Veröffentlicht am
322 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ tauchen wir in Hiob 33:8-34:11 ein, wo der junge Elihu das Wort ergreift. Er präsentiert eine tiefgründige theologische Sichtweise auf Gottes Warnungen durch Träume und Leiden, die als Wegweiser zum Erlösungsplan dienen. Christopher Kramp beleuchtet, wie Elihu die Rolle eines Mittlers und eines Lösegeldes beschreibt, was erstaunliche Parallelen zu Jesus Christus aufzeigt. Trotz dieser Einsichten ringt Elihu jedoch damit, Hiobs Leid mit Gottes Gerechtigkeit in Einklang zu bringen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 576. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Danke, dass wir, egal wie alt wir sind, egal wie viel Lebenserfahrung wir haben, egal wie viel Vorkenntnisse wir mitbringen, dass wir zu dir kommen können und dass du unser Lehrer sein möchtest. Das bitten wir dich für den heutigen Tag, dass du uns leitest und dass du uns führst mit deinem Heiligen Geist und auch heute, dass du in unser Herz sprichst. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Wir sind dann in Hiob Kapitel 33. Nachdem das Gespräch zwischen Hiob und seinen drei Freunden einen Punkt erreicht hat, wo niemand mehr etwas sagen möchte oder kann, schaltet sich der jüngere Elihu ein, der bis dahin gewartet hat und fängt jetzt an, Hiob zu antworten oder sagt, dass er versuchen möchte, objektiv zu sein, zumindest für keine der beiden Seiten Partei zu ergreifen.

[1:40] Wir lesen ab Vers 8: „Nun hast du vor meinen Ohren gesagt, und ich höre noch den Klang der Worte: Rein bin ich ohne Vergehen, unbefleckt bin ich und ohne Schuld. Siehe, er erfindet Feindseligkeiten gegen mich, er hält mich für seinen Feind. Er legt meine Füße in den Stock und lauert auf alle meine Wege. Siehe, da bist du nicht im Recht, erwidere ich dir, denn Gott ist größer als der Mensch. Warum möchtest du denn mit ihm hadern, der doch keiner seiner Taten zu verantworten hat? Sondern Gott redet einmal und zum zweiten Mal, aber man beachtet es nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt und sie auf ihren Lagern schlummern, eröffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt seine Warnung an sie, um den Menschen von seinem Tun abzubringen und den Mann vor dem Hochmut zu bewahren, damit er seine Seele vom Verderben zurückhalte und sein Leben nicht ins Verderben gerate.“

[2:39] Elihu bringt also jetzt einen etwas neuen Gedanken hinein. Elihu sagt, Gott warnt Menschen vor dem Unheil. Er spricht zu ihnen in der Nacht, im Traum. Interessanterweise ist diese Idee von dem Traum, von dem Nachtgesicht, etwas, was auch schon Elifas ganz am Anfang in Kapitel 4 aufgegriffen hat, wo er behauptet, eine gewisse Erscheinung gehabt zu haben, die sehr merkwürdig ist und nach dem, was diese Erscheinung sagt, offensichtlich nicht von Gott kommt.

[3:13] Elihu möchte also deutlich machen, dass Gott warnt, dass er nicht einfach Unheil schickt, sondern den Menschen eigentlich das Unheil ersparen möchte.

[3:27] „Er züchtigt ihn mit Schmerzen auf seinem Lager, ja, es strafen ihn gemeine sehr hart, dass ihm das Brot zum Ekel wird und seiner Seele die Lieblingsspeise. Sein Fleisch will dahin, man sieht es nicht mehr, und seine Knochen, die man sonst nicht sah, liegen bloß. Seine Seele naht sich dem Verderben und sein Leben den Todesmächten. Wenn es dann für ihn einen Gesandten gibt, einen Mittler, einen aus Tausenden, der dem Menschen seine Gerechtigkeit verkündigt, so wird er sich über ihn erbarmen und sprechen: Erlöse ihn, damit er nicht ins Verderben abfahre! Ich habe ein Lösegeld gefunden!“

[4:05] Hier beschreibt Elihu eigentlich eine sehr schöne Art und Weise, was der Erlösungsplan für uns bedeutet, das nämlich Gott einen Mittler sendet, der Gottes Gerechtigkeit verkündet. Das ist nämlich niemand anderes als Jesus Christus gewesen, der von Gott gesandt ist und die Gerechtigkeit Gottes erklärt, ausgelegt und uns zur Verfügung hat und uns zur Verfügung stellen möchte.

[4:38] Paulus sagt im Römer 1 und dort Vers 16 und 17, dass im Evangelium die Gerechtigkeit Gottes sich offenbart. Wenn also der Mittler zu dem Gläubigen oder zu den Menschen, zu dem sündigen Menschen spricht und ihm die Gerechtigkeit offenbart, dann erbarmt sich Gott und sagt: „Erlöse ihn, denn ein Lösegeld ist gefunden worden!“ Dieses Lösegeld im Evangelium, das hat natürlich Jesus Christus für dich und für mich bezahlt. Elihu will also deutlich machen, dass Gott einen Lösungsplan hat und dass all die schlechten Dinge, die passieren, eigentlich nur dazu dienen, einen Menschen auf diesen Erlösungsplan hinzuweisen und ihn dorthin zu bringen. Eine Idee, die durchaus ihre Berechtigung hat, denn tatsächlich geschehen viele Dinge in unserem Leben, auch negative Dinge, weil Gott sie zulässt, um uns dahin zu bringen, anzuerkennen, dass wir einen Erlöser brauchen, dass wir Jesus von Herzen annehmen.

[5:37] „Dann wird sein Fleisch frischer sein als in jungen Jahren, er wird zurückkehren zu den Tagen seiner Jugend. Er wird zu Gott flehen, und der wird ihm gnädig sein, ja, er wird ihn sein Angesicht sehen lassen mit Jauchzen, und er wird dem Menschen seine Gerechtigkeit wiedergeben. Der wird dann singen vor den Menschen und sagen: „Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt, aber er hat mir nicht vergolten, wie ich es verdient.“ Von allen drei, von allen Freunden, das sind vier mittlerweile, die mit Hiob sprechen, ist es eigentlich Elihu an dieser Stelle am genauesten und besten den Erlösungsplan erklärt und wiedergibt. „Er hat meine Seele erlöst, dass sie nicht ins Verderben hinabgefahren ist, so dass mein Leben das Licht wieder sieht.“

[6:21] Hier beschreibt er die Erfahrung, die ein Mensch macht, wenn er gesündigt hat und wenn er merkt, dass Gott in Erbarmen zu ihm spricht und ihn erlöst, obwohl er das nicht verdient hat. Gerechtigkeit aus Glauben wird hier sehr anschaulich und sehr schön erklärt.

[6:45] „Sieh, dies alles tut Gott zwei oder dreimal mit den Menschen.“ Die Idee scheint hier zu sein, dass Gott das nicht nur einmal tut, sondern immer wieder versucht, den Menschen für die Erlösung zu gewinnen, um seine Seele vom Verderben zurückzuholen, damit sie erleuchtet werde mit dem Licht der Lebendigen. Gott möchte uns vor dem Verderben bewahren, möchte, dass wir erleuchtet werden mit dem Licht, das Gott selbst eigentlich ist, mit dem Licht, das vom Angesicht Jesu Christi erscheint, das Licht der Wahrheit.

[7:13] „Habe Acht, Hiob, höre mir zu, schweige, und ich rede. Wenn du Worte hast, so antworte mir; rede nur, denn ich wünsche keine Rechtfertigung. Wenn aber nicht, so höre mir zu, schweige, und ich will dich beizeiten lehren.“ Und er redete weiter und sprach: „Hört, ihr Weisen, auf meine Worte, und ihr Verständigen, gebt mir Gehör! Denn das Ohr prüft die Worte, wie der Gaumen die Speise schmeckt.“ Wir müssen das auch, ein wichtiges Prinzip: Worte, die wir hören, prüfen. Die Bibel sagt in 1. Thessalonicher 5:21: „Prüft alles, das Rechte wollen wir uns erwählen, um untereinander zu erkennen, was gut ist.“

[7:51] „Denn Hiob behauptet: „Ich bin gerecht, aber Gott hat mir mein Recht entzogen. Trotz meines Rechtes werde ich zum Lügner gestempelt; tödlich verwundet bin ich vom Pfeil, ohne dass ich schuldig wäre.“ „Wer ist ein Mann wie Hiob, der Lästerung trinkt wie Wasser, der in Gemeinschaft mit Übeltätern wandelt und mit gottlosen Leuten umgeht?“ Und hier merken wir, dass sowohl Elihu, deutlich als alle anderen vorher, das Evangelium verstanden hat und erklären kann, trotzdem es nicht schafft, Sympathie und Mitgefühl mit Hiob zu haben, sondern doch wieder in diese Idee verfällt, dass Hiob hier Teil einer Gruppe von gottlosen Menschen gewesen sein muss, denn er hat gesagt: „Es nützt dem Menschen nichts, wenn er mit Gott Freundschaft pflegt.“

[8:42] „Darum, ihr verständigen Männer, hört mir zu: Fern sei es von Gott, dass er Gesetzlosigkeit handle, und von dem Allmächtigen, dass er Unrecht tue! Sondern er vergilt den Menschen nach seinem Handeln und lässt es jedem ergehen nach seinem Wandel.“ Lasst uns gemeinsam beten.

[8:56] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ein Lösegeld gefunden hast für mich und für jeden, der jetzt dieses Video sieht. Danke, dass wir deine Gerechtigkeit erkennen können im Evangelium. Danke, dass du mit mir und mit jedem von uns nicht so handelst, wie es unsere Sünde und Rebellion, unser Unglaube eigentlich ja verdient hätten, sondern dass du dich aktiv bemüht hast, mich und jeden Einzelnen von uns zu retten. Und diese Errettung, die wollen wir in Anspruch nehmen heute an diesem Tag im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.