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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Teil der Apostelgeschichte erleben wir Paulus auf seiner zweiten und dritten Missionsreise. Er predigt in Korinth und Ephesus, wo er auf Widerstand stößt, aber auch auf fruchtbaren Boden. Wir lernen den eloquenten Apollos kennen, der durch die Lehre von Priscilla und Aquila tiefer im Glauben wächst. Die Ausgießung des Heiligen Geistes und die Bedeutung der Taufe werden beleuchtet, während Paulus in Ephesus eine Gemeinde gründet, die zwei Jahre lang das Wort Gottes verkündet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1160. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Ermutigung, die du uns jeden Tag schenkst. Wenn wir vielleicht verzweifelt sind, wenn wir vielleicht nicht genau wissen, ob wir noch am richtigen Ort sind, wenn wir nicht genau wissen, was wir tun sollen, ob wir gehen sollen oder reden sollen, dann ermutigst du uns, du schenkst uns Wegweisung, du sagst, was wir tun sollen, zeigst uns, wo unsere Pflicht ist. Und dafür danken wir dir.

[1:09] Helfen wir möchten Danke sagen auch für das Wissen, dass es noch viele Menschen gibt, von denen du schon weißt, dass sie sich für das Evangelium interessieren. Wenn wir das, obwohl wir das nicht sehen, wie das wir glauben dürfen, wir möchten dich bitten um Glauben und Mut für dich einzustehen, auch dann, wenn es vielleicht manchmal schwierig zu sein scheint, dass wir ein Licht für das Evangelium sind in dieser dunklen Welt.

[1:36] Wir bitten dich jetzt, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und uns dadurch ermutigst. Im Namen Jesu, Amen.

[1:48] Wir sind in der Apostelgeschichte Kapitel 18. Paulus ist in Korinth. Jesus hat ihn ermutigt, dort zu bleiben und er bleibt anderthalb Jahre und predigt und lehrt das Wort Gottes. Schlussendlich werden einige von den Juden, die das Evangelium abgelehnt haben, zornig und wollen ihn vor dem Stadthalter von Achaja, was übrigens die römische Provinz in Griechenland ist, dem Gallion, wollen ihn zur Verurteilung bringen und behaupten, dass das, was Paulus predigt, gegen die Gesetze der Römer verstoßen würde.

[2:28] Und Gallion antwortet jetzt und sagt: "Wenn es ein Verbrechen wäre oder eine Schändlichkeit, dann hätte ich diese Anklage zugelassen." Vers 15 lesen wir weiter: "Wenn es aber eine Streitfrage über eine Lehre und über Namen und über euer Gesetz ist, so seht ihr selbst danach, denn darüber will ich nicht Richter sein." Und er weist sie vom Richterstuhl hinweg, nimmt den Fall nicht an, möchte damit nichts zu tun haben.

[2:51] Da ergriffen alle Griechen sonst Sosthenes den Synagogenvorsteher und schlugen ihn vor dem Richterstuhl, und Gallion kümmerte sich nicht weiter darum. Also hier sehen wir auch diese Arroganz, die Gallion gehabt hat, dem diese ganzen theologischen Diskussionen der Juden und ihre einzelnen Gruppierungen, die es ja dann auch gab, die verschiedenen theologischen Richtungen und dann auch noch die Christen, die ja auch immer zur Synagoge auch teilweise doch nicht hielten oder in diesem Dunstkreis waren, das nicht interessiert.

[3:22] Nachdem aber Paulus noch viele Tage dort verblieben war, nahm er von den Brüdern Abschied und segelte nach Syrien und mit ihm Priscilla und Aquila. Nachdem er sich in Kenchrea das Haupt hatte scheren lassen, denn er hatte ein Gelübde.

[3:38] Paulus will zurück nach Vorderasien in die Levante, er möchte zurück nach Palästina, oder nimmt Priscilla und Aquila, die er dort in Korinth kennengelernt hat, mit der er zusammengearbeitet hat, die ihm wahrscheinlich sehr vertraut gewesen sind, weil sie auch ja aus demselben Beruf kamen und deswegen auch ja viele Gemeinsamkeiten hatten.

[3:54] Und er gelangte nach Ephesus und ließ jene dort zurück. Ephesus ist eine der wesentlichen größten Städte dort in Kleinasien. Er kommt jetzt also hier an die Westküste Kleinasiens, in die Provinz Asia, wo er ursprünglich ja schon einmal hin wollte, aber damals der Heilige Geist ihn anders geführt hatte, nach Makedonien, um nach Europa zu gehen.

[4:16] Und dort heißt es: "Er selbst aber ging in die Synagoge und hatte Gespräche mit den Juden." Also auch dort macht er genau das, was er immer getan hat: Er predigt in der Synagoge und predigt das Evangelium. Als ihn aber baten, längere Zeit bei ihnen zu bleiben, willigte er nicht ein, sondern nahm Abschied von ihnen, indem er sprach: "Ich muss unter allen Umständen das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern. Ich werde aber wieder zurückkehren, so Gott will."

[4:43] Und er segelte von Ephesus ab. Paulus ist in Zeit und er möchte unbedingt nach Jerusalem kommen. Er hat jetzt viel Zeit in Korinth verbracht, oder obwohl in Ephesus dort Menschen sind, die auch gerne das Evangelium hören wollen, wo also jetzt also das Potenzial für eine Gemeinde-Gründung ist, bleibt Paulus nicht. Aber er lässt seine beiden Mitarbeiter, Priscilla und Aquila, die er kennt, die lässt er dort zurück.

[5:08] Oder nachdem und als er in Antiochia gelandet war, zog er hinauf und grüßte die Gemeinde und ging dann hinab nach Antiochia. Paulus kehrt von der zweiten Missionsreise zurück und ist dann wieder in seiner Heimatgemeinde in Antiochia am Orontes. Aber in Ephesus gibt es ein Interesse, und obwohl Paulus nicht zur Verfügung steht, hat Gott 1000 Wege, von denen wir nichts wissen, um dieses Interesse, dieses Potenzial in Ephesus tatsächlich auch zur Entfaltung zu bringen.

[5:39] Und nachdem er einige Zeit dort zugebracht hatte, zog er weiter und durchreiste nacheinander das Gebiet von Galatien und Phrygien und stärkte alle Jünger.

[5:55] Paulus hat sich also erneut auf den Weg gemacht. Das ist die sogenannte dritte Missionsreise. Und wieder zieht er über Anatolien, über Kleinasien, die heutige Türkei, Galatien und Phrygien. Das ist so im Zentrum der heutigen Türkei und hat dort alle Gemeinden besucht, die Jünger im Glauben gestärkt.

[6:14] Aber ein Jude mit Namen Apollos aus Alexandria, gebürtig, kam nach Ephesus. Ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, hat einen griechischen Namen. Er ist ein Jude und er kommt aus Ägypten, nämlich aus Alexandria, auch einer ganz wesentlichen Stadt des römischen Reiches, eine der Hauptzentren der Bildung. Dort gab es ja zuvor auch schon diese berühmte Bibliothek von Alexandria.

[6:39] Und jemand, der sehr gebildet war, der sich sehr gut auskannte im Alten Testament und der rhetorisch äußerst geschickt war und jetzt die Gelegenheit hier nutzen konnte, in Ephesus das Evangelium zu predigen. Denn es heißt: "Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn." Er kannte also das Evangelium und feurig im Geist, er hat einen echten Missions-Eifer. Er redete und lehrte genau über das, was den Herrn betrifft, kannte aber nur die Taufe des Johannes. Also es war nicht jemand, der Irrtum und Wahrheit miteinander vermischt hat. Es war keine Verfälschung des Evangeliums, es war das echte Evangelium. Ihm fehlten aber noch ein paar Kenntnisse über bestimmte Details, sind wir bestimmte Fakten.

[7:21] Und fing an, öffentlich in der Synagoge aufzutreten. Paulus war zwar nicht zur Verfügung, aber Gott hat andere Menschen, die er berufen kann, die, wenn Paulus nicht kann, dann seinen Platz hier einnehmen können in Ephesus.

[7:35] Als nun Aquila und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus. Und das ist interessant. Sie haben also gesehen: Hier ist jemand, der großes Potenzial hat, der enorm viele Menschen erreichen kann, der liebt Jesus und das Evangelium, aber er weiß ein paar Dinge nicht. Und es erklären sie ihm die Dinge, dass er noch effizienter wird. Und das ist auch ein ganz großes, ganz ein edler Zug von Apollos.

[8:06] Der als rhetorisch versierte Gelehrte aus Alexandria sich von selbst machen über das Evangelium gelernt hat, der bereit ist, okay, das wusste ich noch gar nicht. Hier sehen wir, was die Gemeinde wirklich voran gebracht hat. Das waren Menschen, die belehrbar waren, die sich vom Heiligen Geist haben führen lassen, die nicht alles selber besser wussten.

[8:27] Als er aber nach Achaja hinübergehen wollte, also nach Griechenland, Korinth und die anderen Gegenden, ermunterten ihn die Brüder und schrieben an die Jünger, dass sie ihn aufnehmen sollten. Und als er dort ankam, war eine große Hilfe für die, welche durch die Gnade gläubig geworden waren.

[8:43] Man muss sich mal in die Gemeinde Ephesus hineinversetzen. Da kommt der Paulus und beginnt zu predigen. Man hat Interesse und dann geht der Paulus, obwohl man eigentlich Bibelstunden haben möchte. Dann sind da nur, in Anführungsstrichen, nur Priscilla und Aquila. Und dann kommt Apollos, der begeisterte Predigten hält, der die Bibel gut auslegen kann und der durch den Dienst von Priscilla und Aquila sogar noch im Glauben, in der Erkenntnis wächst.

[9:06] Und er wirklich hier ein gutes Werk in der Gemeinde tut und der jetzt aber wegziehen möchte, um woanders ebenfalls zu wirken. Jesus hat ja auch nicht an einem Ort gewirkt, sondern ist dann verschiedene Orte gezogen. Die Gemeinde hat nicht gesagt: "Nein, wir brauchen dich ja." Sie waren dankbar für die Zeit, die sie mit ihm gehabt haben. Ermunterten ihn sogar noch in die Orte zu gehen, die weniger Zeit mit einem hauptamtlichen Missionar gehabt haben. Sie haben ihn sogar darin unterstützt und haben an die Geschwister in Griechenland geschrieben, dass sie dem Apollos wirklich vertrauen können.

[9:47] Auch wir sollten nicht alle Kräfte für uns eigene Gemeinde haben wollen, sondern froh und dankbar sein, wenn auch Gottes Mitarbeiter in Gegenden arbeiten, wo bisher das Evangelium kaum gepredigt worden ist.

[10:02] Denn er widerlegte die Juden öffentlich mit großer Kraft, indem er durch die Schriften bewies, dass Jesus der Christus ist. Das war eine der großen Stärken von Paulus, dass er, wie schon die anderen großen Apostel auch, wie Petrus und Stephanus, aus dem Alten Testament zeigen konnte, dass Jesus der tatsächlich vorhergesagte Retter der Welt ist. Das war die Kraft der Botschaft, die die Welt auf den Kopf stellte, als das Evangelium sich in der Apostelgeschichte ausbreitete.

[10:31] Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gebiete durchzogen hat, also die gebirgigen Gegenden im Inneren Kleinasiens, nach Ephesus kam, das an der Küste, an der Westküste liegt.

[10:45] Und als er einige Jünger fand, sprach er zu ihnen: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?" Sie beantworteten ihm: "Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist." Oder sprach zu ihnen: "Worauf seid ihr denn getauft worden?" Sie aber erwiderten: "Auf die Taufe des Johannes."

[11:01] Da sprach Paulus: "Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und im Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, danach ihm kommt, das heißt, an den Christus Jesus." Und als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. Und als Paulus die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Sprachen und weissagten. Es waren aber im Ganzen etwa zwölf Männer.

[11:24] Paulus kommt jetzt nach Ephesus und er findet hier noch einige, die vielleicht auch in der Frühphase des Dienstes von Apollos getauft worden waren und nicht mehr wussten als das, was sie ihm hier beigebracht worden ist und die tatsächlich hier noch ein zweites Mal getroffen werden, weil sie eine wesentliche Wahrheit, die Wahrheit über den Heiligen Geist, neu gelernt haben.

[11:48] Also, wenn die Tatsache, dass es den Heiligen Geist gibt, eine Wieder-Taufe rechtfertigt, dann ist die Botschaft, dass es einen Heiligen Geist wirklich gibt, auch eine echt wichtige biblische Botschaft. Sie sollte nicht vernachlässigt werden.

[12:11] Wir sehen hier, dass durch die Ausgießung des Heiligen Geistes diese Gläubigen jetzt auch, wie Paulus später im Epheserbrief sagt, versiegelt sind mit dem Geist der Verheißung.

[12:24] Und er ging in die Synagoge und trat öffentlich auf, indem er drei Monate lang Gespräche führte und sie zu überzeugen versuchte von dem, was das Reich Gottes betrifft. Jetzt ist er gekommen, hat mehr Zeit und er lässt sich jetzt in Ephesus nieder und predigt in der Synagoge drei Monate lang und predigt das Evangelium. Da aber etliche sich verstockten und sich weigerten zu glauben, sondern den Weg vor der Menge verleumdeten, kein Wunder, das war bisher in jeder Stadt so gewesen.

[12:52] Trennt er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen Tyrannos. Paulus hat also einige Monate versucht, mit der Synagoge zusammenzuarbeiten, die Synagoge zu erreichen. Und als das dann nicht funktioniert hat, als man gegen ihn sich gewandt hat, hat er alle, die Jesus angenommen haben, separiert, hat eine eigene Gemeinde sozusagen gegründet, eine christliche Gemeinde in der Schule eines gewissen Tyrannos.

[13:22] Das geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in der Provinz Asia wohnten, das Wort des Herrn hörten, sowohl Juden als auch Griechen. Ephesus war zu dem damaligen Zeitpunkt die Hauptstadt der römischen Provinz Asia und wir kennen auf verschiedene andere Gemeinden, vor allem auch aus der Offenbarung, aus Offenbarung 2 und 3, wie Pergamon, Thyatira. Sie alle müssen hier durch diesen zweijährigen Dienst von Paulus mehr oder weniger auch sicherlich durch Mitarbeiter und Bekehrte mit dem Evangelium in Kontakt gekommen sein.

[13:57] Paulus hat ganze Arbeit geleistet, zwei Jahre lang in dieser so berühmten und wichtigen Stadt in Ephesus. Lasst uns gemeinsam gehen.

[14:05] Lieber Vater im Himmel, schenk du uns auch die Demut und den ja, einen belehrbaren Geist, so wie Apollos ihn gehabt hat, der mit großem Eifer wirklich gewirkt hat, aber sich nicht zu schade war, auch auf Belehrung von einfachen Geschwistern zu hören. Herr, dafür danken wir, dass es solche Beispiele in der Bibel gibt. Und wir möchten dich bitten, dass wir bereit sind, uns von jedem belehren zu lassen, der das Wort Gottes uns erklären kann. Das bitten wir im Namen Jesu.


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