In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die prophetischen Botschaften aus Amos 3-4. Es wird beleuchtet, wie Gott durch seine Propheten spricht und warum es wichtig ist, auf diese Botschaften zu hören. Die Predigt thematisiert Gottes Gericht über Israel aufgrund von Sünde und Ungerechtigkeit und ruft gleichzeitig zur Umkehr und Annahme von Gottes Vergebung auf.
Gott auf (m)einer Seite: Amos 3:6-4:12
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: AmosPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 945. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Erlösung, die du uns geschenkt hast durch Jesus Christus. Wir danken dir für die Führung, die du uns in unserem Leben gezeigt hast durch das Wirken deines Heiligen Geistes an und in unserem Herzen. Wir danken, dass du uns Siege geschenkt hast durch deine allmächtige Kraft, die wir in unserem Leben schon oft erleben durften. Wir möchten uns neu dafür entscheiden, mit dir zusammen zu gehen, so wie Hiob, so wie Noah. Wir möchten mit dir wandeln, auf das gleiche Ziel wie du zugehen. Und möchte dich bitten, dass du heute auch durch den Propheten Amos, durch seine Worte, die vor langer, langer Zeit aufgeschrieben worden sind, zu uns persönlich heute in den Alltag hinein sprichst, dass die Kraft deines Wortes unser Herz erreicht. Und wir danken dir, dass es dein Wort ist, dass wir lesen dürfen, das rechte Verständnis. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:49] Wir sind in Amos Kapitel 3. Gott erinnert die Israeliten daran, dass er sie als besonderes Volk ausersehen hat, nachdem er ihnen vorher gezeigt hat, dass sie sich genauso schlimm verhalten wie alle Heidenvölker um sie herum. Aber eigentlich hatte er sie doch erlöst, hatte sie geführt, hatte ihnen den Sieg über die Amoriter geschenkt, hatte ihnen das Land gegeben. Und er stellt ihnen jetzt diese Frage: Können zwei zusammen gehen, wenn sie sich nicht einig geworden sind? Und dann stellt er eine Reihe von Fragen, die alle auf das Prinzip hinauslaufen, dass es eine Ursache für eine Wirkung gibt.
[2:30] Wir lesen weiter in Vers 6 in Kapitel 3: „Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne dass das Volk erschrickt? Wenn ein Hornruf ertönt, dann gibt es eine Folge, dann wird das Volk es bemerken. Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, dass der Herr nicht gewirkt hat?“ Nein, jetzt kommt ein sehr wichtiger Satz: „Nein, Gott, der Herr, tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geöffnet hat.“
[3:05] Uns nicht einfach. Es stimmt, dass die Ereignisse der Endzeit für sehr viele Menschen wie eine überwältigende Überraschung hereinbrechen werden. Aber nur deswegen, weil sie den Propheten, den Knechten Gottes, nicht zugehört haben, nicht Zeit damit verbracht haben, die Botschaft der Propheten zu verstehen. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott möchte, dass du seine Botschaft verstehst. Er hat sie so gegeben auf verschiedene Art und Weisen, immer wieder dieselbe Botschaft, mal in positiv, mal in Geschichten, mal in Prophezeiung, in den Berichten der Evangelisten, in Briefen, auf die verschiedenste Art und Weise, dass jeder, der möchte, der wirklich sich die Frage stellt: Was ist Gottes Plan für mein Leben? Wie kann ich mit ihm gehen? Diese Botschaft finden kann und mit Gott gehen kann.
[4:04] Das habe ich in meinem eigenen Leben erlebt. Damals war kein großer, theologisch hochgebildeter Mann, er war ein einfacher Hirte. Und doch konnte er Gottes Wort verstehen und weitergeben. Und jeder von uns, egal wer du bist, befreundet, kann Gottes Wort verstehen, denn Gott tut nichts, ohne dass er nicht durch seine Propheten zu uns gesprochen hat. Das gilt für die biblischen Propheten als auch für den Geist der Weissagung, von dem die Bibel sagt, dass er auch in der Endzeit aktiv sein wird und den wir natürlich prüfen müssen an der Bibel, weil es viele falsche Propheten gibt. Aber Gott spricht durch seine Propheten und zwar sein Geheimnis, das dann, weil es offenbart ist für den, der den Propheten glaubt, der an Gott glaubt, kein Geheimnis mehr ist.
[4:59] Wir erinnern uns an die Geschichte von Daniel in Daniel 2. Ein königlicher Traum hatte und Daniel immer wieder sagt, dass Gott dem König Nebukadnezar ein Geheimnis offenbart hat. Und so möchte auch Gott zu uns sprechen. Das Geheimnis Gottes, sagt es auf Morgen 10, ist letztlich die Hals-Butter, das Evangelium, das Gott prophetische Art und Weise seit den Tagen Edens, in 1. Mose 3, immer wieder auf verschiedene Arten und Weisen uns präsentiert.
[5:28] „Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott, der Herr, redet, wer sollte nicht weissagen?“ Warum weissagt ein wahrer Prophet? Weil Gott gesprochen hat. Ein wahrer Prophet spricht nicht einfach, weil ihm die Zeit langweilig wird. Es gibt viele falsche Propheten, die tatsächlich verführen und Worte machen, ohne dass Gott damit etwas zu tun hat. Aber wenn ein wahrer Prophet spricht, dann deswegen, weil Gott redet.
[5:55] Und wir müssen uns bewusst machen, dass die Botschaft der biblischen Propheten und des Geistes der Weissagung existieren, weil Gott, der allmächtige Gott, etwas uns zu sagen hat, weil er mit dem Zustand des Volkes Gottes, so wie es ist, nicht zufrieden ist, sondern möchte, dass wir darüber nachdenken, wie wir wirklich mit ihm gehen können.
[6:20] „Lasst es hören auf den Palästen von Asdod und auf den Palästen im Land Ägypten und sprecht: Versammelt euch auf den Bergen von Samaria und seht, welche wildes Treiben darin herrscht und was für Bedrückung dort vorkommt.“ Dort, das ist in eine Stadt der Philister, Ägypten, es ist ein ganzheitliches Königreich. Gott sagt: „Lasst die Heiden sehen, wie gottlos es im Königreich Israel zugeht.“ Mit anderen Worten, Israeliten im Norden, Israel hier, Samaria insbesondere angesprochen, haben es so schlimm getrieben, dass sogar die Heiden, die Gottes Wort nicht kennen, sehen würden, dass das, was Israeliten tun, nicht richtig ist.
[7:04] Kann es heute auch noch passieren, dass wir uns so falsch verhalten, dass sogar Menschen, das Wort Gottes nicht kennen, sehen, dass man sich so nicht verhalten sollte? Sie sind unfähig, das Rechte zu tun. Spricht daher: „Sie häufen durch Unrecht und Gewalt in ihren Palästen.“ Schätzt an. Darum, so spricht Gott, der Herr: „Der Feind wird kommen und dein Land umringeln, umzingeln. Er wird deine Macht zu Boden stürzen und deine Paläste werden geplündert.“
[7:33] „So spricht der Herr: Wie ein Hirte aus dem Rachen des Löwen zwei Schenkel oder ein Ohrläppchen rettet, so sollen die Kinder Israels, dieser Maria, wohnen. Er rettet. Sie werden nur die Kopf-Ecke, das sowas und in der Mast des Ruhebettes retten.“ Es geht hier insbesondere um das Nordreich Israel. Ein schreckliches Gericht wird angekündigt.
[7:53] „Hört und legt Zeugnis ab gegen das Haus Jakob, spricht der Herrscher, der Herr der Herrscharen. An dem Tag, da ich Übertretung des Hauses Israel an ihm heimsuche, werde ich auch die Altäre von Bethel heim suchen, so dass die Hörner des Altars abgehauen werden und zu Boden fallen.“ Wir wissen, dass als das Nordreich Israel sich von Juda abspaltete, König Rehabiam zwei Stierkälber aufgebaut hatte als Götzenbilder in Bethel, im Süden des Nordreiches, und in Dan. Und darauf bezieht sich dieser Vers. Wenn Gott Gericht hält, dann werden die Götzen weggetan.
[8:30] „Und ich will den Winterpalast samt der Sommerresidenz zertrümmern und die Elfenbeinhäuser sollen untergehen und die großen Häuser verschwinden.“ Spricht daher, das galt als besonderer Luxus, wenn man mehrere Residenzen hat, wenn man also zwischen Winter und Sommer sogar verschiedene Paläste aufsuchen konnte. Wissen von dem letzten König des Königsreichs wieder ganz stolz darauf war, dass er jetzt zwei Paläste hat, während alle seine Vorgängerkönige nur einen Palast gehabt haben.
[9:07] Die Könige Israels im Norden waren durchaus sehr mächtig und auch reich. Tatsächlich hat man in Samaria sehr kostbare Elfenbeinschnitzereien gefunden, die uns den Eindruck vermitteln, dass es wirtschaftlich zum Teil diesem Königreich sehr gut gegangen ist, vor allem unter König Jerobeam dem Zweiten, der noch einmal auch territorial sich sehr ausgebreitet hat. Aber der Prophet Amos zeigt das Schlaglicht Gottes auf diesen ganzen Reichtum und zeigt, dass all das mit Sünde und mit Unrecht erworben worden ist und deswegen vor Gott keinen Bestand haben kann.
[9:47] Kann es auch sein, dass wir in unserem Leben Luxus und mindestens Reichtum oder auch jawohl ergehen und kaufen durch Ungerechtigkeit und durch ja falsches Handeln? All das wird vor Gottes Gericht keinen Bestand haben können.
[10:02] „Hört dieses Wort, ihr Kühe von Baschan, auf dem Berg von Samaria, die ihr die geringen bedrückt und die Armen misshandelt und zu euren Herren sagt: Schafft herbei, damit wir trinken können.“ Das sind insbesondere reiche Frauen, die den Luxus hier leben und die dazu beitragen, dass die Armen unterdrückt werden.
[10:19] „Gott, der Herr, hat bei seiner Heiligkeit geschworen: Sie, es kommen Tage über euch, da man euch an Haken wegschleppen wird und eure Nachkommen an Fische angeln. Und ihr werdet durch die Mauer brechen hinausgehen, jeder gerade vor sich hin und zum Hermann hingeworfen werden.“ Hermann ist im Norden, raus aus dem Land werden sie geworfen.
[10:36] „Geht nur nach Bethel und sündigt, und in Gilgal sündigt noch mehr. Bringt nur jeden Morgen eure Opfer und am dritten Tag eure Zehnten. Verbrennt nur Schlachtopfer und ruft freiwillige Gaben aus, damit man es hören kann. Denn so habt ihr es gern, ihr Kinder Israel, spricht Gott, der Herr.“ Gott ist verzweifelt, denn obwohl die Israeliten eine gewisse religiöse Frömmigkeit an den Tag legen, gewisse Riten einhalten, sündigen sie immer weiter. Sie wollen nicht auf ihn hören.
[11:07] „Dafür habe ich euch auch blanke Zähne gegeben in allen euren Städten und Mangel an Brot an allen euren Orten. Und dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der Herr.“ Gott hat Strafe gesandt, und die Solidarnamen ist nicht zu Herzen genommen.
[11:19] „So habe ich euch auch den Regen vorenthalten bis drei Monate vor der Ernte. Und ich ließ es regnen auf die eine Stadt, während ich es auf die andere Stadt nicht regnen ließ. Ein Feld wurde beregnet und ein anderes, auf das es nicht regnete, verdorrte.“ Mit anderen Worten, das war ganz offensichtlich übernatürlich. Die Israeliten sollten merken, das war nicht nur eine Klimaveränderung, das war Gottes Eingreifen. Und trotzdem sind sie nicht umgekehrt.
[11:42] „Und es waren zwei, drei Städte zu einer Stadt und Wasser zu trinken, und bekamen doch nicht genug. Und dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der Herr.“
[11:50] „Ich schlug euch gleich mit Getreidebrand und mit Verderben, wenn eure Gärten und eure Weinberge, eure Feigenbäume und eure Ölwanne viel hervorbrachten, fraß es die Heuschrecke ab.“ Mit anderen Worten, da gab es Ernteausfälle, die natürlich lebensbedrohlich waren für seine Gesellschaft damals. Wieso heute lebensbedrohlich sein kann, wenn die Ernten ausfallen. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der Herr.
[12:10] „Ich nannte die Pest unter euch wie einst gegen Ägypten. Ich tötete eure junge Mannschaft mit dem Schwert und führte eure Pferde gefangen weg und ich ließ den Gestank eurer Leichen in eure Nase steigen. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt.“
[12:24] Ernteausfälle, Dürre, all das, was das Leben in einer antiken Gesellschaft so fundamental bedrohte, sandte Gott als Warnung. Und trotzdem sind Israeliten durch nichts zu Umkehr zu bewegen gewesen.
[12:41] „Ich kehrte etliche unter euch um, wie Gott Sodom und Gomorra umgekehrt hat.“ Er sagt, das, was ich tue, das habe ich ja schon an den Ägyptern getan, das habe ich damals an den Kanaanitern getan, was also zeigt, wie weit sie von Gott entfernt waren.
[12:58] „Und ihr wart wie ein aus dem Brand gerettetes Holzscheit.“ Diese Formulierung kommt noch einmal vor, interessanterweise, und zwar in Sacharja 3, Vers 2. Ihr könnt das lesen, den ganzen Abschnitt dort, dann seht ihr, was Gott eigentlich vorhatte. Was eigentlich wollte er? Er wollte das Volk Israel nicht schädigen, wollte ihm nichts Böses tun. Er wollte sie nicht strafen. Er wollte ja eigentlich, dass sie zur Umkehr kommen. Er wollte, dass sie das erleben, was in Sacharja 3 steht.
[13:29] „Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der Herr.“
[13:36] Was wird aus uns, wenn wir die Einladung Gottes zur Umkehr ignorieren? Wenn wir auch die Gerichte Gottes, die unserem Leben uns zeigen, dass sie etwas ändern müssen, ignorieren?
[13:48] „Darum will ich so mit dir verfahren, Israel, wenn ich denn so mit dir verfahren will. So mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel.“ Dieser Vers wird oft zitiert, um einfach zu sagen, wir müssen halt auf die Wiederkunft vorbereiten. Dieser Vers hat eine sehr viel, das ist stimmt natürlich, aber es hat eine sehr ernste, Unterton, sehr ernste Botschaft.
[14:13] Wenn Israel sich nicht bekehren möchte, dann soll es sich bereit machen, dem richtenden Gott in die Augen zu schauen. Denn auf diese Begegnung kann man das, ist sozusagen die Idee hier, bildlich kann man sagt nicht adäquat mehr vorbereiten, denn diese Begegnung mit einem richtenden Gott, dessen Vergebung man abgelehnt hat, ist immer letztendlich ein Vernichtungsurteil.
[14:38] Lasst uns heute umkehren, wenn wir noch nicht umgekehrt sind. Lasst uns nicht länger warten, sondern lasst uns Buße als Geschenk annehmen, Reue empfinden, uns unserem Gott umkehren. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, verzeihe uns, dass wir so oft deine Einladung zur Buße und Umkehr ignoriert haben, dass wir so oft nachlässig mit dem Wort deiner Propheten umgegangen sind, obwohl du es bist, der zu uns geredet hat und redet. Herr, wir wollen uns wirklich vorbereiten auf die Wiederkunft, aber so, wie du es möchtest, und umkehren, neue Gedanken von dir bekommen und aus deinem Wort leben, denn wir wissen, dass du nichts tust, hast du nicht in deinem Wort uns auch schon angekündigt hast. Danke, dass du dir vertrauen dürfen. Im Namen Jesu. Amen.
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