Veröffentlicht am
340 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 4. Mose 14:39-15:21. Er analysiert die tragischen Folgen des Unglaubens der Israeliten und ihre vergebliche Rebellion aus eigener Kraft, die in einer Katastrophe endet. Doch inmitten dieser Verzweiflung offenbart Gott durch detaillierte Opfervorschriften seine Gnade und Hoffnung für die Zukunft im Gelobten Land. Dabei betont er die universelle Gültigkeit seiner Gesetze für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 169.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist so wunderbar, du bist so freundlich, du hast einen guten Charakter. Und dafür danken wir dir, dass wir das wissen dürfen. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir nicht durch unsere eigene Sünde oder durch Unglauben und Vertrauen deinen Charakter vor anderen Menschen schlecht darstellen, sondern dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir Licht für dich sein dürfen, wo immer du uns hinstellst. Und darum bitten wir dich jetzt, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 4. Mose 14. Gott hat Mose gesagt, dass diese Generation der Israeliten in der Wüste sterben. Sie werden das erhalten, was sie erbeten haben. Und nur Josua und Kaleb werden in das Gelobte Land hineingehen, weil sie Gott ganz geglaubt haben. Wir lesen in Vers 39: „Als Mose diese Worte zu allen Kindern Israels geredet hatte, da trauerte das Volk sehr. Und sie machten sich am Morgen früh auf, um auf die Höhe des Berglandes zu ziehen und sprachen: ‚Siehe, hier sind wir, und wir wollen hinaufziehen an den Ort, von dem der Herr geredet hat, denn wir haben gesündigt.‘“ Sie erkennen ihre Sünde, aber was hatte Gott ihnen jetzt gesagt? Sie sollten ja nicht mehr hinaufziehen, sondern ein solches Zurückziehen in die Wüste. Aber genau das wollen sie nicht tun.

[2:08] Sie erkennen, dass sie gesündigt haben und sind dabei, die nächste Sünde zu begehen. Sie bekennen, Gottes Wort nicht gehorcht zu haben und wollen ihm jetzt schon wieder nicht gehorchen. Mose aber sprach: „Warum wollt ihr denn den Befehl des Herrn übertreten? Es wird euch nicht gelingen.“

[2:26] Offensichtlich waren die Israeliten traurig über die Folgen ihrer Sünde, aber nicht über die Tatsache, dass sie gegen Gottes Wort gehandelt und gedacht hatten. Sie waren traurig für die Konsequenz einer Sünde, nicht über die Sünde selbst. Und so stolpern sie jetzt von einer Sünde in die nächste.

[2:49] „Zieht nicht hinauf, denn der Herr ist nicht in eurer Mitte, damit ihr nicht von euren Feinden geschlagen werdet.“ Man sollte nur vorwärts in den Kampf ziehen, wenn man weiß, dass Gott mit einem ist, aber nicht aus eigener Kraft, nicht um irgendwie etwas wiedergutzumachen, nicht um irgendwie Gott wieder gnädig zu stimmen. Wer das versucht, wer aus eigener Kraft versucht, einen geistlichen Sieg zu erringen, um Gott gnädig zu stimmen, der wird krachend scheitern. „Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind dort vor euch, und ihr werdet durch das Schwert fallen. Denn weil ihr euch von der Nachfolge des Herrn abgewendet habt, wird der Herr nicht mit euch sein.“

[3:29] Wer Gott nachfolgt, der geht dorthin, wo Gott ihn hinführt, egal ob das uns gefällt oder nicht. Wenn sie bereit gewesen wären, in die Wüste zu ziehen, wäre es ein Beweis echter Reue gewesen. Und wer weiß, was unser gnädiger Gott noch alles Gutes daraus hätte entstehen lassen können.

[3:49] Aber sie wollten nicht, sondern sie wollten jetzt aus eigener Kraft das tun, was sie vorher nicht für möglich hielten. Ist der Mensch in seiner Sünde nicht äußerst unlogisch und unverständlich? Das sind wir alle, denke ich. Wir alle haben schon solche Situationen erlebt, dass wir auf der einen Seite daran gezweifelt haben, ob Gott wirklich das tun kann, was er sagt, aber dann in anderen Situationen versucht er aus eigener Kraft das zu tun, um Gott irgendwie zu beeindrucken.

[4:18] Aber sie waren vermessen und wollten auf die Höhe des Berglandes ziehen. Doch weder die Lade des Bundes des Herrn noch Mose verließen das Lager. „Zieht niemals, lieber Freund, liebe Freundin, zieht niemals in den Kampf, ohne dass du weißt, dass Gott mit dir ist und für dich kämpfen wird.“ „Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Bergland lagen, herab und schlugen sie und zerstreuten sie bis nach Horma.“ Es endete so, wie Gottes Wort durch Mose gesagt hatte, in der totalen Katastrophe.

[4:57] Und der Herr redete zu Mose und sprach: „Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zum Wohnsitz geben will, und dem Herrn ein Feueropfer darbringen wollt, sei es ein Brandopfer oder Schlachtopfer, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder ein freiwilliges Opfer oder eure Festopfer dem Herrn zum lieblichen Geruch darbringt, von Rindern oder von Schafen, so soll der, welcher dem Herrn sein Opfer darbringen will, zugleich Speisopfer ein Zehntel Efa darbringen, gemengt mit einem Viertel Hin Öl. Und als Trankopfer sollst du ein Viertel Hin Wein opfern zum Brandopfer oder zum Schlachtopfer bei jedem geopferten Schaf.“

[5:35] Dann wundert man sich erst, warum jetzt ausgerechnet diese Opfervorschriften nach dieser dramatischen Geschichte kommen. Der Schlüssel liegt gleich in Vers 2. Den Israeliten ist gerade gesagt worden, dass sie die nächsten 40 Jahre nicht ins Gelobte Land kommen. Und ihr eigener Versuch ist dramatisch gescheitert. Aber das Nächste, was Gott hier sagt, ist: „Wenn ihr im Gelobten Land seid, sollt ihr so handeln.“ Gott setzt ein Zeichen der Hoffnung und lenkt ihren Blick auf das Ende hin, das Gott bereitet, inmitten ihrer Verzweiflung.

[6:11] „Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer vorbereiten mit zwei Zehntel Efa gemengt mit einem Drittel Hin Öl und zum Trankopfer ein Drittel Hin Wein. Es soll zu dem Herrn geopfert werden zum lieblichen Geruch. Willst du aber einen Stier als Brandopfer oder als Schlachtopfer darbringen, um ein Gelübde zu erfüllen oder als Friedensopfer für den Herrn, so sollst du dem Stier das Speisopfer darbringen: drei Zehntel Efa gemengt mit einem halben Hin Öl. Und du sollst als Trankopfer ein halbes Hin Wein darbringen. Das ist ein Feueropfer für den Herrn zum lieblichen Geruch. So soll man verfahren mit jedem Stier, mit jedem Widder, mit jedem Schaf oder mit jeder Ziege. Entsprechend der Zahl dieser Opfer soll auch die Zahl der Speis- und Trankopfer sein. Jeder Einheimische soll es genauso machen, wenn er dem Herrn ein Feueropfer zum lieblichen Geruch darbringt. Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder was sonst unter euch sein wird bei ihren künftigen Geschlechtern und dem Herrn ein Opfer darbringen will zum lieblichen Geruch, der soll es genauso machen, wie ihr es macht. In der ganzen Gemeinde soll ein und dieselbe Satzung gelten für euch und für den Fremdling. Eine ewige Satzung soll das sein für eure künftigen Geschlechter. Wie ihr, so soll auch der Fremdling sein vor dem Herrn.“

[7:28] Vor dem Evangelium, vor Gott sind alle gleich. Hier mitten im Alten Testament deutlichst ausgesprochen, mitten im sogenannten mosaischen Gesetz. Vor Gott gelten immer dieselben Prinzipien des Evangeliums, egal wer wir sind. „Ein Gesetz und ein Recht gilt für euch und für den Fremdling, der sich bei euch aufhält.“ Gottes Wort, Gottes Evangelium, Gottes Gesetz ist niemals ethnisch, genetisch oder sonst wie beschränkt auf eine bestimmte Personengruppe, sondern jeder, der zu dem Gott Israels gehören möchte, für den gelten dieselben Verheißungen und auch dieselben Verpflichtungen. „Der Herr redete zu Mose und sprach: ‚Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde, und wenn ihr dann von dem Brot des Landes esst, sollt ihr für den Herrn ein Hebopfer erheben. Vom Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer erheben. Wie das Hebopfer von der Tenne, sollt ihr es erheben. Ihr sollt dem Herrn von den Erstlingen eures Schrotmehls ein Hebopfer geben in euren zukünftigen Geschlechtern.‘“

[8:44] Lasst uns beten. Danke, dass du in den größten Katastrophen, in den größten Niederlagen unseres Lebens unseren Blick erneut wendest auf das gute Ende, das du für uns vorbereitet hast, auf den endgültigen Sieg, den du geplant hast für jeden Einzelnen von uns. Danke, dass du uns tröstest, auch wenn wir schwer gefallen sind. Und Herr, hilf uns, dass wir lernen, nicht aus eigener Kraft zu kämpfen, sondern nur mit dir und dir nachzufolgen, wohin du uns auch führst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.