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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 4. Mose 11 und 12. Er spricht über die Gefahren, wenn das Volk Gottes fleischlichen Begierden nachgibt und die Konsequenzen der Unzufriedenheit. Zudem wird die Sanftmut Moses und Gottes Reaktion auf die Kritik von Mirjam und Aaron thematisiert, wobei die Souveränität des Heiligen Geistes und die wahre Führung Gottes hervorgehoben werden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 165. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir jetzt so sehr danken für dein Wort und für die Kraft und die Fülle, die wir darin finden, dass es uns jeden Morgen nähren kann. Herr, vergib uns, wenn wir unzufrieden gewesen sind in unserem Leben, sei es mit dir, sei es mit den Umständen, das heißt, dass wir nicht geglaubt haben, dass du uns wirklich gut führst. Herr, wir möchten auch heute auf deine Stimme hören und aus deinem Wort nehmen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:05] Wir sind gerade im 4. Mose 11. Mose soll 70 Älteste zum Heiligtum bringen, weil Gott ihnen Mit-Leitungsaufgaben übertragen möchte. Mose hat gesagt, das Volk ist ihm zu schwer, er kann es nicht mehr ertragen. Das Volk hatte sich bitterlich beklagt, dass sie kein Fleisch mehr zu essen haben, und Gott verspricht jetzt, dass er ihnen Fleisch zu essen geben wird. Wir lesen in Vers 19, wie er sagt: "Nicht bloß einen Tag lang sollt ihr essen, nicht zwei, nicht fünf, nicht zehn, nicht 20 Tage lang, sondern einen ganzen Monat lang, bis es euch zur Nase wieder rauskommt oder zum Ekel wird, weil ihr den Herrn, der in eurer Mitte ist, verworfen habt, weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir nur aus Ägypten gezogen?" Gott sagt: "Ich gebe euch, was ihr wünscht, aber es wird euch nicht zum Besten dienen, weil ihr mich verworfen habt." Gott ist bereit, uns zu geben, was wir unbedingt haben wollen, aber eigentlich möchte er uns das geben, was das Beste für uns ist. Und es ist niemals gut, wenn wir unserem Fleisch erlauben, unseren fleischlichen Gelüsten erlauben, unser Leben zu bestimmen und dann vielleicht sogar unsere Erlösung, wie es bisher geschehen ist, in Frage zu stellen.

[2:21] Und Mose sprach: "Sechshunderttausend Mann Fußvolk sind es, in deren Mitte ich bin, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, dass sie einen Monat lang essen haben. Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, dass es für sie genug ist, oder kann man alle Fische des Meeres einfangen, dass es für sie genug ist?" Der Herr aber sprach zu Mose: "Ist denn die Hand des Herrn zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort vor dir eintreffen wird oder nicht." Mose, der die zehn Plagen erlebt hat, der gesehen hat, wie Wasser aufrecht stand und dann wieder die Ägypter bedeckt hat, der solche Zeichen und Wunder gesehen hat, er kann sich menschlich nicht vorstellen, wie man ein so großes Volk mit so viel Fleisch versorgen kann, dass sie einen ganzen Monat lang davon essen. Und doch sagt Gott: "Meine Hand ist nicht zu kurz." Bei Gott sind alle Dinge möglich, auch wenn wir als Menschen manchmal denken: "Also, das, wie soll das gehen?" Dürfen wir wissen, dass wenn Gott es gesagt hat und wenn es sein Wille ist, dann kann er es tun und er wird es tun. Ihr könnt vielleicht in der Bibel noch den einen oder anderen Vers finden, der diese selbe Idee ausdrückt, dass bei Gott alle Dinge möglich sind.

[3:33] Da ging Mose hinaus und redete zu dem Volk die Worte des Herrn. Er versammelte 70 Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie um die Stiftshütte. Da kam der Herr herab in der Wolke und redete mit ihm, und er nahm von dem Geiste, der auf ihm war, und legte ihn auf die 70 Ältesten. Und es geschah, als der Geist auf ihnen ruhte, da weissagten sie, aber nicht fortgesetzt. Und im Lager waren noch zwei Männer geblieben, der eine hieß Eldad, der andere Medad. Und der Geist ruhte auch auf ihnen, denn sie waren als Älteste verzeichnet und doch nicht hinausgegangen zur Stiftshütte, sondern sie weissagten im Lager. Da lief ein Knabe hin und weissagte es Mose und sprach: "Eldad und Medad weissagen im Lager!" Da ergriff Josua, der Sohn Nuns, der Moses Diener war von seiner Jugend an, das Wort und sprach: "Mose, mein Herr, wehre ihnen!"

[4:27] Es hat wohl den Josua irritiert, dass dort Menschen das Wort Gottes predigten, außerhalb der eigentlich geplanten Struktur, so wie alles vorgegeben war. Vielleicht hat er Angst gehabt, dass das dazu führen könnte, dass die Autorität von Mose nicht mehr respektiert wird. Und vielleicht gibt es auch heute noch so Ängste, wenn nicht alles immer genau so läuft, wie es vielleicht eine, auch von Gott gegebene, Struktur vorgibt. Und wenn dann vielleicht auch der ein oder andere zusätzlich zur Struktur das Wort Gottes sagt, auch wenn er nicht natürlich ein Prophet ist. Und es gibt manchmal die Tendenz, solche scheinbar unabhängigen Bewegungen einzudämmen und zu verbieten.

[5:13] Aber wir lesen, was Mose dazu sagt in Vers 29: "Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du für mich? Ach, dass doch das ganze Volk des Herrn weissagen würde, dass auch der Herr seinen Geist auf sie legen würde!" Mose machte sich keine Sorge, dass seine Autorität in Frage steht, wenn noch jemand anders das Wort Gottes predigt und sagt, auch wenn er gerade nicht zu ihm zum Heiligtum gekommen ist und nicht nach genau dieser Vorgabe gehandelt hat. Mose wünschte sich, dass alle vom Geist Gottes erfüllt sind.

[5:43] Wenn doch alle Geschwister unserer Gemeinde, wenn doch alle, die an Gott glauben, befähigt sein würden und bewegt würden, das Wort Gottes in Vollmacht zu reden und überall Menschen sich erheben würden, die Jesus verkündigen, wie er wirklich ist!

[6:05] Hierauf begab sich Mose ins Lager zurück, er und die Ältesten Israels. Da fuhr ein Wind aus von dem Herrn und trieb Wachteln vom Meer her und streute sie über das Lager, eine Tagesreise weit hin hier und eine Tagesreise weit dort, um das Lager her, etwa zwei Ellen hoch über der Erdoberfläche. Da machte sich das Volk auf an diesem ganzen Tag und die ganze Nacht und an dem ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln. Und wer am wenigsten sammelte, der sammelte zehn Homer. Und sie breiteten sie weit hinaus um das Lager her. Als aber das Fleisch noch zwischen ihren Zähnen und noch nicht verzehrt war, da entbrannte der Zorn des Herrn über das Volk, und der Herr schlug sie mit einer sehr großen Plage. Daher nannten sie jenen Ort Kibrot-Hattaawa, das heißt Lustgräber, weil man dort das lüsterne Volk begrub. Sie wollten unbedingt Fleisch haben, und Gott hat ihnen gegeben das Fleisch, das sie haben wollten. Und dann haben sie es ohne Verstand und ohne Mäßigkeit verschlungen und sind dann buchstäblich in ihrer eigenen Sünde gestorben, ihrer eigenen Unmäßigkeit. Eine Lektion, die Gott uns geben möchte, ist, dass wir mäßig sind und uns nicht überessen. Daher nannten sie jenen Ort Lustgräber, weil man dort das lüsterne Volk begrub.

[7:22] Von den Lustgräbern aber brach das Volk auf nach Hazerot, und sie blieben in Hazerot. Mirjam aber und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine Kuschiterin zur Frau genommen. Ständig gibt es jetzt plötzlich Probleme. Kaum waren sie aufgebrochen und es waren eigentlich nur noch wenige Tagesreisen bis zum Land Kanaan, gab es Beschwerden und Probleme und Intrigen, eine nach der anderen. Wenn wir nahe am Ziel sind, dürfen wir erwarten, dass es viele Schwierigkeiten und Probleme auch innerhalb des Volkes Gottes gibt. Und sie sprachen: "Redet denn der Herr allein zu Mose? Redet er nicht auch zu uns?" Und der Herr hörte es. Aber Mose war ein sehr sanftmütiger Mann, sanftmütiger als alle Menschen auf Erden. Dieses besondere Zeugnis wird erwähnt in einer Situation, als man ihn herausfordert, als man ihn vielleicht subtil auch der Arroganz bezichtigte. Die Charaktereigenschaften, die wir wirklich haben, zeigen sich, wenn wir angegriffen werden, auch von unseren besten Freunden, Verwandten, den uns besonders Nahestehenden. Dann zeigt sich, wer und wie wir wirklich sind.

[8:32] Da sprach der Herr plötzlich zu Mose und Aaron und zu Mirjam: "Geht ihr drei hinaus zur Stiftshütte!" Und sie gingen alle drei hinaus. Da kam der Herr in der Wolkensäule herab und trat an den Eingang der Stiftshütte und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden gingen voraus. Und er sprach: "Hört doch meine Worte! Wenn jemand unter euch ein Prophet des Herrn ist, dem will ich mich in einem Gesicht offenbaren oder ich will in einem Traum zu ihm reden."

[9:02] Lasst uns miteinander beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du Gaben und Fähigkeiten gibst, die sich nicht menschlich kontrollieren lassen. Herr, vergib uns, wenn wir, egal in welcher Position und welchem Kontext, versucht haben, Menschen zu kontrollieren. Herr, alles, was wir tun wollen, ist, Menschen zu dir zu führen, weil wir wissen, dass wenn sie bei dir sind, sie sicher sind und du sie richtig führst. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.


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