In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 5. Mose 1:38-2:15. Er analysiert die Folgen des Unglaubens und der Vermessenheit der ersten Generation Israels, die zu 38,5 Jahren Wüstenwanderung führten. Der Sprecher betont die Wichtigkeit, Gottes Führung zu erkennen, wann man kämpfen und wann man sich zurückhalten soll, und zeigt auf, wie sogar heidnische Völker manchmal mehr Vertrauen bewiesen als das auserwählte Volk Gottes.
Gott auf (m)einer Seite: 5. Mose 1:38-2:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 5. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit 5. Mose 1:38-2:15. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns versprochen hast, den Sieg zu erhalten über jede Sünde und über alles Schlechte in unserem Leben. Hilf uns, dass wir auf dein Wort vertrauen, weil wir uns daran erinnern, wie gut du uns geführt hast, wie ein Vater, bis zu diesem Tag. Und sprichst du jetzt durch dein Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:13] Wir sind in 5. Mose Kapitel 1. Gott muss der ersten Generation in Kadesch Barnea sagen, dass sie aufgrund ihres Unglaubens das Gelobte Land nicht sehen werden.
[1:28] Vers 38: „Aber Josua, der Sohn Nuns, der vor dir steht, der soll hineinkommen. Ihn sollst du stärken, denn er soll es Israel als Erbe austeilen.“
[1:39] Mose sollte als letztes in seinem großen Lebenswerk seine Nachfolger stärken, ihn bekräftigen, ihn ausbilden und ihm Mut zusprechen.
[1:51] Lasst uns nach Menschen suchen, die wir stärken können, damit sie Aufgaben übernehmen können, die wir vielleicht selbst nicht mehr tun können.
[1:59] „Und eure Kinder, von denen ihr sagtet, dass sie zum Raub werden müssten, und eure Söhne, die heute noch nicht wissen, was gut und böse ist, sie sollen hineingehen. Ihnen will ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.“
[2:13] Die Israeliten hatten sich hinter ihren Kindern versteckt, hatten ihre Kinder vorgeschoben. Und Gott sagt: „Ich kenne eure Herzen, ich weiß, dass ihr nicht hineingehen wollt. Eure Kinder werden hineinkommen. Ihr aber wendet euch und brecht auf zur Wüste, auf dem Weg zum Roten Meer.“
[2:28] Da antworteten sie und sprachen zu mir: „Wir haben gegen den Herrn gesündigt. Wir wollen hinaufziehen und kämpfen, ganz wie es unser Herr, unser Gott, geboten hat.“ Und ihr habt alle eure Kriegswaffen umgegürtet und seid leichtfertig in das Bergland hinaufgezogen.
[2:42] Sie bekennen ihre Sünde, aber das führt nicht zu einer Änderung ihrer Herzen. Denn jetzt rebellieren sie schon wieder gegen Gottes Gebote. Er hat ihnen jetzt gesagt: „Kehrt um, geht zur Richtung des Roten Meeres, zum Weg des Roten Meeres.“ Aber sie sagen: „Wir haben gesündigt“, um dann gleich sofort wieder gegen Gottes Befehl zu rebellieren.
[2:59] Was nützt es, wenn wir sagen, dass wir Sünder sind und weiter gegen Gott sündigen?
[3:06] Aber der Herr sprach zu mir: „Sage ihnen: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht kämpfen, denn ich bin nicht in eurer Mitte.“
[3:12] Damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet. Wir sollten niemals ohne Gott kämpfen. Wenn wir wissen, dass Gott hinter einer Sache nicht steht, sollten wir nicht persönlich versuchen, aus eigener Kraft dann doch noch weiter zu kämpfen.
[3:28] „Das sagte ich euch, aber ihr gehorchtet nicht, sondern ihr lehntet euch auf gegen den Befehl des Herrn, wie schon vorher, als sie nicht glauben wollten, als sie nicht hineingehen wollten. Und wart vermessen und zogt in das Bergland hinauf.“
[3:40] Zwei Probleme gibt es im Volk Gottes: Der Unglaube, der sagt: „Gott kann uns nichts schenken, was er versprochen hat“, und die Vermessenheit, die kämpft, wenn Gott gar nicht zum Kämpfen aufgefordert hat.
[3:53] „Da rückten die Amoriter aus, die auf jenem Bergland wohnten, euch entgegen, und sie jagten euch, wie es die Bienen tun, und so sprengten sie euch in Seïr bis nach Horma.“
[4:04] Aus eigener Kraft zu kämpfen endet immer in einer furchtbaren Katastrophe, entweder militärisch, hier, oder geistlich, wie oft in unserem Leben.
[4:17] „Ihr kehrtet wieder um und weintet vor dem Herrn, aber der Herr wollte eure Stimme nicht hören und neigte seine Ohren nicht zu euch. So bliebt ihr in Kadesch eine lange Zeit, so lange wie ihr dort bleiben musstet.“
[4:31] „Danach wandten wir uns und brachen auf nach der Wüste, auf dem Weg zum Roten Meer, wie der Herr zu mir gesagt hat. Und wir zogen eine lange Zeit um das Bergland Seïr um.“ In diesem Vers verbergen sich 38 ½ Jahre, Jahre, die eigentlich im Grunde genommen nie so hätten passieren müssen.
[4:52] Das Volk Israel verschwindet aus unseren Augen in der Wüste, und im vierzigsten Jahr sehen wir es jetzt wieder auftauchen.
[5:00] Und der Herr redete zu mir und sprach: „Ihr habt nun lange genug dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden.“ Es ist eine neue Generation. Es ist dieselbe Botschaft, wie schon am Anfang des Kapitel 1 der ersten Generation am Sinai gesagt hatte. „Und gebiete dem Volk und sprich: Ihr werdet durch das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esaus, ziehen. Sie wohnen in Seïr, und sie werden sich vor euch fürchten. Aber nehmt euch wohl in Acht, fangt keinen Streit mit ihnen an, denn ich werde euch von ihrem Land nicht einen Fußbreit geben, denn ich habe das Bergland Seïr ganz dem Esau als Besitz zugegeben.“
[5:35] Es war eine neue Generation, es war dieselbe Botschaft, aber es ist auch ein neuer Weg, den sie gehen würden, nicht den Weg, den die erste Generation gegangen war über Kadesch Barnea, über das Ostjordan-Gebiet an Edom vorbei und dann später Ammon. Gott führt die nächste Generation auch auf neuen Wegen, wenn auch die Prinzipien und die Botschaft des Evangeliums immer dieselben bleiben.
[5:57] „Ihr sollt Speise um Geld von ihnen kaufen, dann dürft ihr essen, und auch das Wasser um Geld von ihnen kaufen, dann dürft ihr trinken. Denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.“
[6:07] „Er hat Acht gehabt auf deine Wanderzüge durch diese große Wüste, und der Herr, dein Gott, ist diese 40 Jahre mit dir gewesen.“
[6:15] „Es hat dir nichts gemangelt.“ Gott sorgt für uns, auch wenn wir ihm nicht treu gewesen sind, auch wenn wir ihm nicht so geglaubt haben, wie wir es hätten tun können. Er sorgt dafür, dass es uns an nichts fehlt.
[6:29] „So zogen wir an unseren Brüdern, den Söhnen Esaus, die in Seïr wohnten, vorüber, von dem Weg durch die Ebene von Elat und von Ezjon-Geber hinweg. Und wir wandten uns und zogen den Weg zur Steppe von Moab. Da sprach der Herr zu mir: 'Du sollst Moab nicht angreifen und dich mit ihnen nicht in einen Krieg einlassen, denn ich will dir von seinem Land keinen Besitz geben, denn alles habe ich den Kindern Lots als Besitz zugegeben.'“
[6:53] Gott möchte, dass wir nicht jeden Kampf kämpfen, der sich uns anbietet. Gott sagt hier deutlich: „Kämpft nicht gegen die Edomiter, denn ich habe ihnen ihr Land gegeben. Kämpft nicht gegen die Moabiter.“ Das waren ja alles Völker, die mit den Israeliten verwandt waren, wie wir aus 1. Mose wissen. „Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt.“
[7:14] „Das war ein großes, starkes und hochgewachsenes Volk, wie die Anakiter. Sie wurden auch zu den Rephaitern gerechnet, wie die Anakiter. Und die Moabiter nannten sie Emiter. Und in Seïr wohnten vor Zeiten die Horiter, aber die Söhne Esaus vertrieben sie aus ihrem Besitz und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, sowie Israel mit dem Land seines Besitzers tat, das ihm der Herr gab.“
[7:35] Die Edomiter hatten Riesen vertrieben, und die Moabiter hatten Riesen vertrieben. Was für eine Schande war es, dass das Volk Israel noch immer durch die Wüste marschierte, weil sie 40 Jahre zuvor nicht geglaubt hatten, dass ihr Gott, den sie persönlich kannten, im Gegensatz zu den Edomitern und den Moabitern, nicht in der Lage sei, ihnen zu helfen, die Riesen zu besiegen.
[7:55] Manchmal sind die Heiden ein Stück weiter im Glauben, obwohl sie Gott gar nicht wirklich kennen, als das bekennende Volk Gottes.
[8:02] „So macht euch nun auf und zieht über den Bach Sered.“ Etwa zogen wir über den Bach Sered. „Die Zeit unserer Wanderung von Kadesch Barnea dann bis über den Bach Sered betrug 38 Jahre, bis die ganze Generation der Kriegsbeute aus dem Lager aufgerieben war, wie der Herr es ihnen geschworen hatte.“
[8:22] „Die Hand des Herrn war einfach gegen sie gewesen, um sie aus dem Lager zu vertilgen, bis sie völlig aufgerieben waren. Kein Einziger von denen, die nicht geglaubt hatten, würde das neue Land sehen.“
[8:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns doch zu erkennen, wann wir vorwärtsgehen sollen und kämpfen sollen, weil du mit uns bist und das uns befohlen hast, und wann wir Kämpfe vermeiden sollen, weil das nicht dein Wille ist, dass wir kämpfen.
[8:52] Herr, schenk uns Augensalbe zu erkennen, was wir tun sollen in jeder Situation. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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