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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse aus Apostelgeschichte 14-15. Er thematisiert die Reaktion der Menschen auf die Heilung eines Gelähmten, die Verwechslung von Paulus und Barnabas mit Göttern und die klare Abgrenzung der Apostel von solchen Verehrungen. Weiterhin wird die Herausforderung thematisiert, wie mit theologischen Streitfragen in der Gemeinde umzugehen ist, am Beispiel der Beschneidungsdebatte.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1154. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für all das Gute und das Schöne, was du uns schenkst. Für den Segen, den wir haben, für das Angebot des ewigen Lebens. Und wir wollen das nicht verachten, wir wollen das nicht ausschlagen, dieses Angebot der Rettung, das du uns jeden Tag machst. Wir wollen zuhören, wenn du sprichst, Herr, und dir vertrauen in jeder Lebenssituation. Herr, sprich du jetzt durch dein Wort zu uns und hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Wir sind in der Apostelgeschichte 14. Barnabas und Paulus sind in Lykonien, in der Stadt Lystra. Und dort haben sie einen Mann geheilt, der an den Füßen gelähmt war, seit er geboren worden war. Die Menschen sind so außer sich, dass sie der Meinung sind, dass Paulus und Barnabas in Wirklichkeit personifizierte griechische Götter gewesen sind. Damals bestand der Glaube, dass die griechischen Götter sich in irgendwelche Tiere oder Menschen verwandeln können, um dann unter den Menschen Dinge zu tun. Und sie glauben, dass in Wirklichkeit Zeus ist und Paulus in Wirklichkeit Hermes. Und sie bringen dann Tiere und wollen ihnen opfern. Der Priester des Zeus hat das alles arrangiert.

[2:06] Und dann lesen wir in Vers 14 von Apostelgeschichte 14: "Als aber die Apostel Barnabas und Paulus das hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sie halten zu der Volksmenge, riefen und sprachen: Ihr Männer, was tut ihr da? Auch wir sind Menschen von gleicher Art wie ihr und verkündigen euch das Evangelium, dass ihr euch von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist." Hier sehen wir, was sie wirklich antreibt. Sie wollen das ewige Evangelium predigen. Wir finden das auch in Offenbarung 14: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und Wasserquellen." Das Evangelium, und deswegen wollen sie keine, wir wollen nicht erhöht werden, sie wollen nicht als Götter behandelt werden, sondern von diesen Menschen. Sie wollen den Blick weg von sich auf Jesus richten. Und wir sollen uns daran ein Vorbild nehmen, dass wir in der Mission nicht uns selbst erhöhen und auch nicht Menschen darin ermutigen, uns zu ehren, sondern dass wir alle gemeinsam auf Jesus schauen sollten.

[3:14] Unser Ziel sein. Er liest in den vergangenen Generationen, alle Heiden ihre eigenen Wege gehen. Und doch hat er sich selbst nicht unbezahlt gelassen. Er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeit gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude. Mit anderen Worten, die Sagen in der Vergangenheit hat Gott nicht durch Offenbarungen, besondere Maße, so sehr zu den Heiden gesprochen, aber doch hätte jeder ihn kennenlernen können, zumindestens die Grundzüge, dass er ein Gott gibt. Wir wissen das später aus dem Römerbrief, das werden wir noch lesen, dass in der Natur jeder die Gottheit erkennen konnte und die Kraft, die Gott hat. Gott hat für die Menschen gesorgt, auch wenn sie ihn noch nicht wirklich kannten.

[3:54] Jetzt kommen die Apostel und berichten, wer dieser Gott des Himmels wirklich ist. Obgleich sie dies sagten, konnten sie die Menge kaum davon abbringen, ihnen zu opfern. Es kamen aber aus Antiochia – gemeint ist Antiochia aus Pisidien, wo sie davor gewesen sind – und in Ikonium Juden herbei, die überredeten die Volksmenge und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus, in der Meinung, er sei gestorben. Hier sehen wir, wie diese unnatürliche und geistliche Begeisterung in das totale Gegenteil umschlagen kann. Eine menschliche, auf Gefühle und Sensationen basierende Begeisterung kann plötzlich sich in Hass umschlagen. Und deswegen ist es auch für den Missionar nicht sicher, wenn Menschen einfach nur toll finden und sich kaum davon überreden lassen, ihn nicht zu ehren. Zu den gleichen Menschen können kurze Zeit später in verfolgen.

[4:59] Wir sehen hier, wie stark der Hass einiger in der Synagoge in den folgenden Städten gewesen ist. Sie wollen nicht nur das Evangelium bei sich nicht haben, sie versuchen es regelrecht auszurotten, indem sie jetzt sogar Gesandte schicken, um dort in anderen Gegenden ebenfalls Paulus und Barnabas das Leben schwer zu machen. Und Paulus wird hier gesteinigt und man glaubt, es ist aus mit ihm. Und das wäre ein enormer Schlag für die Verkündigung des Evangeliums gewesen, denn es hat sich gezeigt in den bisherigen Orten, wo sie gewesen sind, dass Paulus mit großer Vollmacht Menschen zu Jesus führen konnte.

[5:35] Doch als sie die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und dann folgenden Tag zog er mit Barnabas fort nach Derbe. Und nachdem sie in dieser Stadt das Evangelium verkündigt und eine schöne Zeit junge gewonnen hatten, kehrten sie wieder nach Lystra und Ikonium. Und als sie auch jetzt zurück dabei, stärken sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben. Und sagten ihnen, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.

[5:59] Wir sehen hier, was passiert. Sie lassen sich von keiner Opposition einschüchtern. Ja, sie gehen an andere Orte, um effektiv sein zu können. Aber dann kehren sie auch wieder zurück. Sie kennen nach Lystra zurück und nach Ikonium zurück und nach Antiochien für sie, denn all die Orte, wo sie Gemeinde gegründet haben, wollen sie auch diese Gemeinden stärken. Sie sagen nicht: "Nach mir die Sintflut." Sie gründen nicht irgendwo etwas und lassen es sich überlassen, sich dann selbst. Die waren Apostel sehen und pflegen.

[6:30] Sie gründen eine Gemeinde und sorgen dann auch dafür, dass diese Gemeinde im Glauben beständig bleibt und zeigen ihnen ganz deutlich, dass wir vor der Wiederkunft Jesu nicht damit rechnen können, dass die Gemeinden ständig Frieden haben und keine Anfechtung. Wir alle, du und ich, werden Widerstand erleben, wenn wir mit Jesus gehen, aufgrund der Tatsache, weil es einen Satan gibt und weil das Evangelium angegriffen wird und weil es Menschen gibt, die sich verhärten. Deswegen werden wir, wenn wir Jesus treu nachfolgen, nicht weil Jesus sich das wünscht, aber weil es in der Natur der Sache liegt, werden wir Widerstand in unserem Leben erleben.

[7:14] Und darauf wurden die Jünger damals vorbereitet. Und auch wir müssen durch Gottes Heiligen Geist doch vorbereitet werden, dass, wenn wir Jesus folgen, es Menschen gibt, die uns das Leben schwer machen wollen.

[7:29] Nachdem sie aber in jeder Gemeinde Älteste bestimmt hatten, befahlen sie sie unter Gebet und Fasten dem Herrn an, an den sie gläubig geworden waren. Sie haben dann die Gemeinden organisiert, sie haben dort Älteste bestimmt, die sich dann geistlich um die Gemeinden kümmern sollten. Und sie durchzogen Pisidien und kamen nach Pamphylien. Und nachdem sie in Perge das Wort verkündigt hatten, zogen sie nach Attalia und von dort segeln sie nach Antiochia. Und das ist jetzt das Antiochia am Rand, wo sie aufgebrochen waren, wo ihre Heimatgemeinde war, von wo aus sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werk, das sie nun vollbracht hatten.

[8:07] Sie hatten ihre Aufgabe erfüllt. Als sie aber angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, erzählten sie, wie viel Gott mit ihnen getan hatte und dass er den Heiden die Tür des Glaubens geöffnet hatte. Sie berichten jetzt über die Heidenmission und wie viele Heiden in verschiedenen Orten in Zypern und auch vor allem Kleinasien sich bekehrt haben. Sie beachten aber dort eine nicht geringe Zeit mit den Jüngern waren, aber so und Paulus bleiben dort in Antiochia am Orontes.

[8:34] Und aus Judäa kamen einige herab und lehrten die Brüder: "Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauch Moses beschneiden lasst, so könnt ihr nicht gerettet werden." Es kommt wieder zu einem Konflikt, denn einige Juden kommen jetzt nach Antiochia am Orontes und sagen den Heidenchristen, dass ihre Beziehung noch nicht vollständig ist, dass sie nicht vollwertige Mitglieder sind, dass sie nur dann erlöst werden können, wenn sie auch beschnitten sind und nach dem Gebrauch Moses.

[8:59] Dann und Zwiespalt aufkam und Paulus und Barnabas eine nicht geringe Auseinandersetzung mit ihnen hatten, bestimmten sie, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und Ältesten hinaufziehen sollten. Es kommt zu einem dogmatischen, einem theologischen Konflikt in der Gemeinde. Reicht der Glaube an Jesus, oder muss man beschnitten sein, um erlöst zu sein? Muss man also Jude sein und gerne zu werden, oder reicht es den Glauben der Juden im Alten Testament zu haben?

[9:41] Es gibt einen Streit, und interessant ist, wie dieser Streit gelöst werden soll, nicht indem einer versucht, sich durchzusetzen, sondern indem man das Ganze an die Apostel delegiert. Das soll eine allgemeine Untersuchung stattfinden. Es ist eine Frage, die nicht nur in Antiochia am Orontes wichtig wird, sondern die überall von Bedeutung werden wird, wo immer Heiden zu Christen werden. Deswegen muss die ganze weltweite Gemeinde, so weit wie halt sie damals gewesen ist, eine Entscheidung fällen.

[10:11] Und das gibt uns einen wichtigen Punkt. Wenn theologische Streitfragen aufkommen, dann und sie als wichtig erachtet werden, dann muss ja ohne hin die ganze Gemeinde auch dann eine Entscheidung fällen. Deswegen ist es absolut sinnlos, wenn man in eine Ortsgemeinde versucht, sich theologisch neue psychologische Ideen einzufügen. Selbst wenn die ganze Gemeinde das annehmen würde, würde das Problem nicht gelöst werden. Gottes Gemeinde arbeitet als Bewegung weltweit, und theologische Streitfragen müssen dann auch von der ganzen Gemeinde so entschieden werden, dass die ganze Gemeinde sie mittragen kann.

[10:49] Und so wird das Ganze an ein Apostelkonzil delegiert. Das erste dieser Art, von dem wir lesen. So durchzogen sie nun als Abgeordnete der Gemeinde Phönizien und Samaria, indem sie von der Bekehrung der Heiden erzählten und allen Brüdern große Freude bereiteten. Wir gehen also quasi jetzt als Delegierte zu einer Art Generalversammlung nach Jerusalem. Und auf dem Weg nutzen die Gelegenheit, überall den Juden Christen zu erzählen, was Gott für große Wunder unter den Heiden vollbringt.

[11:19] Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Ältesten empfangen und berichteten alles, was Gott mit ihnen gewirkt hatte. Aber einige von der Richtung der Pharisäer, die gläubig geworden waren, standen auf und sprachen: "Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Mose zu halten." Und hier sehen wir, dass auch in die Hose nehmen, derselbe Konflikt ganz deutlich sichtbar wird. Und es zeigt sich, dass man diesen Konflikt nicht beiseiteschieben kann, denn beide Gruppen haben eine sehr starke Meinung. Und wo immer ein Heide Christ werden würde, würde dieser Konflikt neu aufbrechen, es sei denn, er wird grundsätzlich für alle geklärt.

[11:56] Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um die Sache zu untersuchen. Statt einfach eine Meinung zu fördern, hat man die Sache aufgrund der Bibel im Gebet untersucht. Und das sollte auch unsere Haltung sein bei theologisch dramatischen Streitfragen, die es immer mal wieder gibt. Wir müssen die Bibel studieren, müssen und vor allem die Liebe gemeinsam studieren, nicht nur alleine. Gott führt seine Gemeinde nicht, indem ich oder du alleine alle Weisheit bekommen. Er führt uns so, dass wir Weisheit bekommen, die wir mit einbringen, damit das Gesamtbild der Gemeinde vollständig und harmonisch wird.

[12:34] Wir können nur die Botschaft wirklich mit Überzeugung verkündigen, die von der Gesamtheit auch als mindestens aller, die wirklich aufrichtig der Botschaft folgen wollen, verkündet wird.

[12:46] Nachdem aber eine große Auseinandersetzung stattgefunden hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: "Ihr Männer und Brüder, ihr wisst, dass Gott lange vor diesen Tagen mitten unter uns die Heiden erwählt hat, dass sie durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben kommen sollten." Es war jetzt schon etliche Jahre her, dass das passiert war, und Petrus erinnert sie an das, was er selbst erlebt hatte, als die Heidenmission, so die allerersten Schritte gemacht hatte.

[13:12] Und Gott, der die Herzen kennt, legte für sie Zeugnis ab, indem er ihnen den Heiligen Geist gab, gleich wie uns. Er sagt also, dass die Heiden den Heiligen Geist bekommen haben, beweist, dass Gott sie als vollgültige Mitglieder der Gemeinde angesehen hat. Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen durch den Glauben gereinigt hatte. Was Petrus argumentiert, ist: Als der Heilige Geist auf die Heiden fiel, war deutlich, dass aus Gottes Sicht es keinen Unterschied gehabt zwischen beschnittenen Juden Christen und unbeschnittenen. Und wenn Gott keinen Unterschied sieht, warum sollte man einen solchen Unterschied dann postulieren? Weshalb versucht ihr denn jetzt Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten?

[14:01] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft es Streit und Konflikte über theologische Fragen auch in unseren Gemeinden gibt. Und wir möchten dich bitten, dass du uns die Einstellung der Apostel schenkst, die alles gemeinsam studiert und im Gebet besprochen haben und dann auf Grundlage des Wortes Gottes und auf Grundlage dessen, wie Gott sichtbar klar geführt hat, sondern Entscheidung zu kommen, die dem Wirken Gottes entspricht. Herr, wir bitten dich um diese Weisheit auch in unserer Zeit, dass auch die theologischen Fragen unserer Zeit, die aufkommen, die Streitfragen so gelöst werden, dass dein Volk in Harmonie voranschreiten kann. Es bitten wir im Namen Jesu. [Musik]


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