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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 5. Mose 24:17-25:17. Er erklärt, wie biblische Gesetze für soziale Gerechtigkeit, faire Bestrafung und den Schutz der Schwachen sorgen. Dabei betont er, dass die Erlösungserfahrung die Grundlage für ein gerechtes Leben bildet und Gottes Prinzipien auch heute noch relevant sind.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 228. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass dein Wort uns zeigt, wie du dir wünschst, dass wir den Alltag erleben und gestalten. Danke, Herr, dass du durch dein Wort uns verändern möchtest und dass du uns diese Gerechtigkeit schenken möchtest, die sich darin zeigt, für andere da zu sein und ihr Wohl höher einzuschätzen als unser eigenes Recht. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch deinen Geist, durch dein Wort uns sprichst und uns hilfst, die Dinge, die wir hören und lesen, anwenden können auf unseren Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Wir sind in 5. Mose 24. Es geht um verschiedene Grundsätze, Prinzipien und Verordnungen, die das Leben des Alltags des Volkes regeln sollen. Vers 17: Du sollst das Recht eines Fremdlings und einer Witwe nicht beugen und sollst das Kleid der Witwe nicht zum Pfand nehmen. Und du sollst daran denken, dass du in Ägypten auch ein Knecht gewesen bist und dass der Herr, dein Gott, dich von dort erlöst hat. Darum gebiete ich dir, dass du das tust.

[1:51] Die Grundlage all dieser verschiedenen Prinzipien und Rechtsordnungen war, dass die Israeliten sich bewusst machen sollten: Wir waren selbst einmal Knechte und wir wissen, wie es ist, wenn man betrogen wird. Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn man auf der Verliererseite steht, wenn man Opfer ist. Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn man ungerecht behandelt wird.

[2:10] Gerade weil sie das wussten, sollten sie nicht andere auch wiederum ungerecht behandeln, sondern sich daran erinnern, dass Gott sie erlöst hat und von dieser Freude der Erlösung auch den weniger begünstigten Menschen im Leben etwas abgeben.

[2:22] Und zeige: Wenn du auf deinem Feld geerntet und eine Garbe auf dem Feld vergessen hast, so sollst du nicht umkehren, um sie zu holen, sondern sie soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören, damit ich, der Herr, dein Gott, dich segnet in allem Werk deiner Hände. Wenn du deine Oliven abgeschlagen hast, so sollst du danach nicht die Zweige absuchen. Das soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören. Wenn du einen Weinberg gelesen hast, solltest du danach nicht nachlesen. Es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören.

[2:52] Hier sehen wir, wie ein grundlegendes Prinzip, nämlich das, dass man den eigenen Besitz nicht allzu strikt für sich alleine haben möchte. Besitz, Eigentum wird ja in der Bibel geschützt, aber Gott wünscht sich auch, dass wir nicht allzu kleinlich damit umgehen. Wie dieses Prinzip jetzt auf verschiedene Sachverhalte, auf verschiedene Situationen Anwendung findet, das zeigt uns, dass die Gebote, die hier uns in diesen Kapiteln gegeben werden, beispielhaft sind, exemplarisch. Und Gott wünscht sich, dass wir das Prinzip dahinter eruieren, verstehen und dann auch auf die Situationen in unserem Leben übertragen, wo es vielleicht nicht gerade um Oliven oder Weinbeeren geht, sondern vielleicht auch andere Situationen, aber wo das gleiche Prinzip zum Tragen kommt.

[3:41] Und du sollst bedenken, dass du selbst ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten. Darum gebiete ich dir, dies zu tun.

[3:52] Erneut sehen wir, dass die Erfahrungen der Erlösung die Grundlage ist für ein gerechtes Leben, so wie Gott es sich wünscht.

[3:59] Wenn zwischen Männern ein Streit entsteht und sie vor Gericht treten und dann richtet sie, so soll man den Gerechten für gerecht erklären und den Übeltäter für schuldig. Und wenn der Übeltäter Schläge verdient hat, soll der Richter ihn niederfallen lassen. Man soll ihm vor seinen Augen die bestimmte Tracht Prügel geben, je nach dem Maß seiner Schuld.

[4:21] Die Strafe steht also proportional zu der Schwere der Schuld. Das ist ein Prinzip, das auch ganz am Ende der Zeit nach den 1000 Jahren, wenn das Feuer fallen wird, eine Rolle spielen wird.

[4:35] Wenn man ihm 40 Streiche gegeben hat, soll man nicht weiter schlagen, damit er nicht zu viel geschlagen wird, wenn man ihm mehr Streiche gibt, und dass dein Bruder nicht verächtlich gemacht wird vor deinen Augen.

[4:51] Offensichtlich gibt es nicht nur das Prinzip, dass Strafe und Schwere der Schuld proportional sind, sondern es gibt auch das Prinzip, dass es eine Obergrenze, ein Limit für die Strafe gibt, weil noch mehr Strafe würde dazu führen, dass der Geschlagene verächtlich würde. Gott kennt ein absolutes Limit in der Bestrafung und das bedeutet, dass es bei Gott dieses Prinzip einer ewig fortdauernden Strafe gar nicht geben kann und deswegen auch keine ewig brennende Hölle gibt, in der Menschen ewig lang gequält werden. Das würde allein in diesem Vers, diesem Prinzip deutlich widersprechen und natürlich auch vielen anderen Bibelstellen, zu dem wir im Laufe der Monate und Jahre noch kommen werden.

[5:33] Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt. 1. Korinther 9, einen Vers, wo Paulus das auch anwendet auf menschliche Sachverhalte in der Gemeinde.

[5:45] Wenn Brüder beieinander wohnen und einer von ihnen stirbt und er hatte keinen Sohn, so soll die Frau des Verstorbenen nicht einem fremden Mann von auswärts gehören, sondern ihr Schwager soll zu ihr eingehen und sie sich zur Frau nehmen und ihr die Schwagerpflicht leisten. Und es soll geschehen: Der erste Sohn, den sie gebiert, soll den Namen seines verstorbenen Bruders weiterführen, damit sein Name nicht aus Israel ausgelöscht wird.

[6:07] Gefällt es aber dem Mann nicht, seine Schwägerin zu nehmen, so soll seine Schwägerin hinaufgehen ins Tor zu den Ältesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen in Israel zu erwecken. Er will mir die Schwagerpflicht nicht leisten. Dann sollen die Ältesten der Stadt ihn herbeirufen und mit ihm reden. Wenn er dann dabei bleibt und spricht: Es gefällt mir nicht, sie zu nehmen, so soll seine Schwägerin vor den Ältesten zu ihm treten und ihm seinen Schuh vom Fuß ziehen und ihm ins Angesicht spucken. Und sie soll das Wort ergreifen und sagen: So soll man jedem antun, der das Haus seines Bruders nicht bauen will. Und sein Name soll in Israel das Haus des Barfüßers heißen.

[6:44] Es sollte eine Ehre sein für jeden, auch für den Verstorbenen, da noch Nachkommen zu zeugen, so dass die einzelnen Sippen, die Familiennamen nicht aussterben in Israel.

[7:00] Wenn zwei Männer miteinander streiten und die Frau des einen läuft hinzu, um ihren Mann von der Hand dessen, der ihn schlägt, zu retten und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham, so sollst du die Hand abhauen, du sollst sie nicht verschonen.

[7:12] Das Prinzip dahinter ist sehr interessant, nämlich dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Man kann nicht alles Mögliche tun, nur für einen guten Zweck.

[7:22] Du sollst in deinem Beutel nicht zweierlei Gewichtsteine haben, große und kleine. In deinem Haus soll nicht zweierlei Maß sein, ein großes und ein kleines. Du sollst volles und rechtes Gewicht und volles und rechtes Maß haben, damit du lange lebst in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt. Denn jeder, der so etwas tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel. Jeder, der Ungerechtigkeit übt, der mit zweierlei Maß misst, egal ob es um ein Haus oder um Getreide oder auch um Charakter geht, der ist dem Herrn ein Gräuel.

[7:55] Gedenke daran, was die Amalekiter dir angetan haben auf dem Weg, als sie aus Ägypten gezogen sind.

[8:04] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass wir sehen können, dass deine Vorschriften gerecht sind und dass die Prinzipien dahinter von großer Tiefe und weitreichender Bedeutung sind. Dass wir heute auch gesehen haben, dass du zwar gerechte Strafe anordnest – wir wissen, dass es auch am Ende der Zeit so sein wird – aber dass es auch für die Strafe ein Limit gibt und dass du niemanden so strafst, dass er verächtlich wird. Danke, Herr, dass du gerecht bist in allen deinen Wegen, dass wir auf dich vertrauen dürfen und im Alltag deine Prinzipien umsetzen können durch deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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