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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Opfergesetzbestimmung der roten Kuh aus 4. Mose 19. Er erklärt, wie dieses alttestamentliche Ritual symbolisch auf den Opfertod Jesu am Kreuz von Golgatha verweist und die Notwendigkeit einer persönlichen Anwendung dieses Opfers für unsere Entsündigung betont. Kramp zieht Parallelen zur Verunreinigung des Heiligtums und schlägt eine Brücke zu Hesekiel 36, um Gottes Verheißung der Reinigung durch reines Wasser und seinen Geist zu verdeutlichen. Die Episode endet mit dem Übergang zu 4. Mose 20, wo die Gemeinde Israels erneut mit Wassermangel und Murren konfrontiert wird.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 175.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass in jeder einzelnen Geschichte, in jeder Opferbestimmung Jesus im Zentrum steht und dass wir so viel über ihn lernen können. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch deinen Heiligen Geist, durch dein Wort zu uns über ihn sprichst. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.

[1:02] Wir sind in 4. Mose 19 bei der Opfergesetzbestimmung über die rote Kuh, die außerhalb des Lagers geschlachtet werden sollte. Vers 4: "Danach soll Eleasar, der Priester, mit seinem Finger von ihrem Blut nehmen und von ihrem Blut siebenmal gegen die Vorderseite der Stiftshütte sprengen. Und die junge Kuh soll er vor seinen Augen verbrennen lassen, ihre Haut und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist soll man verbrennen. Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in das Feuer werfen, in dem die junge Kuh verbrannt wird. Und der Priester soll seine Kleider waschen und seinen Leib im Wasser baden und danach ins Lager gehen. Und der Priester soll unrein sein bis zum Abend. Ebenso soll der, welcher sie verbrannt hat, seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib mit Wasser baden. Er soll unrein sein bis zum Abend. Und ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh sammeln und außerhalb des Lagers an einen reinen Ort schütten, damit sie dort für die Gemeinde der Kinder Israels aufbewahrt für das Reinigungswasser, denn es dient zur Entsündigung."

[2:26] Bei dieser besonderen Vorschrift sollte eine Kuh geschlachtet werden und die Asche sollte dann für ein besonderes Reinigungswasser benutzt werden. Wir haben gesehen letztes Mal (gestern), dass diese rote Kuh ein Symbol für unsern Erlöser Jesus Christus ist. Und hier sehen wir jetzt, dass der Tod von Jesus, der hier symbolisch dargestellt wird, zur Entsündigung dient, verbunden mit diesem Wasser. Das wollen wir ein bisschen genauer anschauen, was sich hier hinter verbirgt.

[3:04] "Und der, welcher die Asche der jungen Kuh gesammelt hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend. Und dies soll eine ewige Ordnung sein für die Kinder Israels und für die Fremdlinge, die unter ihnen wohnen. Wer einen Toten anrührt, irgendeinen Leichnam eines Menschen, der gestorben ist, der bleibt sieben Tage lang unrein." Wir haben wir schon in früheren Kapiteln auch in 3. Mose über solche kultische Unreinheit gelesen und gehört. "Ein solcher soll sich mit diesem Reinigungswasser am dritten und am siebten Tag entsündigen. Wer sich aber nicht am dritten und am siebten Tag entsündigt, so wird er nicht rein."

[3:42] Von dieser kultischen Unreinheit konnte man sich durch dieses Reinigungswasser kultisch reinigen. Dieses Reinigungswasser hatte die Asche dieser verbrannten Kuh. Das Ganze war ein Symbol, um deutlich zu machen, dass wenn wir moralisch, geistlich unrein geworden sind, dass wir entsündigt werden können, indem wir die Konsequenzen und Folgen des Todes von Jesus am Kreuz von Golgatha für uns persönlich anwenden. Es reichte nicht aus, dass die Kuh außerhalb des Lagers geschlachtet worden war und verbrannt worden war. Das Wasser, das die Asche im Wasser enthielt, musste auf einen persönlichen Fall angewandt werden. Nur wenn dieses Reinigungswasser, das die Asche der toten Kuh enthielt, auch mich persönlich besprengte, dann war ich rein. Zu glauben, nur dass die Kuh geschlachtet worden war, reichte nicht aus. Dieser Glaube musste persönlich auf das eigene Leben angewandt werden. So müssen wir auch den Tod Jesu persönlich auf uns, auf unser Leben anwenden, für uns persönlich in Anspruch nehmen und nicht nur glauben, dass es die Wahrheit ist. Das würde nicht alleine reichen.

[5:05] "Jeder, der einen Toten anrührt, die Leiche irgendeines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigen will, der hat die Wohnung des Herrn verunreinigt. Ein solcher soll aus Israel ausgerottet werden, weil das Reinigungswasser nicht über ihn gesprengt worden ist, und er bleibt unrein, seine Unreinheit ist noch an ihm."

[5:30] Die Verunreinigung des Heiligtums geschieht dadurch, dass der Tod von Jesus nicht persönlich auf den Glaubenden angewandt wird.

[5:40] Und jetzt verstehen wir vielleicht besser, wie im Mittelalter durch das kleine Horn das Heiligtum verunreinigt worden ist, nämlich indem der Opfertod Jesu nicht persönlich von den Gläubigen in Anspruch genommen worden ist, sondern indem sich menschliche Priester dort zwischengeschaltet haben.

[6:01] "Das ist das Gesetz: Wenn ein Mensch im Zelt stirbt, wer in das Zelt hineingeht und jeder, der im Zelt ist, soll sieben Tage lang unrein sein. Und jedes offene Gefäß, auf dem nicht ein Deckel fest gebunden ist, ist unrein. Auch wer auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen anrührt oder sonst einen Toten oder das Gebein eines Menschen oder ein Grab, der ist sieben Tage lang unrein."

[6:23] "Sollen sie nun für den Unreinen von der Asche des für Entsündigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darüber gießen in ein Gefäß. Es muss lebendiges Wasser sein, ein Symbol für das Wasser des Lebens, so wie es Jesus auch im Neuen Testament anbietet. Und ein reiner Mann soll einen Ysop nehmen und ihn ins Wasser tunken und das Zelt besprengen und alle Gefäße und alle Personen, die darin sind, so auch den, der Totengebein oder einen Erschlagenen oder einen Toten oder ein Grab angerührt hat. Und der Reine soll den Unreinen besprengen am dritten Tag und am siebten Tag und ihn so am siebten Tag entsündigen. Und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden. So wird er am Abend rein sein."

[7:05] "Wenn aber jemand unrein ist und sich nicht entsündigen will, so soll er aus der Mitte der Gemeinde ausgerottet werden, denn er hat das Heiligtum des Herrn verunreinigt. Das Reinigungswasser ist nicht auf ihn gesprengt worden. Darum ist er unrein."

[7:16] Mit dieser Abschnitt verstehen wir eine berühmte Passage in Hesekiel 36 besser. Jetzt könnt ihr einfach selbst sehen, wo Gott sagt, dass er reines Wasser auf uns sprengen möchte, damit wir rein werden und wir von allen Sünden gereinigt werden. Und er seinen Geist legen möchte und bewirken möchte, dass wir in seinen Geboten wandeln, weil er seine Gesetze in unser Herz schreiben möchte. Und das soll ihnen eine ewige Ordnung sein. "Derjenige aber, welcher mit dem Reinigungswasser besprengt hat, soll seine Kleider waschen. Und wer das Reinigungswasser anrührt, der soll unrein sein bis zum Abend. Auch alles, was der Unreine anrührt, wird unrein werden. Und wer ihn anrührt, der soll unrein sein bis zum Abend."

[7:58] Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels kam in die Wüste Zin im ersten Monat, und das Volk blieb in Kadesch, und Mirjam starb dort und wurde begraben. Wir sind jetzt nach wenigen Kapiteln die 38 einhalb Jahre Wüstenwanderung jetzt, ja, angekommen. Im vierzigsten Jahr der Wanderung angekommen. Es geht jetzt vor allem um die zweite Generation. Und die Gemeinde hatte kein Wasser. Darum versammelten sie sich gegen Mose und gegen Aaron. Es geht auch nach Jahren und Jahrzehnten immer so weiter, wie es schon am Anfang gewesen ist, leider.

[8:34] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass Jesus gestorben ist, und wir danken dir, dass jeder Einzelne von uns, ich und jeder, der jetzt zuschaut und zuhört, persönlich für sich in Anspruch nehmen darf, dass dieser Tod von Jesus uns von unseren eigenen Sünden entsündigt. Und Herr, das wollen wir tun, weil er jetzt für uns im himmlischen Heiligtum eintritt. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass das Blut für uns redet. Im Namen Jesu danken wir. Amen.


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