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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Hiob Kapitel 30 und 31. Er analysiert Hiobs eindringliche Selbstverteidigung, in der Hiob seine Integrität und seinen Bund mit Gott bekräftigt. Der Sprecher betont Hiobs bewusste Entscheidungen gegen Sünde und seine Fürsorge für die Schwachen, und ermutigt die Zuhörer, Hiobs Vorbild in ihrem eigenen Leben zu folgen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Hiob Kapitel 30 und 31. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du mit deinem Heiligen Geist an und in uns wirken möchtest. Wir möchten danke sagen, dass du versprochen hast, uns mit deinem Heiligen Geist zu erfüllen, gerade dann, wenn wir es am dringendsten benötigen. Und du hast versprochen, jeden einzelnen Tag zu uns zu sprechen. Und du hast versprochen, dass egal wie es uns geht, du für uns da bist, wenn wir uns zu dir wenden wollen. Dieses Versprechen nehmen wir in Anspruch. Wir bitten dich, dass dein Heiliger Geist uns jetzt führt in diesem kurzen Studium, in dieser kurzen Andacht. Und wir bitten dich, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Wir sind in Hiob Kapitel 30. Hiob beschreibt sein Elend und sein Unglück, wie schlimm es ihm in der jetzigen Situation geht. In Vers 31 sagt er: „Mein Harfenklang ist zu einem Trauerlied geworden und mein Flötenspiel zu lautem Weinen.“

[1:50] „Ich hatte einen Bund geschlossen mit meinen Augen, dass ich ja nicht begehrlich auf eine Jungfrau blickte.“ Hiob wusste, wie leicht sein Herz verführt werden konnte, und er hatte eine Entscheidung getroffen, eine bewusste Entscheidung, grundsätzlich nicht mit seinen Augen sündigen zu wollen. Ich denke, für viele von uns wäre das ein wunderbares, gutes Vorbild, letztlich für alle von uns, dass wir als Prinzip Entscheidungen fällen und nicht erst in der Versuchung überlegen, ob wir dem nachgeben wollen oder nicht.

[2:33] Auch heute gibt es viele Menschen, die insbesondere auch mit dieser Sünde zu kämpfen haben, und das Vorbild von Hiob ist für uns von ganz großer Bedeutung. Wir dürfen heute, vielleicht betrifft es auch dich, lieber Freund, liebe Freundin, heute einen Bund schließen, einen Bund mit unseren Augen, und uns vornehmen, nichts anzuschauen, was uns zur Sünde verführen würde.

[3:01] „Was denn würde mir Gott vom Himmel her zuteilen? Und welchen Lohn erhielt ich von dem Allmächtigen aus der Höhe? Ist denn das Unglück nicht für die Ungerechten und das Missgeschick für die Übeltäter? Sieht er denn nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte, so dass er wissen kann, ob ich mit Lügen umgegangen oder auf Betrug ausgegangen bin?“ Hiob macht dann einen interessanten Punkt: Gott weiß ja, dass Hiob unschuldig ist, denn wir haben ja in Kapitel 1 gelesen, dass das auch Gott selbst sagt. Und Hiob weiß, dass wenn er wirklich gesündigt hätte, dann würde das doch Gott auch wissen. „Er wäge mich auf der Waage der Gerechtigkeit, so wird Gott meine Tadellosigkeit erkennen.“

[3:46] Noch einmal sollten wir uns daran erinnern, dass Hiob nicht behauptet, niemals gesündigt zu haben. Er selbst hat in früheren Kapiteln von seinen Sünden seiner Jugend gesprochen. Er weiß, dass auch er allein aus der Gnade Gottes lebt. Aber sein Punkt scheint der zu sein, dass er, weil er mit Gott gelebt hat und dessen Gerechtigkeit in Anspruch genommen hat, jetzt auch deutlich machen möchte, dass er diese Gerechtigkeit, die Gott ihm geschenkt hat, verliehen und angerechnet und verliehen hat, diese Gerechtigkeit nicht verlassen hat, dann immer noch fest zu diesem Gott steht.

[4:28] „Ist mein Schritt vom Weg abgewichen oder mein Herz den Augen nachgewandelt und klebt an meinen Händen ein Makel? So will ich säen und ein anderer soll essen, und meine Pflanzung sollen entwurzelt werden.“

[4:42] „Hat sich mein Herz zu einer Frau hinreißen lassen oder habe ich an der Tür meines Nächsten gelauert? So soll meine Frau für einen anderen mahlen, und andere mögen sich über sie beugen. Denn das wäre eine Schandtat und ein strafwürdiges Vergehen, ja, ein Feuer, das bis zum Abgrund fräße und allem Ertrag verzehren würde, mit Stumpf und Stiel.“ Hiob weiß, welche schrecklichen Konsequenzen die Sünde hat.

[5:06] „Wenn ich meinem Knecht oder meiner Magd das Recht verweigert hätte, als sie einen Rechtsstreit gegen mich hatten: Was wollte ich tun, wenn Gott gegen mich aufträte? Und wenn er mich zur Rede stellte, was wollte ich ihm antworten? Hat nicht der, der mich im Mutterleib bereitete, auch ihn gemacht? Hat nicht ein und derselbe uns im Mutterleib gebildet?“

[5:28] Ist ein interessanter Gedanke, macht deutlich, dass Gott für alle Menschen gleich eintritt. Und dass er es sich nicht leisten kann, einem anderen Menschen das Recht zu entziehen, weil derselbe Gott ihn gemacht hat, der diesen anderen Menschen gemacht hat. Und Hiob weiß, es wäre nicht gut, das wäre nicht richtig, das wäre töricht, einem anderen Menschen das Recht zu entziehen, wenn doch Gott auch für diesen Menschen eintreten wird.

[5:59] „Habe ich den Armen versagt, was die Begehrten und die Augen der Witwe schmachten lassen? Habe ich meinen Bissen allein verzehrt und hat der Verwaiste nichts davon essen können? Weil ich von meiner Jugend auf ist er bei mir aufgewachsen wie bei einem Vater, und von meiner Mutterleib an habe ich die Witwe geführt. Habe ich mit angesehen, wie einer umherirrte ohne Kleider oder der Arme ohne Decke und Decke?“ Wir erinnern uns dann noch an das, was Hiob in Kapitel 29 beschrieben hat, ganz im Gegensatz zu dem, was seine Freunde ihm vorgeworfen haben. Er hat tatsächlich durch seinen Lebenswandel, durch seine praktischen Taten seine Weisheit offenbart.

[6:39] „Wenn seine Lenden mich nicht gesegnet haben oder er sich von der Wolle meiner Lämmer nicht wärmen durfte. Wenn ich meine Hand gegen die Waise hob, weil ich sah, dass man mir helfen würde im Tor.“

[6:54] In anderen Worten, weil er wusste, also was er anspricht, ist, wenn er einem Menschen Schaden zugefügt hätte, weil er wusste, dass im Tor, das heißt im Gericht, Menschen nach seiner Seite gestanden hätten, der Rückendeckung gehabt hätte: „So soll mir meine Schulter vom Nacken fallen und mein Arm aus einem Gelenk brechen! Denn schrecklich wäre Gottes Strafe für mich gewesen, und vor seiner Hoheit hätte ich nicht bestehen können.“

[7:20] „Habe ich mein Vertrauen je auf Gold gesetzt und zum Feingold gesagt: ‚Meine Zuversicht!‘ Habe ich mich gefreut, weil ich reich geworden bin und meine Hand viel erworben hat? Habe ich die Sonne angesehen, wenn sie leuchtete, und den Mond, wie er so prächtig dahinzog, und habe ich mein Herz im Geheimen verführen lassen, dass ich ihnen Kusshände zuwarf? So wäre auch das ein strafwürdiges Vergehen gewesen, denn ich hätte Gott in der Höhe verleugnet.“ Hier sieht man, dass Sonnenanbetung verboten gewesen ist. Selbstverständlich ein interessantes Beispiel.

[7:53] Wir finden in der Bibel ja immer wieder auch die Anbetung der Gestirne, die Anbetung der Himmelskörper bei den Heiden. Und Hiob macht ganz deutlich: „Von so etwas habe ich mich ganz ferngehalten.“ Und das hat, wie wir gesehen haben, schon in Vers 18, dass Hiob deutlich machte, diese Dinge, die er schon von Jugend an getan.

[8:17] „Habe ich mich gefreut über den Sturz meines Feindes und mich ergötzt daran, wenn ihn ein Unglück traf? Nein, ich habe meine Zunge nie hergegeben zum Sündigen, dass ich mit einem Fluch sein Leben gefordert hätte. Haben meine Hausgenossen nicht oft gesagt: ‚Wer wäre nicht von seinem Fleisch satt geworden?‘“

[8:31] „Kein Fremder brauchte draußen zu übernachten, ich öffnete meine Tür dem Wandersmann. Habe ich wie Adam eine Übertretung zugedeckt, so dass ich meine Schuld in meiner Brust verbarg?“

[8:44] Die Geschichte vom Sündenfall war noch ganz gut präsent, und Hiob sagt: „Ich bin nicht wie Adam gewesen, der damals in 1. Mose 3, kann man es ja nachlesen, weggelaufen ist vor der Stimme Gottes. Ich habe meine Übertretung nicht zugedeckt.“ Das zeigt wiederum, dass Hiob auch nicht behauptet, niemals gesündigt zu haben.

[9:07] „Habe ich wie Adam eine Übertretung zugedeckt und dass ich meine Schuld in meiner Brust verbarg, weil ich die große Menge fürchtete und die Verachtung meiner Verwandten mich schreckte, so dass ich geschwiegen hätte und nicht zur Tür hinausgegangen wäre?“

[9:20] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten heute an diesem Tag, dass du uns hilfst, dass auch wir einen Bund machen mit unseren Augen, unseren Händen, mit unseren Gedanken. Dass wir das denken, was gut ist, dass wir nicht anschauen, was uns vom Weg führt, dass wir nicht tun, was dir missfällt. Hilf uns von ganzem Herzen, dir nachzufolgen und das aus Gewohnheit und beständig, und dass die Weisheit, die du uns schenken möchtest, auch in unseren Taten, unserer Nächstenliebe für andere sichtbar werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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