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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 4. Mose 20. Er spricht über die wiederholte Auflehnung des Volkes Israel, Moses Ungehorsam am Haderwasser und die schwerwiegenden Konsequenzen für ihn und Aaron. Die Episode behandelt auch Israels friedliche Reaktion auf die Ablehnung durch die Edomiter und Aarons Tod am Berg Hor, der als Übergabe der priesterlichen Verantwortung an Eleasar dient.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 176. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir, weil wir deine Weisheit und deinen Geist brauchen. Und vor allem möchten wir für uns persönlich in Anspruch nehmen, was Jesus Christus am Kreuz von Golgatha für uns getan hat. Und es soll uns reinigen von allen Sünden, die vielleicht noch unbekannt in unserem Herzen sind. Sprich durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:17] Wir sind in 4. Mose, Kapitel 20. Es geht jetzt um das letzte Jahr der Wüstenwanderung. Mirjam ist gerade gestorben, und die Gemeinde hat mal wieder kein Wasser und murrt schon wieder gegen Mose und Aaron.

[1:29] In Vers 3 heißt es: "Und das Volk haderte mit Mose und sprach: 'Ach, wären wir doch auch umgekommen, als unsere Brüder vor dem Herrn umkamen! Und warum habt ihr die Gemeinde des Herrn in diese Wüste gebracht, damit wir hier sterben, wir und unser Vieh? Warum habt ihr uns doch aus Ägypten herausgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen, wo man nicht säen kann, wo wir Feigen wollen, wir noch Weinstöcke, noch Granatäpfel zu finden sind, ja nicht einmal Trinkwasser!'"

[2:01] Bestimmte Anklagen kamen immer und immer wieder und haben sich sogar von einer Generation zur nächsten weiter vererbt. Wir werden sehen, dass im Werk Gottes bestimmte Dinge immer, immer wieder auftreten. Das ist eine Mühsal für die, die Verantwortung haben. Gott zeigt uns, dass selbst ein Mose und Aaron mit solchen Dingen immer und immer wieder konfrontiert worden sind, so als ob die Gemeinde überhaupt nichts aus dem gelernt hatte. Dabei wissen wir doch, dass wir nichts zu befürchten haben für die Zukunft, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat.

[2:38] Und Mose und Aaron gingen von der Gemeinde weg zum Eingang der Stiftshütte und fielen auf ihr Angesicht. Und die Herrlichkeit des Herrn erschien, und er redete zu Mose und sprach: "Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen, so wird er sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen verschaffen und der Gemeinde und ihrem Vieh zu trinken geben."

[3:10] 40 Jahre zuvor hatte Mose einmal den Felsen schlagen sollen – Symbol dafür, dass der Fels, Christus, geschlagen worden ist für uns, damit wir das Wasser des Lebens haben können. Jetzt sollte Mose darauf hinweisen auf den bereits geschlagenen Felsen und sollte auf das Wasser des Lebens hinweisen, und es würde von der Gnade kommen.

[3:36] Da holte Mose den Stab vom Herrn, wie er ihm geboten hatte. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen und sprach zu ihnen: "Hört doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir euch wohl aus diesem Felsen Wasser verschaffen?" Plötzlich lässt Mose seinen Gefühlen freien Lauf, und er beschwert sich, und er klagt seine untergebenen Schäfchen an. In der Sache liegt er ja gar nicht so falsch, sie sind tatsächlich widerspenstig. Aber statt auf Gott hinzuweisen, will er deutlich machen, wie ärgerlich er selbst ist. Und das heißt in Vers 11: "Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Felsen zweimal mit seinem Stab. Da floss viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und auch ihr Vieh." Obwohl Mose sich hier selbst überhebt, drängt Gott doch das Volk. Seine Sünde verhindert nicht, dass Gottes Erlösung für das Volk vorhanden ist.

[4:35] Aber sie hat doch schwerwiegende Konsequenzen. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron: "Weil ihr mir nicht geglaubt habt, um mich vor den Kindern Israels zu heiligen, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe." Das ist das Haderwasser, wo die Kinder Israels mit dem Herrn haderten und er sich an ihnen heiligte.

[4:58] Diese zweite Generation hat noch öfter mit Gott gehadert und ihn provoziert und ist doch ins Gelobte Land gegangen. Während Mose, der sich jahrelang die Aufgabe treu ausgeführt hat, hier wegen dieser einen Sünde nicht in das Land kommen soll. Aber Gott ist nicht ungerecht. Gott wusste, was er tat. Er wollte zum einen zeigen, dass je höher unsere Verantwortung ist, desto verantwortlicher sind wir auch für unser Leben. Desto höher ist unser Beispiel. Auch Sünde bei einem hohen Leiter hat schwerwiegende Konsequenzen für die ganze Gemeinde als bei einem einfachen Gemeindeglied. Und dann sollte unter gar keinen Umständen der Eindruck entstehen, dass Mose irgendwie entscheidend wäre, damit Gottes Volk nach Kanaan bringt. In dem Moment, als Mose die ständigen Behauptungen des Volkes Israel, dass er sie ja führen würde, sich zu eigen gemacht hatte, konnte Gott ihn nicht länger über die Grenze gehen lassen, denn damit wäre dieser Eindruck verfestigt geworden. Gott musste demonstrieren, dass er es macht und nicht Mose, der das Volk führt. Aber Gott hat diese Strafe oder diese Folge der Sünde ihm gegeben, wohl wissend, was er alles dem Mose noch schenken würde, was wir im Laufe des Studiums noch entdecken werden.

[6:18] Dann sandte Mose Boten aus Kadesch zu dem König von Edom: "So lässt dein Bruder Israel sagen: 'Du kennst all das Unglück, das uns begegnet ist: wie unsere Väter nach Ägypten hinabzogen, und wir lange Zeit in Ägypten wohnten und die Ägypter uns und unsere Väter misshandelt haben. Und wir schrien zum Herrn, und er hörte unsere Stimme und sandte einen Engel und führte uns aus Ägypten heraus. Und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt am äußersten Ende deines Gebietes. So lasst uns nun durch dein Land ziehen! Wir wollen weder durch Äcker noch durch Weinberge gehen, auch kein Wasser aus dem Brunnen trinken. Wir wollen auf der Straße des Königs ziehen und weder zur rechten noch zur linken Seite abweichen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.'"

[6:54] Der Edomiter aber sprach zu ihnen: "'Ihr sollt nicht durch mein Land ziehen! Sonst werde ich euch mit dem Schwert entgegenziehen.'" Die Israeliten fragen ganz höflich an und werden brüsk zurückgewiesen.

[7:11] Und die Kinder Israel sprachen zu ihm: "'Wir wollen auf der Heerstraße ziehen, und wenn wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, so wollen wir es bezahlen. Wir wollen weiter nichts, als nur zu Fuß durchzuziehen.'" Er aber sprach: "'Ihr sollt nicht mehr durchziehen!'" Und der Edomiter zog ihnen entgegen mit mächtigem Volk und mit starker Hand. So verweigerte der Edomiter Israel die Erlaubnis, durch sein Gebiet zu ziehen, und Israel wich ihm aus.

[7:35] Was tun wir, wenn nahe Verwandte, wenn Brüder in der Gemeinde oder auch uns nahestehende Menschen uns nahestehen, uns bewusst abweisend, wenn sie uns hart zurückweisen, wenn sie uns ungerecht behandeln? Sollen wir kämpfen? Sollen wir ihnen widerstehen? Die Israeliten wichen aus, sie gingen dem Streit aus dem Weg. Sie hatten keinen Auftrag von Gott, gegen die Edomiter zu kämpfen.

[8:02] Da brachen sie auf von Kadesch, und die ganze Gemeinde der Kinder Israels kamen zum Berg Hor. Und der Herr redete mit Mose und Aaron am Berg Hor, an der Grenze des Landes der Edomiter, und sprach: "'Aaron soll zu seinem Volk versammelt werden, denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israels gegeben habe, weil ihr meinem Befehl ungehorsam gewesen seid beim Haderwasser.'"

[8:22] Es war Mose, der gesprochen hatte, es war Mose, der den Felsen geschlagen hatte. Aber Aaron wurde mitbestraft. Offensichtlich hatte, obwohl er selbst nicht gesprochen hatte und selbst nicht gehandelt hatte, die Tat und das Verhalten von Mose im Geist völlig mitgetragen und wurde auch entsprechend mitbestraft.

[8:43] "'Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und führe sie auf den Berg Hor und ziehe Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohn Eleasar an. Und er soll dort zu seinem Volk versammelt werden und sterben.'"

[9:06] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, jede Sünde hat schreckliche Konsequenzen, auch dann, wenn wir über Jahre und Jahrzehnte dir treu gedient haben. Und ja, das haben wir alle schon in unserem Leben erlebt, dass selbst nach treuem Dienst für dich wir uns das vergessen, dass wir aus der Haut fahren, dass wir ungerecht handeln, behandeln, dass wir uns selbst erhöhen. Herr, hilf uns, dass wir das nicht mehr tun. Hilf uns, dass wir fest bei dir bleiben, uns bewusst machen, dass jede falsche Tat, jedes falsche Wort Konsequenzen für uns und auch für alle anderen haben kann und haben wird. Und danke, dass du uns trotzdem lieb hast und uns auch von jeder Sünde erretten möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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