Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ die Rebellion Korahs aus 4. Mose 16. Er zeigt auf, wie Gottes Gericht über die Aufständischen die wahre Bedeutung des Priestertums offenbart: Es geht nicht um Macht oder Position, sondern um die Rettung von Menschen. Die Episode zieht Parallelen zu Jesus als unserem Hohenpriester und mahnt zur Demut im Dienst für Gott.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 16:30-17:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:01] Willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 172. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du durch deine Worte uns sprichst. Bitte gib, dass wir zufrieden sind mit dem, was du schenkst, dass wir uns nicht überheben über andere oder über dich, so dass wir dankbar sind für alles, was du uns gibst. Sprich auch jetzt heute durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[0:32] Wir sind in 4. Mose 16, bei der Rebellion des Korah. Mose kündigt an, dass etwas Besonderes geschehen wird und dass alle sich absondern sollen von den Zelten von Korah, Datan und Abiram. In Vers 30 heißt es: "Wenn aber der Herr etwas Neues schaffen wird, sodass der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunterfahren ins Totenreich, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den Herrn gelästert haben." Und das ist genau das, was wir in Kapitel 15, Vers 30 gesehen haben: Wenn jemand wissentlich gegen Gott und nicht sein Gebot bricht, von seinen Vorschriften nichts wissen will, quasi mit erhobener Hand – das ist Gotteslästerung. Und genau das wird hier jetzt sehr deutlich illustriert. Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da riss der Erdboden unter ihnen und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und alle Menschen, die Korah anhängten, und all ihre Habe. Und sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu. So wurden sie mitten aus der Gemeinde vertilgt. Ganz Israel aber, das rings um der Herr war, floh bei ihrem Geschrei, denn sie sprachen: "Dass uns die Erde nicht auch verschlingt!" Und Feuer ging aus von dem Herrn und verzehrte die 250 Männer, die das Räucherwerk darbrachten.
[2:06] So wie Nadab und Abihu. Rebellion ist wie Alkohol im Kopf haben. Rebellion wird von Gott so bestraft, wie das Nadab und Abihu getan haben, die besoffen, betrunken versucht haben, Priester zu sein. Könnte es sein, dass Rebellion auch das Gehirn vernebelt, so wie es Alkohol tut? Und deswegen auch Alkohol ein Symbol ist in der Offenbarung zum Beispiel für falsche Lehren, die zur Rebellion gegen Gott führen und dazu, dass man Gottes Namen lästert, Offenbarung 13, dann auch ausgeführt wird in Verbindung mit Offenbarung 17.
[3:02] Und er redete zu Mose und sprach: "Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, dass er die Räucherpfannen aus dem Brand aufheben soll und streue das Feuer weg, denn sie sind heilig, die Pfannen, um den Preis ihrer Seelen gesündigt haben. Man soll sie zu breiten Blechen schlagen und den Altar damit überziehen, denn sie haben sie durch den Herrn gebracht und geheiligt. Sie sollen ein Zeichen sein für die Kinder Israels." Jeder Israeli, der sein Opfer bringen sollte zum Altar, sollte an dem Altar erinnert werden an die Rebellion der Rotte Korahs. So nahm Eleasar, der Priester, die ehernen Räucherpfannen, welche die Verbrannten dem Herrn zugebracht hatten, und man schlug sie zu Blechen, um den Altar damit zu überziehen, zum Gedenken für die Kinder Israels, damit kein Fremder, der nicht aus dem Samen Aarons ist, sich anmaßt, vor dem Herrn Räucherwerk zu opfern, damit es ihm nicht da geht wie Korah und seine Rotte, so wie der Herr durch Mose zu ihm geredet hatte.
[4:08] Jeder Gang zum Altar sollte diese Lektion verdeutlichen, dass nur der Priester sein kann, den der Herr bestimmt. Jeder Gang zum Kreuz von Golgatha sollte uns deutlich machen, dass es nur einen Hohenpriester gibt, nämlich Jesus im himmlischen Heiligtum, und dass jeder, der sonst versucht, diese Stelle von Jesus einzunehmen, indem er selbst angibt, Sünden vergeben zu können, der lästert Gott und begeht dieselbe Sünde wie die Rotte von Korah. Das ist für die Offenbarung und für Daniel und für das, was die Bibel das kleine Horn und ganz entscheidend.
[4:54] Am folgenden Tag aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israels gegen Mose und gegen Aaron und sprach: "Ihr habt das Volk des Herrn getötet." Hier wird ganz deutlich, dass Rebellion nicht aufhört, wenn man den Rädelsführer umbringt. Und daran konnten auch die Engel sehen, warum es nichts gebracht hätte, einfach nur – oder dass auch die Rebellion der Sünde im Himmel weiter sich umher verbreitet hätte, wenn man den Satan einfach vernichtet hätte. Dieses ganze Volk beschuldigt Mose, obwohl die Erde sich aufgetan hat, aufgerissen worden ist, dass Mose und Aaron das Volk des Herrn getötet hätten – eine völlige Umdrehung der Wahrheit und der Realität. Und es geschah, als sich die Gemeinde gegen Mose und gegen Aaron versammelt hatte, wandten sie sich der Stiftshütte zu, und siehe da, bedeckte sie die Wolke, und die Herrlichkeit des Herrn erschien erneut. Und Mose und Aaron gingen vor die Stiftshütte, und der Herr redete zu Mose und sprach: "Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, so will ich sie in einem Augenblick vertilgen." Sie fielen auf ihr Angesicht. Es ist das vierte Mal, dass Gott gerechterweise sagt: "Ich bin soweit, dieses Volk kann ausgerottet werden." Aber Mose und Aaron, sie haben ein Herz, eine Liebe für das Volk. Oh, dass wir so eine Liebe für die Gemeinde hätten! Und Mose sprach zu Aaron: "Nimm dir Räucherpfanne und Kohlenfeuer vom Altar hinein und lege Räucherwerk darauf und geh schnell zu der Gemeinde und wirke Sühne für sie, denn der Zorn ist vom Herrn ausgegangen, die Plage hat begonnen."
[6:38] Im direkt davor war es dem Korah, von der Rotte Korahs darum zu tun gewesen, durch das Räuchern eine Machtstellung zu demonstrieren. Er hatte den Eindruck erweckt, als ob das Priesteramt eine bestimmte Machtposition ist, die ihm vorenthalten ist. Und Räucherwerk, und zwar vom Altar, sollten sozusagen seine Macht demonstrieren. Aber hier wird deutlich: Diese Aufgabe hatte nichts mit Macht und Stellung und Rang zu tun, sondern mit der Rettung von Menschen. Dass Priester – der Sinn des Priesterdienstes ist nicht Macht, sondern Rettung von Menschen, die sonst im Tod geweiht sind. Dann nahm Aaron die Räucherpfanne, die Mose gesagt hatte, und lief in die Gemeinde, und siehe, die Plage hatte unter dem Volk angefangen. Und er legte Räucherwerk darauf, und er wirkte Sühne für das Volk. Und er stand zwischen den Toten und den Lebendigen, da wurde der Plage gewehrt. Und die Zahl der an der Plage Gestorbenen belief sich auf 14.700, außer denen, die wegen der Sache Korahs umgekommen waren. Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Stiftshütte, nachdem der Plage gewehrt worden war.
[7:46] Der wahre Priester wird nicht danach trachten, eine höhere Position zu haben. Der wahre Priester will Leben retten. Jesus wollte keine höhere Position, er wollte Leben retten. Ein jeder, der im Werk Gottes wirklich von Herzen arbeitet, nicht nach einer höheren Position trachten, sondern danach, Menschen vom Tod zu retten. Und der Herr redete zu Mose und sprach: "Rede zu den Kindern Israels und nimm von ihnen je einen Stab, Vaterhaus von allen Fürsten nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe, und schreibe den Namen eines jeden auf seinen Stab. Aber Aarons Namen sollst du auf den Stab Levis schreiben, denn für jedes Oberhaupt ihrer Vaterhäuser soll ein Stab sein."
[8:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir Jesus haben als unseren Hohenpriester, der für uns zwischen den Lebenden und den Toten steht, der für uns eintritt und der uns vor dem Tod bewahren kann und möchte. Gib, dass wir von ihm lernen, dass es in deinem Werk niemals um Rang und Ansehen und Macht geht, sondern darum, Menschen zu retten. Erfülle uns mit deinem Geist. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
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