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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video wird die Apostelgeschichte 19:11-33 behandelt, die von den Wundern des Paulus in Ephesus und dem Aufruhr berichtet, der durch Demetrius, einen Silberschmied, ausgelöst wurde. Der Sprecher erklärt, wie die Kraft des Evangeliums die Gesellschaft in Ephesus beeinflusste und wie die Anhänger des Paulus ihre alten Praktiken aufgaben. Es wird auch die Reaktion der aufgebrachten Menge und die Rolle der Stadtbeamten beleuchtet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 116. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du jeden Tag durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es lesen und verstehen können, und dass du uns deinen Heiligen Geist sendest. Herr, wir brauchen ihn noch heute, an diesem Tag, das Erfülltsein mit deinem Heiligen Geist, damit er dein Gesetz in unser Herz schreibt, dass wir wissen, wie wir heute für dich wirken können, dass er uns die richtigen Antworten gibt, die richtigen Gedanken. Und wir danken dir, dass wir durch den Heiligen Geist mit dir verbunden sein dürfen. Sprich du jetzt durch deinen Geist, wenn wir dein Wort lesen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:31] Wir sind in der Apostelgeschichte 19. Paulus befindet sich über einen längeren Zeitraum in Ephesus. Er hat zunächst in der Synagoge dort gelehrt und dann, als es Widerstand gab, alle Gläubigen in der Schule des Tyrannos zu einer eigenen Gemeinde zusammen organisiert und dann lange Zeit, ungefähr zwei Jahre lang, in Ephesus gewirkt, so dass die ganze Provinz Asia, von der Ephesus die Hauptstadt war, mit dem Evangelium in Kontakt kommt, sowohl die Juden als auch die Griechen.

[2:08] Wir lesen weiterhin Vers 11: "Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus, sodass sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister von ihnen ausfuhren."

[2:22] Es versuchten aber etliche von den umherziehenden jüdischen Beschwörern, über denen die bösen Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: "Wir beschwören euch bei dem Jesus, den Paulus verkündigt." Damals gab es auch eine ganze Reihe von jüdischen Beschwörern, die sich mit der Magie beschäftigt hatten. Und auch in späteren Jahrhunderten ist es etwas, was es im Judentum und bestimmten Gegenden, bestimmten Gruppen des Judentums sehr verbreitet war, die Verwendung von Magie und Beschwörung. Das hatte man größtenteils aus dem Nahen Osten, aus dem Alten Orient übernommen, von den Babyloniern und den Aramäern und all den... ja, natürlich, die da eine ganze Wissenschaft ausgemacht hatten.

[3:11] Interessant ist, dass Paulus mit seinem Wirken, mit seinen Wundern einen solchen Eindruck hinterlassen hat, dass sozusagen diejenigen, die wir als die Welt bezeichnen würden, als die Ungläubigen, als die, die mit Satan im Bund sind, so beeindruckt sind, dass sie Paulus imitieren wollen. Meistens ist ja leider so, dass Christen von der Welt zu beeindruckt sind, dass sie versuchen, die Welt zu imitieren. Aber hier war das Christentum so stark und so mächtig, dass es einen solchen massiven Einfluss auf die Gesellschaft hatte, dass die Heiden und die Beschwörer und die jetzt quasi sich an Paulus orientierten.

[3:53] Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skewas, die dies taten. Aber der böse Geist antwortete und sprach: "Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber wer seid ihr?" Und der Mensch, in dem der böse Geist war, sprang auf sie los und überwältigte sie und zeigte ihnen dermaßen seine Kraft, dass sie entblößt und verwundet aus jedem Haus flohen.

[4:14] Das aber wurde allen bekannt, die in Ephesus wohnten, sowohl Juden als auch Griechen. Und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde hochgepriesen. Es wurde deutlich: Jesus ist nicht einfach nur ein Mantra, nur eine Zauberformel, sondern Jesus ist wirklich auf das Ängste verknüpft mit dem Evangelium, das Paulus gepredigt hat. Man kann ihn nicht einfach für irgendetwas missbrauchen.

[4:37] Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und erzählten ihre Taten. Das Evangelium hatte dort einen solchen Einfluss, dass die Menschen wirklich echte Bekehrung erlebten, echte Bekehrung und auch ihre Sünden tatsächlich bekannten. Viele aber von denen, die Zauberkünste getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen, verbrannten sie vor allem und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50.000 Silberlinge.

[5:01] Auch das ein Zeichen echter Bekehrung. Man hat mit dem alten Leben gebrochen, man hat die Dinge weggeschmissen, man hat sich verbrannt, obwohl das viel Geld war. Man hat es nicht einfach verkauft, um damit andere Menschen dann in Gefahr zu bringen. Man hat es verbrannt und deutlich zu machen, weil man bereit war für die Erkenntnis Gottes, für das ewige Leben, für diese Freude, die man aus Gnaden bekommen hat.

[5:23] Auch etwas aufzugeben. Was sind wir bereit aufzugeben aus unserem alten Leben, was uns vielleicht auch durch die Präsenz, die es hat, noch in unserer Wohnung vielleicht immer wieder zu versuchen werden könnte.

[5:42] So breitete sich das Wort des Herrn mächtig aus und erwies sich als kräftig. Das Wort Gottes hat in Ephesus mit Vollmacht gewirkt.

[5:53] Nachdem aber diese Dinge ausgerichtet waren, nahm sich Paulus im Geist vor, zuerst durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und dann nach Jerusalem zu reisen, indem er sprach: "Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen."

[6:07] Paulus ist in Ephesus und macht schon weitere Pläne. Er möchte während dieser dritten Missionsreise auch die Gemeinden in Mazedonien und das heißt in Nord- und Süd-Griechenland, die er dort gegründet hat, Korinth zum Beispiel oder Philippi, möchte diese Gemeinden besuchen, dann zurück nach Jerusalem, und dann hat er das große Ziel, von dem er schon lange auch gehegt hatte, immer wieder versucht hat, dahin zu kommen. Er möchte unbedingt sehen, er möchte in Rom, in der Stadt schlechthin, der Weltstadt, der Hauptstadt des römischen Imperiums, dort möchte er auch predigen.

[6:42] Und er sandte zwei seiner Gehilfen, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien und hielt sich noch eine Zeit lang in der Provinz Asia auf. Er bleibt doch etwas, sendet aber schon Mitarbeiter, die in Mazedonien, im Norden Griechenlands wirken sollen.

[6:57] Aber um jene Zeit entstand ein nicht unbedeutender Aufruhr um deswegen, also um der christlichen Gemeinde wegen. Ein echter Tumult, der es in sich hatte, denn ein gewisser Mann namens Demetrius, ein Silberschmied, verfertigte silberne Tempel der Diana und verschaffte den Künstlern beträchtlichen Gewinn.

[7:22] Dort in Ephesus wurde die Artemis verehrt, deren römischer Name Diana war. Und dort gab es einen gigantischen Tempel, eines der sieben Weltwunder, das Artemision. Und es gab Kunsthandwerker, die, wie das heute auch so üblich ist bei Touristen, die dann so als Mitbringsel, sozusagen als Souvenir, so kleine silberne Tempel verfertigt haben, die an all die Touristen verkauft wurden, die aus der ganzen Welt kamen, um den Tempel der Diana, der Artemis, zu betrachten.

[7:59] Diese versammelte er samt den Arbeitern desselben Faches und sprach: "Ihr Männer, ihr wisst, dass von diesem Gewerbe unser Wohlstand kommt." Und wieder sehen wir, dass es vor allem auch die wirtschaftliche Verknüpfung des Arbeit Glaubens war, die dazu geführt hat, dass man den Arbeit Glauben verteidigen wollte. Diese Leute handeln nicht unbedingt aus theologischer Überzeugung, sie handeln vor allem aus wirtschaftlichem Interesse.

[8:34] Und wir wissen aus der Offenbarung, dass auch am Ende der Zeit die gefallenen Kirchen Babylon wirtschaftlich eng verknüpft sind mit zahlreichen Entitäten, mit Wirtschaftsleuten, die dort mit Babylon zusammenarbeiten. Das ist kein Wunder, dann auch das ist in Offenbarung 13 um wirtschaftliche Sanktionen geht, nicht kaufen und verkaufen können.

[8:58] Und ihr seht und hört, dass dieser Paulus nicht alleine in Ephesus, sondern fast in ganz Asien, der gesamten Provinz dort in der Türkei, eine große Menge überredet und umgestimmt hat, indem er sagt, dass es keine Götter gebe, die mit Händen gemacht werden. Die Sache ist so dramatisch aus ihrer Sicht, dass sie Angst haben, dass sie ihr Gewerbe verlieren, weil die Leute aufhören, an Götter zu glauben.

[9:20] Aber es besteht nicht nur die Gefahr, dass dieses unser Geschäft in Versuchung kommt, sondern auch, dass der Tempel der großen Göttin, ja, dafür nichts geachtet und zuletzt auch ihre Majestät gestürzt wird, die doch ganz Asia und der Erdkreis verehrt sie, ist weltberühmt.

[9:37] Und ihr seht, man sieht, dass es nicht nur ihr wirtschaftliches Interesse ist. Sie haben natürlich auch einen Stolz, das ist ihre Diana, die dort verehrt wird, und sie ahnen schon, wenn das so weitergeht, wird irgendwann der Tempel selbst nicht mehr in Benutzung sein.

[9:51] Als sie das hörten, wurden sie voll Zorn und schrien: "Groß ist die Diana der Epheser!" Und die ganze Stadt kam in Verwirrung, und sie stürmten einmütig ins Theater und zerrten die Mazedonier Gajus und Aristarchos, die Reisegefährten des Paulus, mit sich.

[10:07] Aber Paulus unter die Volksmenge gehen wollte, ließen es ihm die Jünger nicht zu. Die Sache wurde richtig brenzlig. Auch etliche der Asiarchen, das waren hochgestellte Beamte, die dort in der Provinz Asia Leitungsfunktion gehabt haben, verschiedene Art, die ihm wohlgesonnen waren, standen zu ihm und baten ihn, sich nicht ins Theater zu begeben.

[10:27] Hier sehen wir, wie groß der Einfluss von Paulus gewesen ist, dass diese Asiarchen, die waren eigentlich auch zuständig für die Verehrung des Kaisers, und sie sind dem Paulus wohlgesonnen gewesen, obwohl sie natürlich geahnt haben, dass die Predigt von Paulus auch den Kaiserkult bedrohen könnte.

[10:46] Paulus muss wirklich eine sehr, sehr eine Person gewesen sein, der Mann auch in höchster Position sehr wohlgesonnen gewesen ist. Der war also kein Fanatiker, sondern jemand, der mit sehr viel Besonnenheit und Liebe und Hingabe eine sehr überzeugende Botschaft gepredigt hat.

[10:59] Hier also im Theater dort. Wir kennen ja auch heute noch aus einigen archäologischen Funden oder auch zum Teil stehen diese Theater ja noch in einigen Orten. Diese halbrunden Orchester, diese großen Theater, wo dann Theaterstücke vorgeführt wurden.

[11:22] Hier schrien nun alles durcheinander, denn die Versammlung war in der größten Verwirrung, und die Mehrzahl wusste nicht, aus welchem Grund sie zusammengekommen war. Und das zeigt natürlich mit seiner gewissen ironischen Note auch, was das für ein Durcheinander war, ein Tumult. Die meisten wissen nicht mal, worum es geht, aber sie schreien durcheinander, und der Aufruhr versetzt ständig sich sozusagen.

[11:43] Dazu zogen sie aus der Volksmenge den Alexander hervor, da die Juden ihn vorschoben. Und Alexander gab mit der Hand ein Zeichen und wollte sich vor dem Volk verantworten.

[11:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir sehen, was das Evangelium in Ephesus bewirkt hat, dann sehen wir, wie viel Kraft und Macht in deinem Evangelium steckt, auch in Orten, die eigentlich gar nicht christlich, geistlich, biblisch geprägt gewesen sind. Eine solche gewaltige Kraft, dass die ganze Gesellschaft damit durchdrungen war, auch wenn nicht alles angenommen haben. Herr, wir wünschen uns auch, dass das Evangelium wieder so stark leuchtet, die ganze Welt davon erfährt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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