In dieser Predigt über Apostelgeschichte 13:40-14:13 spricht Christopher Kramp über die Verkündigung des Evangeliums durch Paulus und Barnabas. Er beleuchtet die Reaktionen der Menschen auf die Botschaft, sowohl die Annahme als auch den Widerstand, und wie die Apostel damit umgingen. Die Predigt zeigt, wie das Evangelium Spaltung bewirkt und wie wichtig es ist, Gottes Wort als Fundament zu haben.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 13:40-14:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1153. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben, dass wir unseren Glauben auf die Bibel gründen können, dass er nicht auf unseren Gefühlen und Eindrücken basiert, die wechselhaft sind, die sich ändern können, noch von äußeren Umständen abhängig sein können, sondern auf dem geschriebenen Wort Gottes, das sich nicht ändert, das immer gleich bleibt. Wir möchten auch heute durch den Alltag gehen und dein Wort als festes Fundament haben und darum bitten wir dich, dass du zu uns sprichst, dass dein Wort unser Herz hinein leuchtet und dass wir dich in deinem Wort erkennen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:22] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 13. Paulus, der mit Barnabas auf seiner ersten Missionsreise ist, verkündet in der Synagoge von Antiochia in Pisidien, in Kleinasien, das Evangelium von Jesus und belegt es mit der Prophetie des Alten Testamentes und sagt, dass jeder durch Jesu Tod, durch den Glauben an das Blut Jesu, von jeder Sünde gereinigt, gerechtfertigt werden kann. Wir lesen weiter in Vers 40: „So habt nun acht, dass nicht über euch kommt, was in den Propheten gesagt ist: Seht ihr Verächter und verwundert euch und werdet zunichte; denn ich tue ein Werk in euren Tagen, ein Werk, dem ihr nicht glauben würdet, wenn es euch jemand erzählte.“ Das ist ein Zitat aus Habakuk 1, Vers 5. Da geht es im Kontext eigentlich um das Aufkommen der neuen babylonischen Dynastie, der Babylonier, die die Assyrer besiegen werden und dann als babylonische Armee irgendwann auch vor Jerusalem stehen werden. Aber Paulus macht einen interessanten Punkt: Er verwendet diesen Vers und zeigt, dass es wichtig ist, dass man das Wirken Gottes nicht verachtet, dass man dem glaubt, auch wenn es vielleicht auf den ersten Moment menschlich gesehen wenig glaubhaft erscheint, dass man Gottes Wort vertraut.
[2:49] Paulus schließt seine Predigt mit einem direkten Aufruf, die Warnungen der Bibel ernst zu nehmen. Das Evangelium, das die Bibel vorhergesagt hat und beschreibt durch das Leben von Jesus, seinen Tod und seine Auferstehung, tatsächlich anzunehmen. Wir sehen hier in dieser Predigt von Paulus ein Musterbeispiel der Verkündigung der Apostel. Wir haben nicht in jedem Ort die ausführlichen Predigten aufgeschrieben, die sie aber so gepredigt haben. Aber wir sehen hier in Apostelgeschichte 13 so ein Musterbeispiel, nach welchem Prinzip sie gepredigt haben und wie sie dabei vorgegangen sind.
[3:28] Vers 42: „Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, baten die Heiden darum, dass in diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündet wurden.“ Erstens sehen wir, dass auch Barnabas und Paulus hier den Sabbat halten und dass die Heiden sogar offenbar ein noch größeres Interesse an dem Evangelium hatten als die. Und sie möchten unbedingt am nächsten Sabbat mehr über das Evangelium hören. Nachdem aber die Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, folgten viele Juden und gottesfürchtige Proselyten dem Paulus und Barnabas nach, die zu ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu bleiben. Also, es ist nicht so, dass sie erst am nächsten Sabbat wieder gepredigt hätten. Sie haben dann unter der Woche diese Interessierten weiter betreut, haben ihnen dann Bibelstunde gegeben, haben sie ermahnt und haben ihnen gezeigt, wie sie im Glauben bleiben könnten. Ziemlich wichtig, das ist ein ganz wichtiger Punkt, der wird mir immer deutlicher. In der Bibel geht es nicht nur darum, dass wir zu Jesus kommen, dass wir bei Jesus bleiben. Und für die Apostel war das ganz elementar, denn sie würden irgendwann den Ort verlassen und mussten sicherstellen, dass möglichst viele den Glauben nicht nur angenommen haben, sondern auch im Glauben bleiben würden.
[4:42] Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören. So hat er sich das ausgebreitet, dass fast ganz Antiochien sich hier zur Synagoge zusammenkommt. Als die Juden jedoch die Volksmenge sahen, wurden sie voll Eifersucht und widersetzten sich dem, was Paulus sagte, indem sie widersprachen und lästerten. Sie haben jetzt realisiert, dass möglicherweise diese neue Bewegung, die der Apostel und Paulus, möglicherweise mehr Einfluss haben wird in der Stadt als die traditionelle Synagoge, die sie bisher gewesen ist. Und diese Eifersucht führt jetzt wiederum zu Widerstand.
[5:24] Da sagten Paulus und Barnabas freimütig: „Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden. Da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.“ Und hier haben wir dann ein ganz wesentliches Prinzip: Sie gehen immer zuerst zur Synagoge und suchen all diejenigen, die bereits das Alte Testament kennen, und unter denen diejenigen, die wirklich offen sind für das Wirken Gottes in ihrem Leben, offen sind für Bekehrung, offen sind für Jesus in ihrem Herzen. Und alle, die das nicht hören wollen, die werden da nicht weiter damit drangsaliert, sondern dann wendet man sich zu den Heiden, die noch von der Bibel sehr wenig bis gar nichts wissen. „Denn so hat uns der Herr geboten: Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil wirst bis an das Ende der Erde.“ Das kommt aus Jesaja 49. Und das ist eine Prophezeiung im Kontext auch auf den Messias. Hier sehen wir, wie sehr die Apostel sich mit dem Messias, mit seinem Auftrag identifiziert haben. Wir haben gesehen, dass Jesus sich mit seiner Gemeinde identifiziert hat. Als die Gemeinde verfolgt worden ist, hat Jesus gesagt: „Saulus, warum verfolgst du mich?“ Jetzt versteht der Paulus, dass wenn er mit Jesus zusammenarbeitet, auch die Verheißungen des Alten Testamentes, die Arbeitsaufträge, die Jesus dort bekommen hat, was er tun sollte, ihnen gelten, weil wir mit Jesus zusammenarbeiten. Sie sollen ein Licht sein für die Heiden. Und damit zeigt der Paulus auch ganz deutlich, dass sie es eigentlich keine Neuerung ist, was sie dort tun, sondern sie erfüllen jetzt endlich nur das, was eigentlich im Alten Testament schon immer auch vom Volk Israel gefordert gewesen ist.
[7:02] Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn. Und es wurden alle, die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren. Hier sehen wir, was für eine große Frucht der Heidenmission entsteht. Wie viel von den Heiden dankbar sind, dass sie auch voll Gott sei Dank, Volk des Volkes Gottes sein dürfen. Und viele werden gläubig und ergreifen das ewige Leben. Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen, nicht nur in der Stadt selbst, natürlich, sondern in der ganzen Gegend von Pisidien verbreitet sich das Evangelium. Wenn Menschen, die wirklich das Evangelium verstanden und angenommen haben, die erzählen es weiter. Wir haben das in den Evangelien gesehen, von den Menschen, die mit Jesus in Kontakt kamen, wieder Frauen am Jakobsbrunnen, die sofort davon erzählt hat. Auch so ist es hier in Pisidien gewesen.
[7:53] Aber die Juden reizten die gottesfürchtigen Frauen und die angesehensten und die vornehmsten der Stadt auf und sie regten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. Wir sehen hier wieder, Satan wirkt und wie einige, die aus Eifersucht nicht mehr das Evangelium hören wollten, eine Verfolgung anstiften, indem sie einige der einflussreichsten Personen der Stadt für sich gewinnen können.
[8:23] Da schüttelten diese den Staub von ihren Füßen gegen sie und gingen nach Ikoneum. Genau das, was Jesus ihnen gesagt hatte. Sie befolgen die Anweisung Jesu, wie man sie in Matthäus 10 und anderen Stellen lesen kann, bis auf den Buchstaben. Die Jünger aber wurden voll Freude und Heiligen Geistes. Obwohl die Apostel selbst weiterziehen müssen, ist die Gemeinde dort, diese junge Gemeinde, natürlich nicht deprimiert, sondern der Heilige Geist ist dabei ihnen. Und eine Gemeinde, den Heiligen Geist hat, braucht nicht einmal Paulus und Barnabas.
[9:02] Dass sie miteinander in die Synagoge der Juden gingen und dort redeten, dass eine große Menge von Juden und Griechen gläubig wurde. Hier sehen wir das gleiche Prinzip: Sie kommen nach Ikoneum, sie gehen in die Synagoge und sie erreichen Menschen, die das Alte Testament schon gut kennen, und Menschen, die eigentlich nicht im jüdischen Glauben ursprünglich erzogen worden waren. Die Juden jedoch, die sich weigern zu glauben, erregten und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder. Und dasselbe musste es gibt unter den Juden aber einige, die das Evangelium ablehnen, die sich verhärten, statt zu erreichen, die ihr Herz nicht öffnen, sondern verschließen. Und immer dann, wenn das Evangelium auf solche Menschen trifft, gibt es Probleme, es gibt Streit, es gibt Verfolgung. Es ist ein Muster, das sich durch die ganze Apostelgeschichte zieht, durch die Kirchengeschichte, wissen unsere Zeit, und dass ich auch in der Endzeit wiederholen wird. Deswegen lohnt es sich, die Apostelgeschichte so genau anzuschauen.
[9:54] Doch blieben sie längere Zeit dort und lehrten freiwillig im Vertrauen auf den Herrn, denn dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ist. Also, da gab es also jetzt einige Heiden, die aufgestachelt worden sind, die erbittert worden sind, aber die Apostel sind noch länger dort geblieben und haben im Vertrauen auf Gott weitergewirkt. Zeichen und Wunder sind geschehen. Aber die Volksmenge der Stadt teilte sich, und die einen hielten es mit den Juden, die anderen mit den Aposteln. Hier sehen wir, wie das Evangelium tatsächlich eine Spaltung wird, wie das immer und immer wieder zu beobachten ist.
[10:30] Als aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten kam, um sie zu misshandeln und zu steinigen, da bemerkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die umliegende Gegend. Und zwar kündigen dort das Evangelium. Auch hier sehen wir wieder, der Satan versucht sie auszuschalten, aber Gott bewahrt sie, und sie fliehen in einen anderen Ort. Genau das, was Jesus ihnen gesagt hatte, dass sie woanders ebenfalls das Evangelium verkündigen.
[10:57] Saß ein Mann mit gebrechlichen Füßen, der von Geburt an gelähmt war und niemals gehen können. Wir denken vielleicht auch an den blind Geborenen in Johannes Kapitel 9. Dieser hörte den Paulus reden, und als der ihn anblickte und sah, dass er Glauben hatte, geheilt werden. Wichtiger Punkt, denn wir wissen auch aus den Evangelien, dass Jesus gesagt hat: „Immer dein Glaube hat dich geheilt.“ Sprach mit lauter Stimme: „Steh aufrecht auf deine Füße!“ Und er sprang auf und ging umher.
[11:25] Als aber die Volksmenge sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und sprachen auf Lykaonisch, eine Sprache, die wir heute nicht mehr wirklich kennen, aber die damals dort natürlich, als in der Region als Dialekt gesprochen worden ist: „Die Götter sind Menschen gleich geworden und zu uns gekommen.“ Die Leute sind begeistert, aber sie verstehen gar nicht, was da passiert ist, und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er das Wort führte. Wir sehen also, das hier und das ist sehr interessant. Der Zeus war ja der Göttervater im griechischen Pantheon, und diese Menschen, obwohl sie Lykaonisch sprachen, war natürlich sehr hindernisiert. Die griechische Kultur hat das seit Jahrhunderten, seit Alexander dem Großen, natürlich tiefe Wurzeln geschlagen. Und Hermes ist ja eigentlich in der griechischen Mythologie der Götterbote. Und so hat man also tatsächlich das so wahrgenommen, dass Paulus war derjenige war, der meistens gepredigt hat, aber das Barnabas war aber was eigentlich sozusagen das Haupt der Missionsdelegation war, das der Anführer der Apostelgruppe war.
[12:30] Und der Priester des Zeus, dessen Tempel sich vor ihrer Stadt befand, brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte samt dem Volk opfern. Hier konnte der Satan nicht gleich eine Verfolgung herbeibringen, aber er schafft es, dass die Menschen verwirrt sind, dass sie nicht verstehen, was da passiert, und dass sie jetzt die Apostel als griechische Götter ehren wollen.
[12:55] Lieber Vater im Himmel, wir sehen, dass das Evangelium für immer gepredigt worden ist, Menschen bekehrt hat, aber gleichzeitig sich Menschen verhärtet haben. Wir haben gesehen, dass Menschen voller Freude angenommen haben und vom Heiligen Geist erfüllt worden sind, und andere darüber geärgert haben und Widerstand organisiert haben. Und ja, das wird sich niemals ändern, solange die Sünde dieser Welt ist und solange der Satan noch lebendig ist. Dumm eigentlich zu kämpfen. Und so wollen wir nicht überrascht sein, wenn unser Wirken für dich auch Widerstand erzeugt. Und Spaltung. Hey, wir wollen nicht Spaltung von alleine. Bitte wirken wir, wissen, dass deine Wahrheit wie ein Schwert Spaltung bewirken wird, weil Menschen sie ablehnen werden. Sie möchten, dass uns darauf vorbereitet und Weisheit schenkst, wenn jeder Einzelne Situation mit dem Widerstand umgehen soll. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.