In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Kapitel 19 und 20 des 5. Buches Mose. Er erklärt die biblischen Regelungen zu Zufluchtsstädten, gerechter Rechtsprechung und dem Umgang mit falschen Zeugnissen. Der Sprecher betont die Bedeutung, Gottes Prinzipien auch im Wachstum anzupassen und ermutigt dazu, sich im Angesicht von Herausforderungen nicht zu fürchten, da Gott selbst mit seinem Volk kämpft.
Gott auf (m)einer Seite: 5. Mose 19:6-20:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 5. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 222. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch Jesus zu uns gesprochen hast und immer noch sprichst. Danke, dass Jesus uns erklärt hat, wie du denkst und dass, wenn wir dein Wort, erklärt durch den Heiligen Geist, lesen oder forschen und studieren, dass wir dich, den König des Universums, kennenlernen dürfen. Dank, lieber Vater. Sei Dank, dass du jetzt gegenwärtig sein möchtest. Im Namen Jesu, Amen.
[1:25] Wir sind in 5. Mose Kapitel 19, und es geht um die Zufluchtsstätte sechs. Damit nicht der Bluträcher dem Totschläger nachjagt, weil sein Herz erregt ist und ihn ergreift, weil der Weg so weit ist und ihn tötschlägt, obwohl er kein Todesurteil verdient hat, weil er zuvor keinen Hass gegen ihn gehabt hat. Darum gebiete ich dir, dass du dir drei Städte aussondern sollst. Und wenn der Herr, dein Gott, deine Grenzen erweitern wird, wie er es deinen Vätern beschworen hat, den Rest des ganzen Landes gibt, das er seinen Vätern zu geben hat, wenn du nämlich darauf achtest, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute gebiete, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst und allezeit in seinen Wegen wandelst, so sollst du dir noch drei weitere Städte zu diesen hinzufügen, diesen drei hinzufügen, damit nicht in einem Land, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt, unschuldiges Blut vergossen wird und Blutschuld auf dich kommt. Hier findet man ein interessantes Prinzip: Wenn das Werk Gottes sich ausbreitet, weil durch Treue und Liebe zu Gott, Gott segnen kann, und wenn dann das Werk größer wird, als zu der Zeit überschaubar gewesen, wenn es größer wird, dann müssen sich auch gewisse Strukturen anpassen. Gott macht hier sehr deutlich, dass zu dem Zeitpunkt des Einmarsches in Kanaan drei Zufluchtsstätten ausgereicht haben. Aber wenn das Land größer werden würde durch weitere Eroberungen, dann würden drei Zufluchtsstätten nicht mehr ausreichen. Dann müsste man sich anpassen, das gleiche Prinzip anwenden, das dieser Zahl drei zugrunde lag, nämlich einen gleichen Weg aus allen Teilen des Landes, jetzt auf die neuen Situationen angewandt. Auch wir müssen lernen, in dem Wachstum des Werkes Gottes auf neue Situationen auch angemessen zu reagieren und die Prinzipien zu verstehen, die wir dann anwenden dürfen in den neuartigen Situationen.
[3:17] Wenn aber jemand seinen Nächsten hasst und ihm auflauert und sich über ihn hermacht und ihn tötschlägt, sodass er stirbt, und der flieht in einer dieser Städte, so sollen die Ältesten seiner Stadt hinschicken und ihn von dort holen lassen und ihn in die Hand des Bluträchers übergeben, damit er stirbt. Die Zufluchtsstätten sollten nicht missbraucht werden für kaltblütigen Mord. Sollst du nicht verschonen, sondern du sollst das unschuldige Blut aus Israel wegtun, so wird es dir gut gehen.
[3:42] Du sollst die Grenze deines Nächsten nicht verrücken, welche die Vorfahren in einem Erbteil gesetzt haben, dass du in dem Land Erbe wirst, das dir der Herr, dein Gott, zum Besitz geben will. Die Grenzen, die gesetzt sind, sollen nicht verrückt werden. Das gilt auch für die Grenzen, die Gott setzt. Das gilt auch für die Lehren, die unsere Vorväter im Glauben aus der Bibel herausgefunden haben, die in der Bibel schon durch Inspiration bestätigt worden sind. Sie sollen nicht verrückt werden.
[4:10] Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Schuld oder wegen irgendeiner Sünde, mit der man sich versündigen kann, sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen sollte jede Sache beruhen. Wenn aber ein falscher Zeuge gegen jemand auftritt, um ihn einer Übertretung zu beschuldigen, so sollen die Männer, die Streit miteinander haben, vor den Herrn, vor die Priester und Richter treten, die zu jener Zeit im Amt sein werden. Und die Richter sollen es genauer erforschen. Stellte sich heraus, dass der Zeuge ein falscher Zeuge ist und gegen seinen Bruder ein falsches Zeugnis abgelegt hat, was ja im neunten Gebot explizit verboten ist, so sollt ihr ihm das antun, was er seinem Bruder antun wollte. Das ist letztlich ein Prinzip, das sich immer wieder finden und auch in gewisser Weise sich aus der Goldenen Regel aus Matthäus ableitet. So sollst du das Böse aus seiner Mitte ausrotten, und die Übrigen sollen das hören und sich fürchten und nicht mehr solche bösen Taten in deiner Mitte verüben. Es ging also auch um das Prinzip der Abschreckung. Du sollst ihn nicht verschonen. Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß. Das, was jemand anderem Schaden zufügen wollte, das musste ihm bewusst sein, wird es ihm selbst geschehen. Wer andere schädigen will, der muss damit rechnen, selbst Schaden zu erleiden.
[5:33] Wenn du gegen deinen Feind in den Krieg ziehst und Rosse und Streitwagen siehst, ein Volk, das größer ist als du, fürchte dich nicht vor ihnen, denn der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, ist mit ihnen. Wenn wir Probleme sehen in unserem Leben, die größer sind, als wir es überblicken können, lasst uns keine Angst haben, denn Gott, der mich und dich erlöst hat am Kreuz von Golgatha, der ist mit uns. Wenn es nun zur Schlacht kommt, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden, und du sollst ihm sagen: Höre, Israel! Dasselbe "Höre, Israel!" ist all das, was auch in 5. Mose 4, 5 und 6 so oft gesagt wurde. Ihr zieht heute in den Kampf gegen eure Feinde. Euer Herz verzage nicht. Jesus sagt in Johannes 14, angesichts der Notzeit, die so groß ist, dass man vielleicht Angst kriegen könnte: Fürchtet euch nicht, noch erschreckt nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen. Ihr könnt den Jesaja 12, Vers 1, finden, der diese Idee in poetischer Form ausgedrückt. Denn der Herr, Gott, geht mit euch, um für euch mit euren Feinden zu kämpfen, um euch zu helfen. Gott ist mit uns, weil er uns helfen möchte. Und die Vorsteher sollen mit dem Volk reden und sagen: Ist ein Mann unter euch, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? Er gehe hin und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht im Krieg umkommt und ein anderer es einweiht. Ist ein Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht abgeerntet hat? Der gehe hin und kehre wieder in sein Haus zurück, damit er nicht im Krieg umkommt und ein anderer die erste Lese hält. Ist ein Mann unter euch, der sich mit einer Frau verlobt und sie noch nicht heimgeführt hat? Er gehe hin und kehre wieder in sein Haus zurück, damit er nicht im Krieg umkommt und ein anderes Heim wird. Der Priester sollte solchen Mut machen, solch ein Vertrauen dem Volk Gottes geben in der Schlacht, dass man sogar auf einige Soldaten verzichten konnte, weil ja Gott mit uns ist. Das ist die Idee: Wenn Gott mit uns ist, muss man nicht jeden Einzelnen zusammenkratzen und hoffen, dass es irgendwie reicht. Wenn man weiß, dass Gott mit uns ist, dann kann man sogar solche Regelungen treffen, wie sie hier stehen.
[7:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir wissen dürfen, dass du an unserer Seite kämpfen möchtest. Schenke uns festes Vertrauen zu dir, dass wir uns nicht fürchten vor den Problemen in unserem Leben oder auch in dieser Welt, dass wir wissen dürfen, dass unser Priester im himmlischen Heiligtum für uns da ist, dass er uns trösten und stärken möchte und Vertrauen schenken möchte. Dafür danken wir in seinem Namen. Amen.
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