In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Rebellion von Mirjam und Aaron gegen Mose aus 4. Mose 12. Er erklärt Moses einzigartige Beziehung zu Gott und die Konsequenzen der Überheblichkeit, die sogar das gesamte Volk verzögert. Anschließend geht es um die Entsendung der zwölf Kundschafter ins Land Kanaan und die tiefere Bedeutung der Namensänderung von Hosea zu Josua.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 12:7-13:22
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 166.
[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wünschen uns so sehr, dass wir wie Mose deinem Wesen, deinem Charakter immer ähnlicher werden. Und wir wissen, das geschieht nur durch deine Kraft, deinen Geist, der durch dein Wort zu uns sprechen möchte. Das bitten wir auch für den heutigen Tag im Namen Jesu. Amen.
[1:00] Wir sind im Vierten Buch Mose, Kapitel 12. Es geht gerade um die Rebellion, die Aaron und Mirjam gegen Mose angezettelt haben.
[1:10] Wir lesen in Vers 7, als Gott selbst eingreift, einschreitet und zu den beiden redet: „Aber nicht so mein Knecht Mose! Er ist treu in meinem ganzen Haus. Mit ihm rede ich von Mund zu Mund, von Angesicht zu Angesicht und nicht rätselhaft, und er schaut die Gestalt des Herrn. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht Mose zu reden?“
[1:38] Zunächst einmal stellen wir fest, dass Mose nicht nur ein gewöhnlicher Prophet war. Nein, er hatte eine ganz enge, persönliche Beziehung zu dem Gott des Universums. Wir wissen schon aus Zweite Mose und dort Kapitel 33, dass diese Idee von Angesicht zu Angesicht eigentlich Freundschaft ausdrückt. Eine Freundschaft, die im Prinzip Gott sich mit jedem Einzelnen im Volk gewünscht hat, denn er hatte ja auch von Angesicht zu Angesicht zum Volk gesprochen, wie wir später noch lesen werden in Fünfte Mose 5. Gott wünscht sich, dass wir mit ihm befreundet sind. Und dann steckt in diesem Vers auch drin, dass wir uns hüten sollten, uns gegen inspirierte Menschen aufzulehnen. Wir sollten uns fürchten, gegen diejenigen zu reden, die mit Gott in enger Verbindung stehen und sein Wort sagen.
[2:40] Und der Zorn des Herrn entbrannte über sie, und er ging, und die Wolke wich von der Stiftshütte. Und siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig. Und sprach zu Mose: „Ach, mein Herr, lege die Sünde nicht auf uns, denn wir haben zu Unrecht gehandelt und uns versündigt. Lasst diese doch nicht sein wie ein totes Kind, das aus dem Leib seiner Mutter kommt und dessen Fleisch schon halb verwest ist.“
[3:08] Mose aber schrie zu dem Herrn und sprach: „Ach, Gott, heile sie doch!“ Er betet für seine Schwester, die gerade noch gegen ihn rebelliert hat.
[3:16] Da sprach der Herr zu Mose: „Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespuckt hätte, müsste sie sich nicht sieben Tage lang schämen? Sie soll sieben Tage lang außerhalb des Lagers eingeschlossen werden. Danach darf sie wieder aufgenommen werden.“
[3:34] So wurde Mirjam sieben Tage lang aus dem Lager ausgeschlossen, und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam wieder aufgenommen war. Danach aber brach das Volk auf von Hazerot, und sie lagerten sich in der Wüste Paran.
[3:48] Man stand kurz vor der Grenze zum gelobten Land. Aber die Zwistigkeiten in der Führungsebene des Volkes, die Überheblichkeit von Aaron und Mirjam, führt dazu, dass das gesamte Volk um sieben Tage aufgehalten wird. Haben wir uns mal überlegt, in welcher Art und Weise vielleicht unsere persönlichen Sünden auch das gesamte Volk Gottes aufhalten auf dem Weg ins Land Kanaan?
[4:17] Daher redete der Herr zu Mose und sprach: „Sende Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Kindern Israels geben will. Von jedem Stamm ihrer Väter solltet ihr einen Mann schicken, lauter Fürsten aus ihrer Mitte.“ Und Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl des Herrn, lauter Männer, die Häupter waren unter den Kindern Israels.
[4:38] Und das sind ihre Namen: Schammua, der Sohn Sakkurs, für den Stamm Ruben; Schafat, der Sohn Horis, für den Stamm Simeon; Kaleb, der Sohn Jefunnes, für den Stamm Juda; Jigal, der Sohn Josefs, für den Stamm Issachar; Hosea, der Sohn Nuns, für den Stamm Ephraim. Man merkt schon, dass die Reihenfolge der Stämme anders ist, als sie sonst immer in den folgenden Kapiteln strukturiert gewesen. Palti, der Sohn Rafus, für den Stamm Benjamin; Gaddiel, der Sohn Sodis, für den Stamm Sebulon; Gaddi, der Sohn Susis, für den Stamm Manasse; Ammiel, der Sohn Gemallis, für den Stamm Dan; Setur, der Sohn Michaels, für den Stamm Asser; Nachbi, der Sohn Wofsis, für den Stamm Naftali; Geuel, der Sohn Machis, für den Stamm Gad.
[5:43] Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, das Land auszukundschaften.
[5:46] Aber Hosea, dem Sohn Nuns, gab Mose den Namen Josua. Diese Namensänderung ist nicht unbedeutend. Hosea bedeutet „Rettung“, „Retter“, „rettet wird“. Josua: „Der Herr ist Retter.“
[6:05] Mose sandte sie, damit sie das Land Kanaan auskundschaften. Er sprach zu ihnen: „Zieht hier hinauf an der Südseite und steigt auf das Bergland und seht euch das Land an, wie es beschaffen ist, und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, gering oder zahlreich ist. Und was es für ein Land ist, in dem sie wohnen, ob es gut oder schlecht ist, und was für Städte es sind, in denen sie wohnen, ob sie in offenen Siedlungen oder in befestigten Städten wohnen. Und was es für ein Land ist, ob es fett oder mager ist, und ob es Bäume darin gibt oder nicht. Seid mutig und nehmt von den Früchten des Landes.“ Es war aber eben die Zeit der ersten Trauben. Und sie gingen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis nach Rehob, wo man nach Hamat geht.
[6:50] Und sie kamen und sie gingen hinauf an der Südseite und kamen bis nach Hebron. Dort waren Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Ägypten erbaut worden.
[7:07] Lasst uns noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du unsere Identität veränderst, wenn wir zu dir kommen. So wie Mose Hosea zu Josua gemacht hat, so möchtest du den Namen des Herrn, deinen Namen, über uns ausrufen, dass du ein Teil unserer Identität wirst, dass wir wissen, dass du uns rettest. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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