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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ geht Christopher Kramp auf Apostelgeschichte 1,14-2,14 ein. Er beleuchtet die Bedeutung von Einheit, Gebet und dem Wirken des Heiligen Geistes für die Gemeinschaft der Gläubigen. Anhand der Ereignisse rund um die Wahl des neuen Apostels Matthias und das Pfingstwunder wird gezeigt, wie wichtig es ist, auf Gottes Führung zu vertrauen und als Einheit zu agieren, um die Botschaft des Evangeliums effektiv zu verbreiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich heute um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist bitten. Du hast versprochen, dass du uns den Heiligen Geist noch lieber gibst als Eltern ihren Kindern gute Gaben. Und wir brauchen deinen Heiligen Geist. Wir wollen nicht aus eigener Kraft mit Aktionismus irgendetwas bewegen. Wir wollen mit dir zusammenarbeiten. Wir wollen vom Heiligen Geist geleitet und geführt werden. Und wir danken dir, dass dein Geist geistliche Kraft mit sich bringt, um die Taten des Fleisches und unseres Lebens zu töten und uns Weisheit zu geben, die wir dich bezeugen können in einer Welt, die gegen dich kämpft. Erfüllen uns mit dem Heiligen Geist heute und sprich durch deinen Geist, durch dein Wort jetzt zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:35] Wir sind in der Apostelgeschichte Kapitel 1. Jesus ist in den Himmel aufgefahren, hat seinen Jüngern den Auftrag gegeben, in die ganze Welt zu gehen, das Evangelium zu predigen, erfüllt vom Heiligen Geist. Auf diesen sollten sie warten in Jerusalem. Und so gehen sie vom Ölberg, wo Jesus in den Himmel aufgefahren ist, wo ihnen noch zwei Engel bestätigt haben, dass Jesus so wiederkommen wird, wie er in den Himmel aufgefahren ist, in den Wolken des Himmels. Und sie gehen nach Jerusalem, die Stadt, in der sie, in der Jesus verfolgt und getötet worden ist, wo sie sich selbst zuvor versteckt hatten aus Angst vor den Juden. Und sie gehen dort in das Obergemach.

[2:16] Und wir lesen in Vers 14: "Diese alle gemein sind, die zuvor aufgezählten Apostel, diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern." Der Apostel bleibt zusammen. Sie beten zusammen. Sie bitten zusammen. Jesus ist jetzt im Himmel. Und sie glauben, dass er dort für sie eintritt. Und sie beten zu Gott, dass Jesus ihnen den Heiligen Geist senden wird. Und sie sind nicht alleine. Es sind auch einige von denen, die Jesus unterstützt haben auf seinen irdischen Missionen, Frauen, seine Familie, die mittlerweile sich offenbar zu ihm bekehrt hat, nachdem sie ihn ja auch eine Zeit lang, gerade seine Brüder, nicht mit Wohlwollen betrachtet haben und versucht haben, seine Mission zu behindern.

[3:17] Und in diesen Tagen stand Petrus mitten unter den Jüngern auf und sprach: "Es waren aber etwa 120 Personen beisammen." Das war die Gemeinde, 120 Personen. Und von diesen 120 Personen solltet ihr das Evangelium ausbreiten über die nächsten Jahrhunderte, bis in die gesamte, bis an das Ende der Welt. Ihr Männer und Brüder, es musste dieses Schriftwort erfüllt werden, dass der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, welcher denen, die Jesus gefangen haben, zum Wegweiser wurde. Denn er war zu uns gezählt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen. Diese erwarb einen Acker aus dem Lohn der Ungerechtigkeit, und er stürzte kopfüber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide traten heraus.

[4:01] Judas hat sich aus Verzweiflung selbst umgebracht. Petrus und Judas haben beide dramatisch schwere Fehler gemacht. Judas hat Jesus verraten. Petrus hat Jesus verleugnet, dreimal. Und beides ist irgendwann bewusst geworden, dass es ein Fehler war. Beide haben geweint. Beide haben bekannt, dass es eine Sünde war. Aber Judas hatte sein Herz gegenüber Jesus verschlossen. Er hatte dann gemerkt, dass es ein Fehler war, aber er hatte nichts, wohin er gehen konnte, um Vergebung zu bekommen. Petrus hat sein Herz aber Jesus geöffnet. Er konnte mit der gesamten dramatischen Schwere seiner Schuld zu Jesus kommen, obwohl er bis fast an den Abgrund gegangen war. Hatten die Liebe Jesu wieder zurückgeholt. Aber Judas, mit seinem Herzen Jesus verachtet hat, weil er die Füße gewaschen hat.

[5:11] Als Petrus damals gesagt hatte: "Herr, wohin sollen wir gehen?", hat er damit zum Ausdruck gebracht, dass er genau wusste, dass wenn es ein Problem gibt, dann weiß er, dass er zu Jesus gehen kann. Aber Jesus hatte damals gesagt in Johannes 6, dass unter ihnen einer steht, der Teufel ist, der eben nicht zu denken wird, der mit all seinen Problemen und seiner Schuld nicht zu Jesus kommen wird. Judas hat sich selbst umgebracht, als er die Schuld gesehen, aber nicht das Evangelium, nicht den Ausweg Gottes, den Gott ihm direkt vor die Augen gestellt hatte.

[5:44] Lasst uns immer unsere Augen auf Jesus richten. Und das ist allen bekannt geworden, die in Jerusalem wohnen, so dass jener Acker in ihrer eigenen Sprache "Ackerl" damals genannt worden ist. Das heißt, Acker des Blutes ist Blutacker. Denn da steht geschrieben im Buch der Psalmen: "Seine Behausung soll öde werden und niemand soll daran wohnen, und sein Amt empfange ein anderer."

[6:11] Sie haben gemeinsam gebetet. Sie haben auch ihre Geschichte sich vor Augen geführt. Sie haben zurückgeschaut, was ist passiert? Sie wollten daraus lernen. Und sie haben die Bibel studiert. Es war nicht nur, es war eine Versammlung, wo tatsächlich man gemeinsam die Herzen erforscht hat, wo man Sünden bekannt hat, wo man gemeinsam gebetet hat, die Einheit im Geist gesucht hat, und wo man aus der Bibel Ratschläge gesucht hat, Wegweisung für die anstehenden Probleme, für die Dinge, die gelöst werden mussten. Man hat entdeckt, dass man einen 12. Apostel braucht. Es waren zwölf der Israel, 12 Apostel sein. Und das zieht sich durch die Bibel bis zur Offenbarung, wo die zwölf Apostel und die zwölf Stämme Israels eine entscheidende Rolle in der Beschreibung des neuen Jerusalems spielen, weil dort die Fundamente, die Grundsteine und die Tore nach diesen zwölf Stämmen und zwölf Aposteln benannt sind.

[7:15] So muss nun von den Männern, die mit uns gegangen sind die ganze Zeit über, in welcher der Herr Jesus unter uns ein- und ausging, von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tag, der er von uns hinweg aufgenommen wurde, einer von diesen muss mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden. Einer muss nachrücken. Und das kann nicht irgendjemand sein. Das muss jemand sein, der tatsächlich Jesus gesehen und gehört hat für dieses Amt des Apostels, was absolut notwendig, dass man tatsächlich Jesus auch buchstäblich gesehen hat, dass man die Wunde erlebt hat, dass man beugen konnte, was dann die Jünger ja tun. Johannes sagte: "Was wir gesehen, was wir gehört, was wir betastet haben von Wort des Lebens", im ersten Johannes. Und sie als inspirierte Zeugen bezeugen dann, was dieses getan hat, dass sie schreiben es auf, sie erzählen davon, und durch den Glauben dürfen andere jetzt daran teilhaben.

[8:09] Es muss also ein Augenzeuge sein. Und sie stellten zwei da: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias. Und sie beteten und sprachen: "Herr, du Kenner aller Herzen, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählt hast." Sie wollten das nicht selbst entscheiden, sondern sie wollten Gott die Entscheidung überlassen. Jesus hatte die Apostel erwählt. Er sollte auch die letzte, das letzte Wort überhaupt haben. "Zeige an, welchen du von diesen beiden, welchen von diesen beiden du erwählt hast, das Los dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, und von dem Judas abgewichen ist, um hinzugehen an seinen eigenen Ort." Sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den 11 Aposteln hinzugezählt.

[8:53] Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Psalm 133 sagt: "Oh, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder, dann Geschwister, einmütig beisammen sind." Wann kann der Heilige Geist die Gemeinde erfüllen? Wann wird der Spätregen fallen, wie hier der Frühregen gefallen ist? Nicht, wenn einzelne immer mehr theologisch warten, entdecken und anderen über den Kopf hauen und sagen: "Ihr wisst doch nicht so viel wie ich", sondern der steht übrigens viel, wenn die Gemeinde einig ist, durch gemeinsames Beten, durch gemeinsames Bibelstudium und durch gemeinsames Sündenbekenntnis, wenn man sich einander die Sünden bekennt und die Dinge aus dem Weg. Und es war viel vorgefallen zwischen den Jüngern, sich gerangelt hatten um Positionen und Einfluss. Das alles musste beiseite gelegt werden. Und als es beiseite gelegt worden war, als sie einmütig waren, als der Geist die Einheit zwischen ihnen hergestellt hatte, konnte der Geist sie erfüllen, um jetzt Zeugen zu sein. Denn an der Liebe, die sie untereinander hatten, würde die Welt erkennen, dass sie die Zeugen Jesu sind.

[10:03] Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Der Heilige Geist erfüllt sie. Ein Heiliger Geist bricht die Barrieren, die bis dahin noch gab für ihre Mission nieder. Das, was sie in vielen Jahren mühsam hätten lernen sollen, durch Kurse, die verschiedenen Sprachen, das gab ihnen der Heilige Geist sofort. Das Geheimnis war nicht, dass sie viel Bildung suchten, um dann möglichst vielen Menschen erreichen zu können. Das Geheimnis war, dass sie einig waren. Denn wenn sie einig waren, konnte Gott Wunder tun. Kann es sein, dass wir heute auch an der falschen Stelle versuchen zu drehen, indem wir versuchen, uns immer mehr auszubilden, immer mehr Dinge zu wissen und zu können, um das Evangelium dann effektiv weiterbringen zu können, aber wir das Entscheidende verpassen oder zumindestens nicht wirklich als Priorität behandeln, nämlich dass wir gemeinsam eins werden?

[11:12] Denn wenn wir heute als Gemeinde Gottes wirklich eins sind im Geist, dann wird der Heilige Geist uns Fähigkeiten schenken. Er wird uns durch den späteren befähigen, einen lauten Ruf zu geben, der alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen erreichen wird.

[11:30] Es wohnten im Juden gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel. Als nur dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich, aber alle verwunderten sich und sprachen zueinander: "Sind diese, die reden, nicht alle Galiläer? Wieso hören wir sie dann jeder in unsere eigene Sprache, in der wir geboren wurden? Pater und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, Pontus und Asia, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens bei Kyrene, und hier weilende Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden." Es war die Sünde der Selbsterhöhung, die beim Turmbau zu Babel zur Zerstreuung der Sprachen geführt hat. Es ist das Wirken des Heiligen Geistes, der Einheit und Unterordnung und Gemeinschaft in der Liebe Gottes bewirkt, der jetzt diese Sprachenbarriere wieder überwindet.

[12:39] Und sie entsetzten sich alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum anderen: "Was soll das wohl sein?" Andere aber spotteten und sprachen: "Sie sind voll süßen Weines." Da trat Petrus zusammen mit den elf auf seine Stimme und sprach zu ihnen: "Ihr Männer von Judäa und die alle, die in Jerusalem wohnt, das sollt ihr wissen und nun hört auf meine Worte."

[13:02] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir das hier lesen, dann wissen wir sofort, was wir brauchen. Wir brauchen Einheit. Wir brauchen echte Einheit. Wir brauchen Einheit durch deinen Heiligen Geist, eine, die durch das gemeinsame Gebet, durch Sündenbekenntnis, durch Vergebung untereinander und durch gemeinsames Bibelstudium entsteht, und durch das Handeln nach dem Wort Gottes, dass wir die Dinge, die noch fehlen in der Gemeinde, aufgrund eines Wortes lösen. Dann kannst du deinen Geist in Fülle ausgießen. Herr, bitte, bitte schenkt uns das. Wir wollen uns jetzt zur Verfügung stellen und nach diesem Prinzip uns vorbereiten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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