In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ spricht Christopher Kramp über Apostelgeschichte 20:17-21:6. Er beleuchtet die Abschiedsrede des Apostels Paulus an die Ältesten von Ephesus, seine Hingabe an den Dienst und seine Warnungen vor falschen Lehren. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, die ganze Wahrheit Gottes zu verkündigen und durch das eigene Leben ein Vorbild zu sein.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 20:17-21:6
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1163. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unseren Weg kennst. Du kennst unseren Lebensweg, du kennst die Stationen unseres Lebens und du weißt doch, was wir heute noch an Dingen erleben werden. Du weißt, was wir vorhaben und was auf uns zukommen wird. Wir wollen uns heute deinem Wort unterstellen, wir wollen dir folgen und ich bitte, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:16] Wir sind in der Apostelgeschichte 20. Paulus befindet sich auf dem Rückweg von der dritten Missionsreise Richtung Jerusalem. Und er ist in Troas gewesen, hat dort einen Aufenthalt gehabt, wo der Zyklus aus dem Fenster gefallen ist während der Predigt und dann doch lebendig wieder gewesen ist. Und Paulus reist weiter an der kleinasiatischen Westküste und nimmt sich vor, nicht in Ephesus noch extra Halt zu machen, weil er keine Zeit verlieren möchte, weil er rechtzeitig bis zu Pfingsten in Jerusalem sein möchte.
[1:55] Wir lesen weiter ab Vers 17 von Milet, aber sandte er nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde herüberrufen. Er möchte trotzdem die Epheser noch stärken im Glauben. Er hat nur keine Zeit, zu ihnen zu kommen, so dass er sie ruft nach Milet. Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wisst, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asia betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe, dass ich dem Herrn diente mit aller Demut und den vielen Tränen und Anfechtungen, die mir widerfuhren durch die Nachstellung der Juden. Und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern.
[2:33] Paulus sagt: Ihr wisst, wie ich gearbeitet habe. Das erste Kriterium war seine Demut. Er hat viel zu weinen gehabt, hat viele Anfechtungen gehabt. Er wurde ihm wurde nachgestellt und trotzdem hatte er treu seinen Dienst ausgeführt. Er hat nichts verschwiegen, alles gepredigt, was er über Gott und das Evangelium wusste, indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe. Er hat zu den Juden gepredigt, er hat zu den Heiden gepredigt und den Glauben an Jesus.
[3:05] Und siehe, jetzt 30, gebunden im Geist, nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird, außer dass der Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt: Das Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten. Er wusste nicht genau, was passieren wird, aber er wusste vom Geist der Weissagung durch die Propheten, die immer wieder in den Gemeinden vorhanden waren, dass es eine trübselige Zeit werden würde.
[3:29] Ein bisschen können wir uns mit Paulus vielleicht identifizieren, wenn wir an die Endzeit denken, von der wir auch nicht im Detail wissen, was alles exakt, genau wie wann, wo passieren wird. Aber doch wissen, dass es schwierige Zeiten werden. Aber auf alles das, aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht. Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freude zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.
[4:04] Paulus sagt: All das kann mich nicht abhalten. Ich habe keine Angst vor der Zukunft und selbst wenn es bedeutet, dass ich sterben muss, ich möchte den Dienst vollenden, den Jesus mir gegeben hat. Lieber Freund, liebe Freundin, kennst du den Dienst, den Jesus dir gegeben hat und möchtest du diesen Dienst mit Freude vollenden?
[4:26] Und nun siehe, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe. Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Und wir haben hier in diesem Abschnitt in der Apostelgeschichte 20 eine besondere Abschiedsrede. Paulus hat oft Abschied gehalten, aber hier finden wir besondere Worte, die unter Inspiration des Heiligen Geistes von Lukas aufgeschrieben worden sind, die uns zeigen, worauf es ankommt, wenn man sich in diesem Leben als Christen nicht mehr sehen wird.
[5:04] Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin von aller Blut. Das ist das Bild aus Hesekiel, dass der Prophet der Wächter ist, der den Sünder warnen soll. Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschlag Gottes verkündigt. Paulus hat nicht ein halbes Evangelium gepredigt. Er hat es nicht runtergebrochen nur auf die einfachsten Dinge. Er hat es nicht verwässert, um besser anzukommen. Er hat das ganze Evangelium gepredigt.
[5:33] Wir haben gesehen, er hat sich das klug überlegt. Er hat nicht alles auf einmal gesagt. Er hatte Schritt für Schritt aufgebaut, so wie Jesus ja auch gepredigt hat. Aber er hat absolut nichts zurückgehalten, die ganze Wahrheit, die er kannte, hatte er auch gepredigt. Und das sollten auch wir tun. Wir sollten keine Wahrheiten, die wir selbst glauben, auf Dauer zurückhalten.
[5:53] So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat. Paulus macht sich Gedanken um die Gemeinde in Ephesus. Er sagt: Die Gemeinde, die hat nicht Apollos gegründet, die hat nicht Paulus gegründet, die hat Jesus erkauft.
[6:18] Das ist sein eigenes Blut. Und übrigens, dieser Vers macht ganz deutlich, dass Jesus Gott ist. Denn die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.
[6:30] Ist dir bewusst, ist doch deine Ortsgemeinde von Jesus gekauft worden, erworben ist durch sein Blut? Nicht nur wir als einzelne Gläubige, sondern auch die Gemeinde als Ganzes, die Ortsgemeinde, die sind erworben durch Jesus. Wir sollten nicht schnell sie verlassen, nicht schnell über sie urteilen, nicht schnell sie kritisieren, auch wenn es vieles gibt, was oft verbessert werden muss, viele Dinge gibt, die angesprochen werden müssen.
[6:58] Niemals aus den Augen verlieren: Jesus hat die Gemeinde erworben. Das spricht er zu den Ältesten, dass sie auf sich selbst acht haben sollen und auf die Gemeinde. Sie sollen nicht nur andere beherrschen, sie sollen auf sich selbst achten und dann die Gemeinde hüten, die ganze Herde.
[7:15] Als unter Hirten zu dem großen Hirten. Er hat gesagt: Ich bin der gute Hirte. Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen. Paulus sagt: Ich weiß zwar nicht genau, was mir passiert, aber ich weiß, der Satan wird ihr Lehrer bringen und dass aus euren eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. Es wird Parteien geben, es wird Abspaltung geben, es wird Irrlehrer geben, es wird Splittergruppen geben. Es wird Leute geben, die vorgeben, Christen zu sein und trotzdem etwas anderes predigen. Sie werden nicht von außen kommen, sie werden von innen kommen.
[7:54] Paulus hat davon an verschiedenen Stellen gewarnt. Wir denken an den zweiten Brief Kapitel 2. Ihr könnt das selbst nachlesen, vor dem Geheimnis der Gesetzlosigkeit redet.
[8:07] Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden einzelnen mit Tränen zu ermahnen. Drei Jahre lang hat Paulus in Ephesus gewirkt und hätte mit jedem einzelnen persönlich gearbeitet. Er war nicht nur derjenige, der von vorne gepredigt hat. Er hat mit den Menschen, mit den Gemeindeleitern, mit den Ältesten persönlich gearbeitet, hat sie darauf vorbereitet auf die Zeit, wo sie einmal ohne Paulus und ohne Apostel stehen müssen, alleine in den Anfechtungen der Zeit.
[8:44] Und erinnert sie, dass er alles ihnen gepredigt hat und sie müssen die ganze Wahrheit festhalten. Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, dass die Kraft hat, euch aufzubauen oder ein Erbe zu geben und der allen Geheiligten. Paulus muss loslassen. Er kann diese Gemeinde nicht persönlich beten, aber das muss auch nicht. Er kann die Gläubigen dem Wort Gottes übergeben. Er kann sie Gott übergeben. Gott ist stark genug für die Gemeinden.
[9:18] Und wenn wir Abschied nehmen müssen von einer Gemeinde, dann dürfen wir wissen, dass Gott sich um sie kümmert. Und das Gottes Wort mehr als ausreichend ist. Gottes heiliger Geist wird jedem aufrichtigen Gemeindeglied gegeben. Es braucht keine Paulus auf Dauer. Sie haben ihre Aufgabe, sie haben ihre Wichtigkeit, um Dinge anzustoßen, andere Menschen auszubilden, das Evangelium zu predigen.
[9:48] Aber Gott braucht keinen Menschen, der ein Leben lang über eine Gemeinde hütet und wacht. Die Missionare müssen weiter, die Gemeinden müssen selbst stehen und sie stehen durch die Kenntnis Gottes und das Leben aus dem Wort Gottes.
[10:07] Silber und oder Gold oder Kleidung habe ich von niemand begehrt. Paulus hat nicht aus Gewinn sucht das Evangelium gepredigt. Ihr wisst ja selbst, dass diese Hände für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner Gefährten gesorgt haben. Paulus hat neben all dem selbst gearbeitet. Er war sozusagen ein Supporting.
[10:25] Er hat sich selbst unterstützt, selbst ernährt.
[10:36] In allem habe ich euch gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen soll. Einige denken der Worte des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist glückseliger als nehmen.
[10:48] Paulus hat nicht nur die Wahrheit gepredigt, er hat durch sein Leben drei Jahre lang ein Vorbild gegeben. Und die Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Predigen wir nur die Wahrheit oder zeigen wir durch unser Leben die Prinzipien des Evangeliums? Repräsentieren wir das Evangelium durch unser Leben, so dass Menschen sich an uns erinnern können und dadurch, durch die Erinnerungen an unser Verhalten im Alltag, sich daran erinnern können, was Gott in seinem Wort gesagt hat.
[11:19] Und nachdem er dies gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. Dabei weinten alle sehr, vielen Paulus um den Hals und küssten ihn am meisten, betrübt über das Wort, dass er gesagt hatte, dass sie sein Angesicht nicht mehr sehen würden. Und sie geleiteten ihn zum Schiff.
[11:36] Als wir uns von ihnen losgerissen hatten, das zeigt, wie emotional dieser Moment gewesen ist. Und schließlich abgefahren waren, kamen wir geradewegs nach Kos und dann folgenden Tag nach Rhodos und von da nach Patara. Und als wir ein Segelschiff fanden, das nach Phönizien fuhr, stiegen wir ein und fuhren ab.
[11:59] Als wir aber Zypern erblickten, ließen wir es links liegen, fuhren nach Syrien und gelangten nach Tyros, denn dort sollte das Schiff die Fracht ausladen. Und als wir die Jünger gefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort. Und sie sagten dem Paulus durch den Geist: Er solle nicht nach Tyrus hinaufziehen.
[12:18] Als wir schließlich diese Tage vollendet hatten, brachen wir auf und zogen fort, wobei sie uns alle mit Frauenkind bis vor die Stadt hinaus begleiteten und knieten mehrmals nieder und beteten. Viele emotionale Momente auf dieser Reise nach Jerusalem. Und nachdem wir voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir in das Schiff. Sie kehrten wieder nach Hause zurück.
[12:43] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns zu verstehen, dass wir in einer Zeit leben, in der Lehrer auch heute versuchen, die Gemeinden kaputt zu machen. Bitte gib, dass wir verstehen, dass wir uns ganz oft dich und ganz auf dein Wort verlassen müssen. Es gibt keinen Menschen, der uns garantiert, dass wir im Glauben bleiben, sondern nur du und die Kraft deines Wortes können uns Sicherheit geben.
[13:16] Und so bitten wir, dass wir uns ganz fest an dich festhalten dürfen. Wir wissen, dass wir das nicht bitten müssen, das wünschst du dir selbst. Wir danken dafür von ganzem Herzen und bitten dich, dass du uns vor allem Irrtum bewahrst.
[13:29] Und das wird durch unser Leben und unser Reden, durch unser Ausleben der Wahrheit und das Verkündigen der gesamten Wahrheit in Liebe ein Vorbild für andere Menschen sein können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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