In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Berichte aus 4. Mose 20 und 21. Er spricht über den Tod Aarons, Israels Sieg über Arad und die erneute Ungeduld des Volkes in der Wüste, die zu einer Plage von Seraphschlangen führt. Im Zentrum steht die theologische Bedeutung der ehernen Schlange als Vorbild für Jesus Christus am Kreuz, der uns ewiges Leben schenkt, wenn wir im Glauben auf ihn blicken.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 20:27-21:19
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute ist Seite 177. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind durstig nach dem lebendigen Wasser, das aus dem Felsen herausquillt, der für uns geschlagen worden ist. Wir möchten dich bitten, dass du uns heute dein Wort aufschließt, dass wir es verstehen können und dass wir das ewige Leben darin schmecken dürfen. Herr, sprich durch deinen Geist zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:09] Wir sind in 4. Mose 20. Aaron soll auf dem Berg Hor sterben. In Vers 27 heißt es: Da machte es Mose so, wie der Herr es geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor vor den Augen der ganzen Gemeinde. Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort auf dem Gipfel des Berges. Und Mose und Eleasar stiegen vom Berg herab. Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron gestorben war, beweinte ihn das ganze Haus Israel 30 Tage lang.
[1:54] Aaron ist eine interessante Geschichte in der Bibel. Er hat große Sünden begangen, und doch hat ihm Gott auch vergeben und hat ihm den Typus sein lassen für unseren Erlöser Jesus. Von Aaron können wir viel lernen über unsere eigene Schwäche, auch wenn es darum geht, Standpunkte zu beziehen vor einer Mehrheit, aber auch über die vergebende Gnade Gottes und seine Fähigkeit, uns zu ganz wichtigen Stützen im Werk Gottes zu machen. Aaron hat daraus gelernt, und wie wir in Geschichten gesehen haben, hat er eine Liebe für andere Menschen gehabt, und er hat für sie gebetet, selbst wenn sie gegen ihn gewesen sind.
[2:42] Als der König von Arad, dem Kanaaniter, hörte, dass Israel auf dem Weg nach Atarim zog, kämpfte er gegen Israel und führte Gefangene von ihm weg. Da legte Israel ein Gelübde ab vor dem Herrn und sprach: Wenn du dieses Volk wirklich in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken. Und der Herr hörte die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in ihre Hand. Und Israel vollstreckte an ihnen und an ihren Städten den Bann, und man nannte den Ort Horma.
[3:13] Wenn wir uns vornehmen, dass der Sieg ein vollständiger Sieg sein soll, dann schenkt uns Gott auch den Sieg. Wenn wir uns vollständigen Sieg wünschen in unserem Leben über Sünde, Versuchung, schlechte Gewohnheiten, dann wird uns Gott auch diesen Sieg gerne schenken. Aber lasst uns auch wirklich vor Augen haben, dass wir die Sünde nicht einfach nur vergeben bekommen möchten, sondern dass wir sie besiegen wollen und was auch ständig. Wenn das unser Wunsch ist, kann Gott Großes für uns tun.
[3:42] Dann zogen sie vom Berg Hor weg auf dem Weg zum Roten Meer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Aber das Volk wurde ungeduldig auf dem Weg. Es dauerte wieder länger als gedacht. Und wie schnell passiert das auch uns, dass wir ungeduldig werden, auch in dieser letzten Zeit. Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, damit wir in der Wüste sterben? Denn hier gibt es weder Brot noch Wasser, und unsere Seele hat einen Ekel vor dieser elenden Speise. Sie hatten immer gegen Mose und Aaron geschimpft. Jetzt, wo Aaron nicht mehr da ist, schimpfen sie direkt gegen Gott und gegen Mose. Sie wissen, er führt sie, und doch haben sie keine Lust mehr auf das Manna. Kann es sein, dass wir manchmal ungeduldig werden und keine Lust mehr auf das Wort Gottes alleine haben und uns nach anderen Dingen sehnen?
[4:33] Da sandte der Herr Seraphschlangen unter das Volk, die bissen das Volk, sodass viele vom Volk in Israel starben. 40 Jahre lang hatten sie kaum oder keine Schlangen gesehen, obwohl die Wüste voller Schlangen ist. Gott hatte sie 40 Jahre bewahrt. Jetzt zieht er sich zurück. Wenn sie nicht mit ihm sein wollen, dann zieht er sich für einen Moment zurück, um ihnen zu zeigen, was wäre, wenn er sie nicht führen würde.
[4:58] Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt. Und Mose bat für das Volk. Das ist eine schöne Sache. Sie haben um Vergebung gebeten. Sie haben ihre Sünde erkannt. Das haben wir in vielen Geschichten nicht immer gesehen, wo aber das Volk so verstockt war, dass selbst Gottes Eingreifen sie nicht wirklich zur Umkehr gebracht hat. Aber sie möchten zurückkehren. Das gibt die Gelegenheit für eine besondere Demonstration des Evangeliums. Und als Mose bat für das Volk, da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine Seraphschlange und befestige sie an einem Feldzeichen. Und das soll geschehen: Wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben.
[5:36] Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an dem Feldzeichen. Jetzt geschah: Wenn eine Schlange jemand biss und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.
[5:48] Niemand anderes als Jesus selbst hat genau diese Geschichte in Johannes 3,14 selbst als Typus auf sich selbst bezogen. Er selbst, der Menschensohn, ist für uns zur Sünde geworden. Denn die Seraphschlangen sind Symbol für die Sünde, die uns alle gebissen hat, weil wir uns beschwert haben, weil wir nicht geglaubt, dass Gott uns richtig führt. Und so sind wir von Sünde infiziert, und die Sünde führt zum Tod, es sei denn, wir schauen auf Jesus am Kreuz von Golgatha, wo er für uns zur Sünde geworden ist. Und wenn wir auf ihn schauen und ihm glauben, denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Wenn wir wegschauen von uns, wegschauen von unserem Problem, was gar nicht mal so einfach ist, weil die Schlangen um uns herum sind und uns beißen. Wenn wir wegschauen von uns und hinschauen auf Jesus, dann sind wir sicher. Dann haben wir das ewige Leben.
[6:56] Und die Kinder Israels brachen auf und lagerten sich in Obot. Und von Obot brachen sie auf und lagerten sich bei Ije-Abarim in der Wüste, gegenüber im Aufgang der Sonne. Und von dort brachen sie auf und lagerten sich an dem Bach Sered. Von dort brachen sie auf und lagerten sich jenseits des Arnon, der Wüste ist und aus dem Gebiet der Amoriter herausfließt. Denn der Arnon bildet die Grenze zwischen Moab und den Amoriter. Daher heißt es im Buch der Kriege des Herrn: Wahab in Sufa eingenommen und die Täler des Arnon und den Abhang der Täler, der sich hinzieht bis zum Wohnsitz von Ar und sich anlehnt an die Grenze von Moab. Von dort zogen sie nach Beer. Beer, das ist der Brunnen, von dem der Herr zu Mose sagte: Versammle das Volk, so will ich ihnen Wasser geben. Damals sang Israel dieses Lied: Steig auf, Brunnen! Es singt ihm zu: Du Brunnen, den die Fürsten gruben, den die Edlen des Volkes öffneten mit dem Herrscherstab, mit ihren Stäben. Und aus der Wüste zogen sie nach Mattana. Und von Mattana nach Nahaliel und von Nahaliel nach Bamot.
[8:04] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass bei dir die Quelle des Lebens ist, die Quelle des lebendigen Wassers. Und danke, dass wir Leben haben dürfen, wenn wir auf Jesus schauen und ihm glauben. Egal, was immer für Schlangen in unserem Leben gerade sich tummeln, wie oft wir vielleicht gebissen worden sind. Schenke uns heute den Glauben und den Mut, dass wir weg von uns schauen, weg von unseren Problemen, von unseren Sünden, von unseren Versuchungen und hinschauen auf Jesus, damit wir das Leben empfangen, das du uns geben wolltest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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