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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ spricht Christopher Kramp über 5. Mose 15:12-16:10. Er beleuchtet die biblischen Gebote zur Freilassung von Sklaven und die Bedeutung der Erstlingsopfer und Passahfeierlichkeiten. Dabei betont er, wie die Erinnerung an Gottes Erlösungstaten die Grundlage für den Umgang mit Mitmenschen und die Hingabe an Gott bildet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 218. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du heute durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Bitte segne uns nach deiner Verheißung und lass uns auch heute ein Segen sein für andere Menschen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[0:58] Wir sind gerade in 5. Mose 15. Zuletzt ging es um die Bestimmungen zum Erlass. Und wir lesen jetzt den Vers 12: „Wenn dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, sich dir verkauft hat, so soll er dir sechs Jahre lang dienen. Und im siebten Jahr sollst du ihn als Freien entlassen.“ Das geht zurück auf Bestimmungen, die wir schon in 2. Mose Kapitel 21 gelesen haben. „Und wenn du ihn als Freien entlässt, so sollst du ihn nicht mit leeren Händen ziehen lassen, sondern du sollst ihn reichlich von deiner Herde und von deiner Tenne und von deiner Kelter ausstatten und ihm geben von dem, womit der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat. Und denke daran: Du warst ein Knecht im Land Ägypten und der Herr, dein Gott, hat dich erlöst. Darum gebiete ich dir heute diese Dinge.“

[1:45] Die Erfahrung der Erlösung sollte die Grundlage und Motivation sein auch für den Umgang mit anderen Menschen. Israeliten sollten nie vergessen, aus welchem Land sie selbst, der Herr, ihr Gott, sie herausgeführt hat, was sie selbst einmal erlebt hatten. Und auch wir sollten uns immer daran erinnern, wie es uns früher einmal ergangen ist, bevor wir wirklich mit Gott gelebt haben. Wir sollten uns immer daran erinnern, woraus Gott uns befreit hat.

[2:10] „Wenn er aber zu dir sagt: Ich will nicht von hier wegziehen, weil er dich und dein Haus lieb hat und es ihm gut geht bei dir, so nimm einen Pfriem und durchbohre ihm sein Ohr an der Tür, und er sei auf ewig dein Knecht. Und mit deiner Magd sollst du ebenso verfahren.“ Es sollte nicht schwerfallen, ihn als Freien zu entlassen, denn das Doppelte des Lohnes eines Tagelöhners hatte er sechs Jahre lang erarbeitet. So wird der Herr, dein Gott, euch segnen in allem, was du tust.

[2:38] „Alle männliche Erstgeburt, die unter den Rindern und deinen Schafen geboren wird, sollst du dem Herrn, deinem Gott, heiligen. Du sollst das Erstgeborene deines Rindes nicht zur Arbeit gebrauchen und das Erstgeborene des Schafes nicht scheren. Du sollst sie vor dem Herrn, deinem Gott, essen, du und dein Haus, Jahr für Jahr, an dem Ort, den der Herr erwählen wird.“

[2:59] Gemeint ist, dass Israeliten ja dreimal im Jahr vor das Heiligtum an den zentralen Ort, den Gott dafür bestimmen sollte – was dann Jahrhunderte später das Heiligtum in Jerusalem gewesen ist – dorthin kommen sollten, um dort ein Fest zu feiern und dabei die Gelegenheit zu haben, Gottes Wort zu hören.

[3:22] Wenn wir dieses Prinzip auf unsere Zeit übertragen, heißt das: Wir sollten die besten Ressourcen, die wir haben, dafür verwenden, auch geistliche Veranstaltungen besuchen zu können. Zeit, Geld und alles, was wir so haben, sollte nicht nur in die Befriedigung unserer eigenen Bedürfnisse gesteckt werden, sondern auch in die Befriedigung unserer geistlichen Bedürfnisse, wenn wir Gelegenheit haben, das Wort Gottes zu hören. Das sollte nicht nur so der letzte Punkt auf unserer Liste sein, sondern ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

[3:56] „Wenn das Tier aber einen Fehler hat, wenn es hinkt oder blind ist oder sonst einen schlimmen Fehler hat, solltest du es dem Herrn, deinem Gott, nicht opfern, sondern du solltest es innerhalb deiner Tore essen, der Reine genauso wie der Unreine, wie die Gazelle und den Hirsch. Sein Blut darfst du nicht essen. Auf die Erde solltest du es gießen wie Wasser.“

[4:28] „Halte den Monat Abib und feiere dem Herrn, deinem Gott, das Passah. Denn im Monat Abib hat dich der Herr, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten herausgeführt. Du sollst dem Herrn, deinem Gott, als Passah Schafe und Rinder opfern an dem Ort, den der Herr wählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Du darfst nichts Gesäuertes dazu essen. Du sollst sieben Tage lang ungesäuertes Brot des Elends essen, denn du bist in eiliger Flucht aus dem Land Ägypten gezogen. Darum solltest du dein Leben lang des Tages deines Auszugs aus dem Land Ägypten gedenken.“

[5:01] Die dramatischen Ereignisse der Erlösung Israels sollten niemals vergessen werden. Immer und immer wieder sollten sie an diesem besonderen Tag, diesen besonderen Akt der Erlösung, denken. Auch wir sollten immer und immer wieder uns daran erinnern, was Jesus in jenen besonderen Stunden am Kreuz von Golgatha für uns getan hat. Und wir sollten uns auch daran erinnern, in welchen besonderen Momenten unseres Lebens Jesus in besonderer Weise zu uns gesprochen hat, die Momente, wo wir uns ganz für ihn entschieden haben, wo wir unser Leben hingegeben haben, das heißt in der Taufe, das heißt durch besondere Entscheidungen, die wir getroffen haben, die wir im Gebet besiegelt haben. Lasst uns diese Dinge niemals aus den Augen verlieren. Denkt doch heute ganz bewusst vielleicht wieder einmal daran.

[5:49] „Und es soll sieben Tage lang kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Gebiet. Und von dem Fleisch, das am Abend des ersten Tages geschlachtet worden ist, soll nichts über Nacht bis zum Morgen übrig bleiben. Du darfst das Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die der Herr, dein Gott, dir gibt, sondern an dem Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Dort sollst du das Passah schlachten am Abend, wenn die Sonne untergeht, zu eben der Zeit, als du aus Ägypten zogst.“ Das Passah sollte mit dem Heiligtum verbunden sein, damit die Israeliten bei der Gelegenheit das Wort Gottes von den Priestern und Geboten hören konnten.

[6:21] „Du sollst es braten und an dem Ort essen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird. Und du sollst am Morgen umkehren und wieder zu deinem Zelt gehen. Sechs Tage lang solltest du ungesäuertes Brot essen, und am siebten Tag ist eine Festversammlung für den Herrn, deinen Gott. Du sollst kein Werk tun.“

[6:38] „Sieben Wochen sollst du dir abzählen. Wenn man anfängt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen. Dann sollst du dem Herrn, deinem Gott, das Fest der Wochen halten und ein freiwilliges Opfer von deiner Hand geben, je nachdem der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat.“

[6:59] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir durch deine starke Kraft, durch deine Gnade Erlösung erleben dürfen. Und Herr, hilf uns, dass wir auch heute an diesem Tag und an die besonderen Momente erinnern, in denen du in besonderer Weise zu uns gesprochen hast, uns herausgegriffen hast aus dem Bösen und dem Übel dieser Welt, an die besonderen Momente, wo du uns von Sünde befreit hast, uns vergeben hast und gereinigt hast. Herr, gib, dass wir diese Tage, diese Momente niemals aus den Augen verlieren. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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