden, wie ein Mensch von seiner Sünde gereinigt wird. Hier wird dasselbe getan wie bei der Reinigung vom Aussatz. Man kann sogar bei der Begutachtung und Reinigung von Hausmängeln etwas über das Evangelium lernen.

[2:40] Und so soll er das Haus entsündigen mit dem Blut des Vogels, mit dem lebendigen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, dem Ysop und Karmesin. Und er lasse den lebendigen Vogel vor die Stadt hinaus in das freie Feld fliegen, und er wirkt für das Haus, so ist es rein. Selbst in den alltäglichen Dingen, setzt man sich mit dem Bau und dem Erhalt eines Hauses beschäftigt, kann man etwas über das Evangelium lernen, so wie es hier dargestellt wird durch den toten und den lebendigen Vogel, Sinnbild für Jesus, der für uns gestorben und der für uns im Himmel jetzt lebt, der uns gestorben ist, mit dem Himmel lebt und der das Wasser des Lebens für uns präsentiert.

[3:28] Dies ist das Gesetz über alle Arten der Aussatzplage und über den Schorf, auch über den Aussatz der Kleidungstücke und der Häuser und über das Hautmal, den Ausschlag und die hellen Flecken, um Belehrung zu geben, wann sie für rein und wann für unrein zu erklären sind. Es ist das Gesetz vom Aussatz. Das Gesetz sollte belehren, wann immer Gott uns etwas gebietet, dann stecken darin Lehren, die wir erkennen sollen und die wir dann anwenden sollen auf den Alltag.

[4:00] Und der Herr redete zu Mose und Aaron und sprach: "Redet mit den Kindern Israels und sprecht zu ihnen: Wenn jemand einen Ausfluss von seinem Fleisch hat, so ist er unrein durch seinen Ausfluss." Wieder geht es hier um Unreinheit, und wie wir sehen, um kultische Unreinheit, die jetzt Auswirkungen hat. Und zwar ist er unrein an diesem Ausfluss, wenn sein Fleisch den Ausfluss frei fließen lässt, auch wenn sein Fleisch verstopft wird von dem Ausfluss, so ist er unrein. In allen Fällen sozusagen.

[4:31] Jedes Lager, worauf der mit einem Ausfluss Behaftete liegt, wird unrein, und alles, worauf er sitzt, wird unrein. Und wer sein Lager anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Und wer sich auf etwas setzt, worauf der mit Ausfluss Behaftete gesessen hat, er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Wer das Fleisch des mit Ausfluss Behafteten anrührt, er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und der wird unrein sein bis zum Abend.

[5:04] Wenn aber der mit einem Ausfluss Behaftete auf einen Reinen spuckt, soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Auch der Sattel und alles, worauf der mit einem Ausfluss Behaftete reitet, wird unrein. Und wer immer etwas anrührt, das unter ihm gewesen ist, der wird unrein sein bis zum Abend. Und wer so etwas trägt, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend.

[5:32] Sehr eindrücklich hat Gott hier illustriert, wie weitreichend Unreinheit unser Leben und unseren Alltag verunreinigt, und dass man auch indirekt durch diese Unreinheit verunreinigt werden kann. Und dass alles, womit jemand, der mit Sünde behaftet ist, in Berührung kommt, letztendlich diese Sünde einen ansteckenden Charakter hat.

[5:57] Und wen der mit einem Ausfluss Behaftete anrührt, ohne dass er zuvor die Hände mit Wasser gründlich gewaschen hat, er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Übrigens, nebenbei gesagt, können wir hier auch die ganz praktische und gesundheitsmäßig wichtige Lehre ziehen, dass es wichtig ist, sich mit Wasser, mit fließendem Wasser zu waschen. Etwas, wo hier die Bibel ihrer Zeit weit voraus gewesen, was die wissenschaftliche Erkenntnis betrifft.

[6:27] Wenn der mit Ausfluss Behaftete ein irdenes Gefäß anrührt, soll man es zerbrechen. Aber jedes hölzerne Gefäß sollte man gründlich mit Wasser waschen. Und wenn der mit Ausfluss Behaftete von seinem Ausfluss rein geworden ist, so soll er sieben Tage zählen zu seiner Reinigung, und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden, also in fließendem Wasser, so ist er rein. Und am achten Tag soll er für sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den Herrn kommen an den Eingang der Stiftshütte und soll sie dem Priester geben.

[6:59] Der Priester soll sie opfern, die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer, und soll der Priester für ihn wirken vor dem Herrn wegen seines Ausflusses. Wenn einem an der Samenentleerung entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend.

[7:16] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass dein Wort uns große theologische Weiten offenbart, aber auch ganz praktische Hygienemaßnahmen, die wir im Alltag umsetzen können. Danke, dass wir sehen können, dass dein Wort seinerzeit um Jahrhunderte, ja Jahrtausende voraus gewesen ist, dass du schon längst Dinge gewusst hast, bevor die Wissenschaft sie entdeckt hat. Dafür danken wir, dass dein Wort so praktisch ist. Im Namen Jesu. Amen.


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