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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die detaillierten Vorschriften aus 3. Mose 20 und 21, die sich mit der Heiligkeit des Volkes Israel und insbesondere der Priester befassen. Er erklärt, wie die Absonderung von der Welt und die Reinheit der Priester die besondere Beziehung zu Gott illustrieren sollten. Dabei zieht er Parallelen zu Jesus als unserem Hohenpriester und der Bedeutung seiner Heiligkeit für unser eigenes Leben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 138.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du allein kannst uns heiligen. Und die Bibel sagt uns, dass wir ohne Heiligung die Wiederkunft Jesu nicht auf der Seite der Gerechten erleben können. Und so möchten wir ihr nachjagen. Wir möchten deinem Wort nachjagen, durch das du zu uns sprichst, dass dein Heiliger Geist uns am Herzen das bewirken kann, was du dir wünschst für unser Leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:05] Wir sind in 3. Mose 20. Es geht immer noch um die Strafen für Unzucht und für Götzendienst und für die Sünden, die hier in 3. Mose aufgezählt werden. In Vers 24 heißt es: "So solltet nun auch ihr das reine Vieh vom unreinen unterscheiden und die unreinen Vögel von den reinen. Und ihr sollt euch selbst nicht verabscheuungswürdig machen durch Vögel und alles, was sich auf dem Erdboden regt, was ich euch als unrein abgesondert habe."

[1:34] Das bezieht sich ja noch mal auf 3. Mose Kapitel 11. "Sondern ihr sollt mir heilig sein, denn ich, der Herr, bin heilig, der ich euch von den Völkern abgesondert habe, damit ihr mir angehört."

[1:46] Hier sehen wir eine sehr schöne Definition der Heiligkeit: abgesondert von den Völkern, abgesondert von der Welt, damit wir mit Gott leben, dass wir ihm angehören, dass wir sein besonderes Eigentum sind.

[2:10] So wie es Gott ja den Israeliten vorgeschlagen, angekündigt hatte in 2. Mose 19, was sein eigentlicher Plan war mit dem Volk, mit dem Bund. Wir, du und ich, dürfen Gott ganz angehören. Darin besteht die Heiligkeit, nicht einfach in eingeübten Verhaltensweisen, sondern in einer ganz tiefen und engen Nähe zu unserem Schöpfer und Erlöser.

[2:31] "Wenn in einem Mann oder einer Frau ein Geisterbeschwörer oder Wahrsagergeist ist, so sollen sie unbedingt getötet werden. Man soll sie steinigen, ihr Blut sei auf ihnen." Es sollte keinerlei Okkultismus Platz haben im Volk Gottes.

[2:48] Und der Herr sprach zu Mose: "Rede mit den Priestern, den Söhnen Aarons, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich nicht wegen eines Toten unter seinem Volk verunreinigen, außer wegen seines nächsten Blutsverwandten, dem es zugehört: wegen seiner Mutter, wegen des Vaters, seines Sohnes, seiner Tochter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, die noch eine Jungfrau ist, ihm nahesteht, weil sie noch keines Mannes Frau gewesen ist. Ihretwegen darf er sich verunreinigen."

[3:17] "Als ein Hochgestellter unter seinem Volk soll er sich nicht verunreinigen, damit er sich nicht entweiht."

[3:25] Der Priester sollte insbesondere eine besondere Rolle haben, einen besonderen Status haben. Er sollte als Vorbild für das ganze Volk dienen.

[3:35] "Sie sollen sich keine Glatze scheren auf ihrem Haupt, noch den Rand ihres Bartes stutzen, noch an ihrem Fleisch Einschnitte machen."

[3:42] "Sie sollen ihrem Gott heilig sein und den Namen ihres Gottes nicht entweihen."

[3:47] Das ganze Volk sollte ja heilig sein, aber die Priester sollten das ganz besonders illustrieren, denn sie opfern die Feueropfer des Herrn, das Brot ihres Gottes, und sie sollen heilig sein.

[3:58] "Sie sollen keine Hure oder Entehrte zur Frau nehmen, noch eine von ihrem Mann Verstoßene; denn der Priester ist seinem Gott heiliger."

[4:06] "Du sollst ihn für heilig achten, denn er bringt das Brot deines Gottes dar. Er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, der euch heiligt."

[4:14] Hier sehen wir also die Heiligkeit des Priesters, die sich in bestimmten Anordnungen illustrativ zeigt, sollte dem ganzen Volk zeigen, was Gott eigentlich auch mit ihnen geplant hatte. Denn sie sollten ja, wie wir in 2. Mose 19 gelesen haben, ein Königreich von Priestern sein. Sie konnten zwar nicht alle tatsächlich reale Priester sein im realen, irdischen Heiligtum, aber die Rolle des Priesters sollte abgesondert sein in dem Sinne, dass das Volk sich an seiner Heiligkeit orientiert und ihm nacheifert.

[4:51] Und das zeigt uns auch, welche Rolle Jesus in unserem Leben hat. Er ist unser Hohepriester, er ist heilig, und wir sollen heilig sein. Wir sollen, wenn wir ihn betrachten, sehen, dass Gott auch uns heiligen möchte, ihm ähnlich machen möchte.

[5:07] "Und wenn die Tochter eines Priesters sich durch Unzucht entweiht, so entweiht sie ihren Vater; sie soll mit Feuer verbrannt werden."

[5:15] "Derjenige aber, der Hohepriester ist unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl gegossen wurde, dem man die Hand gefüllt hat, damit er die heiligen Kleider anzieht, er soll sein Haupt nicht entblößen und seine Kleider nicht zerreißen."

[5:29] Genau das hat der Hohepriester zur Zeit von Jesus missachtet (Matthäus 26,65), als er seine Kleider zerrissen hat, als Jesus bekannte, dass er der Sohn Gottes, der Messias, ist.

[5:41] "Er soll auch zu keinem Toten kommen, auch um seines Vaters und seiner Mutter willen soll er sich nicht verunreinigen."

[5:51] Für den Hohenpriester galt also noch einmal etwas mehr als für den gewöhnlichen Priester. Wir sehen hier also eine Abstufung an Vorschriften.

[6:04] "Er soll aus dem Heiligtum nicht hinausgehen und das Heiligtum seines Gottes nicht entweihen, denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der Herr."

[6:11] "Er soll eine junge Frau zur Frau nehmen. Eine Witwe, eine Verstoßene oder eine Hure soll er nicht nehmen, sondern eine Jungfrau aus seinem Volk soll er zur Frau nehmen, damit er seinen Samen nicht entweiht unter seinem Volk; denn ich, der Herr, heilige ihn."

[6:26] Und der Herr redete zu Mose und sprach: "Rede zu Aaron und sprich: Sollte jemand von deinen Nachkommen in ihren künftigen Geschlechtern mit irgendeinem Gebrechen behaftet sein, so darf er nicht herzunahen, um das Brot seines Gottes darzubringen."

[6:41] "Nein, keiner, an dem ein Gebrechen ist, sei es blind oder lahm, oder habe eine gespaltene Nase oder ein Glied, das zu lang ist, auch keiner, der einen gebrochenen Fuß oder eine gebrochene Hand hat, auch kein Buckliger oder Zwerg, oder einer, der einen Fleck auf seinem Auge hat, oder die Krätze und die Flechten oder zerdrückte Hoden."

[7:00] "Wer nun von dem Samen Aarons, der Priester, ein solches Gebrechen an sich hat, der soll nicht herzunahen, um die Feueropfer des Herrn darzubringen. Ein Gebrechen hat er, darum soll er nicht herzunahen, um das Brot seines Gottes darzubringen."

[7:15] "Doch darf er das Brot seines Gottes essen, vom Hochheiligen und vom Heiligen."

[7:23] Dem Behinderten, der aus dem Geschlecht Aarons stammt, sollte kein Nachteil entstehen in seiner Versorgung. Er sollte genauso versorgt werden wie die anderen Priester. Er sollte nicht aufgrund seiner Behinderung diskriminiert werden, aber er konnte nicht den Dienst von Jesus vollkommen darstellen als Illustration.

[7:43] Denn Jesus kam auf diese Welt ohne Gebrechen und war körperlich gesund, und jeder Priester sollte eine Vorschau sein auf diesen kommenden Erlöser, der jetzt noch unser Priester im himmlischen Heiligtum ist.

[7:57] "Aber zum Vorhang soll er nicht kommen, noch durch den Altar nahen, weil er ein Gebrechen hat, damit er mein Heiligtum nicht entweiht; denn ich, der Herr, heilige sie."

[8:06] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir Jesus haben, der unser Hohepriester ist, und dass wir durch das Betrachten seiner Heiligkeit selbst durch deinen Geist immer mehr geheiligt werden dürfen. Das bitten wir dich, dass das geschieht auch heute an diesem Tag in unserem Alltag. Lasst uns auf Jesus schauen. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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