In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 4. Mose 9:5-10:3. Er erklärt die Flexibilität Gottes beim Passahfest, das auch für Unreine und Fremdlinge zugänglich sein sollte, und betont die universelle Natur der Erlösung. Zudem wird die Bedeutung der Wolken- und Feuersäule als Symbol für Gottes Führung durch das Heiligtum und die Notwendigkeit, seinem Tempo zu folgen, erläutert.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 9:5-10:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute ist Seite 162. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:41] Lieber Vater im Himmel, jeden einzelnen Tag können wir uns immer wieder neu daran erinnern, was Jesus für uns getan hat und dass er uns erlöst hat durch das Blut, das er am Kreuz von Golgatha für uns vergossen hat. Zeig uns auch heute, was das praktisch für uns bedeutet und sprich durch deinen Geist, durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:05] Wir sind gerade in 4. Mose 9 bei den Anweisungen, die Gott durch Mose gab, dass auch in der Wüste, jetzt im zweiten Jahr des Auszugs aus Ägypten, des Exodus, das Passahfest gehalten werden sollte.
[1:20] In Vers 5 lesen wir: „Und sie hielten das Passah am 14. Tag des ersten Monats zur Abendzeit in der Wüste, sie ganz wie es Mose geboten hat. So machten es die Kinder Israels.“ Genau ein Jahr zuvor waren sie aus Ägypten befreit worden, als sie das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen hatten. Und viele, viele Jahrhunderte später sollte genau zu dieser Zeit der wahre Lamm Gottes, der Erlöser der Menschheit, Jesus Christus, am 14. Nisan zwischen den Abenden, zwischen dem Mittag und dem Sonnenuntergang, am Nachmittag für die Sünden aller Welt und auch deiner, meiner Sünden sterben.
[2:04] Es waren etliche Männer da, die wegen der Leiche eines Menschen unrein waren, also dass sie das Passah an jenem Tag nicht halten konnten. Sie traten vor Mose und Aaron an jenem Tag und diese Männer sprachen zu ihm: „Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen. Warum sollen wir zu kurz kommen, dass wir die Opfergabe des Herrn nicht darbringen dürfen in der Mitte der Kinder Israels zur bestimmten Zeit?“ Und Mose sprach zu ihnen: „Wartet, und ich will hören, was der Herr euretwegen gebietet.“
[2:33] Es gibt manchmal Fragen, die kann man nicht beantworten. Mose, mit so viel Erfahrung, so viel Weisheit und sogar inspiriert, muss manchmal zugeben, dass man auf eine Frage, die gestellt wird aus der Gemeinde, auch von den Gläubigen, keine Antwort hat. Und da muss man zu Gott gehen und beten und um eine Antwort bitten.
[2:54] Und der Herr redete zu Mose und sprach: „Rede zu den Kindern Israels und sprich: Wenn jemand von euch oder von euren Nachkommen wegen einer Leiche unrein wird und das fern auf der Reise ist, so soll er dennoch dem Herrn das Passah halten. Im zweiten Monat am 14. Tag sollen sie es zur Abendzeit halten und sollen es mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern essen. Und sie sollen nichts davon übrig lassen bis zum Morgen, auch keinen Knochen an ihm zerbrechen. Nach der ganzen Passah-Ordnung sollen sie es halten.“
[3:23] Gott ist so wunderbar praktisch und pragmatisch. Er gibt hier einen Nachholtermin für das Passahfest. Denn obwohl das Datum, der 14., an sich so unglaublich wichtig war, theologisch war noch wichtiger der Inhalt, der Gehalt des Festes, der Hinweis auf die Erlösung, die für jeden Menschen zugänglich sein sollte. Und das ist eine ganz tolle Sache, dass für Gott es wichtiger war, dass die Menschen das Passah halten konnten, selbst wenn es in Anführungsstrichen am falschen Datum war, als dass sie es gar nicht halten.
[4:03] „Der Mann aber, der rein und nicht auf der Reise ist und es unterlässt, das Passah zu halten, eine solche Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil sie die Opfergabe des Herrn nicht zur bestimmten Zeit dargebracht hat. Ein solcher Mann soll seine Sünde tragen.“ Hier wird also deutlich, dass das originale Datum keineswegs willkürlich oder unwichtig ist. Nein, wer keinen triftigen Grund hatte, es verschieben zu müssen, der sollte tatsächlich am 14. Nisan das Passah halten. Es nicht halten ohne triftigen Grund war quasi eine Verachtung der Erlösung. Und ohne den Glauben an die Erlösung gibt es für uns keine Hoffnung, weder damals noch heute. Dann müssen wir unsere Sünden selbst tragen.
[4:45] „Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und dem Herrn das Passah halten will, so soll er es nach der Satzung und der Vorschrift des Passah halten. Ein und dieselbe Satzung soll für euch gelten, für den Fremdling wie für den Einheimischen.“ Die Erlösung war nicht – und das war sehr entscheidend von Anfang an – die Erlösung Gottes war nicht auf ethnische Israeliten beschränkt, sondern auf jeden, der davon hörte und davon profitieren wollte und konnte.
[5:15] Und an dem Tag, als die Wohnung aufgerichtet wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung, nämlich das Zelt des Zeugnisses. Und am Abend war sie über der Wohnung anzusehen wie Feuer bis zum Morgen. So war es allezeit. Die Wolke bedeckte sie, bei Nacht war sie anzusehen wie Feuer. Diese Wolken- und Feuersäule, so haben wir in 2. Mose 13, Vers 22 gesehen, führte das Volk Israel seit dem Auszug aus Ägypten auf ihrem Weg. Und jetzt sollte sehr deutlich werden, dass diese Führung durch das Heiligtum geschieht. Die Idee, dass Gott sein Volk führt, sollte im Denken der Israeliten direkt verknüpft werden mit der Idee des Heiligtums und der Stiftshütte. Wenn Gott uns als Gemeinde führt, dann immer durch das Heiligtum. Und nur weil wir das Heiligtum verstehen, werden wir besser sehen, wie Gott uns persönlich und auch als ganze Gemeinde führt.
[6:15] Sooft sich die Wolke von dem Zelt erhob, brachen die Kinder Israels auf. An dem Ort aber, an dem sich die Wolke niederließ, da lagerten sich die Kinder Israels. Nach dem Befehl des Herrn brachen die Kinder Israels auf und nach dem Befehl des Herrn lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung ruhte, solange lagerten sie. Und wenn die Wolke viele Tage lang auf der Wohnung verweilte, so beachteten die Kinder Israels die Anweisung des Herrn und brachen nicht auf. Und wenn es vorkam, dass die Wolke nur einige Tage auf der Wohnung blieb, so lagerten sie sich doch nach dem Befehl des Herrn und brachen auf nach dem Befehl des Herrn. Und wenn es auch vorkam, dass die Wolke nur vom Abend bis zum Morgen blieb und sich die Wolke am Morgen erhob, so brachen sie auf. Oder einen Tag und eine Nacht, und die Wolke hob sich danach, so brachen sie auch auf. Und wenn die Wolke zwei Tage oder einen Monat oder längere Zeit auf der Wohnung verweilte und auch dort ruhte, so lagerten sich die Kinder Israels und brachen nicht auf. Erst wenn sie sich erhob, dann brachen sie auf.
[7:12] Die Israeliten lernen sollten, dass Gott sie führt. Wenn Gott eine kurze Pause macht, sollten auch wir eine kurze Pause machen. Wenn Gott eine lange Pause macht, sollten wir eine lange Pause machen. Wir sollten immer dann vorwärtsgehen, wenn Gott uns führt, aber niemals schneller sein als die Engel, niemals aus eigener Kraft vorpreschen, wenn Gott nicht vorangeht. Nach dem Befehl des Herrn lagerten sie sich und nach dem Befehl des Herrn brachen sie auf. Sie achteten auf die Anweisung des Herrn gemäß dem Befehl des Herrn durch Mose.
[7:44] Und der Herr redete zu Mose und sprach: „Mache dir zwei silberne Trompeten. In getriebener Arbeit sollst du sie machen. Und sie sollen dazu dienen, die Gemeinde zusammenzurufen und die Heerlager aufbrechen zu lassen. Wenn man in beide stößt, soll sich die ganze Gemeinde vor dem Eingang der Stiftshütte zu dir versammeln.“
[8:04] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du jedem einzelnen Menschen die Gelegenheit schenken möchtest, deine Erlösung kennenzulernen. Damals sollte jeder Fremdling, der die Gelegenheit, das Privileg hatte, Bekanntschaft zu machen mit den Israeliten, dort zu wohnen, an dem Passah teilnehmen. Herr, gib, dass auch wir solche Israeliten im Geiste sind, die mit anderen Menschen in Kontakt kommen, so dass Menschen, die uns kennenlernen, deine Erlösung kennenlernen. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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