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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Reinheitsgesetze aus 3. Mose 15 und 16. Er erklärt die detaillierten Hygienevorschriften für Männer und Frauen im Lager Israels und ihre tiefere symbolische Bedeutung für den Heiligtumsdienst. Zudem wird die Geschichte von Nadab und Abihu aufgegriffen, um die Heiligkeit des Gottesdienstes und die Demut Christi zu verdeutlichen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 131.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort so praktisch ist und uns im Alltag in vielen Bereichen hilft. Sprich auch heute durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[0:52] Wir sind in 3. Mose 15 bei den Verordnungen über die Unreinheiten eines Mannes oder einer Frau. In Vers 17 heißt es: "Und jedes Kleid und jedes Fell, auf das der Same kommt, soll man mit Wasser waschen, und es wird unrein sein bis zum Abend. Und wenn ein Mann bei einer Frau liegt und ihm der Same entgeht, so sollen sie sich im Wasser baden, und sie werden unrein sein bis zum Abend. Wenn eine Frau Ausfluss hat, und zwar den Blutfluss ihres Fleisches, so soll sie sieben Tage lang in ihrer Unreinheit verbleiben. Und jeder, der sie anrührt, wird unrein sein bis zum Abend. Und alles, worauf sie in ihrer Unreinheit liegt, wird unrein; auch alles, worauf sie sitzt, wird unrein. Und jeder, der ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Und wer immer einen Gegenstand anrührt, auf dem sie gesessen ist, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Auch wer etwas anderes, das auf ihrem Lager ist oder auf einem Gegenstand, auf dem sie gesessen ist, wird unrein sein bis zum Abend. Wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt ihre Unreinheit an ihn, so wird er sieben Tage lang unrein sein, und jedes Lager, auf dem er liegt, wird unrein sein. Wenn aber eine Frau ihren Blutfluss eine lange Zeit hat außerhalb der Zeit ihrer Unreinheit oder über die Zeit ihrer monatlichen Unreinheit hinaus, so wird sie unrein sein während der ganzen Dauer ihres Ausflusses, wie in den Tagen ihrer monatlichen Unreinheit; soll sie auch dann unrein sein. Jedes Lager, worauf sie während der ganzen Zeit ihres Ausflusses liegt, soll sein wie das Lager ihrer monatlichen Unreinheit. Auch alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein, ebenso wie zur Zeit ihrer monatlichen Unreinheit. Und jeder, der es anrührt, der wird unrein und soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend."

[2:53] Gottes Hygienevorschriften gehen in jedem Bereich des Lebens. Hier im Alten Testament, im Lager Israels, dort mitten in der Wüste, wo es nur sehr beschränkte Annehmlichkeiten gibt, zeigte er, welch einen hohen Maßstab an Hygiene und an Sauberkeit und an Reinheit auch in so einem Zeltlager möglich sein kann.

[3:15] Und damit ist Gottes Wort uns hier auch ein Vorbild für uns, die wir sehr viel bessere Umstände haben als die Israeliten damals in der Wüste, sehr viel mehr Hilfsmittel und viel bessere Möglichkeiten, hygienisch zu sein. Wenn schon damals so penibel darauf geachtet worden ist, Unreinheit zu verhindern, was dann auch zu Krankheiten und solchen Dingen hätte führen können, vielmehr sollten wir mit all den Vorteilen, die wir in unserer Zivilisation haben, darauf achten, dass wir auch hygienisch und sauber sind in allem, was wir tun.

[3:50] "Wird sie aber rein von ihrem Ausfluss, so soll sie sieben Tage zählen, danach soll sie rein sein. Und am achten Tag soll sie für sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie zu dem Priester bringen an den Eingang der Stiftshütte. Und der Priester soll die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer opfern. Und so soll der Priester für sie Sühne erwirken vor dem Herrn wegen des Ausflusses ihrer Unreinheit." Auch hier gilt: Die Frau ist ja nicht schuldig in einem moralischen Sinne, sie hat sich ja nicht versündigt.

[4:22] Aber all diese Dinge, die Gesetze von den Unreinheiten bei Mann und Frau, die Gesetze vom Aussatz, sei es an einem Menschen oder an einem Kleidungsstück oder in einem Haus, sollen symbolisch als Illustration den gesamten Heiligtumsdienst und wesentliche Prinzipien im Alltag zu verdeutlichen. So sollten die Kinder Israels von ihrer Unreinheit absondern, damit sie nicht wegen ihrer Unreinheit sterben, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die in ihrer Mitte ist.

[4:55] Die Verunreinigung eines Israeliten hatte Folgen auch für das Heiligtum. Das Heiligtum Gottes sollte nicht verunreinigt werden durch diese Unreinheiten. Hier wird also ein direkter Bezug hergestellt zwischen den Alltagssituationen, die in Israel zu erlebte, und dem Gottesdienst im Heiligtum. Der Alltag hat Konsequenzen für den Gottesdienst. Wenn im Alltag keine Reinlichkeit, keine Reinheit geübt wird, dann wird auch der Gottesdienst verunreinigt. Und das zeigt uns, dass Gott nicht möchte, dass wir den Alltag und die heilige Zeit des Gottesdienstes irgendwie in unserem Kopf trennen, als ob die beiden Dinge nichts miteinander zu tun haben würden.

[5:39] "Dies ist das Gesetz über den, der einen Ausfluss hat, und über den, der einen Samenerguss hat, so dass er durch ihn unrein wird, und über die, welche an ihrer Unreinheit leidet, und über solche, die einen Ausfluss haben, sei es ein Mann oder eine Frau, und über einen Mann, über einen Mann, der bei einer Unreinen liegt."

[5:56] Und der Herr redete zu Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den Herrn traten und daraufhin starben. Diese Geschichte haben wir in 3. Mose 10 gelesen, nach Nadab und Abihu, die mit fremdem Feuer vor dem Herrn erschienen und waren durch das verzehrende Feuer Gottes getötet worden.

[6:15] Weil sie betrunken dort im Heiligtum Dienst verrichten wollten. Und der Herr sprach zu Mose: "Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu allen Zeiten in das Heiligtum hineingehen soll, hinter den Vorhang, vor den Sühnedeckel, der auf der Lade ist, damit er nicht stirbt; denn ich will auf dem Sühnedeckel in einer Wolke erscheinen."

[6:33] Offensichtlich sind Nadab und Abihu, betrunken, wie sie waren, in das Allerheiligste gegangen und haben nicht beachtet, dass es zwei Dienste geben sollte: einen Dienst im Heiligen, einen Dienst im Allerheiligsten. Das ist auch für das Verständnis der Erlösung durch Jesus, für den Erlösungsplan sehr, sehr wichtig.

[6:54] "Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen", gemeint ist das Allerheiligste, "mit einem jungen Stier als Sündopfer und mit einem Widder als Brandopfer. Und da soll er den heiligen Leinenrock anziehen und soll ein leinenes Unterkleid an seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Gürtel gürten und einen leinenen Kopfbund umbinden. Denn das sind die heiligen Kleider. Er soll sein Fleisch im Wasser baden und anziehen an diesem besonderen Tag, wenn der Hohepriester ins Allerheiligste gehen würde."

[7:25] An diesem ganzen Tag sollte er die einfachen Kleider aus Leinen tragen, ein Symbol für Christus, der die Herrlichkeit des Himmels abgelegt hat, um auf dieser Erde ganz einfach und schlicht zu erscheinen.

[7:43] Lasst uns noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir die Elemente und die Phasen des Erlösungsplanes immer genauer und besser verstehen können. Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch, dass wir auch in unserem Alltag danach leben können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[8:03] [Musik]


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