In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ geht Christopher Kramp auf Apostelgeschichte 11, Verse 21 bis Kapitel 12, Verse 15 ein. Er beleuchtet die Ausbreitung des Evangeliums, die Rolle von Barnabas und Saulus (später Paulus) sowie die Bedeutung von Propheten wie Agabus. Die Predigt thematisiert auch die Verfolgung der frühen Christen und die wundersame Rettung des Apostels Petrus aus dem Gefängnis.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 11:21-12:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1150. Lass uns gemeinsam beten.
[0:44] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich kennen dürfen und danke, dass du uns in verschiedene Situationen im Leben stellst, wo wir uns beugen können, Herr. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir heute an diesem Tag Gelegenheiten bekommen, über dich zu reden, dass wir mit Menschen ins Gespräch kommen über das Leben, über das Geschenk, das du uns machen willst, nämlich ewiges Leben. Schenk uns den Mut und die Kreativität, Menschen so anzusprechen, dass sie Interesse an dir und deinem Geschenk der Erlösung bekommen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:19] Wir sind in der Apostelgeschichte Kapitel 11. Durch die Verfolgung, die seit der Steinigung des Stephanus entstand, sind einige der Juden Christen in verschiedene Gegenden gezogen, nach Phönizien, nach Zypern. Die meisten von ihnen haben nur zu anderen Juden in den Synagogen gesprochen und versucht, diese für Jesus und das Evangelium zu gewinnen. Aber einige von ihnen haben in der Stadt Antiochia mit Heiden gesprochen und auch diese haben Interesse am Evangelium bekundet und haben sich bekehrt.
[1:50] Wir lesen weiter in der Apostelgeschichte 11, Vers 21: „Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn.“ Hier in Antiochia haben wir zum ersten Mal eine größere Anzahl von Heiden, die sich alle zur Gemeinde halten, die Jesus nachfolgen.
[2:13] Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Jerusalem, und sie sandten Barnabas, dass er hingehe nach Antiochia. Was gewesen der den Saul in die Gemeinde integriert hatte. Und als er ankam und die Gnade Gottes sah, freut er sich und ermahnte alle mit festem Herzen, bei dem Herrn zu bleiben. Er musste sie nicht mehr zu Jesus führen, das war bereits geschehen, aber er hatte eine wichtige Aufgabe. Diese Aufgabe dürfen wir nicht vernachlässigen. Er hat sie ermahnt, auch wirklich bei Gott zu bleiben. Denn wie oft passiert es, dass Menschen Jesus mit Begeisterung annehmen und ihn doch später wieder verlassen.
[2:54] Lasst uns uns selbst daran erinnern, dass wir bei Jesus bleiben müssen, um gerettet zu werden. Und lass uns auch andere, die Jesus angenommen haben, darin bestärken, ermutigen und ermahnen, fest bei Jesus zu bleiben.
[3:10] Denn er war ein guter Mann und voll Heiligen Geistes und Glaubens, und es wurde dem Herrn eine beträchtliche Menge hinzugetan. Was für eine schöne Beschreibung von Barnabas, einer sehr wichtigen Person der Apostelgeschichte. Doch wenn sie manchmal nicht so im Fokus der Predigten steht. Aber Barnabas, wir hier geschildert als ein guter Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens. Ich glaube, wir alle können uns an Barnabas ein Beispiel nehmen, der eine solche Fähigkeiten gehabt haben muss, dass die Gemeinde in Jerusalem ihn als den Gesandten schickte, um diese ersten Heidenchristen in der Gemeinde so richtig zu bestätigen.
[3:52] Und viele Menschen sind hier in Antiochia auch gewonnen worden. Die Gemeinde wuchs sehr stark, und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, den er ja damals in Jerusalem den Aposteln vorgestellt hatte, für den er eine besondere, ja, den er besonders auch geschätzt hat. Und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia.
[4:15] Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten. Und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt. Barnabas, die Aufgabe, die bekommen hat, nicht alleine ausgeführt. Seine wusste, der Saulus hat Potenzial. Der Saulus, der sitzt in Tarsus, weil er in Damaskus verfolgt worden ist, weil er die Russen verfolgt worden, dass alle wollten ihn unbedingt von den Juden. Aber vielleicht könnte Gott ihn ja besonders gebrauchen in der Mission unter den Heiden, wo sein Leben nicht so sehr, vielleicht auf den ersten Blick, in Gefahr sein könnte. Auf jeden Fall hatte ihn als Mitarbeiter gewonnen. Und das alles scheint die Arbeit von Saulus sehr geprägt zu haben. Er hat später selbst immer so gearbeitet, dass er Mitarbeiter mitgenommen hat, die er ausgebildet hat, so wie Barnabas ihn als Mitarbeiter ausgebildet hat. Wir sehen hier, wie die Methode, die Jesus angewandt hat, Leute mitzunehmen und sozusagen beim Missionieren auszubilden, dass die hier fortgesetzt wird.
[5:19] Hier in Antiochia waren die Gläubigen so stark in der öffentlichen Wahrnehmung mit Jesus Christus verbunden, dass zuallererst der Name „Christen“ entstanden ist. Nicht in Jerusalem, nicht in Samaria, sondern in Antiochia, am Rand des Bodens, die Gläubigen zuerst Christen genannt. Ein Name, der sich gehalten hat bis auf den heutigen Tag.
[5:45] In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem herab nach Antiochia. Jerusalem liegt ja im Hügelland von Judäa, und einer von ihnen mit Namen Agabus trat auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, über den ganzen Erdkreis kommen sollte. Diese Tat dann auch ein unter dem Kaiser Claudius. Interessant ist, dass es hier Propheten gibt, auch nach dem Tod von Jesus, seiner Auferstehung. Manchmal gibt es ja Menschen, die glauben, dass mit dem Tod und Auferstehung Jesu die Zeit der Propheten vorbei sei. Aber es gibt ja auch im Neuen Testament Propheten. Sie sind manchmal nicht mehr so im Vordergrund unseres Bewusstseins wie die Apostel, die Missionare, aber die Propheten spielen eine wichtige Rolle, immer wieder an verschiedenen Stellen auf der Apostelgeschichte. Das werden wir sehen.
[6:32] Agabus war ein wahrer Prophet. Der hat kein Buch geschrieben, kein Brief im Neuen Testament, und doch war ein echter Prophet. Wir nennen solche Propheten, die nicht kanonischen Propheten, Propheten, die von Gott inspiriert sind, aber kein biblisches Buch hinterlassen haben.
[6:47] Claudius war natürlich einer der großen Kaiser der römischen Kaiserzeit im ersten Jahrhundert. Nachdem die Virus gestorben war, hatte weniger Jahre der verrückte Caligula regiert, und dann war Claudius an der Macht. In jeder Zeit, und wir werden auch noch mehr über ihn hören im Laufe der Apostelgeschichte. Da beschlossen die Jünger, dass jeder von ihnen gemäß seinem Vermögen den Brüdern, den in Judäa wohnenden, eine Hilfeleistung senden solle. Auch das etwas, was später immer wieder vorkommt, was Paulus dann auch gefördert hat, dass dann später in Griechenland die Heidenchristen Hilfeleistung nach Jerusalem senden. Etwas, was Paulus hier zum Saulus, Paulus hier zum ersten Mal in Tarsus kennengelernt hat und dann später auch an anderen Stellen praktiziert.
[7:33] Das taten sie auch und sandten sie an die Ältesten durch die Hand von Barnabas und Saulus. Vielleicht, ich habe mich ja gerade auch schon versprochen. Ist es interessant hier darauf hinzuweisen, dass Saulus auch nach seiner Bekehrung in der Apostelgeschichte Saulus heißt. Und wir werden noch sehen, warum er dann irgendwann Paulus genannt wird. Aber nach seiner Bekehrung als Gläubiger wird er zunächst immer noch Saulus genannt.
[7:55] Um jene Zeit aber legte der König Herodes Hand an etliche von der Gemeinde, um sie zu misshandeln. Und natürlich Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Das war einer von den beiden sogenannten Donnersöhnen, wie sie in den Evangelien genannt werden. Jakobus, einer von denen, die zum inneren Kreis gehören. Jakobus, der erste der Apostel, der gestorben ist. Das hat er weiß es ist ein Bruder Johannes, der am längsten leben würde, der noch ja bis dahin viele Jahrzehnte im Werk Gottes aktiv sein würde und dann als letzter überlebender Apostel die Offenbarung, das Evangelium nach seinem Namen, also seinen Namen trägt, schreiben würde.
[8:44] Und als er sah, dass das den Juden gefiel, fuhr er fort und hat auch Petrus gefangen. Es waren aber die Tage der Ungesäuerten Brote. Hier sehen wir also, was die Motivation von diesem Herodes war. Er wollte den Juden gefallen tun. Und jetzt sah so aus, als auch Petrus umgebracht werden würde. Und als sie ihn festgenommen hatten, war für ihn ins Gefängnis und übergab ihn vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung, also 16 Soldaten, in der Absicht, ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen. So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht.
[9:13] Von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn sogar gebetet. Haben sie auch so intensiv für Jakobus gebetet, als Petrus im Gefängnis ist? Dann geht plötzlich die Angst um, dass sie ihren geliebten Petrus verlieren. Und sie beten unablässig und ablässig sogar Gott. Und das zeigt seine Wirkung.
[9:39] Als nun Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jeder Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden, und Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis. Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht glänzt in dem Raum, und er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: „Steh auf!“
[9:59] Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Und der Engel sprach zu ihm: „Umgürt dich und zieh deine Schuhe an.“ Und er tat es. Und der Engel sprach zu ihm: „Wirf deinen Mantel um und folge mir.“
[10:11] Oder ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, dass es wirklich kein war, was durch den Engel geschah, sondern er meinte, ein Gesicht zu sehen. Er dachte, er sein eine Vision hat. Als er aber durch die erste und die zweite Wache durchgegangen waren, kamen sie zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und dieses öffnete sich ihnen von selbst. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit. Und mit einem Mal verließ ihn der Engel. Da kam Petrus zu sich und sprach: „Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich errettet hat aus der Hand des Herodes und von allem, was das jüdische Volk erhoffte.“
[10:48] Und er besann sich und ging zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, das ist der, der das Markusevangelium geschrieben hat, wo viele versammelt waren und beteten.
[11:01] Als nun Petrus an die Haustür klopfte, kam eine Magd namens Rode herbei, um zu horchen. Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, machte sie vor Freude die Tür nicht auf, sondern lief hinein und meldete: „Petrus steht vor der Tür!“ „Du bist nicht bei Sinnen“, aber sie bestand darauf, dass es so sei. Da sprachen sie: „Es ist sein Engel.“
[11:28] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass dein prophetisches Wort zu allen Zeiten für uns da ist. Das dem Alten Testament Propheten gab, ist im Neuen Testament Propheten gehabt und hast auch den Geist der Weissagung für das Ende der Zeit verheißen. Und danke, dass wir so wie damals die Menschen auf Agabus gehört haben, auch wie auf den Geist der Weisungen hören können und helfen können und für dich wirken können.
[12:04] Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns den Glauben schenkst, deinem Wort zu vertrauen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.