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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Bestimmungen aus 4. Mose 5:8-28. Er erklärt zunächst die Gesetze zur Veruntreuung und widmet sich dann ausführlich dem sogenannten „Eifersuchtsopfer“. Dabei zeigt er auf, wie dieses scheinbar merkwürdige Gesetz im Vergleich zu damaligen Praktiken im Alten Orient einen fortschrittlichen Schutz für Frauen vor falschen Anschuldigungen bot und die Gerechtigkeit Gottes unterstreicht.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 156. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du alle Unreinheit aus unserem Leben entfernen möchtest. Danke, dass du jeden Tag durch deinen Geist uns sprechen möchtest, und darum bitten wir dich auch jetzt im Namen Jesu. Amen.

[0:58] Wir sind in 4. Mose Kapitel 5 und gerade bei den Bestimmungen für ein Bußgeld, wenn Veruntreuung geschehen ist. Wir lesen in Vers 8: "Ist aber kein nächster Blutsverwandter da, dem man die Schuld erstatten kann, so fällt die dem Herrn zu erstattende Schuld dem Priester zu, zusätzlich zu dem Widder der Versöhnung, mit dem man für ihn Sühne erwirkt. Ebenso soll jedes Opfer von allen heiligen Gaben, welche die Kinder Israels den Priester darbringen, ihm gehören. Ja, ihm sollen die heiligen Gaben eines jeden gehören. Wenn jemand dem Priester etwas gibt, so gehört es ihm."

[1:37] Wenn wir unser Leben dem wahren Hohenpriester Jesus Christus geben, dann gehört es Jesus. Und der Herr redete zu Mose und sprach: "Sage den Kindern Israels und spricht zu ihnen: Wenn die Frau irgendeines Mannes sich vergeht und ihm untreu wird, und es liegt jemand zur Begattung bei ihr, aber es bleibt vor den Augen ihres Mannes verborgen, weil sie sich im Geheimen verunreinigt hat, und es ist weder ein Zeuge gegen sie da, noch ist sie ertappt worden. Wenn dann der Geist der Eifersucht über ihn kommt, so dass er auf seine Frau eifersüchtig wird, weil sie sich tatsächlich verunreinigt hat, oder wenn der Geist der Eifersucht über ihn kommt, dass er auf seine Frau eifersüchtig wird, obwohl sie sich nicht verunreinigt hat, soll der Mann seine Frau zum Priester führen und um ihretwillen ein Opfer für sie bringen, ein Zehntel Efa Gerstenmehl. Er soll aber kein Öl darauf gießen, noch Weihrauch darauf tun. Das ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des Gedenkens, damit der Schuld gedacht wird. Und der Priester soll sie herbeiführen und vor den Herrn stellen. Und der Priester soll heiliges Wasser nehmen in einem irdenen Gefäß, und der Priester soll Staub vom Boden der Wohnung nehmen und in das Wasser tun. Dann soll der Priester die Frau vor den Herrn stellen, die Haare auflösen und das Opfer des Gedenkens, das Speisopfer der Eifersucht ist, auf ihre Hände legen. Und der Priester soll in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben. Und er soll die Frau schwören lassen und zu ihr sagen: 'Wenn kein Mann bei dir gelegen hat, und wenn du, die du deinem Mann angehörst, nicht in Unreinheit abgewichen bist, so sollst du von diesem bitteren, fluchbringenden Wasser unversehrt bleiben. Bist du aber abgewichen, obwohl du deinem Mann angehörst, und hast dich verunreinigt, indem dir jemand beigewohnt hat außer dem Mann?' Und der Priester lasse dann die Frau den Schwur des Fluches schwören, und der Priester sagte zu der Frau: 'Der Herr setze dich zum Fluch und zum Schwur mitten unter deinem Volk, indem der Herr deine Hüfte schwinden und deinen Bauch anschwellen lassen.'"

[3:57] Dieses Gesetz erscheint uns zunächst einmal recht merkwürdig. Wenn man aber ein wenig weiß, wie im Alten Orient in ähnlichen Fällen verfahren worden ist, sieht man, was für ein unglaublich weises und modernes Gesetz hier vorliegt. Im Alten Orient gab es häufig, wie auch heute, dass Männer eifersüchtig wurden, und es gab dann diese Idee des Gottesurteils, der Probe. Dabei wurden manchmal Frauen in das Wasser geschmissen, in den Fluss zum Beispiel, und wenn sie dann ertrunken sind, dann hieß es, dass sie schuldig gewesen sind, und wenn sie dann überlebt haben, waren sie unschuldig. Das heißt, normalerweise waren solche Prozeduren immer mit enormer Gefahr für Leib und Leben verbunden. Und in der Regel galt sozusagen die vermutete Schuld der Frau. Aber hier ist die Prozedur so, dass, wenn nichts passiert, die Frau auch unschuldig ist. Sie kann nur dann schuldig gesprochen werden, wenn etwas Übernatürliches passiert, wenn also Gott selbst handelt. Es kann also keinen Justizirrtum geben und keine Fälschung. Und das ist ein ganz wesentlicher Punkt: Es ist ein Schutz der Frau vor falscher Anklage.

[5:17] "So soll nun dieses fluchbringende Wasser in ihren Leib eingehen, dass dein Bauch anschwillt und deine Hüfte schwindet." Die Frau soll sagen: "Amen, Amen." So soll es sein, ganz gewiss, wahrlich. Dann soll der Priester diese Flüche auf eine Rolle schreiben und mit dem bitteren Wasser abwaschen. Also sollen aufgeschrieben und dann wieder abgewaschen werden. Das heißt also, die Idee, die Bildsprache scheint hier anzudeuten, dass eigentlich diese ganze Prozedur helfen soll, um die Anklagen hinwegzunehmen, um also die Unschuld zu beweisen, es sei denn sie ist wirklich schuldig, und dann würde das Gott selbst durch so ein entsprechendes Wunder deutlich machen.

[5:55] "Und er soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringt und ihr zur Bitterkeit wird." Danach soll der Priester das Opfer der Eifersucht aus ihrer Hand nehmen und das Opfer vor dem Herrn weben und es zum Altar bringen. Er soll eine Handvoll von dem Speisopfer nehmen als Teil, der zum Gedenken stimmte, und es auf dem Altar in Rauch aufsteigen lassen und danach der Frau das Wasser zu trinken geben. Und wenn sie das Wasser getrunken hat, so wird, wenn sie unrein geworden ist und sich an ihrem Mann vergangen hat, das fluchbringende Wasser in sie eindringen und ihr zur Bitterkeit werden, sodass ihr Bauch anschwillt und ihre Hüfte schwinden wird. Und die Frau wird zum Fluch unter ihrem Volk ein Fluch sein. Wenn aber die Frau sich nicht verunreinigt hat, sondern rein ist, so wird sie unversehrt bleiben, sodass sie Samen empfangen kann."

[6:51] Das bittere, fluchbringende Wasser, das bittere Wasser, der bittere Trank beweist die Treue der Frau. Vielleicht ist das ein interessanter Hinweis auch auf das, was in Offenbarung 10 geschrieben wird, wo eine Gemeinde eine Erfahrung, eine bittere Erfahrung macht und sich da die Treuen von den Untreuen scheiden. Ihr könnt das selbst in Offenbarung 10 einmal studieren, was es dort jetzt eine sehr spannende Prophezeiung.

[7:21] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, sei Dank dir so sehr, dass die Gebote und Satzungen der Bibel, auch wenn sie auf den ersten Blick uns vielleicht merkwürdig erscheinen, weil wir die Kultur nicht immer gleich sofort kennen, dass es Gebote und Satzungen sind, die gerecht sind, die weise sind und die ihrer Zeit ja Hunderte, ja Tausende voraus gewesen sind, indem gerade besonders damals schwach geschützte Gruppen wie Frauen zum Beispiel stark geschützt worden sind. Danke, dass du gerecht bist und dass du ja und für uns einstehst und uns gerechte Gebote gibst. Es dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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