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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel 21:10 bis 22:4 aus 5. Mose. Er erklärt, wie Gott selbst in komplexen und suboptimalen menschlichen Situationen Prinzipien der Gerechtigkeit und Fürsorge etabliert. Dabei entdeckt er im Gesetz über den am Holz Gehängten eine tiefgehende Verbindung zum Evangelium und der Erlösung durch Jesus Christus. Die Sendung ermutigt dazu, Gottes Gebote als Wegweiser für ein gottgefälliges Leben zu verstehen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 224. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein wunderbares Wort und dass du jeden Tag durch deinen Geist, durch dein Wort sprichst. Hilf uns, das zu tun, was recht ist in deinen Augen. So bitten wir dich, dass du unsere Augen öffnest für die Wahrheit in deinem Wort, dass wir sie tun können durch deine Kraft. Im Namen Jesu. Amen.

[1:07] Wir sind gerade in 5. Mose 21. Es ging gerade um die Frage, was getan werden soll, wenn ein Toter gefunden wird, ohne dass man den Mörder kennt. Nun geht es weiter in Vers 10:
„Wenn du gegen deine Feinde in den Krieg ziehst und der Herr, dein Gott, sie in deine Hand gibt, so dass du von ihnen Gefangene heimführst und du unter den Gefangenen eine schöne Frau siehst und dich in sie verliebst, du sie zur Frau nimmst, so führe sie in dein Haus und lass sie ihre Haare abschneiden und sich die Nägel schneiden und die Kleider ihrer Gefangenschaft ablegen und lass sie in deinem Haus wohnen und ihren Vater und ihre Mutter einen Monat lang beweinen. Danach kannst du zu ihr eingehen und sie dir zur Frau nehmen, dass sie deine Frau sei. Wenn du aber keinen Gefallen mehr an ihr hast, so sollst du sie freilassen nach ihrem Belieben. Aber sie keineswegs um Geld verkaufen, sie auch nicht als Sklavin behandeln, weil du sie geschwächt hast.“

[2:03] Ohne Frage sehen wir hier einen Sachverhalt, der weit unter dem ist, was Gott sich als Ideal für die Ehe vorgestellt hat und wie es auch in 1. Mose 1 und 2 uns zeigt. Wir sehen hier, dass Gott auch in diesen Geboten, die zu dem Alten Bund gehören, auf die Situation der Menschen eingeht, sie dort abholt, wo sie sind, um ihnen in den Gegebenheiten ihres Lebens, den Gewohnheiten, die sie haben, erst einmal klare Prinzipien beizubringen: Gerechtigkeit und über ja, das Wesen, wie er ist, um sie dann Stück für Stück immer weiter hinzuführen zu dem, was er sich eigentlich in allen Lebensbereichen als Ideal wünscht. Das sehen wir auch jetzt in dem nächsten Gesetz:

[2:52] „Wenn jemand zwei Frauen hat, eine die er liebt und eine die er verschmäht, und sie ihm Söhne gebären, beide, die Geliebte und die Verschmähte. Und wenn der Erstgeborene von der Verschmähten ist und die Zeit kommt, dass er seinen Söhnen seinen Erbbesitz austeilt, so kann er nicht im Sinn der Geliebten vor dem erstgeborenen Sohn der Verschmähten das Erstgeburtsrecht verleihen, sondern er soll den Erstgeborenen, nämlich den Sohn der Verschmähten, anerkennen, indem er ihm von allem, was vorhanden ist, zwei Teile gibt. Denn dieser ist der erste in seiner Kraft, und das Recht der Erstgeburt gehört ihm.“

[3:24] Gott möchte nicht sagen, dass er das Prinzip aus dem Garten, eben von einem Mann und einer Frau, aufgehoben hat und dass das jetzt eher sein Wunsch ist, dass wir zwei Frauen haben. Nein, es geht um etwas anderes. Es geht darum, dass, wenn es sowieso eine solche Situation gibt, wie soll dann verfahren werden? Gott gibt also auch Prinzipien der Gerechtigkeit, die zum Tragen kommen, wenn man ohnehin schon in einer vertrackten Situation ist, die weitaus suboptimaler ist als das, was Gott sich gewünscht hat. Gott ist auch in der Lage, uns dann noch zu führen, wenn wir uns durch Sünde in schwierige Situationen, falsche Situationen gebracht haben. Er kann uns auch dann wieder Stück für Stück herausführen.

[4:03] „Wenn jemand einen widerspenstigen Sohn, einen widerspenstigen und störrischen Sohn hat, der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und ihnen auch nicht folgen will, wenn sie ihn züchtigen, so sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und zu den Ältesten seiner Stadt führen und zu dem Tor jenes Ortes. Und sie sollen zu den Ältesten seiner Stadt sagen: ‚Dieser unser Sohn ist störrisch und widerspenstig und gehorcht unserer Stimme nicht. Er ist ein Schlemmer und Säufer.‘ Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen, damit er stirbt. So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten, dass ganz Israel das hört und sich fürchtet.“

[4:40] Hier sehen wir auch, dass ein Aspekt dieser manchmal sehr klaren, sehr deutlichen, für unser modernes Empfinden manchmal auch sehr krassen Gebote, auch darin bestand, eine gewisse Abschreckung vorzunehmen, dass Sünde sich nicht leicht verbreiten kann, sondern dass die Menschen auch verstehen, dass so etwas nicht geduldet werden kann im Volk Israel.

[5:08] „Wenn auf einem Mann eine Sünde ist, die ein Todesurteil nach sich zieht, und er wird getötet und du hängst ihn an ein Holz, so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt an jenem Tag begraben. Denn von Gott verflucht ist derjenige, der ans Holz gehängt wurde. Und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt.“

[5:33] Und hier, mitten in diesen Geboten und Gesetzen, finden wir wieder einen Schatz, eine Perle bezüglich des Evangeliums. Denn Jesus ist am Holz gewesen. Er hing am Holz. Damit ist deutlich, dass er den tatsächlichen Fluch für uns getragen hat. Jesus ist für uns zum Fluch geworden, damit wir den Fluch nicht erleben müssen.

[6:01] „Du sollst nicht zusehen, wie das Rind oder Schaf deines Bruders irregeht, und du sollst dich ihnen nicht entziehen, sondern du sollst sie deinem Bruder unbedingt wieder zurückbringen. Wenn aber dein Bruder nicht in deiner Nähe wohnt oder du ihn nicht kennst, so solltest du sie in dein Haus aufnehmen, dass sie bei dir seien, bis dein Bruder sie sucht, und dann solltest du sie ihm zurückgeben.“

[6:22] Da sollte also keine Haltung sein im Sinne von „Ist mir doch egal“, sondern man sollte sich interessieren und auch kümmern für die Belange anderer, selbst wenn man sie nicht gut oder gar nicht kannte.

[6:33] „Ebenso solltest du es auch mit seinem Esel machen, und so sollst du es mit seinem Gewand machen, und so solltest du es mit allem Verlorenen machen, das dein Bruder verliert und das du findest. Du kannst dich ihm nicht entziehen. Du sollst nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein Rind auf dem Weg fallen, und du sollst dich ihnen nicht entziehen, sondern sollst ihm unbedingt aufhelfen.“

[6:55] Heute sollten wir die Augen offen halten, ob wir jemand anderem mit seinen Dingen, die ihn betreffen, helfen können, um so ein Licht zu sein für Gott in dieser Welt. Lasst uns doch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel,
[7:08] danke für diese Gebote in 5. Mose, die uns zum einen zeigen,


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