In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Sündopfer in 3. Mose 4 und 5. Er erklärt die verschiedenen Opfergaben für unbewusste Sünden, Unreinheit und leichtfertige Schwüre und zeigt, wie diese alttestamentlichen Rituale auf Jesus Christus als das vollkommene Sühnopfer hinweisen. Kramp betont Gottes grenzenlose Gnade, die Vergebung für jeden Menschen zugänglich macht, unabhängig von seinen Mitteln oder seinem Wissen über Jesus.
Gott auf (m)einer Seite: 3. Mose 4:31-5:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 3. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 116. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater
[0:42] im Himmel, danke, dass du uns auch im Alten Testament, in den Opfern, so viele verschiedene Details zeigst, die auf das Leben und Sterben von Jesus, unserem Erlöser, hinweisen. Danke, dass wir auch in 3. Mose das Evangelium verstehen
[0:58] können. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort uns sprichst, durch deinen Heiligen Geist. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:08] Wir sind in 3. Mose Kapitel 4, bei den Sündopfern, und ganz konkret bei den Dingen, die getan werden sollten, wenn ein normaler Mensch aus dem Volk eine Sünde begangen hatte, die ihm so nicht bewusst gewesen ist.
[1:23] In Vers 31 lesen wir: „Alles Fett aber soll er von ihm wegnehmen, wie das Fett von dem Friedensopfer weggenommen wird. Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen zum lieblichen Geruch für den Herrn.
[1:37] So soll der Priester für ihn Sühnung erwirken, und es wird ihm vergeben werden. Will er aber ein Schaf zum Sündopfer darbringen, so soll es ein makelloses weibliches Tier sein.
[1:48] Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers stützen und das schächten als Sündopfer an dem Ort, wo man das Brandopfer zu schächten pflegt. Und der Priester soll mit seinem Finger von dem Blut des Opfers nehmen und es auf die Hörner des Brandopfers tun.
[2:04] Alles übrige Blut aber an den Fuß des Altars gießen. Und er soll alles Fett davon wegnehmen, wie das Fett von dem Schaf des Friedensopfers weggenommen wird. Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen über den Feueropfern des Herrn. Und so soll der
[2:20] Priester für ihn Sühnung erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.“
[2:26] Die Bibel macht deutlich, dass wenn wir ein Opfer bringen – und für uns bedeutet das, dass wenn wir uns auf Jesus Christus, das Lamm Gottes, das einzige wahre Opfer, das von Sünde retten kann, berufen –, dann wird unser Hohepriester Jesus im Himmel dafür sorgen, dass das, was immer unsere Sünde gewesen ist, dass uns vergeben werden wird. Vielleicht könnt ihr einmal in der Bibel nach ein paar besonderen Verheißungen Ausschau halten und sie zusammenstellen, die deutlich machen, dass wenn wir unsere Sünden bekennen und sie zu Gott bringen, dass uns auf jeden Fall vergeben wird, weil es Gottes ausdrücklicher Wunsch ist.
[3:10] „Und wenn eine Seele dadurch sündigt, dass sie etwas nicht anzeigt, obwohl sie die Fluchandrohung vernommen hat und ein Zeuge ist, weil sie dieses gesehen hat oder vernommen hat, und so Schuld auf sich bringt.“
[3:22] Hier geht es jetzt um Sünden, die sozusagen passiv sind. Man weiß von einer Sünde, weiß vielleicht von der Sünde eines anderen und deckt sie mit. Damit sind nicht unbedingt Sünden gemeint, die einem gar nicht bewusst gewesen sind, denn es wird ganz deutlich, ja sogar hier davon gesprochen, dass jemand wusste, dass er das hätte anzeigen sollen und es trotzdem nicht gemacht hat. Also hier geht es auch um ganz bewusste Entscheidungen, wo wir Sünde gedeckt haben und Sünde mitgetragen haben. Was ist in einem solchen Fall zu tun?
[3:55] „Oder wenn jemand irgendetwas Unreines angerührt, sei es das eines unreinen Wildes oder das eines unreinen Viehs oder das eines unreinen kriechenden Tieres, und es ist ihm verborgen gewesen, und er wird unrein und schuldig. Und wenn jemand die
[4:10] Unreinheit eines Menschen anrührt, irgendetwas von alledem, womit man sich verunreinigen kann, und das ist ihm verborgen gewesen, er hat es aber nun erfahren und ist nun schuldig.“
[4:19] Auch hier haben wir diesen Aspekt, dass man Dinge tut, die nicht gut sind, die schlecht sind, die in dem Fall sozusagen eine Art, einen gesundheitlichen Aspekt haben oder auch symbolisch für die Verunreinigung durch böse Dinge standen. Man hat sich, ohne sich dessen bewusst zu sein, unrein gemacht.
[4:36] „Oder wenn jemand leichtfertig mit seinen Lippen schwört, Gutes oder Böses zu tun zu wollen, irgendetwas von dem, was ein Mensch so leichtfertig schwören mag, und es war ihm verborgen, erkennt es aber nun und hat sich in einer dieser Sache schuldig gemacht.“
[4:50] Nun, niemand wird, wenn er merkt, dass er schwört, aber er schwört vielleicht Dinge leichtfertig und ist sich über die Konsequenzen nicht bewusst. Auch in unserem Leben geschieht das so oft, dass wir Dinge schnell sagen und die Konsequenzen kaum wirklich übersehen.
[5:07] „Wenn er nun durch etwas Derartiges Schuld auf sich gebracht hat, so bekenne er, woran er sich versündigt hatte.“
[5:15] Es ist wichtig, dass wenn wir gesündigt haben, dass wir unsere Sünde bekennen, dass wir uns bewusst machen, wie böse das war, was wir getan haben, dass wir aufrichtig uns dazu bekennen und diese Dinge vor Gott bringen.
[5:29] „Und bringe dem Herrn ein Schuldopfer dafür, seine Sünde, die er begangen hat, ein weibliches Tier vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine Ziege zum Sündopfer. Und der Priester soll damit Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde.“
[5:42] „Kann er aber nicht so viel aufbringen, dass es für ein Lamm reicht, so bringe er dem Herrn für das, woran er gesündigt hat, als ein Schuldopfer zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben dar, davon eine als Sündopfer,
[5:53] die andere als Brandopfer.“
[5:57] Hier zeigt sich die Gnade und die Liebe Gottes, der ja hier nicht eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft haben wollte von Menschen, die sich das leisten konnten, Vergebung zu erhalten, und Menschen, die sich einfach nicht leisten konnten. Ja, die Menschen sollten verstehen, dass Sünde auch schwerwiegende Konsequenzen hat, dass das auch wehtut im eigenen Besitz, denn so ein Tier war ja auch Eigentum, das war Besitz. Aber jeder Mensch sollte Zugang haben zu der Lösung.
[6:24] „Und er soll sie zu dem Priester bringen. Diese aber soll zuerst die zum Sündopfer bestimmte darbringen und hier unterhalb des Genicks den Kopf abknicken, ihn aber nicht abtrennen. Und vom Blut des Sündopfers sprenge er an die Wand des Altars. Das übrige Blut aber soll an den
[6:39] Fuß des Altars ausgedrückt werden. Es ist ein Sündopfer. Die andere aber soll er als Brandopfer opfern, wie es verordnet ist. Und so soll der Priester für ihn Sühnung erwirken wegen seiner Sünde, die
[6:50] er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.“
[6:52] „Kann er aber auch die zwei Turteltauben und die zwei jungen Tauben nicht aufbringen, so bringe der, welcher gesündigt hat, als Opfergabe ein Zehntel Efa Feinmehl als Sündopfer dar.
[7:04] Er soll aber kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, weil es ein Sündopfer ist.“
[7:10] „Er soll es zu dem Priester bringen, und der Priester nehme eine Handvoll davon, soviel zum Gedenken bestimmt ist, und lasse es auf dem Altar über den Feueropfern des Herrn in Rauch aufgehen.
[7:20] Es ist ein Sündopfer.“
[7:26] Ja, Sünde kann nur gereinigt werden, vergeben werden durch das Blut, das Jesus am Kreuz von Golgatha vergossen. Und deswegen sollten die Menschen ein blutiges Opfer bringen.
[7:37] Aber was war mit den Menschen, der es gar nicht konnte, dessen Lebensumstände es ihm nicht erlaubten, auch nur eine Taube zu bringen? So ein Mensch konnte trotzdem Erlösung erfahren, denn es gibt auch Menschen, die, obwohl sie durch das Blut Jesu gereinigt worden sind, gar nicht wissen, dass Jesus für sie gestorben ist. Die können nur das darbringen, was sie haben. Ihr könnt in Römer 2 ein paar Verse dazu finden. Sie können nur das Wenige, was ihre Abhängigkeit zu Gott erkannt haben, bringen. Sie werden erst im Himmel erfahren, dass Jesus für sie gestorben ist. Gottes Gnade und Güte hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen.
[8:21] „Und so soll der Priester Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, in einem dieser Fälle, und es wird ihm vergeben werden. Das Opfer soll dem Priester gehören.“
[8:31] Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, danke, dass deine Gnade grenzenlos ist und dass du für jeden von uns einen Weg hast, wie wir zu dir kommen können. Dieser Weg ist Jesus. Wir alle können durch Jesus zu dir kommen, selbst dann, wenn einige Menschen noch nicht einmal von Jesus gehört haben, aber all das, was du durch deinen Heiligen Geist zu ihnen sprichst, wahrnehmen und umsetzen, Herr.
[8:58] Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir uns bewusst machen, was für ein Privileg und was für ein Schatz wir haben, dass wir Jesus kennen dürfen und mit ihm auch heute leben können an diesem Tag.
[9:10] Das beten wir in seinem Namen. Amen.
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