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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ 3. Mose 24-25. Er erklärt die strengen Gesetze gegen Gotteslästerung und das Prinzip der gerechten Vergeltung („Auge um Auge“). Ein Schwerpunkt liegt auf den Sabbat- und Halljahren, die als göttliche Wirtschaftsordnung dienen, um soziale Ungleichheit zu verhindern und die Wiederherstellung von Besitz zu gewährleisten. Dies wird als Sinnbild für Gottes Plan der vollständigen Wiederherstellung der Erde und des Menschen gedeutet.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 143. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, dein Wort ist ein Licht auf unserem Weg, und Jesus hat gesagt, dass er das Licht der Welt ist. Wir haben gesehen, im himmlischen Heiligtum brannte das Licht beständig. So dürfen wir wissen, dass Jesus beständig für uns eintritt und dass dein Wort beständig für uns zur Verfügung ist, dass wir, wann immer wir uns darin wenden, etwas daraus lernen können. Und das bitten wir dich auch jetzt: Sprich du zu uns durch den Heiligen Geist. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 3. Mose Kapitel 24, gerade bei der traurigen Geschichte des Mannes, der Gott geflucht hat. In Vers 15 heißt es: "Und rede zu den Kindern Israels und sprich: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Sünde tragen. Und wer den Namen des HERRN lästert, der soll unbedingt getötet werden. Die ganze Gemeinde soll ihn unbedingt steinigen, sei es ein Fremdling oder ein Einheimischer. Wenn er den Namen lästert, der soll sterben." Gott ist heilig. Er tut so viel Gutes und so viel Liebevolles für uns, dass wenn es erlaubt worden wäre, dass eben Gottes Volk hier in der Wüste Menschen Gottes Namen in den Dreck gezogen hätten, dann hätte das Volk den Glauben daran verloren, dass Gott nur das Beste für sie will.

[2:13] Diese Geschichte scheint auf den ersten Blick hart, aber Gott allein, der hier das Urteil fällt, er kennt das Herz eines jeden Menschen. Er sah, dass dieser Mensch abgrundtief böse war und dass das ganze Volk Schaden nehmen könnte, wenn man ihn mitten im Volk belassen würde.

[2:33] "Und wenn jemand einen Menschen erschlägt, so muss auch unbedingt getötet werden. Wer aber ein Vieh schlägt, der soll es erstatten: Leben um Leben. Bringt aber einer seinen Nächsten eine Verletzung bei, so soll man ihm das tun, was er getan hat: Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Verletzungen, die er dem anderen zugefügt hat, soll man ihm auch zufügen."

[2:58] Gottes Strafen sind niemals zu hart. Gottes Bestrafungen basieren auf dem Prinzip der absoluten Gerechtigkeit. Nun, diese Verse sagen nicht, dass man selbst die Justiz üben darf. Das haben wir schon an anderer Stelle gesehen in 3. Mose, dass das nicht die Idee war. Aber es gibt hier sozusagen den rechtlichen Rahmen, dass eine Sünde, eine Straftat, eine entsprechende Strafe bekommt.

[3:29] Wenn also die Lästerung des Namens Gottes mit dem Tod bestraft wird, dann sehen wir, wie schwerwiegend die Lästerung des Namens Gottes ist. Dann sehen wir auch, wie schwerwiegend das Verbrechen des kleinen Horns ist, das in Daniel 7. Aber dazu werden wir dann einmal in vielen Monaten kommen.

[4:07] "Wer also ein Vieh schlägt, der soll es erstatten. Wer aber einen Menschen erschlägt, der soll getötet werden. Ihr sollt ein einheitliches Recht haben für den Fremdling wie für den Einheimischen, denn ich, der HERR, bin euer Gott."

[4:20] Gerechtigkeit und Recht gelten bei Gott für alle Menschen gleich. Fremdlinge sollen nicht benachteiligt, aber nicht bevorzugt, nicht bevorteilt werden, sondern Gott ist ein gerechter Gott. Er sieht die Person nicht an und auch so sollten wir alle Menschen gleich behandeln und niemanden schlechter behandeln als den anderen.

[4:41] Mose aber redete zu den Kindern Israels. Die führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn. Und die Kinder Israels handelten so, wie der HERR es Mose geboten hatte.

[4:54] Und der HERR redete zu Mose auf dem Berg Sinai und sprach: "Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern. Sechs Jahre lang sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre lang deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einsammeln. Aber im siebten Jahr soll das Land einen Sabbat der Ruhe haben, einen Sabbat für den HERRN, an dem du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. Auch was nach deiner Ernte von selbst wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben des unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht lesen, weil es ein Sabbatjahr für das Land ist. Und dieser Sabbat des Landes soll euch Nahrung bringen, dir und deinen Knechten und deiner Magd, dem Tagelöhner und deinen Gästen, die sich bei dir aufhalten, deinem Vieh, den wilden Tieren in deinem Land soll dein ganzer Ertrag zur Speise dienen."

[5:48] Auch der, dem das Feld gehört, durfte davon essen, aber er sollte nicht alles abernten für sich selbst. Jedes siebte Jahr sollte der Ertrag seines Feldes Gemeingut sein.

[6:00] Das war ein interessantes Mittel, um quasi kapitalistische Auswüchse zu vermeiden und den Menschen Demut und Nächstenliebe nahezulegen.

[6:11] "Und du sollst dir sieben Sabbatjahre abzählen, nämlich siebenmal sieben Jahre, sodass dir die Zeit der sieben Sabbatjahre 49 Jahre beträgt. Du sollst ein Horn ertönen lassen im siebten Monat, am zehnten Tag des Monats, am Tag der Versöhnung sollt ihr ein Schofarhorn durch euer ganzes Land erschallen lassen. Ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt im Land eine Freilassung ausrufen für alle, die darin wohnen. Es ist das Halljahr. Jeder bei euch soll wieder zu seinem Eigentum kommen und zu seiner Familie zurückkehren."

[6:49] Man konnte seinen Grundbesitz nie ganz dauerhaft verlieren. Man konnte ihn höchstens für 50 Jahre verlieren. Das heißt, auf lange Sicht haben sich die Besitzverhältnisse in Israel eigentlich nie verändern sollen. Es gab nicht die Möglichkeit, andere in den dauerhaften Ruin zu treiben, denn spätestens nach 50 Jahren war es möglich, den eigenen Besitz wieder zurückzuerhalten.

[7:16] "Er sollte wieder zurückerhalten werden, denn das fünfzigste Jahr soll ein Halljahr für euch sein. Es soll nichts gesät, auch sein Nachwuchs nicht geerntet, auch seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht gelesen werden, denn ein Halljahr ist es. Es soll euch heilig sein. Vom Feld weg dürft ihr essen, was es trägt. In diesem Halljahr sollen jedermann wieder zu seinem Eigentum kommen."

[7:35] Alles wird wiederhergestellt. Das war dieses unglaublich tolle Fest. Am großen Versöhnungstag wurde diese Botschaft verkündet, dass alle wiederhergestellt wurden mit dem, was ihnen ursprünglich gehörte. Ein Sinnbild darauf, dass auch diese Erde, die Gott geschaffen, die ihm gehört, die durch Adam und Eva dem Satan übergeben worden ist, zumindest in einem teilweise gewissen Sinne, dass diese Erde wieder vollständig zurückkehrt in den ursprünglichen Zustand durch die neue Schöpfung Gottes.

[8:13] "Wenn ihr nun euren Nächsten etwas verkauft oder von eurem Nächsten etwas abkauft, so soll keiner seinen Bruder übervorteilen, sondern nach der Zahl der Jahre bis zum Halljahr sollt ihr es von ihm kaufen und nach der Zahl der Erntejahre soll er es dir verkaufen. Wenn es viele Jahre sind, sollst du ihm den Kaufpreis erhöhen, und wenn es wenige Jahre sind, sollst du ihm den Kaufpreis verringern, denn eine bestimmte Anzahl von Ernten verkaufte er." Es wäre interessant, was mit unserer Wirtschaft passieren würde, wenn solche biblischen Prinzipien ausgelebt würden. Würde es nicht all die Auswüchse des schlimmsten Kapitalismus verhindern?

[8:53] Gott ist weise, nicht nur in theologischen Fragen, sondern in allen Fragen, die das Leben uns stellt.

[8:59] Lasst uns gemeinsam nachbeten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass wir wissen dürfen und glauben dürfen, dass einmal alles wiederhergestellt wird, dieser Planet und ja, dass dein Bild im Menschen, so wie du es ursprünglich geschaffen hast, ganz makellos mit einem ganz reinen Körper und Herz. Wir möchten dich jetzt schon bitten, dass du uns hilfst, dass wir auf diesen Tag hinarbeiten und mit dir kooperieren, dass du dein Bild in unserem Charakter schon wiederherstellen kannst. Darum bitten wir im Namen Jesu.
[9:36] [Musik]


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