In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die biblische Geschichte von Balak und Bileam aus 4. Mose 22-23. Er zeigt, wie Gott Bileams Plan, Israel zu verfluchen, durch die Eselin und direkte Offenbarung vereitelt und stattdessen Segensworte in seinen Mund legt. Die Botschaft betont Gottes souveräne Kontrolle und seine Bereitschaft, uns selbst auf falschen Wegen zu begegnen, um uns abzuwenden und sein Volk zu schützen.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 22:32-23:16
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit 4. Mose 22:32-23:16. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du allein kennst unser Herz und du kennst unsere Tränen. Und du weißt, ob wir auf diesem Weg unterwegs sind. Und wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, keine schlechten Entscheidungen zu fällen, sondern dass du uns deutlich entgegentrittst, wenn wir Falsches im Sinn haben. Herr, sprich du heute durch den Heiligen Geist zu unserem Herzen durch dein Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:04] Wir sind gerade in 4. Mose 22 bei der Geschichte von Balak und Bileam, dem der Engel des Herrn sich entgegengestellt hat. In Vers 32 lesen wir: „Und der Engel des Herrn sprach zu ihm: ‚Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Ich bin ausgegangen, um dir zu widerstehen, weil dein Weg von mir ins Verderben führt.‘“ Bileams Plan, unbedingt doch vielleicht das Geld haben zu können, führt ins Verderben. Und Gott will ihn darauf aufmerksam machen. „Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir nun dreimal ausgewichen. Und wenn sie mir nicht ausgewichen wäre, so hätte ich dich jetzt umgebracht, sie aber am Leben gelassen.“ Der Bileam war so ärgerlich auf die Eselin und hat sie geschlagen, aber in Wirklichkeit war sie es, die ihn gerettet hat in seiner Dummheit. Wie oft sind wir ärgerlich auf Menschen oder Umstände, die in Wirklichkeit unserem allerbesten dienen? Da sprach Bileam zu dem Herrn, zum Engel des Herrn: „Ich habe gesündigt, denn ich wusste nicht, dass du mir im Weg entgegenstandest. Und nun, und wenn es böse ist in deinen Augen, so will ich wieder umkehren.“ Und der Engel des Herrn sprach zu Bileam: „Geh mit den Männern, aber du darfst nur das reden, was ich dir sagen werde.“ So ging Bileam mit den Fürsten Balaks. Gott benutzt jetzt diese gesamte Situation zu seiner Ehre. Als Balak hörte, dass Bileam kam, zog er sogar ihm entgegen bis Ir-Moab, das am Grenzfluss Arnon liegt, der die äußerste Grenze bildet. Und Balak sprach zu Bileam: „Habe ich nicht dringend zu dir gesandt und dich rufen lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Fürwahr, kann ich dich etwa nicht ehren?“ Und Bileam antwortete dem Balak: „Siehe, ich bin jetzt zu dir gekommen. Kann ich nun irgendetwas reden? Nur das Wort, das mir Gott in den Mund legt, das werde ich reden.“ So zog Bileam mit Balak, und sie kamen nach Kirjat-Huzot. Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte davon zu Bileam und den Fürsten, die bei ihm waren. In anderen Worten, sie haben gut fürstlich gegessen. Und es geschah am Morgen, da nahm Balak den Bileam und führte ihn auf zu den Höhen des Baal, von wo aus er den äußersten Teil des Volkes sehen konnte. Nicht das gesamte Volk in seiner Größe, sondern einen kleinen Ausschnitt auf den Höhen dieses falschen Gottes, des Gottes Baal. Und Bileam sprach zu Balak: „Baue mir hier sieben Altäre und stelle mir hier sieben Stiere und sieben Widder bereit.“ Und Balak machte es so, wie es Bileam sagte. Und Balak und Bileam opferten auf jedem Altar einen Stier und einen Widder.
[3:48] Das war mit Sicherheit kein Opfer, wie es Gott eigentlich gefallen hat, denn der Sinn war, dass Israel verflucht werden sollte. Und Bileam sprach zu Balak: „Tritt zu deinem Brandopfer. Ich will dorthin gehen, vielleicht begegnet mir der Herr. Und das, was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir verkünden.“ Und er ging hinauf auf eine kahle Höhe. Es war im Alten Orient – und wir lesen das auch später in anderen Büchern der Bibel – durchaus üblich, auf den kahlen Höhen in besonderer Weise Gott anzubeten oder auch Götzendienst zu betreiben. Und Gott begegnete dem Bileam. Er aber sprach zu ihm: „Die sieben Altäre habe ich errichtet und auf jedem einen Stier und einen Widder geopfert.“ Gott begegnet einem Menschen, der unbedingt für Geld das Volk Gottes verfluchen will, und er begegnet ihm auf der Höhe.
[4:39] Gott ist bereit, uns sehr weit entgegenzukommen, uns dort zu begegnen, wo wir sind, um uns von unserem falschen Weg abzuwenden.
[4:50] Er legte Bileam ein Wort in den Mund und sprach: „Kehre um zu Balak, und so sollst du reden.“ Und er kehrte zu ihm zurück, und siehe, da stand er bei seinem Brandopfer, er und alle Fürsten der Moabiter. Dann begann er seinen Spruch und sprach: „Aus Aram hat mich Balak herbeigeführt, der König der Moabiter, von den Bergen des Ostens: ‚Komm, verfluche mir Jakob! Komm und verwünsche Israel!‘ Wie sollte ich den verfluchen, den Gott nicht verflucht? Wie sollte ich den verwünschen, den der Herr nicht verwünscht? Denn von den Felsengipfeln sehe ich ihn, und von den Hügeln schaue ich ihn. Siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und nicht unter die Heiden gerechnet wird.“ Ein und man könnte auch sagen: ein heiliges Volk. „Wer kann den Staub Jakobs zählen und die Zahl des vierten Teils von Israel? Meine Seele sterbe den Tod der Gerechten, und mein Ende soll dem der ihren gleichen!“
[5:45] Bileam segnet, anstatt zu verfluchen. Und er wünscht sich, dass er den Tod der Gerechten stirbt, dass ein Ende so wie Israel sein wird. Wer die Geschichte kennt, weiß, das war wohl hier sein Wunsch, aber es ist nicht eingetreten.
[6:01] Es gibt Menschen, die Wahrheit verkündigen, wie hier Bileam Wahrheit verkündet hat, und sie vielleicht sogar wünschen, zu Israel dazuzugehören, aber doch durch ihr eigentliches Leben das Ganze dann zunichtemachen.
[6:16] Da sprach Balak zu Bileam: „Was hast du mir angetan? Ich habe dich holen lassen, dass du meine Feinde verfluchst, und siehe, du hast sie sogar gesegnet!“ Er antwortete und sprach: „Muss ich nicht darauf achten, nur das zu reden, was mir der Herr in den Mund gelegt hat?“ Balak sprach zu ihm: „Komm doch mit mir an einen anderen Ort, von wo aus du es sehen kannst. Nur seinen äußersten Teil sollst du sehen und sollst es nicht ganz sehen. Von da aus verfluche es mir.“ Balak hat also offensichtlich geglaubt, wenn man Israels Größe nicht als Ganzes sieht, dann ist Bileam vielleicht nicht ganz so beeindruckt. Er hat vielleicht geglaubt, dass aufgrund der militärischen Macht Israels Bileam so beeindruckt gewesen ist. Und er nahm ihn mit sich zu dem Gipfel des Pisga. Und er baute sieben Altäre und opferte auf jedem Altar einen Stier und einen Widder. Und er sprach zu Balak: „Tritt hier zu deinem Brandopfer. Ich aber will dort eine Begegnung suchen.“ Und der Herr begegnete dem Bileam und legt ihm ein Wort in seinen Mund und sprach: „Kehre um zu Balak, und so sollst du reden.“ Lasst uns gemeinsam beten.
[7:24] Lieber Vater im Himmel, wir möchten von Herzen Dank sagen, dass auch wenn äußere Feinde versuchen, uns zu schaden, kein Schaden uns erreichen kann, es sei denn, dass du dem zustimmst. Dass Menschen uns verfluchen wollen, dass du uns trotzdem segnest. Und Herr, dafür danken wir dir, dass du das jeden Tag für uns tun möchtest. Im Namen Jesu. Amen.
[7:48] [Musik]
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