Dieses Video beleuchtet 4. Mose 13-14 und die Geschichte der zwölf Kundschafter, die in das verheißene Land gesandt wurden. Während zehn Kundschafter Angst und Zweifel verbreiten, indem sie die Herausforderungen übertreiben, zeigen Kaleb und Josua unerschütterlichen Glauben an Gottes Macht. Christopher Kramp betont die Notwendigkeit, auf Gottes Führung zu vertrauen, anstatt sich von menschlichen Ängsten und falschen Berichten leiten zu lassen. Eine wichtige Lektion über Glauben, Rebellion und Gottes Eingreifen.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 13:23-14:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:03] 4. Mose 13, es geht um die Aussendung der zwölf Kundschafter in das gelobte Land.
[0:07] In Vers 23 heißt es: „Und sie kamen bis in das Tal Eschkol und schnitten dort eine Weinrebe ab mit einer Weintraube und ließen sie zu zweit an einer Stange tragen, dazu auch Granatäpfel und Feigen.“ Dieses Land war wirklich gut, es war spektakulär. Frucht an jedem Ort. Nannte man das Tal Eschkol wegen der Weintraube, welche die Kinder Israels abgeschnitten haben. Hier sieht man, dass dieser Name später so gegeben worden ist und hier dann in diesem Buch dann auch schon so verwendet wird.
[0:42] Und nachdem sie das Land 40 Tage lang ausgekundschaftet hatten, kehrten sie zurück. Und sie gingen und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels in die Wüste Paran, nach Kadesch. Und sie brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und ließen sie die Früchte des Landes sehen. Und sie erzählten ihm und sprachen: „Wir sind in das Land gekommen, in das du uns gesandt hast, und es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies ist eine Frucht.“
[1:12] „Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr fest und groß. Und wir sahen auch Söhne Enaks dort. Die Amalekiter wohnen im Land des Negev, die Hethiter, Jebusiter und Amoriter aber wohnen im Bergland, und die Kanaaniter am Meer und entlang des Jordan.“
[1:31] Es ist gefährlich, wenn man die Probleme größer macht, als sie sind. Es ist gefährlich, wenn man zwar sagt: „Ja, Gott hat recht“, aber es ist gefährlich, wenn man den Eindruck erweckt, als wären die Schwierigkeiten auf dem Weg in das gelobte Land unüberwindlich.
[1:55] Kaleb aber, das ist wichtig, beschwichtigte das Volk gegenüber Mose und sprach: „Lasst uns doch hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen!“ Hier war jemand, der hatte unerschütterlichen Glauben, dass Gott den Sieg schenken kann, egal über welchen Feind.
[2:14] Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: „Wir können nicht hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist stärker als wir.“ Sie schauten auf sich selbst, sie schauten auf die Probleme, stellten fest, dass sie selbst nicht die Kraft hatten und glaubten: „Man kann nicht hineingehen.“ Wie oft geschieht es heute auch im Kontext der Zeit, dass wir auf uns selbst schauen, auf unsere Schwachheit, auf unsere Begrenztheit und sagen: „Wir können vielleicht Sünde überhaupt gar nicht überwinden.“ Wir irren uns, wenn wir diese Frage allein aus menschlicher Perspektive betrachten.
[2:45] Und sie brachten das Land, das sie erkundet hatten, in Verruf bei den Kindern Israels und sprachen: „Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Einwohner frisst, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von hohem Wuchs. Wir sahen dort auch Riesen, also viele sind groß und manche doch größer, Söhne Enaks aus dem Riesengeschlecht. Und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und ebenso waren wir auch in ihren Augen.“
[3:11] Nur, interessanterweise haben sie höchstwahrscheinlich mit keinem dieser Kanaaniter gesprochen, denn sie waren ja Kundschafter, waren Spione. Was sie also hier den Kanaanitern unterstellen oder ihnen in den Mund legen, war ihre eigene Wahrnehmung, ihre, was sie auf die Kanaaniter bzw. das Land jetzt projizieren. Wir wissen aber später aus Josua, das könnt ihr in Josua 2 selbst finden, dass die Kanaaniter ganz anders dachten, dass die Kanaaniter Furcht hatten vor den Israeliten. Die Kundschafter stellen die Probleme größer dar, als sie in Wahrheit gewesen sind.
[3:50] Da hob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in dieser Nacht. Und alle Kinder Israels murrten gegen Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: „Ach, dass wir doch im Land Ägypten gestorben wären oder noch in dieser Wüste im Sterben würden!“ Sie stehen an der Grenze zum gelobten Land und glauben nicht, dass man hineingehen kann, und möchten lieber sterben in der Wüste oder am liebsten gar nicht erlöst worden sein. „Und warum führt uns der HERR in dieses Land, dass wir durch das Schwert fallen und dass unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zum Raub werden? Ist es nicht besser für uns, wenn wir wieder nach Ägypten zurückkehren?“
[4:26] Und sie sprachen zueinander: „Wir wollen uns selbst einen Anführer geben und wieder nach Ägypten zurückkehren!“ Das ist fast so, als ob sie Gott direkt absagen, denn Gott hatte ihnen den Anführer Mose gegeben, Gott hatte sie herausgeführt. Jetzt sagen sie: „Nein, Gott führt uns nicht richtig, er führt uns nicht in der Art und Weise, wie wir es uns vorgestellt haben. Jetzt nehmen wir die Sache selbst in die Hand.“ Das ist ein Urbild aller Rebellion, aller Revolution, so wie sie im Himmel mit Luzifer begonnen hat und so wie sie heute in so vielen Leben, überall, auch Jahrhunderte hinweg, immer und immer wieder vorkommt, wie wir alle die schon in unserem eigenen Herzen erlebt haben.
[5:06] Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israels. Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider. Zwei, nur zwei der Kundschafter von den zwölf, stehen auf der Seite Gottes. Und sie sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels: „Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein sehr, sehr gutes Land.“ „Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, in dem Milch und Honig fließt.“ Wenn Gott uns dahin führt, hat er die Möglichkeiten, die Kraft und die Ressourcen, dass es gelingen kann. „Seid noch nicht widerspenstig gegen den HERRN und fürchtet euch nicht vor dem Volk dieses Landes, denn wir werden sie verschlingen. Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, mit uns aber ist der HERR. Fürchtet euch nicht vor ihnen!“
[6:02] Wir brauchen in dieser Zeit Männer und Frauen, die davon überzeugt sind, dass Gott mit uns ist, dass er uns hineinführen will in das gelobte Land. Die nicht auf die Probleme schauen, nicht auf die eigenen Sünden, nicht auf die Schwierigkeiten, die Versuchung und die äußeren Umstände, sondern sie auf Gott schauen und zeigen, dass Gott uns den Sieg geben will und kann.
[6:23] Da sagte die ganze Gemeinde, dass man sie steinigen solle. Aber die Herrlichkeit des HERRN erschien bei der Stiftshütte vor allen Kindern Israels. Es waren nur zehn Männer, die mit ihren schlechten Gedanken, mit ihrer falschen Theologie, das gesamte, fast das gesamte Volk an den Abgrund brachten. Wir sollten sehr vorsichtig sein mit dem, was wir sagen und wie wir andere Menschen beeinflussen, denn viele nehmen das auf, was sie gehört haben, ohne selbst nachzudenken. Und so entsteht eine fast vollständige Rebellion gegen Gott selbst. Aber der HERR greift ein.
[7:00] Da sprach der HERR zu Mose: „Wie lange noch will ich dieses Volk verachten, und wie lange noch wollen sie nicht an mich glauben trotz aller Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?“ „Ich will sie mit der Pest schlagen und ausrotten, und ich will dich zu einem Volk machen, das größer und mächtiger ist als dieses.“ So ähnlich hatte Gott schon zu Mose gesprochen, als das Volk um das goldene Kalb tanzte. Mose hatte damals sich selbst vor sie geschmissen, hatte sein eigenes Leben letztlich angeboten.
[7:32] Und so sehen wir jetzt auch in Vers 13: Mose aber sprach zum HERRN: „Dann werden es die Ägypter hören, denn du hast doch dieses Volk durch deine Macht aus ihrer Mitte geführt. Und sie werden es auch den Einwohnern dieses Landes sagen. Das wird sich herumsprechen auf der ganzen Welt. Sie haben gehört, dass du, der HERR, in der Mitte dieses Volkes bist. Mose wusste, dass die Kanaaniter von Gottes Gegenwart wussten. Und dass du, der HERR, von Angesicht zu Angesicht gesehen wirst und eine Wolke über ihnen steht und du vor ihnen bei Tag in der Wolkensäule und bei Nacht in der Feuersäule gehst.“ Die Kanaaniter wussten, dass Gott eigentlich eine Freundschaftsbeziehung mit dem Volk Israel haben wollte, so wie mit Mose und Aaron.
[8:14] Erinnert jetzt Mose Gott selbst und sagt: „Gib das nicht auf!“ Lasst uns gemeinsam beten: „Lieber Vater im Himmel, wie oft haben wir schon in unserem Leben auf die Probleme geschaut, auf unsere eigene Beschränktheit, auf Sünde, auf Versuchung und nicht geglaubt, dass du uns den Sieg schenken kannst. Und HERR, nach allem, was wir sehen können, ist das der Grund, warum wir immer noch auf dieser Erde sind. Uns den Glauben, den Josua und Kaleb gehabt haben, dass wir wegschauen von uns und uns daran erinnern, was du schon alles Großes getan hast und mit dir vorwärts gehen in das gelobte Land, jetzt und nicht später. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.“
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