Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die tiefere Bedeutung des großen Versöhnungstages aus 3. Mose 16. Er erklärt die Rituale mit den zwei Ziegenböcken und Aarons Rolle, um die Sühnung für das Volk und das Heiligtum zu erwirken. Dabei zieht er Parallelen zu Jesus‘ Erlösungsplan und der endgültigen Übertragung der Sünden auf den Satan, wie sie in der biblischen Prophetie beschrieben wird. Einblicke in Gottes umfassenden Heilsplan und die Reinigung des himmlischen Heiligtums werden geboten.
Gott auf (m)einer Seite: 3. Mose 16:5-16:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 3. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 132. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater, wir danken dir so sehr, dass Jesus die Herrlichkeit des Himmels zurückgelassen hat, als einfacher Mensch auf dieser Erde zu leben, um uns zu zeigen, wie du bist und damit wir lernen können, wie man mit dir lebt. Wir möchten auch heute etwas aus deinem Wort lernen, um dich besser kennenzulernen. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
[1:06] Wir sind in 3. Mose Kapitel 16 bei der Beschreibung des großen Versöhnungstages. Wir lesen in Vers 5: „Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israels zwei Ziegenböcke nehmen als Sündopfer und einen Widder als Brandopfer. Und Aaron soll den jungen Stier als Sündopfer für sich selbst herbeibringen und Sühne erwirken für sich und sein Haus.“
Diese Priester, Aaron und seine Söhne, und dann spätere Generationen, waren zwar Typen auf Jesus, aber sie waren selbst Sünder. Nur Jesus versöhnt. Jeder Priester brauchte doch ein Opfer für sich selbst. Jeder Verkündiger, jeder Gemeindeälteste, jeder, der eine besondere Aufgabe hat, soll zwar in einer besonderen Weise auch Christus widerspiegeln, aber er braucht selbst Erlösung, weil er selbst ein Sünder ist.
[2:01] „Danach soll er die beiden Böcke nehmen und sie vor den Herrn stellen an den Eingang der Stiftshütte. Und Aaron soll Lose werfen über die beiden Böcke: ein Los für den Herrn und ein Los für die Verwendung als Sündenbock.“ Ein Ziegenbock sollte für Gott stehen, der andere offensichtlich für den Gegenspieler, eben nicht für den Herrn, sondern für den Satan, wie wir noch sehen werden. „Und Aaron soll den Bock herbeibringen, auf den das Los für den Herrn fiel, und ihn als Sündopfer – ein Symbol für die Erlösung durch unseren Heiland Jesus Christus.“
[2:43] „Aber den Bock, auf den das Los für die Verwendung als Sündenbock fiel, soll er lebendig vor den Herrn stellen, um über ihm die Sühnung zu erwirken und ihn als Sündenbock in die Wüste fortschicken.“
[2:56] „Und Aaron bringe den jungen Stier, das Sündopfer, das für ihn selbst bestimmt ist, und erwirke für sich und sein Haus. Und er schlachte den jungen Stier, das Sündopfer, das für ihn selbst bestimmt ist. Danach nehme er die Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar, der vor dem Herrn steht, und seine beiden Hände voll wohlriechendem zerstoßenem Räucherwerk und bringe es hinein hinter den Vorhang. Und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor dem Herrn, damit die Wolke des Räucherwerks den Sühnedeckel verhüllt, der auf dem Zeugnis ist, und er nicht stirbt.“
[3:30] Weil eben genau all das nicht von Nadab und Abihu beachtet worden ist, weil sie eben nicht nach diesem Prinzip, nach diesem Gesetz, dieser Verordnung des großen Versöhnungstages sich einfach so Gott nähern wollten, betrunken, wie sie waren. Deswegen sind sie gestorben. Es gibt heute in der Christenheit viele, die den Wein Babylons, ihre Lehren, in sich aufgenommen haben und den Heiligtumsplan nicht annehmen wollen. Das ist eine gefährliche Täuschung, die von der Geschichte von Nadab und Abihu sehen. Wir müssen verstehen, wie Gott Schritt für Schritt den Erlösungsplan geplant hat.
[4:13] „Er soll auch von dem Blut des jungen Stieres nehmen und es mit seinem Finger gegen den Sühnedeckel sprengen, nach Osten zu. Siebenmal soll er so vor dem Sühnedeckel mit seinem Finger von dem Blut sprengen.“ Hier sollte das Blut des Opfers, Symbol für die Gnade Jesu, auf die Bundeslade, auf den Sühnedeckel kommen, darunter das Gesetz Gottes gewesen ist.
[4:33] „Danach soll er den Bock des Sündopfers, das für das Volk bestimmt ist, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang. Und er soll mit dessen Blut tun, wie er mit dem Blut des Jungstiers getan hat. Und er soll es auf den Sühnedeckel und vor den Sühnedeckel sprengen.“ „So soll er Sühne erwirken für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Kinder Israels und wegen Übertretung und aller ihrer Sünden. Und das soll dasselbe tun mit der Stiftshütte, die sich mitten unter ihren Unreinheiten befindet.“ Wegen der Sünden des Volkes sollte das Heiligtum gereinigt werden, sowohl das Allerheiligste als auch das Heilige.
[5:14] Die Bibel sagt im Hebräerbrief – ihr könnt die Stelle selbst finden –, dass alle Dinge gereinigt werden durch Blut, auch die himmlischen. Auch das himmlische Heiligtum muss gereinigt werden. Und diese Reinigung des himmlischen Heiligtums wird in Daniel 8,14 angedeutet und beschrieben.
[5:32] „Und kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, um die Sühnung zu erwirken im Heiligtum, bis er wieder hinausgeht. Und so soll er Sühne erwirken für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde.“
[5:48] „Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem Herrn steht, und für ihn Sühne erwirken. Und er soll von dem Blut des Jungstieres und von dem Blut des Bockes nehmen und auf die Hörner des Altars tun ringsum. Und er soll mit seinem Finger von dem Blut siebenmal darauf sprengen und ihn reinigen und heiligen von der Unreinheit der Kinder Israels.“
[6:07] Diese Reinigung betraf nicht allein das Allerheiligste, sondern das gesamte Heiligtum, vom Allerheiligsten über das Heilige bis hin zum Brandopferaltar im Vorhof. Der gesamte Erlösungsplan war betroffen von diesem großen Versöhnungstag.
[6:27] „Und wenn er die Sühnung vollendet hat für das Heiligtum und die Stiftshütte und den Altar – Allerheiligstes, Heiliges und sozusagen hier der Vorhof – so soll er den lebendigen Bock herbeibringen. Und Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes stützen und über ihm alle Schuld der Kinder Israels und alle Übertretungen, in allen ihren Sünden bekennen. Und er soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste fortschicken. Und der Bock soll alle ihre Schuld, die auf ihm liegt, in ein abgeschiedenes Land tragen. Und schicke den Bock in die Wüste.“
[7:06] Dieser Bock kam nie wieder zurück. Er kann kein Symbol für Jesus sein. Nur das im Tod, den Jesus kam vom Tod zurück, sein Symbol für den Satan, der in den 1000 Jahren auf einer wüsten und leeren Erde allein sein wird. Ihr könnt das in Offenbarung 20 selbst studieren. Und der Satan ist es, der letztendlich aufgrund seiner Rebellion auch all die treuen Kinder Gottes zur Sünde verführt hat. Jesus hat ihre Sünde getragen, ist dafür gestorben. Aber jetzt wird sie nach der Reinigung des Heiligtums letztendlich auf den Satan übertragen, damit sie dort mit dem Satan nach den 1000 Jahren durch das Feuer der Liebe Gottes endgültig ausrangiert und vernichtet werden kann.
[7:54] „Und Aaron soll in die Stiftshütte gehen und die Leinenkleider ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum ging, und soll sie dort lassen. Und er soll sein Fleisch im Wasser baden an heiliger Stätte und seine eigenen Kleider anziehen und hinausgehen und ein Brandopfer, das Brandopfer des Volkes, opfern und Sühne erwirken für sich und das Volk. Nun das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.“
[8:20] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass der Erlösungsplan ganz gründlich ist und dass du schon immer im Heiligtumsdienst uns all die verschiedenen Phasen dieses Erlösungsplanes deutlich gezeigt hast. Nicht nur das, was am Kreuz von Golgatha geschehen sollte, sondern auch das, was bis in unsere Zeit und darüber hinaus, bis ans Ende des großen Kampfes passieren wird. All das hast du angedeutet in Zeichen und Symbolen, damit wir sie besser verstehen können. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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