In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Gesetze aus 4. Mose 35-36, die sich mit Zufluchtsstädten und Erbteilen befassen. Er zieht Parallelen zwischen den alttestamentlichen Bestimmungen für Totschläger und der geistlichen Zuflucht, die Gläubige in Jesus Christus als ihrem ewigen Hohenpriester finden. Zudem wird die Bedeutung der Bewahrung geistlicher Identität im Kontext von Eheschließungen erörtert. Die Botschaft unterstreicht Jesu Opfer und seine fortwährende Fürsprache für uns.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 35:23-36:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 196. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Herr, wir danken dir so sehr, dass du jeden Tag durch dein Wort sprichst, und wir möchten dich bitten, dass wir anderen davon auch erzählen dürfen, dass wir, so wie die Leviten überall in Israel verstreut gewesen sind, an dem Ort, an dem du uns hinstellst, ein Zeugnis für dich geben können. Herr, lass uns heute ein Segen sein und segne uns durch dein Wort. Sprich du durch den Heiligen Geist. All das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:06] Wir sind in 4. Mose 35 bei den Bestimmungen über die Zufluchtsstädte und der Beschreibung der Blutrache-Bestimmungen.
[1:16] Es geht darum, wann ein Totschläger von einem Bluträcher getötet werden soll und wann er das Recht hat, eine Zufluchtsstadt aufzusuchen.
[1:28] Wir lesen da Vers 23: "Oder wenn er irgendeinen Stein, von dem man sterben kann, auf ihn wirft, dass er stirbt, und hat es nicht gesehen und ist nicht ein Feind und wollte ihm auch keinen Schaden zufügen, dann soll die Gemeinde zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Bluträcher nach diesen Rechtsbestimmungen entscheiden. Und die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des Bluträchers retten und ihn wieder zu seiner Zufluchtsstadt führen, in die er geflohen war. Und er soll dort bleiben bis zum Tod des Hohepriesters, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat."
[2:07] Das Leben des Hohenpriesters war die Garantie für das Überleben des Totschlägers.
[2:10] Diese ganze Geschichte des Totschlägers ist ja nur symbolisch, weil es ja nicht wirklich eine Vergebung gab. Dadurch, dass man in eine Stadt geflohen ist, sollte ein Symbol dafür sein, dass jeder echte Vergebung erhalten kann, der zu Jesus seine Zuflucht nimmt, weil Jesus unser Hohepriester zu allen Zeiten lebt, für immer lebt. Und deswegen dürfen wir sicher sein, dass diese Zuflucht niemals aufhört, weil Jesus niemals stirbt.
[2:44] Wenn allerdings der Totschläger aus dem Gebiet seiner Zufluchtsstadt, in die er geflohen ist, hinausgeht und der Bluträcher ihn außerhalb der Grenzen seiner Zufluchtsstadt findet und der Bluträcher tötet den Totschläger, so hat er keine Blutschuld.
[2:56] Wenn wir bei Jesus waren und dann Jesus verlassen, dann können wir nicht darauf hoffen, weiterhin ewiges Leben zu haben, denn dann ist das nicht mehr möglich. Dann trifft uns unsere Schuld, denn jener sollte bis zum Tod des Hohepriesters in seiner Zufluchtsstätte bleiben und erst nach dem Tod des Hohepriesters wieder zum Land seines Eigentums zurückkehren.
[3:22] Wann durfte der Totschläger wieder in seine Heimat zurück? Wenn der Hohepriester gestorben war. So lange sollte er in der Zufluchtsstadt bleiben.
[3:30] Auch wir haben eine Zufluchtsstadt: das Neue Jerusalem, den Tempel, wo Jesus dort jetzt für uns wirkt. Wie lange sollen wir dort bleiben? Bis zum Tod des Hohepriesters. Und wann stirbt er? Unser Hohepriester wird niemals sterben. Er lebt in alle Ewigkeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
[3:53] Wann kommen wir dann also nach Hause auf unsere neue Erde? Nun, genau dann, wenn auch unsere Zufluchtsstadt, das Neue Jerusalem, auf diese Erde kommt.
[4:03] Selbst dann, wenn wir unsere ewige Heimat hier neu in Besitz nehmen werden, werden wir unsere Zufluchtsstadt nicht verlassen, denn Jesus wird bei uns sein. Das Neue Jerusalem wird auf der neuen Erde sein. Dann werden wir zugleich in unserer Zufluchtsstadt sozusagen als auch auf der neuen Erde in unserer Heimat sein können.
[4:27] "Und dies soll euch als Rechtssatzung gelten für alle eure Geschlechter in allen ihren Wohnorten. Jeden, der einen Menschen erschlägt, auf die Aussage der Zeugen hin soll man den Totschläger töten."
[4:38] Ein einziger Zeuge genügt nicht, um gegen einen Menschen zur Hinrichtung auszusagen, sondern, wie wir an anderen Stellen sehen, müssen es immer zwei, drei Zeugen sein. Und sie sollten kein Lösegeld annehmen für das Leben des Schlägers, der des Todes schuldig ist, sondern er soll unbedingt getötet werden.
[4:56] "Ihr sollt auch kein Lösegeld von dem annehmen, der zu seiner Zufluchtsstadt geflohen ist, damit er vor dem Tod des Priesters zurückkehren und in dem Land wohnen kann."
[5:04] "Und er soll das Land nicht entweihen, in dem ihr euch befindet, denn das Blut entweiht das Land. Und für das Land kann keine Sühne erwirkt werden wegen des Blutes, das daran vergossen worden ist, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat."
[5:16] Und deswegen musste Jesus am Kreuz sterben. Es kann keine Gerechtigkeit und keine Sühne geben, wenn nicht der, der gesündigt hat, sein Blut dafür gibt. Aber Jesus möchte mich, den Sünder, retten. Deswegen hat er sich mit mir, dem Sünder, so sehr identifiziert, dass er das Blut vergossen hat, das ich eigentlich hätte vergießen müssen, weil er als Gott und Mensch, als Sündloser, den Tod besiegen konnte, was ich niemals hätte tun können, denn ich wäre für immer verloren gewesen. Aber Jesus konnte Tod und Teufel besiegen und so ist er für mich ganz real gestorben.
[6:04] "So verunreinigt nun das Land nicht, in dem ihr wohnt, in dessen Mitte ich wohne, denn ich, der Herr, wohne in der Mitte der Kinder Israels." Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus wohnt in deiner Mitte. Das ist sein Wunsch, in deiner Familie, in deiner Gemeinde. Leben wir so, dass er auch in unserer Mitte wohnen kann.
[6:22] Und die Familienhäupter des Geschlechts der Kinder Gilead, des Sohnes Machir, des Sohnes Manasse, vom Geschlecht der Kinder Josef, traten zu und redeten vor Mose und vor den Fürsten, den Familienhäuptern der Kinder Israels. Und sie sprachen: "Der Herr hat meinem Herrn geboten, dass wir den Kindern Israels das Land zum Erbteil durch das Los zuteilen sollten. Und der Herr hat von dem Herrn ein Gebot empfangen, dass man das Erbteil Zelophehads, unseres Bruders, seinen Töchtern geben soll."
[6:49] "Wenn sie nun einen von den Söhnen der Stämme der Kinder Israels heiraten, dann wird ihr Erbteil von dem Erbteil unserer Väter abgezogen, und was sie haben, wird dem Erbteil des Stammes hinzugefügt, dem sie angehören. So wird es vom Los unseres Erbteils abgezogen. Auch wenn das Jubeljahr der Kinder Israels kommt, dann wird ihr Erbteil dem Erbteil des Stammes beigefügt, dem sie angehören werden. So wird dann von dem Erbteil des Stammes unserer Väter ihr Erbteil abgezogen."
[7:13] Und Mose gebot den Kindern Israels nach dem Befehl des Herrn und sprach: "Der Stamm der Kinder Josefs hat recht geredet. Das ist das Wort, das der Herr den Töchtern Zelophehads gebietet und spricht: Sie können denjenigen heiraten, der in ihren Augen gut ist, jedoch sollen sie nur unter dem Geschlecht ihres väterlichen Stammes heiraten, damit nicht ein Erbteil der Kinder Israels von Stamm zu Stamm übergeht, sondern jeder unter den Kindern Israels soll an dem Erbe des Stammes seiner Väter festhalten. Und jede Tochter, die in den Stämmen der Kinder Israels ein Erbteil besitzt, soll sich mit einem Mann aus dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters verheiraten, damit jeder unter den Kindern Israels das Erbteil seiner Väter besitzt und damit nicht ein Erbteil von einem Stamm zu einem anderen Stamm übergeht, sondern jeder unter dem Stamm der Kinder Israels an seinem Erbteil festhält."
[8:09] Hier hatte man erkannt, dass durch falsche Ehen, durch ungleiche Ehen, ein Teil der Identität eines Stammes, ein Teil seines Erbes, verloren werden kann. Aufs Geistliche übertragen bedeutet das: Wenn wir mit Ungläubigen eine Ehe eingehen, dann verlieren wir etwas von der geistlichen Identität, die Gott uns geben möchte. Er möchte, dass wir innerhalb unseres Stammes, sozusagen im übertragenen Sinne, heiraten, damit nichts von dem, was er uns gegeben hat, verloren geht.
[8:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass Jesus wirklich sich mit unseren Sünden identifiziert hat und dass er wirklich für uns, für mich und für jeden, der jetzt zuschaut, persönlich gestorben ist und dass sein Blut für uns redet und echte Gerechtigkeit und Versöhnung schafft. Lass uns jeden Tag daran denken und aus dieser Erfahrung, aus dem Wissen und aus seiner Verheißung leben. All das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt als unser Hohepriester für uns eintritt. Amen.
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