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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt analysiert Christopher Kramp den Propheten Amos und seine Botschaft an das Volk Israel. Es wird beleuchtet, wie Gott sich echte Gerechtigkeit und ein Leben in seiner Nähe wünscht, anstatt nur äußerliche Rituale. Die Folgen von Hochmut und Selbstbezogenheit werden anhand historischer Beispiele und prophetischer Warnungen aufgezeigt. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Fürbitte und der Gnade Gottes hervorgebracht, die uns trotz unserer Fehler am Leben erhalten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 947. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich heute von Herzen suchen. Wir möchten mit dir gehen, wir möchten deine Stimme hören, wir möchten dir folgen in allem, was du uns zeigst. Wir möchten das Gute suchen und nicht das Böse. Wir möchten dich bitten, dass du uns eine Liebe zur Gerechtigkeit, eine Liebe zur Wahrheit, eine Liebe zu dir, eine Liebe zu allem Guten schenkst und einen Hass auf das Böse und einen Hass auf die Sünde. Wir sind überzeugt davon, dass der Prophet Amos ganz stark in unsere Zeit spricht und möchten dich bitten, dass wir heute durch sein Wort, durch dein Wort, das er übermittelt hat, angesprochen werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Wir sind in Amos Kapitel 5. Amos hat den Israeliten deutlich gemacht, dass sie zweimal behaupten, Gottes Volk zu sein, aber Gott sich viel mehr wünscht, dass es tatsächlich auch einmal Realität werden würde. Das ist nicht eine Theorie, dass all die Opfer, die sie bringen, und der Gottesdienst, den sie feiern, Gott widerlich ist, wenn sie gleichzeitig sündigen, an der Sünde festhalten und gegen Gott in ihrem Leben rebellieren. All die Lieder, all die Reden, all die Feste sind dann Gott zuwider. Er möchte, dass sich Gerechtigkeit in unserem Leben zeigt und zwar nicht als kleines Rinnsal, sondern als unversiegbarer Strom. In anderen Worten, dass wir beständig mit Gott so eng verbunden sind, dass das Leben, das in Gott ist, unser Leben prägt und so durchdringt, dass wir auch für andere noch ein Vorbild sind und ein Segen.

[2:37] Wir lesen weiter in Vers 25 von Kapitel 5: "Habt ihr etwa mir während der 40 Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht, ihr vom Haus Israel? Ihr habt die Hütten eures Moloch und den Kaiwan, eure Götzenbilder getragen, das Sternbild eurer Götter, die euch gemacht hat." Gott legt den Finger auf die Wunde und sagt: Das Problem, das sie Amos anspricht, ist nicht erst ein neues Problem seit den Anfängen des Volkes Israel. Es war so, dass die Israeliten zwar Gott in ihre Mitte hatten und gesagt haben, dass sie das Volk Gottes sind und Gott ihnen den Bund angeboten hatte, aber dass sie trotzdem ihre Katzen mit sich mitgeschleppt haben und zwar die ganze Wüstenwanderung hindurch.

[3:35] "Und ich will euch bis über Damaskus hinaus in die Gefangenschaft wegführen", spricht der Herr, Gott der Herrscharen ist sein Name. Damaskus war damals die Hauptstadt des Königreichs Aram. Damaskus, ein relativer Nähe zum Nordreich Israel. Aber Gott sagt: Die Gefangenschaft geht viel weiter, als ihr euch vorstellen könnt. Bis dahin waren vor allem die Aramäer ein wesentlicher Feind der Israeliten gewesen. Aber jetzt war die Zeit, in der die Assyrer den ganzen Nahen Osten für sich eroberten und die Wegführung jetzt kommen würde. Dann später die Babylonier für das südliche Reich, oder die führten Israeliten noch weit, weit weiter weg, als sie es jemals sonst erlebt hatten oder sie sich hätten vorstellen können.

[4:17] "Wehe den Sorglosen in Zion und den Sicheren auf dem Berg von Samaria!" Hier sehen wir wieder, dass Amos spricht das Südreich Juda, also Zion, und Samaria, die Hauptstadt des Nordreichs, die auf einem Berg gegründet worden ist, wie uns erste Könige berichtet. "Den Vornehmsten der ersten der Völker, zu denen das Haus Israel kommt. Geht hinüber nach Kalne und seht es euch an und kommt dann von dort nach Hamat, der großen Stadt. Steigt auch hinab nach Gat, den Philistern. Seid ihr besser als diese Königreiche, oder ist euer Gebiet größer als euer Gebiet?"

[5:05] Die Soliden sollen sich umschauen und sehen, was mit anderen Städten passiert ist. Wir wüssten nur allzu gerne, wo genau Kalne gewesen ist, Hamat, eine Königsstadt, auch ein Königreich, noch nördlicher als Damaskus. Gelingt dann auch an die Assyrer irgendwann. "Ihr meint, ihr könnt den Tag des Unheils hinausschieben und bringt doch den Thron der Gewalttat immer näher." Israeliten dachten, das quasi nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. Es wird schon nicht so schlimm werden. Oder später. Und in Wirklichkeit kam das Unheil immer näher an sie heran.

[5:39] "Sie liegen auf Elfenbeinbetten und strecken sich auf ihren Ruhe Lagern aus und verzehren fette Schafe von der Herde weg und Kälber frisch aus dem Maststall. Sie fantasieren auf der Harfe und erfinden Musikinstrumente wie David das. Und übrigens auch zeigt, dass David tatsächlich eine Reihe von Musikinstrumenten erfunden hat für den Dienst am Heiligtum, damals natürlich aus echter Überzeugung, Gott preisen zu wollen. Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit den besten Ölen, aber um den Schaden Josef kümmern sie sich nicht."

[6:13] Die Elite des Volkes Gottes, die dem Luxus frönt, die der neuesten Mode folgt, die sich künstlerisch ganz ausnehmend betätigt, die wirklich die besten Produkte hat, aber sich nicht darum kümmert, was im Volk Gottes falsch läuft. Wenn wir nur den eigenen Vorteil sehen, wenn wir nur wünschen, dass es uns selbst gut geht, wenn wir nur studieren, weil wenn wir nur sozusagen unser Leben so führen, immer mit dem Ziel, dass wir den Vorteil haben und wir nicht sehen, was im Volk Gottes schief läuft und wo wir helfen könnten, helfen sollten, helfen müssten.

[7:05] "Darum sollen sie nun an der Spitze der weggeführten in die Gefangenschaft wandern, und das Jauchzen der Schlemmer wird verstummen. Sie werden die ersten sein, die in die Gefangenschaft gehen." Und hier bewahrt sich dann das Wort von Jesus, dass die ersten die letzten werden sollen. Gott der Herr hat bei sich selbst geschworen. Das ist etwas sehr, sehr Entscheidendes. Wir finden das mehrmals in der Bibel, dass Gott was ich selbst schwört, zum Beispiel erste Mose 22, wo er uns versichert, dass das Evangelium gegeben wird, den Plan der Erlösung, den er versprochen hat, der wird tatsächlich ausgeführt werden. Und Hebräer 6 sagt uns ganz deutlich, dass wenn Gott schwört, dann deswegen, weil er uns eine zusätzliche Zusicherung geben will, dass das, was er sagt, auch nach menschlichem Verständnis absolut unverbrüchlich ist und auf jeden Fall geschehen wird.

[7:52] Und auf morgen 10 er schwört dann Gott, dass es keine Zeit mehr geben wird, sondern das Geheimnis Gottes, das Evangelium, wie es als prophetische Mutter verkündigt worden ist, definitiv zum Ende kommen wird.

[8:09] Was verspricht Gott durch einen Schwur hier? "Ich verabscheue den Hochmut Jakobs und hasse seine Paläste, darum gebe ich die Stadt preis samt allem, was darin ist." Genauso sicher, lieber Freund, liebe Freunde, lass uns das genau durchdenken. Genauso sicher wie das Evangelium absolut unverrückbar ist, und genauso sicher wie es absolut unverrückbar ist, dass das Evangelium zum Ziel kommt und Jesus wiederkommen wird, das Evangelium die ganze Welt erreichen wird, genauso unverrückbar ist es, dass Gott Hochmut in seinem Volk hasst und richten wird. Es ist genauso unverrückbar. Er hat es geschworen.

[8:56] So wie damals geschworen hat, dass die erste Generation Israeliten nicht in das Land Kanaan hineingehen konnte und sie ging auch nicht hinein. "Und es wird geschehen, wenn zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, so sollen sie sterben. Und er hebt dann seine Angehörigen und seinen Leichenverbrenner den Toten auf, um die Gebeine aus dem Haus zu schaffen und fragt er den Drinnen im Haus, ist noch jemand bei dir? So wird er antworten: Niemand mehr. Dann wird er sagen: Still, der Name des Herrn soll nicht erwähnt werden." Übrigens haben wir das letztes Mal erwähnt, es gibt zwei Stellen in den thematisierten Leichenverbrenner. Hier finden Sie interessanterweise noch eine dritte Stelle, dass es dort Leichenverbrenner gegeben hat.

[9:42] "Denn siehe, der Herr wird Befehl geben, dass das große Haus in Trümmer geschlagen wird und das kleine Haus in Stücke. Alles wird gerichtet werden. Können Rasse auf Felsen rennen oder kann man mit Rindern darauf pflügen, dass ihr das Recht in Gift verwandelt habt und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut."

[10:06] Amos hat immer wieder diese rhetorischen Fragen. Das ist ein besonders Kennzeichen auch das ist mir auffällt, das an seine Verkündigung zur charakteristisch ist, diese rhetorischen Fragen, die wir schon z.B. Kapitel 3 öfter gesehen haben. "Und dass ihr euch über Nichtiges freut und sagt: Haben wir nicht mit eigener Kraft und Macht verschafft?" Da könnte da nicht sofort auch an wer wir denken, da nicht sofort auch an Nebukadnezar, der in Daniel 4 auf dem Palast geht und sich selbst berühmt, das alles erbaut zu haben. Wann immer wir denken, dass wir selbst zu klug sind und so selbst, so stark sind, dann sind wir letztlich auf dem Weg, den Satan eingeschlagen hat, als er zu Satan wurde, als Luzifer im Himmel. Und das, was Gott im Geschenk hat für sein eigenes angeborenes Recht hielt, dass du dann verteidigen wollte, obwohl es gar keinen Grund gab, weil niemand es bekämpfen wollte und sich dann selbst erhöht hat.

[11:05] Der Blick auf uns selbst, anstatt auf Gott, führt immer ins Verderben. Und immer, wenn wir Gott verlassen, auf uns selbst schauen, sind auf dem falschen Weg.

[11:17] "Doch siehe, ich erwecke ein Volk gegen euch, ihr vom Haus Israel", spricht daher der Herr, Gott der Herrscharen, dass euch bedrängen wird vom Zugang nach Hamat bis zum Bach der Araber. Mit anderen Worten, von Norden bis nach Süden. Dies ließ Gott, der Herr, mich schon sehr erbildete Heuschrecken, als das Spätgras zu wachsen begann. Und siehe, es war das Spätgras nach der Heuernte des Königs. "Und es geschah, als sie nun das Grün des Landes vollends abgefressen hatten, dass sprach: Herr, vergib doch! Der Ort ist dem Herrn, es soll nicht geschehen."

[11:52] Mit anderen Worten, der Prophet, der all diese Schreckensmeldungen, diese Gerichts-Botschaften predigt, der möchte nicht, dass es geschieht. Wir haben bei Jeremia gelesen, dass er auch sich nicht gewünscht hat, dass das geschieht, was dort angekündigt wird. Der wahre Prophet bringt zwar die ungeschönte Wahrheit, aber er wünscht sich von ganzem Herzen, dass es vollkommen Geltung hat. Er liebt das Volk, auch wenn er die schmerzhaftesten Wahrheiten verkünden muss.

[12:21] "Der Reuende ist dem Herrn, er soll nicht geschehen", sprach der Herr. Dies ließ mich der, dies ließ mich Gott, der Herr, schauen. Siehe, Gott, der Herr, rief das Feuer bei zum Gericht, da fraß das fraß ein großes Loch und hatte schon das Erbteil ergriffen. Da sprach ich: Herr, Herr, lass doch ab! Wie soll Jakob bestehen? Er ist ja so klein. "Der Reuende ist dem Herrn, es soll nicht geschehen", sprach Gott, der Herr.

[12:45] Lieber Freund, liebe Freundin, weißt du, dass jemand für uns betet, dass jemand für uns eintritt, jemand dafür sorgt, dass das Gericht Gottes noch nicht über die Welt gegangen ist, weil wir als Volk Gottes nicht bestanden hätten? Jemand, der ruft: "Mein Blut, mein Blut, mein Blut!" als die vier Engel in Offenbarung 7 schon dabei waren, die vier Winde loszulassen, und nur ein anderer Engel sie dann aufgehalten hat im letzten Moment. Jesus für uns gesprochen hat: "Mein Blut, mein Blut, mein Blut!" und dem Vater noch mal deutlich gemacht hat, dass er sich wünscht, dass noch mehr gerettet werden.

[13:31] Ist uns bewusst, dass wir heute hier sitzen, stehen, hören, reden, dass wir noch in dieser Welt leben, weil Jesus für uns eintritt und sieht, dass wir als Volk noch nicht bereit sind? Lass uns ihn dafür danken.

[13:45] Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus für uns eintritt. Danke, dass du uns so lieb hast, dass du wann immer für uns eintrittst, auf ihn hörst und lass uns erneut bewusst machen, doch wenn wir das so oft vergessen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in dieser Welt leben, das ist keine Selbstverständlichkeit ist, dass diese Welt immer noch sich dreht, sondern das ist deine Gnade ist.

[14:21] Und dass du uns zur Umkehr rufst. Herr, danke. Und danke, dass wir sehen können, wie du bist. Und hilf uns, das auch, wenn wir wahrheitsgemäß die Botschaft, die Welt tragen, wie diesen gleichen Geist wie Amos haben, nichts in der Wahrheit verändern, aber trotzdem Liebe zu den haben, die drohen, verloren zu gehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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