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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Texte aus 4. Mose 5:29 bis 6:19. Er erklärt das Gesetz des Eifersuchtsopfers und widmet sich ausführlich dem Nasir-Gelübde. Dabei werden die strengen Regeln für Nasir, wie Enthaltsamkeit und das Tragen langen Haares, sowie die Bedeutung vollständiger Hingabe an Gott erörtert. Kramp zieht Parallelen zum Weg Jesu und der Erlösung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite heute, jetzt Seite 157. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir mit allen Angelegenheiten unseres Lebens, auch mit Beziehungsproblemen und Eheproblemen, mit allem, was in unserem Leben auftauchen kann, auch zu dir kommen können und dass du für Klarheit und Wahrheit und auch Vergebung sorgen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:07] Wir sind in 4. Mose 5 bei dem sogenannten Gesetz, wie das Eifersuchtsopfer. In Vers 29 heißt es: Das ist das Gesetz der Eifersucht. Wenn eine Frau, obwohl sie ihrem Mann angehört, neben ihrem Mann ausschweift und sich verunreinigt, oder wenn der Geist Eifersucht über einen Mann kommt, dass er auch seine Frau eifersüchtig wird, so soll er die Frau vor den Herrn stellen, damit der Priester mit ihr genau nach diesem Gesetz verfährt. Dann ist der Mann frei von Schuld. Jene Frau aber hat ihre Schuld zu tragen.

[1:43] Und er redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ein Mann oder eine Frau sich weiht, indem er das Gelübde eines Nasirs gelobt, um als Nasir für den Herrn zu leben, so soll er sich von Wein und starkem Getränk enthalten. Essig von Wein und Essig von starkem Getränk soll er nicht trinken. Er soll auch keinen Traubensaft trinken und darf weder frische noch getrocknete Trauben essen. Nasir waren besonders Gott hingegebene, geweihte Menschen, die für einen bestimmten Zeitraum sich in einer besonderen Weise Gott geweiht haben. Wir kennen sowohl im Alten als auch zu Beginn des Neuen Testamentes Menschen, die so ein Nasir-Gelübde auf sich genommen hatten oder auch als ganzes Leben lang unter so einem Gelübde standen. Wir können selbst einmal in der Bibel nach solchen Menschen suchen, die solche Auflagen im Leben hier hatten.

[2:46] Solange seine Weihe währt, soll er nichts essen, was vom Weinstock gewonnen wird, weder Kern noch Haut. Solange das Gelübde seiner Weihe währt, soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen. Bis die Zeit, die er dem Herrn geweiht war, erfüllt ist, soll er heilig sein. Er soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen.

[3:07] Nun ist es interessant. Wir lesen 1. Korinther 11, dort in Vers 14, dass eigentlich auch damals im jüdischen Denken langes Haar eine Unehre war, sozusagen schändlich. Die besondere Hingabe an Gott sollte allerdings hier ausgeübt werden mit etwas, das eigentlich eine Schande und Unehre bedeutete. Und da wird schon angedeutet, dass der Weg, den Jesus in der Erlösung für uns gehen würde, ein Weg sein würde, der nicht frei sein würde von Schande und Schmach.

[3:44] Während der ganzen Zeit, für die er sich dem Herrn geweiht hat, soll er zu keinem Toten gehen. Er soll sich auch nicht verunreinigen an seinem Vater, an seiner Mutter, an seinem Bruder oder seiner Schwester, wenn sie sterben; denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupt. Während der ganzen Zeit seiner Weihe soll er dem Herrn heilig sein.

[4:03] Und wenn wirklich jemand bei ihm unversehens und plötzlich stirbt und sein geweihtes Haupt verunreinigt, so soll er sein Haupt scheren am Tag seiner Reinigung. Am siebten Tag soll er es scheren. Am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zu dem Priester an den Eingang der Stiftshütte bringen. Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern und Sühne für ihn erwirken, weil er sich durch eine Leiche versündigt hat. Und er soll sein Haupt an demselben Tag heiligen. Das soll den Herrn erneut die Tage seines Gelübdes weihen und ein einjähriges Lamm als Schuldopfer darbringen. Aber die früheren Tage sind verfallen, weil seine Weihe verunreinigt worden ist.

[4:44] Man kann Gott ein Gelübde nur ganz erfüllen, nicht teilweise, nicht zur Hälfte, nicht zu einem Drittel, nicht ein Viertel, nicht ein Fünftel. Ein Gelübde, das nur teilweise erfüllt ist, zählt nicht. Nur ein vollständig erfülltes Gelübde wird von Gott anerkannt.

[5:01] Und das ist das Gesetz des Nasirs, wenn die Zeit seiner Weihe erfüllt ist. Soll man ihn an den Eingang der Stiftshütte führen, und er soll dem Herrn seine Opfergabe darbringen: ein einjähriges, makelloses Lamm als Brandopfer und ein einjähriges, makelloses weibliches Lamm als Sündopfer und einen makellosen Widder als Friedensopfer und einen Korb mit ungesäuerten Kuchen aus Feinmehl mit Öl gemengt und ungesäuerten Fladen mit Öl gesalbt, samt dem dazugehörenden Speisopfer und den dazugehörenden Trankopfern. Und der Priester soll es vor dem Herrn darbringen und soll sein Sündopfer und sein Brandopfer opfern. Er soll dem Herrn den Widder als Friedensopfer opfern, samt dem Korb mit dem Ungesäuerten. Auch soll der Priester das dazugehörige Speisopfer und das dazugehörige Trankopfer opfern. Der Nasir aber soll sein geweihtes Haupt scheren vor dem Eingang der Stiftshütte und soll sein geweihtes Haar nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Friedensopfer ist. Und der Priester soll von dem Widder die gekochte Vorderkeule nehmen und einen ungesäuerten Kuchen aus dem Korb und einen ungesäuerten Fladen und soll es dem Nasir auf die Hände legen, nachdem er sein geweihtes Haar abgeschoren hat.

[6:19] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass wir lernen, dass wir das, was wir dir versprechen, auch ganz und vollständig einhalten und dass wir verstehen, dass wir das nur tun können, wenn du uns dazu die Kraft und die Gnade schenkst und dass wir mit dir leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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