In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Klagen des Volkes Israel in der Wüste und Moses Verzweiflung angesichts dieser Last. Er analysiert Gottes Antwort, 70 Älteste zur Unterstützung zu berufen, und zieht Parallelen zur Bedeutung des Wortes Gottes im Alltag. Die Folge regt dazu an, über Dankbarkeit für Gottes Führung und die Auswirkungen von Unzufriedenheit nachzudenken.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 10:31-11:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 164. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unser Leben leitest und dass du uns führen möchtest, Schritt für Schritt, bis in das gelobte Land, bis in den Himmel, Herr. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch den Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir deine Führung im Alltag erleben dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:02] Wir sind in 4. Mose, Kapitel 10, bei der Beschreibung des Aufbruchs des Volkes Israel vom Sinai. Und Mose hat gerade seinen Schwiegervater gebeten, mit ihnen zu ziehen, damit er ihnen ein wenig den Weg in der Wüste weisen kann, was der allerdings abgelehnt hat. Vers 31: Und Mose sprach: Verlass uns doch nicht, denn du weißt, wo wir uns in der Wüste lagern sollen, und du sollst unser Auge sein. Und wenn du mit uns ziehst, so wollen wir auch an dir tun, was der Herr Gutes an uns tut.
[1:42] Mose hatte bereits gesagt, dass Gott ihnen Verheißung gegeben hat und die er deswegen auch den Schwiegervater gut behandeln möchte. Hier sehen wir einen weiteren Aspekt: Gott tut Gutes an uns, und deswegen wollen wir auch Gutes an anderen tun. Es ist ein Unterschied, ob ich gute Werke tue, um irgendwie Gott zu beeindrucken, oder ob ich gute Werke tue, weil Gott schon Gutes an mir getan hat und ich aus Dankbarkeit etwas weitergeben möchte.
[2:09] So brachen sie auf vom Berg des Herrn, drei Tage Reisen weit, und die Lade des Bundes des Herrn zog drei Tage Reisen vorher, um ihnen einen Ruheplatz zu erkunden.
[2:23] Der Schwiegervater ging nicht mit, aber letztlich brauchten sie auch nicht wirklich, obwohl Mose das eigentlich gedacht hatte. Denn Gott selbst führte sie. Es gibt keinen besseren Führer im Leben als Gott. Und manchmal denken wir, wir brauchen den einen oder anderen Menschen mit seiner Expertise, mit seiner Erfahrung, aber Menschen werden vielleicht uns nicht immer helfen können, ich habe sicher nicht in allen Fragen. Aber Gott führt uns zu sicheren Ruheplätzen, und dafür dürfen wir ihm dankbar sein. Und die Wolke des Herrn war bei Tag über ihnen, wenn sie aus dem Lager aufbrachen. Und es geschah, wenn die Lade aufbrach, so sprach Mose: Herr, stehe auf, dass deine Feinde zerstreut werden und dass die vor dir fliehen, die dich hassen. Wenn sie ruhte, so sprach er: Kehre wieder, Herr, zu den Tausenden Israels.
[3:12] Interessante Idee, dass wenn Gott aufsteht, seine Feinde zerstreut werden. Wer möchte, kann mal darüber nachdenken, welche Beziehung zwischen diesem Vers und Daniel 12, Vers 1, besteht. Das heißt, dass der Fürst Michael, der für die Kinder deines Volkes einsteht, aufstehen wird in der äußersten Trübsalszeit, wenn dann alle im Buch des Lebens stehen, gerettet werden.
[3:36] Und es geschah, dass das Volk sich sehr beklagte, und das war übel in den Ohren des Herrn. Und als der Herr es hörte, da entbrannte sein Zorn, und das Feuer des Herrn brannte unter ihnen und fraß am Ende des Lagers.
[3:52] Tod durch Feuer als Strafe des Herrn kennen wir schon aus 3. Mose 10, als Nadab und Abihu betrunken in das Heiligtum gegangen sind.
[4:02] Offensichtlich ist Unzufriedenheit und ständiges Meckern über Gottes Führung in Gottes Augen genauso, als wenn man betrunken in das Heiligtum hineingeht. Da schrie das Volk zu Mose, und Mose betete zu dem Herrn. Es erlosch das Feuer, und man nannte den Ort Tabera, weil das Feuer des Herrn unter ihnen gebrannt hatte.
[4:29] Das hergelaufene Gesinde aber, das in ihrer Mitte war, wurde sehr lüstern, und auch die Kinder Israels gingen wieder an zu weinen, und sie sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Es war das sogenannte Mischvolk, Menschen, die zum Teil ägyptischen Hintergrund hatten und mitgekommen waren auf diesem Weg ins gelobte Land, die mit ihrem Drang nach Fleisch jetzt auch wieder die Israeliten mit beeinflussten. Wir denken an die Fische zurück, die wir in Ägypten umsonst aßen, und an die Gurken und Melonen, den Lauch, die Zwiebeln und den Knoblauch. Nun aber ist unsere Seele matt, und zu Auge sehen wir nichts als das Manna. Aber das Manna war wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellium. Und das Volk lief hin und her und sammelte und mahlte es in Handmühlen oder zerstieß es in Mörsern und kochte es im Topf und machte Kuchen daraus, und das hatte einen Geschmack wie Ölkuchen. Und wenn bei Nacht der Tau auf das Lager fiel, so fiel das Manna zugleich darauf. Er gab das Manna beim Symbol für das Wort Gottes, das vom Himmel herab gekommen ist, dass wir jeden Morgen neu aufsammeln dürfen, aufsammeln müssen, über das wir nachdenken müssen, unseren Kopf sozusagen zerkauen, bis es uns richtig schmeckt. Geht es uns leicht auf einmal so, dass wir uns abwenden vom Wort Gottes, weil das uns vielleicht langweilig erscheint, weil wir wieder die spektakulären Geschichten von früher hören und sehen und lesen wollen?
[5:55] Als Mose das Volk weinen hörte, in jeder Familie, jeder am Eingang seines Zeltes, und der Zorn des Herrn entbrannte sehr, und es fiel auch Mose schwer. Und Mose sprach zu dem Herrn: Warum handelst du so übel an deinem Knecht, und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst?
[6:16] Und Murren im Volk Gottes ist eine echte Last für die Leiter. Habe ich denn dieses ganze Volk empfangen oder geboren, dass du mir sagst: Trage es in deiner Brust, wie die Amme einen Säugling trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugesprochen hast? Woher soll ich Fleisch nehmen, um es diesem ganzen Volk zu geben? Denn sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch zu essen! Ich kann dieses ganze Volk nicht allein tragen, denn es ist mir zu schwer.
[6:45] Und wenn du so an mir handeln willst, so töte mich auf der Stelle, wenn ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich mein Unglück nicht länger ansehen muss.
[6:56] Ist uns bewusst, wie viel Verzweiflung wir Leitern im Volk Gottes beibringen können, wenn wir einfach unseren Leidenschaften, unserer Unzufriedenheit freien Lauf lassen?
[7:08] Da sprach der Herr zu Mose: Versammle mir 70 Männer aus den Ältesten Israels, von denen du weißt, dass sie die Ältesten des Volkes und seine Vorsteher sind, und führe sie vor die Stiftshütte, dass sie dort bei dir stehen. Und ich will herabkommen und dort mit dir reden, und ich werde von dem Geist nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen, dass sie mit dir an der Last des Volkes tragen, und du sie nicht allein tragen musst. Und du sollst zum Volk sagen: Heiligt euch für morgen, und ihr werdet Fleisch essen. Denn ihr habt vor den Ohren des Herrn geweint und gesagt: Wer gibt uns Fleisch zu essen? Denn es ging uns gut in Ägypten. Darum wird euch der Herr Fleisch zu essen geben, und ihr sollt essen.
[7:52] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns persönlich führst und dass du für uns sorgst. Herr, vergib uns, wenn wir unzufrieden gewesen sind mit deiner Führung und lass uns sehen, was du alles Gutes für uns getan hast, und lass uns andere daran teilhaben, damit wir uns immer daran erinnern, dass du gut bist und dass allezeit. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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