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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 5. Mose 5:12-33, insbesondere die Zehn Gebote. Er erklärt die doppelte Bedeutung des Sabbats als Gedenken an Schöpfung und Erlösung. Der Sprecher thematisiert die Angst des Volkes vor Gottes direkter Stimme am Sinai und ihren Wunsch nach Moses Vermittlung, betont aber Gottes Sehnsucht nach einer engen Beziehung. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Wort nicht zu scheuen, auch wenn es Sünden offenbart, sondern seine transformative Gegenwart zu suchen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 206. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns sprichst. Danke, dass du unser persönlicher Freund sein möchtest. Danke, dass du dein Wort für jeden von uns gesandt hast. Und das ist für mich und für jeden, der jetzt hört und zuschaut, gilt, wenn wir es im Glauben annehmen, egal ob wir damals dabei gewesen sind beim Sinai oder nicht. Danke, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist, durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:19] Wir sind gerade in 5. Mose, Kapitel 5. Mose wiederholt noch einmal auf Anweisung Gottes die Zehn Gebote. Wir sind in Vers 12: "Halte den Sabbat und heilige ihn, wie es dir der Herr, dein Gott, geboten hat." Wir haben über den Sabbat schon auf den ersten Seiten der Bibel erfahren. Das ist ein Tag, den Gott eingesetzt hat als besonderen Gedenktag für seine schöpferische Kraft. Jeder Samstag, von Freitagabend bis Samstagabend, soll ein besonderer Tag sein, den wir heiligen, um uns daran zu erinnern, dass Gott unser persönlicher Gott ist.
[1:56] "Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch ein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du." Gott möchte, dass wir nicht nur selbst den Sabbat halten, sondern dass wir auch darauf achten, dass alle, die in unserem Einflussbereich sind, die Gelegenheit, die Möglichkeit haben, den Sabbat ebenso zu beachten.
[2:25] "Denn du sollst bedenken, dass du auch ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten, und dass der Herr, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst." In 2. Mose war die Begründung für den Sabbattag die Schöpfung. Hier ist die Begründung für den Sabbat die Erlösung, die Erlösung aus Ägypten, die ein Typus war, eine Illustration der Erlösung, die Gott jedem Menschen anbietet: die Erlösung von der Sünde. Weil Gott unser Schöpfer ist, weil Jesus unser Chef ist und weil er unser Erlöser ist, deswegen hat er uns den Sabbat gegeben. Denn Erlösung ist ja nichts weiter als Neuschöpfung durch die gewaltige Kraft Gottes. Jeder Sabbat, den wir feiern, erinnert uns an Gottes schöpferische und neuschöpferische, erlösende Macht.

[3:24] "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie es dir der Herr, dein Gott, geboten hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten und sollst nicht gelüsten nach dem Haus deines Nächsten, noch nach seinem Acker, noch nach seinem Knecht, noch nach seiner Magd, noch nach einem Rind, noch nach seinem Esel, noch nach allem, was dein Nächster hat."

[3:57] Diese Worte redete der Herr zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berg, mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und der Dunkelheit, mit gewaltiger Stimme. Und er fügte nichts hinzu. Er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
[4:12] Diese Zehn Gebote, kurz und prägnant formuliert, beschreiben die gesamte Pflicht eines Menschen. Sie beschreiben seine Beziehung zu Gott und die Beziehung untereinander. Sie beschreiben das Wesen Gottes, zusammengefasst in einige wenige Sätze, die wir praktisch umsetzen können, sodass wir das Wesen Gottes in unserem Alltag besser verstehen können, indem wir diese Prinzipien durch seine Gnade, durch seine Kraft, durch seinen Geist praktizieren und ausleben.

[4:45] Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet und der Berg im Feuer brannte, da tratet ihr zu mir, alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten, und ihr spracht: "Der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit, seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Heute haben wir gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben. Sie sagen: Wir sehen, Gott spricht, und er hält uns am Leben. Und nun, warum sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des Herrn, unseres Gottes, noch weiter hören, so müssen wir sterben."
[5:19] Sie haben zwar erlebt, dass Gottes Wort sie nicht umbringt, aber sie haben doch Angst vor dem Wort Gottes. Denn sie fürchten, dass sie doch sterben können, denn sie wissen, dieses Wort Gottes ist wie ein verzehrendes Feuer. Deswegen kam ja Feuer vom Himmel und verband den Himmel mit dem Sinai. Dieses Wort Gottes, seine Macht, seinen Geist, erforscht das Herz, erforscht die Nieren und zeigt uns, wo unsere Sünden sind, damit wir diese Sünde ihm geben. Aber wenn wir diese Sünde festhalten wollen, dann bekommen wir Angst vor Gott, so wie Adam und Eva Angst vor Gott bekamen.
[5:54] Wenn das Wort Gottes uns vielleicht zu nahe kommt, dann lasst uns keine Angst haben. Es kommt uns nur scheinbar zu nah. Es kommt uns so nahe, wie es kommen muss, um uns zu zeigen, wie sehr wir Gott brauchen und uns zu zeigen, welche Dinge wir aufgeben müssen, damit wir wirklich mit Gott leben können.

[6:11] Sie sagen weiter: "Denn wer von all dem Fleisch könnte die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer reden hören wie wir und am Leben bleiben?" Die rhetorische Frage soll ausdrücken: Kein Mensch kann dauerhaft so nahe bei Gott sein. Aber dann sagen sie in Vers 27: "Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird, und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen darauf hören und es tun."
[6:35] Ja, Mose war ein Mensch, doch ein besonderer Mensch. Sie wussten, dass Mose eine andere Beziehung zu Gott hatte als sie selbst. Sie wussten, dass sie mit ihren sündigen Gedanken in der Gegenwart Gottes vergehen würden, während Mose ein wirklicher Freund Gottes war.
[6:52] Wie oft sind wir zufrieden damit, dass andere Menschen uns sagen, was Gott uns sagen möchte, weil wir nicht wirklich in der direkten Gegenwart Gottes sein möchten? Lieber Freund, liebe Freundin, scheue dich nicht vor der direkten Gegenwart Gottes, auch wenn du merkst, dass er dann Dinge wegschneidet aus deinem Herzen. Sei nicht zufrieden damit, dass jemand anders dir erklärt, was Gottes Wort sagt.

[7:18] Als der Herr den Wortlaut ihrer Rede hörte, die sie mit mir redeten, da sprach der Herr zu mir: "Ich habe den Wortlaut der Rede dieses Volkes gehört, die sie mit dir geredet haben. Es ist alles gut, was sie geredet haben. Wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und all meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut ginge, ihren Kindern ewiglich!"
[7:41] Gott wünscht sich so sehr, dass wir seine Gebote lieben. Er wünscht sich so sehr, dass wir ihn fürchten, zwar allezeit, nicht nur ab und zu, nicht nur dann, wenn wir plötzlich mit seinem Wort äußerlich konfrontiert sind, sondern immer, wenn es uns ein Herzensanliegen ist. Gott wünscht sich, dass wir dabei bleiben und uns für sein Wort interessieren.

[8:01] "Geh hin und sage ihnen: 'Kehrt heim in eure Zelte!' Du aber sollst hier bei mir stehen bleiben, damit ich dir alle Gebote und Satzungen und Rechtsbestimmungen verkünde, die du sie lehren sollst, damit sie sie tun im Land, das ich ihnen zu besitzen gebe."
[8:13] Sie wollten nicht selbst Gottes Stimme hören. Sie wollten lieber, dass ein anderer ihnen das erklärt, damit sie ein bisschen auf Distanz zu Gott bleiben können. Und Gott macht nichts, denn Gott liebt sein Volk so sehr, dass er sogar eine Beziehung auf Distanz auf einen Zeitraum eingeht, damit sie ihn noch besser kennenlernen. Hier entsteht der sogenannte Alte Bund. Aber Gott hat mehr vor.
[8:39] "So gebt nun Acht, dass ihr tut, wie der Herr, euer Gott, euch geboten hat, und weicht nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, sondern wandelt in allen Wegen, die euch der Herr, euer Gott, geboten hat, damit ihr lebt und es euch gut geht und ihr lange bleibt in dem Land, das ihr besitzen werdet."

[8:53] Lasst uns gemeinsam beten: Herr, vergib uns, dass wir, wenn wir merken, dass dein Wort so nahe kommt unserem Herzen, dass wir so oft zurückschrecken. Gib, dass wir wie Mose in deiner Gegenwart bleiben.
[9:10] Wir wissen, dass du nicht gekommen bist, um uns umzubringen. Du bist gekommen, uns zu retten. Du bist gekommen, um uns zu zeigen, wie du wirklich bist, und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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