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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Sündopfervorschriften aus 3. Mose 4:7-30. Er erklärt die unterschiedlichen Opfer für Priester, die Gemeinde, Fürsten und einfache Leute, die unbewusst gesündigt haben. Dabei betont er die prophetische Bedeutung dieser Rituale, die auf das Sühneopfer Jesu Christi außerhalb Jerusalems hinweisen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 115.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar, dass du dich darüber freust, dass du uns retten kannst, so sehr, dass selbst die Opfer, schrecklich wie sie waren, weil sie eine solch tief gehende und weitreichende Bedeutung hatten, für dich ein lieblicher Geruch waren. Herr, danke, dass du mich und jeden, der jetzt zuschaut, gerne retten möchtest. Und danke, dass du durch dein Wort auch jetzt zu uns sprechen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:14] Wir sind in 3. Mose Kapitel 4 bei der Beschreibung des Sündopfers. In Vers 7 lesen wir: „Auch soll der Priester von dem Blut auf die Hörner des Altars für das wohlriechende Räucherwerk tun, der vor dem Herrn in der Stiftshütte steht. Alles übrige Blut des Jungstieres aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der vor dem Eingang der Stiftshütte ist.“ Hier bei diesem Opfer, das für Sünden dargebracht werden sollte, deren man sich nicht bewusst gewesen ist, wird insbesondere betont, welche Kraft im Gebet ist. Deswegen wird das Blut an die Hörner des Räucheraltars gebracht. Die Kraft des Gebetes, dass auch der Priester, unser Priester Jesus Christus, für uns Fürsprache bringt aufgrund des Blutes, das er für uns vergossen hat. Wenn wir Dinge tun, die falsch sind, und wir merken es nicht einmal, dürfen wir wissen, dass das Blut Jesu doch auch für uns spricht und uns reinwaschen möchte. Und natürlich, dass Gott uns auch diese Sünden offenbaren möchte.

[2:24] „Und alles Fett des Sündopferstieres soll er von dem ablösen, das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden hängt, dazu die beiden Nieren samt dem Fett daran, das an den Lenden ist. Auch den Leberlappen samt den Nieren soll er wegnehmen, gleich wie man es von dem Rind des Friedensopfers abhebt. Und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen.“

[2:50] „Aber das Fell des Jungstieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf, samt den Schenkeln und seinen Eingeweiden und seinem Unrat, den ganzen Jungstier soll man hinaus vor das Lager bringen an einen reinen Ort, wohin man die Asche schüttet, und ihn auf einem Holzfeuer verbrennen. Am Aschenhaufen soll er verbrannt werden.“ Was eine interessante Sache ist:

[3:11] Dass, obwohl es einen Brandopferaltar gab, in diesem Fall, bei diesem Sündopfer, all das, was von diesem Stier übrig blieb, abgesehen von dem Fett, das auf dem Brandopferaltar verbrannt wurde, das restliche Opfer außerhalb des Lagers verbrannt werden sollte. Auch das ist ein prophetischer Hinweis auf das Opfer von Jesus, der außerhalb der Stadt, außerhalb von Jerusalem, getötet worden ist, gekreuzigt worden ist, und damit dieses Opfer antitypisch erfüllt hat. In allen Details sehen wir, wie das Leben, das Sterben und die Auferstehung von Jesus typologisch vorgeschattet sind.

[4:04] „Wenn sich aber die ganze Gemeinde Israels vergeht, oder es ist vor den Augen der Versammlung verborgen, dass sie etwas getan hat, von dem der Herr geboten hat, dass man es nicht tun darf, so dass sie Schuld auf sich bringt. Sie kommen aber zur Erkenntnis der Sünde, die sie gegen dieses Gebot begangen haben, so soll die Versammlung einen Jungstier als Sündopfer darbringen, und sie sollen ihn vor die Stiftshütte führen. Dann sollen die Ältesten der Gemeinde ihre Hände auf den Kopf des Jungstieres stützen vor dem Herrn, und man soll den Jungstier schlachten vor dem Herrn.“

[4:36] Die Ältesten tragen die Verantwortung für die ganze Gemeinde. Interessanterweise ist hier die Vorgehensweise, dann die Dinge, die getan werden müssen, identisch mit dem, was bei der Sünde eines Priesters getan wird. Wir haben gestern schon gesehen, dass der Priester auch stellvertretend für das ganze Volk hier steht, dass einer Sünde des Priesters eine Sünde des Volkes entspricht.

[5:06] „Der gesalbte Priester soll von dem Blut des Jungstieres in die Stiftshütte bringen. Und der Priester soll seine Finger in das Blut tauchen, davon siebenmal an die Vorderseite des Vorhangs sprengen vor dem Herrn. Und er soll von dem Blut auf die Hörner des Altars tun, der vor dem Herrn in der Stiftshütte steht. Alles übrige Blut aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der vor dem Eingang des Stiftes steht. Aber all sein Fett soll er von ihm ablösen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.“

[5:35] „Wir sollen mit diesem Jungstier verfahren, wie er mit dem Jungstier des Sündopfers verfahren ist. Genauso soll auch mit diesem verfahren werden. Und der Priester soll für sie Sühne erwirken, und es wird ihnen vergeben werden. Und man soll den Jungstier außerhalb des Lagers schaffen und ihn verbrennen, wie man den ersten Jungstier verbrannt hat. Es ist ein Sündopfer der Gemeinde.“

[5:56] „Wenn ein Fürst sündigt und aus Versehen irgendetwas tut, wovon der Herr, sein Gott, geboten hat, dass man es nicht tun soll, und so Schuld auf sich bringt, und seine Sünde wird ihm bewusst, die er begangen hat, so soll er einen makellosen Ziegenbock, ein männliches Tier, zum Opfer bringen. Das soll seine Hand auf den Kopf des Bocks stützen und ihn schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer zu schlachten pflegt, vor dem Herrn. Es ist ein Sündopfer. Und der Priester soll mit seinem Finger von dem Blut des Sündopfers nehmen und es auf die Hörner des Brandopfers tun. Das übrige Blut aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen. Und all sein Fett soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, gleich dem Fette des Friedensopfers. So soll der Priester ihm Sühne erwirken für seine Sünde, und es wird ihm vergeben werden.“

[6:46] „Wenn aber jemand vom Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem er etwas tut, von dem der Herr geboten hat, dass man es nicht tun darf, und Schuld auf sich bringt, und seine Sünde wird ihm bewusst, die er begangen hat, so soll er eine makellose Ziege, ein weibliches Tier, zum Opfer bringen für seine Sünde, die er begangen hat.“

[7:03] Gott machte also eine Unterscheidung zwischen der Sünde des ganzen Volkes oder des Priesters, der Sünde eines Fürsten und der Sünde eines einfachen Menschen. In allen Fällen muss ein Opfer gebracht werden, aber es gab eine Unterscheidung, die deutlich machte, dass die Konsequenzen aus solch einer Sünde, selbst wenn sie unbewusst geschehen sind, trotzdem bestehen bleiben und etwas variieren. Je höher die Position eines Menschen ist, je größer seine Verantwortung ist, desto schwerwiegender auch die Konsequenzen, die seine Sünde mit sich gebracht hat. Denn ein teureres Opfer musste jetzt gebracht werden.

[7:48] „Nun, er soll seine Hand auf den Kopf des Opfers stützen und das Sündopfer schlachten an der Stätte des Brandopfers. Der Priester aber soll mit seinem Finger von seinem Blut nehmen und es auf die Hörner des Brandopfers tun und alles übrige Blut an den Fuß des Brandopferaltars gießen.“

[8:05] Lasst uns auch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns zeigst, dass Sünde immer ein Opfer benötigt, und dass, obwohl unsere Sünden vielleicht unterschiedlich schwere Konsequenzen haben, basierend auch unter anderem darauf, welche Positionen, welchen Einfluss wir haben, am Ende doch wir alle abhängig sind von dem Blut, das auf Golgatha für uns vergossen worden ist, außerhalb des Lagers. Und Herr, hab Dank, dass du so gnädig mit uns bist, dass du uns vergeben hast, obwohl wir es nicht würdig sind. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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