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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Apostelgeschichte 10:17-42 spricht Christopher Kramp über die göttliche Führung, die nötig war, um Petrus‘ Vorurteile gegenüber Heiden zu überwinden. Er beleuchtet, wie Gott durch Visionen und Boten Cornelius und Petrus zusammenbrachte, um die Botschaft des Evangeliums für alle Menschen zugänglich zu machen. Die Predigt betont die Bedeutung der theologischen Unterweisung und die Geduld Gottes mit uns, bis wir seine Wahrheit vollständig begreifen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:43] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute wird Seite 1148. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du auf uns achtest, dass du jedes Gebet siehst und hörst. Ist doch die kleinen Dinge, die wir mit dir und für dich tun, dass du sie nicht vergisst und dass du uns in alle Weiten führen möchtest, dass du uns annimmst, wie wir sind und uns gerne noch mehr über dich offenbaren möchtest. Wir möchten heute mehr über dich lernen und danken dir, dass du zu uns sprechen wirst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 10. Der Hauptmann Cornelius in Cäsarea hat einen Engel gesehen, den beauftragt hat, nach Petrus zu senden. Cornelius hat Gott geliebt, er hat sich für sein Wort interessiert und der Engel ist gesandt worden, um ihn darin zu bestärken und zu bestätigen. Und doch sollte er auch Teil der Gemeinde werden und deswegen sollte er Petrus kennenlernen. Petrus hat eine Aufgabe, also die der Engel selbst nicht übernehmen kann, aber Petrus muss erst darauf vorbereitet werden, denn auch in Petrus, wie in allen anderen Jüngern, ist immer noch das Vorurteil ganz massiv vorhanden, dass die Heiden mit dem Reich Gottes nicht wirklich etwas zu tun haben.

[2:25] Drei Mal sieht er auf dem Dach eine Vision, in der ihm Tiere gezeigt werden, die er eigentlich nicht essen würde und die er jetzt in der Vision symbolisch essen soll. Die ganze Szene erinnert sehr an das, was Jesus zur sechsten Stunde hungernd getan hat, als er bei der Stadt sicher am Jakobsbrunnen mit der Frau der Samariterin, der Heidin oder der nicht-jüdischen Frau gesprochen hatte und dann gesagt hat: "Ich habe eine Speise zu essen, von der die Jünger nichts wissen." Das Werk Gottes zu vollenden. Diese Vision ist eine Vorbereitung, dass Petrus sich daran erinnert, dass Jesus sie berufen hat, auch die Heiden zu erreichen.

[3:17] Wir sind weiter ab Vers 17. Als aber Petrus bei sich selbst ganz ungewiss war, was das Gesicht bedeuten soll, noch ziemlich klar, dass er gesehen hatte: Siehe, da standen die von Cornelius Abgesandten Männer, die das Haus Simons erfragt hatten, am Toreingang. Und sie riefen und erkundigten sich, ob Simon mit dem Beinamen Petrus hier zu Gast sei. Während nun Petrus über das Gesicht nachdachte, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich. Darum steh auf, steige ab und ziehe ohne Bedenken mit ihnen, denn ich habe sie gesandt.

[3:51] Wir sehen, was für ein extremer Aufwand Gott hier betreiben muss, damit Petrus auch wirklich den interessierten Cornelius treffen wird. Es brauchte keine dreifache Vision und keine extra Aufforderung vom Heiligen Geist, um Petrus zu überzeugen, eine tote aufzuwecken. Aber all das brauchte es, um Petrus dann zu bringen, einen Römer zu treffen. Kann es sein, dass wir auf jeden Fall blinde Flecken haben? Dinge, wo wir zwar einen großen Glauben haben, aber in anderen Dingen irgendwie wieder sein Brett vom Kopf und wo Gott sich extra bemühen muss, um uns aus unseren beschränkten, vertretenen Ansichten herauszuführen?

[4:39] Da ging Petrus zu den Männern hinab, die von Cornelius zu ihm gesandt worden waren und sprach: Siehe, ich bin der, den ihr sucht. Was ist der Grund eures Kommens? Sie aber sprachen: Cornelius, der Hauptmann, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der ein gutes Zeugnis hat bei dem ganzen Volk der Juden, hat von einem heiligen Engel die Weisung erhalten, dich in sein Haus holen zu lassen, um Worte von dir zu hören.

[5:00] Er nahm sie auf und beherbergte sie. Am folgenden Tag aber zog Petrus mit ihnen und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm. Und am anderen Tag kamen sie nach Cäsarea. Cornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde zusammengerufen.

[5:18] Als nun Petrus gerade hinein kam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. Wir sehen also, dass Cornelius zwar ganz aufrichtig gewesen und Gott ihm seine Aufrichtigkeit bestätigt hat, aber dass er tatsächlich noch einiges lernen musste, was eben noch nicht bekannt gewesen ist.

[5:37] Es war so wichtig, dass Cornelius, obwohl er bei Gott angenommen war, tatsächlich auch noch theologische Unterweisung empfangen musste. Und das zeigt uns, dass es eine Aufgabe gibt für die Gemeinde, Menschen, die Jesus bereits gefunden haben, auch theologisch und biblisch in der Lehre Jesu zu unterweisen, um sie von Irrtümern, die sie noch haben, weil sie es nicht besser wissen, wegzuführen.

[6:01] Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf, auch ich bin ein Mensch. Und während er sich mit ihm unterredete, ging er hinein und fand viele versammelt.

[6:11] Und das sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen. Doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. Er sagt also nicht: "Ich freue mich, dass ich euch kommen soll." Er sagt eigentlich mit anderen Worten: "Ihr wisst ja, eigentlich darf ich das nicht, aber Gott hat mir gesagt." So, so stark ist es in seinem Kopf. Das ist das erste, was er diesen suchenden Menschen sagt, dass er eigentlich ja nicht mit ihnen reden darf.

[6:39] Dann können wir sehen, wie stark das trotz allem, was Gott schon in ihm gehört hat, wie stark dieses Vorurteil verwurzelt ist. Darum bin ich auch ohne Wiederrede gekommen, als ich hergerufen wurde. Und nun frage ich: Aus welchem Grund habt ihr mich gerufen?

[6:51] Cornelius sprach: Vor vier Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde und ich betete um die neunte Stunde in meinem Haus. Und siehe, da stand ein Mann in glänzender Kleidung vor mir und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhört und deine Almosen sind vor Gott gedacht worden. Darum sende nach Joppe und lass Simon mit dem Beinamen Petrus holen. Dieser ist zu Gast im Haus Simons, eines Gerbers am Meer. Der wird zu dir reden, wenn er kommt.

[7:20] Du hast wohl daran getan zu kommen. So sind wir nun alle gegenwärtig vor dem Angesicht Gottes, um alles zu hören, was dir von Gott aufgetragen ist. Mit anderen Worten, er sagt: "Lehrer des Evangeliums, wir wollen das aufsaugen wie ein Schwamm. Wir sind bereit, Gottes Wort zu folgen."

[7:38] Da tat Petrus den Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht, sondern dass in jedem Volk derjenige ihm angenehm ist, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt.

[7:50] Jahre später, nachdem Jesus ihm die Lektion bei der Frau am Jakobsbrunnen gegeben hat und dann später, wenn das syrische Telefon zwischen Frauen immer und immer wieder, Jahre nach der Ausgießung des Heiligen Geistes, der sie bereits befähigt, den anderen Sprachen zu sprechen, dämmert es endlich dem Petrus, einem der wichtigsten hier, dass tatsächlich das Evangelium tatsächlich für alle Menschen ist.

[8:23] Für uns ist es fast unvorstellbar, dass er so lange gebraucht hat. Aber gibt es könnte es sein, dass das auch für uns Dinge gibt, wo wir ewig lange brauchen, bis wir das, was Gott uns schon längst gezeigt hat, endlich annehmen und begreifen und verstehen?

[8:37] Gott hat Geduld. Und er hat mit Petrus und den anderen Aposteln gearbeitet, obwohl sie schon sehr viel früher, sehr viel mehr tun. Aber Petrus versteht es jetzt endlich. Alle sind ihm angenehm in Gott, die ihn fürchten und Gerechtigkeit üben, egal in welcher Nation sie leben. Und deswegen sagt das ewige Evangelium: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre und predigt es allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen.

[9:08] Hier an dieser Stelle ist der entscheidende Durchbruch für die Weltmission. Die Gemeinden, das haben wir gelesen in Kapitel 9, waren vorher schon geistlich aufgebaut. Sie haben Frucht gemacht, sie waren charakterlich, geistlich wachsend, sie hatten Frieden untereinander. Aber es fehlt noch etwas Entscheidendes, nämlich der Blick über den Tellerrand, über Judäa und Galiläa und Samaria hinaus bis ans Ende der Welt, und dass das Evangelium gehen sollte.

[9:35] Und hier hat Gott die Umstände so geführt, dass Petrus versteht, tatsächlich das Evangelium soll überallhin gepredigt werden. Das Wort, dass er den Kindern Israels gesandt hat, indem er Frieden verkündete durch Jesus Christus, welcher Herr über alles ist.

[9:54] Jetzt verbindet er die Punkte. Wenn Jesus selber alles dann kann auch alle retten. Ihr kennt es, das Zeugnis, dass ich durch ganz Judäa verbreitet hat und in Galiläa anfing, nach der Taufe, die Johannes verkündigte, wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.

[10:14] Hier sehen wir, dass die Taufe mit dem Heiligen Geist zur Taufe, als er im Jordan getroffen worden ist, dass dies die Salbung war, mit der Jesus gesalbt worden ist. Und als der Gesalbte, der Messias Gutes getan hat und Menschen vom Satan gerettet hat. Und wir sind Zeugen all dessen, alles dessen, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat.

[10:38] Ihn haben sie getötet, indem sie ihn ans Holz senkten. Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn offenbar werden lassen, nicht im ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, dass seine Auferstehung aus den Toten.

[10:56] Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist. Lasst uns gemeinsam beten.

[11:06] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du Geduld mit uns hast und dass auch wir manchmal erst nach Jahren wirklich verstehen, was du eigentlich uns alles schon gezeigt hast, dass wir, dass du uns nicht aufgibst, obwohl wir manchmal so langsam sind im Begreifen deiner Lektion. Herr, gib, dass wir alle wesentlichen Punkte deines Evangeliums wirklich klar verstehen und nicht von Tradition und lieb gewonnenen Meinungen beherrschen lassen, sondern dein Wort so nehmen, wie stets. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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