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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Anweisungen aus 5. Mose 14:21-15:11. Er erklärt die Bedeutung des zweiten Zehnten, der sowohl zur persönlichen Gottesfurcht als auch zur Unterstützung von Leviten, Fremden, Waisen und Witwen diente. Zudem wird der Schuldenerlass im siebten Jahr thematisiert, der soziale Gerechtigkeit fördern sollte. Kramp betont die Verantwortung der Gläubigen, Armen zu helfen und Gottes Liebe praktisch weiterzugeben, auch wenn das Ideal einer armutsfreien Gesellschaft auf Erden unerreichbar bleibt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 217.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jeden Tag aus deinem Wort lernen und leben dürfen. Herr, hilf uns, dass wir erkennen, wenn Sünde in unserem Leben aufkommen möchte, dass wir sofort eingreifen, dass dein Geist Sünde in unserem Leben sofort vernichten kann und ausrotten kann. Und Herr, sprich auch heute durch dein Wort zu uns, durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:04] Wir sind in 5. Mose 14. Es geht gerade um die Wiederholung der Speisegebote in Vers 21: "Ihr sollt kein Aas essen. Dem Fremdling in deinen Toren kannst du es geben, dass er es isst, oder einem Ausländer kannst du es verkaufen, denn ein heiliges Volk bist du für den Herrn, deinen Gott. Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen."

[1:28] "Du sollst allen Ertrag deiner Saat getreu zehnten, was auf dem Feld wächst, Jahr für Jahr. Und du sollst essen vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort, den er wählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, den Zehnten des Korns, deines Mosts, deines Öls und die Erstgeborenen von deinen Rindern und Schafen, damit du lernst, den Herrn, deinen Gott, allezeit zu fürchten."

[1:53] Hier geht es nicht um den ersten Zehnten, der ja für die Leviten bestimmt war, zum Unterhalt der Leviten.

[1:59] Hier geht es um einen zweiten Zehnten, den man nehmen sollte und damit vor dem Herrn, das heißt vor dem Heiligtum, an dem Ort, den der Herr für sich erwählt hat, dort den Zehnten selbst konsumieren. Man kann also vielleicht zum Beispiel dieses Prinzip übertragen, dass man von dem zweiten Zehnten zum Beispiel Konferenzen bezahlt, wo man das Wort Gottes lernt, dass man dafür Videos sich kauft, in denen man das Wort Gottes lernt, wo man vielleicht gute geistliche Schulmaterialien für seine Kinder kauft. Die Israeliten sollten zum Heiligtum kommen, um dort von den Priestern das Wort Gottes zu hören. Sie sollten ein Fest dort machen, aber sie sollten dort lernen, den Herrn zu fürchten. Der zweite Zehnte war unter anderem dazu da, dies zu ermöglichen.

[2:46] "Wenn dir aber der Weg zu weit ist und du es nicht hintragen kannst, weil der Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dorthin zu setzen, der zu fern ist, wenn nun der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat, so verkaufe es und binde das Geld in deiner Hand zusammen und gehe an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, und gib das Geld für das aus, was irgendein Herz begehrt, das sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk oder was sonst deine Seele wünscht, und iss dort vor dem Herrn, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus. Den Leviten aber, der in deinen Toren ist, solltest du nicht im Stich lassen, denn er hat weder Teil noch Erbe mit dir."

[3:21] "Nach Verlauf von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten deines Ertrages von jenem Jahr aussondern und es in deinen Toren lassen." Jedes dritte Jahr sollte der zweite Zehnte eine besondere karitative Aufgabe übernehmen.

[3:34] "Da soll dann der Levit kommen, da soll dann der Levit kommen, weil er weder Teil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind, und sie sollen essen und sich satt werden, damit ich, der Herr, dein Gott, dich segne in allen Werken deiner Hände, die du tust."

[3:52] Der zweite Zehnte soll auch für die Unterstützung von Armen und von Bedürftigen dienen und eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie man ihn einsetzen kann, auch im Werk Gottes für die Unterstützung derer, die es brauchen.

[4:03] "Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Schuldenerlass anordnen. Dies ist aber die Ordnung des Erlasses: Jeder Schuldner soll das Darlehen seiner Hand erlassen, das er seinem Nächsten geliehen hat. Er soll seinen Nächsten oder seinen Bruder nicht bedrängen, denn man hat einen Schuldenerlass des Herrn ausgerufen." In der Wirtschaft Israels sollte es nicht möglich sein, dass sich über viele Jahre und Jahrzehnte Schuldenberge anhäufen.

[4:30] "Einen Fremden kannst du bedrängen, aber was du bei deinem Bruder ausstehen hast, das soll deine Hand erlassen."

[4:35] Da sollte also noch ein Unterschied gemacht werden zwischen Glaubensgeschwistern von Israel und Fremden. "Es sollte zwar unter euch gar kein Armer sein, denn er wird dich reichlich segnen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt, damit du es in Besitz nimmst." Das war so das Ideal, das Gott sich eigentlich gewünscht hatte.

[4:52] "Vorausgesetzt, dass du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst und alle diese Gebote wahrst und tust, die ich dir heute gebiete."

[5:00] Wenn wir Gott von Herzen folgen, dann sollte es uns auch gut gehen. Das heißt nicht, dass wir immer reich sind oder immer den größten Luxus haben. Wir leben in verschiedenen Umständen, und auch gläubige Menschen im Alten und im Neuen Testament und in der Kirchengeschichte sind in einfachen Verhältnissen groß geworden, haben einfache Verhältnisse ihr Leben lang gehabt. Aber Gott segnet uns mit allem, was wir brauchen, und das in der Regel eigentlich immer mehr, als wir es eigentlich benötigen.

[5:26] "Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheißen hat. So wirst du vielen Völkern leihen, du aber wirst nichts leihen müssen. Du wirst über viele Völker herrschen, sie aber werden nicht über dich herrschen." Gott möchte uns zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, wie er noch später in 5. Mose sagt.

[5:41] "Wenn aber ein Armer bei dir ist, irgendeiner deiner Brüder in einem deiner Tore in deinem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten noch deine Hand von deinem armen Bruder verschließen, sondern du sollst ihm deine Hand weit auftun und ihm reichlich leihen, so viel er nötig hat. Hüte dich, dass kein böser Rat in deinem Herzen ist und du nicht denkst: Das siebte Jahr, das Erlassjahr, ist nahe, und du unter deinem armen Bruder missgünstig ansiehst und ihm nicht gibst, sonst würde er deinetwegen zum Herrn schreien, und es wäre eine Sünde für dich."

[6:15] Wenn wir anderen helfen, gerade auch in der Gemeinde, sollen wir nicht rechnend sein und überlegen, was das vielleicht für Konsequenzen für uns haben könnte. "Wir sollen gerne nach unserem Vermögen anzuunterstützen, sondern du sollst ihm willig geben, und dein Herz soll nicht verdrießlich sein, wenn du ihm gibst, denn dafür wird der Herr, dein Gott, dich segnen in all deinem Tun, in allem, was du unternimmst. Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden."

[6:39] "Darum gebiete ich dir: Tu deine Hand weit auf für deinen Bruder, für den Elenden und den Armen bei dir in deinem Land." Das, was Gott sich als Ideal für die Gesellschaft vorstellt, wird es auf dieser Erde vor der Wiederkunft so nicht geben. Es wird immer wieder auch Arme geben. Es wird immer wieder Dinge geben, die, wenn alle Gottes Wort befolgen würden, es so nicht geben bräuchte. Aber gerade deswegen, weil es diese Dinge geben wird, braucht es Menschen wie du und ich, die das lesen, es sich zu Herzen nehmen und Gottes Güte und Liebe und Barmherzigkeit praktisch auch anderen Menschen zeigen und weitergeben.

[7:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, mach uns bereit, auch mit unseren Finanzen dir die Ehre zu geben. Hilf uns zu sehen, wo wir das bisher nicht getan haben und wo wir daran wachsen können, und dass wir ein Licht sein können in dieser geistigen Welt, dass Menschen sehen, dass, wenn wir deinen Geboten und Satzungen auch in Finanzfragen folgen, dass wir in Wahrheit sehr gesegnet sind. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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